In dieser Predigt über Matthäus 21:16-21:37 spricht Christopher Kramp über die Bedeutung von Glauben und Taten im christlichen Leben. Er beleuchtet die Gleichnisse von den zwei Söhnen und dem bösen Weinberg, um zu verdeutlichen, