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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Matthäus 20:23-21:15 ein. Er beleuchtet die unterschiedlichen Erwartungen an Jesus als König und wie sein Reich auf Dienen und Selbstaufopferung basiert, im Gegensatz zur weltlichen Machtausübung. Die Predigt thematisiert auch die Heilung von Blinden und die Reinigung des Tempels als Symbole für geistliche Erweckung und die wahre Bedeutung von Gottes Haus.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1018. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du zu uns sprichst und danke, dass wir persönliche Erfahrungen mit dir machen dürfen. Danke, dass wir sehen können, wie die Worte im Evangelium für unser persönliches Leben so viel Licht und Klarheit bringen. Und wir möchten deinem Wort folgen. Wir möchten dich bitten, dass du heute durch dein Wort zu uns sprichst und danken dir dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[1:11] Wir sind in Matthäus Kapitel 20. Die Mutter von Jakobus und Johannes tritt zu Jesus und hat eine Bitte. Sie wünscht sich, dass ihre beiden Söhne, die ohnehin schon zum engsten Kreis der Jünger Jesu gehören, von Jesus eine Zusicherung erhalten, dass sie als besonders geehrte Minister zu seiner Rechten und zu seiner Linken in seinem Königreich sitzen dürfen. Und Jesus versucht ihnen deutlich zu machen, dass sie gar nicht genau verstehen, um was sie da bitten. Denn Jesus geht nach Jerusalem, nicht um dort auf den Thron Davids sich zu setzen und die Römer mit militärischer Gewalt zu vertreiben. Jesus wird dorthin gehen und er hat es ihnen mehrfach angekündigt und am Kreuz von Golgatha zu sterben. Aber dieser Gedanke will nicht hineinbringen in das Herz selbst derer, die Jesus jetzt schon so lange beobachtet haben. Sein Gedanke, der unserem menschlichen Herzen ganz fremd ist. Das fleischliche Herz sucht immer den eigenen Vorteil, sucht immer die eigene Erhöhung. Aber das Evangelium von Gott tötet genau das und bringt genau das Gegenteil, nämlich Selbstaufopferung und Hingabe und Liebe für andere.

[2:56] Wir lesen weiter in Vers 23: „Und er spricht ihnen: Ihr werdet zwar meinen Kelch trinken und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde, aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu, sondern es wird denen zuteil, denen es von meinem Vater bereitet ist.“ Und als die Zehn hörten, wurden sie unwillig über die beiden Brüder. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: „Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben.“ Wann immer wir versuchen, eine höhere Position zu halten als andere, ist Unwille, ist Streit, ist Missgunst die natürliche Folge. Und deswegen kann Gott diese Prinzipien in seinem Reich nicht dulden, weil sie immer zu Krieg, Spaltung und Streit führen. Und Jesus versucht ihnen zu erklären, wie das Reich Gottes wirklich funktioniert.

[3:56] Wir alle wissen, dass in der Weltpolitik, in der Welt, Autorität und Zwang und Gewalt die entscheidende Grundlage sind, mit der die Regierenden die Völker unterdrücken. Und daran hat sich auch in der heutigen Zeit wenig geändert. Jesus war nicht naiv. Er wusste ganz genau, dass auch die Römer Unterdrückten und er wusste, dass andere Völker unterdrückende Herrscher haben und dass auch die Obrigkeit in Judäa, die geistige Obrigkeit, nach diesen Prinzipien handelte. „Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener. Und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ Im Reich Gottes ist es genau umgekehrt. Der Höchste ist der, der am meisten dient. Denn Gott, der mit weitem Abstand allerhöchste, ist der, der am meisten dient.

[5:20] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott dient dir und mir. Jesus dient dir und mir. Jetzt, wo wir gerade sprechen und zuhören, jetzt im himmlischen Heiligtum dient Jesus für uns. Der Heilige Geist dient uns, Engel dienen uns. Warum fällt es mir und dir, warum fällt es uns oft so schwer zu dienen? Lasst uns unseren Blick von der Welt wegnehmen. Lass uns den Blick wegnehmen von uns selbst und hinwenden auf Jesus, der dieser Welt gedient hat.

[6:13] Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine große Volksmenge nach. Und siehe, zwei Blinde saßen am Weg. Als sie hörten, dass Jesus vorüberziehe, riefen sie und sprachen: „Herr, du Sohn Davids, erbarme dich über uns!“ Aber das Volk gebot ihnen, sie sollten schweigen. Sie überfielen nur noch mehr und sprachen: „Herr, du Sohn Davids, erbarme dich über uns!“ Manche Menschen mögen uns vielleicht abhalten wollen, Jesus zu suchen. Aber so wie diese beiden Blinden, sollen wir nicht aufhören, Jesus zu suchen, zu Jesus zu rufen. Und Jesus stand still, rief sie und sprach: „Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?“ Sie sagten zu ihm: „Herr, dass unsere Augen geöffnet werden.“

[7:00] Wenn Jesus dich fragen würde, was soll ich dir tun? Was wünschst du dir? Was willst du, dass ich dir tun soll? Was würdest du dir wünschen? Würdest du dir ein neues Herz wünschen? Geöffnete geistliche Augen und einen wahren Zustand zu erkennen? Würdest du dir wünschen, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein, um Jesus wirklich nachfolgen zu können?

[7:30] Da erbarmte sich. Sie sagten zu ihm: „Herr, dass unsere Augen geöffnet werden.“ Der erbarmte sich Jesus über sie und rührte ihre Augen an. Und zugleich wurden ihre Augen wieder sehen und sie folgten ihm nach. Diese Männer hatten ein körperliches Bedürfnis. Oder doch das dürfen wir Jesus bringen. Wir dürfen alle unsere Sorgen, unsere Nöte, seien sie klein oder groß, zu ihm geben. Und Jesus erbarmt sich über uns und er macht uns sehend. Er hilft nun in unseren tatsächlichen, realen Problemen und eröffnet unsere Augen auch geistlich, damit wir sehen, die er diese Welt und unser Leben sieht.

[8:20] Und als sie nun Jerusalem, und als sie sich nun Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg kamen, sandte Jesus zwei Jünger und sprach zu ihnen: „Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr. Die findet los und führt sie zu mir. Und wenn euch jemand etwas sagt, so sprecht: Der Herr braucht sie, dann wird er sie sogleich senden.“ Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: „Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt dir demütig und reitet auf einem Esel und zwar auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers.“ Die Jünger aber gingen hin und taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte.

[9:07] Wieder sehen wir, wie Matthäus die Erfüllung der alttestamentlichen Prophetie, hier Sacharja, im Leben von Jesus explizit und zeigt. Jünger aber gingen hin und taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider auf sie und setzten ihn darauf. Aber die meisten aus der Menge breiteten ihre Kleider aus auf dem Weg, andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Und die Volksmenge, die vorausging und die, welche nachfolgten, riefen und sprachen: „Hosianna dem Sohn Davids! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“

[9:52] Hier kam Jesus nach Jerusalem auf einem Eselsfüllen reitend, so wie es im Alten Testament auch die Tradition der Könige gewesen ist. Jesus macht sehr deutlich, er ist der König des Alten Testaments, aber ist eine ganz andere König, als die Juden ihn erwartet hatten. Er ist nicht der diktatorische König, der seine Feinde mit dem Schwert schlägt, um dann seine eigene Macht empor zu heben. Nein, er ist der König, der gekommen war, um den Feind Satan und die Sünde zu besiegen, um jedem Menschen Erlösung zu bringen.

[10:44] Und als er in Jerusalem Einzug kam, die ganze Stadt in Bewegung und sprachen: „Wer ist dieser?“ Die Menge aber sagte: „Das ist Jesus, der Prophet von Nazareth in Galiläa.“ Hier sind Menschen sind begeistert von Jesus und freuen sich, dass Jesus da ist. Aber sie haben noch gar nicht bis ins Letzte verstanden, warum Jesus jetzt da ist und was er für sie tun wird. Kann es sein, dass auch wir manchmal begeistert sind vom Wort Gottes, dass wir Jesus mögen und uns freuen, wenn sein Werk vorangeht, aber wir gar nicht verstanden haben, was Jesus in unserem Leben, persönlich, tun möchte und warum er in unser Leben hineingekommen ist, was in unserem Herzen bewirken möchte?

[11:25] Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauft und kauften und stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer und er sprach zu ihnen: „Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden.“ Das steht in Jesaja 56. Aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht. Damit ist nicht unbedingt nur gemeint, dass hier einfach viel Lärm war. Der Begriff von der Räuberhöhle ist ebenfalls ein Begriff aus dem Alten Testament. Jesus hat ganz oft sich auf das Alte Testament bezogen, auch dann, wenn Matthäus es nicht explizit vermerkt. Die Räuberhöhle ist ein Bild aus Jeremia sieben, wo die Menschen dachten, dass, weil sie den Tempel haben, sie sagen konnten: „Der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn“, gleichzeitig Gottes Gebote übertreten konnten. Und weil sie ja den Tempel hatten, dann trotzdem dachten, dass sie gerettet sind. Sie dachten, dass der Tempel selbst, seine Gegenwart sozusagen, eine Art Versicherung ist, dass sie ewiges Leben haben können, dass sie gerettet sind, während sie gleichzeitig Gottes Gebote übertreten haben. Und genau das ist der Zustand der allermeisten Menschen hier in Jerusalem gewesen. Sie haben Gottes Gebot übertreten und haben gedacht, dass sie Gottes anerkanntes Volk sind, weil sie ja den Tempel haben.

[12:53] Und es kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm und er heilte sie. Aber die obersten Priester und die Schriftgelehrten, die wundersamen Taten, die er tat, und die Kinder, die im Tempel riefen und sprachen: „Hosianna dem Sohn Davids!“, da wurden sie entrüstet. Und hier sehen wir, dass diese Menschen, die dachten, dass sie das Volk Gottes sind, ihrem eigenen Erlöser gegenüber missgünstig sind und sich darüber beschweren, wenn dieser im Leben von Menschen wirkt. Jesus kam nach Jerusalem, er reinigte hier zum zweiten Mal den Tempel. Das erste Mal, das war drei Jahre zuvor in Johannes 2 wird das beschrieben. Und immer noch nicht ist sein Volk bereit, die Erlösung, die er bewirken möchte, zu verstehen.

[13:48] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, dass wir sehen können, dass in deinem Reich es nicht so läuft, wie überall in der Welt, dass Unterdrückung und Manipulation und Gewalt die Herrschaft charakterisieren, sondern dass du ein ganz anderer Herrscher bist, dass du in all deiner Herrlichkeit und Macht keinerlei Gewalt und Zwang ausübst, sondern Freiheit schenkst. Und Herr, dafür danken wir dir. Gib, dass wir das wirklich verstehen und dass wir insbesondere begreifen, was Jesus in unserem Leben tun möchte, unser persönlicher Erlöser sein möchte. Und hilf uns durch deinen Heiligen Geist, dass unser Stolz besiegt wird und dass dein Geist unserem Herzen wohnt und nicht unser eigenes Ich. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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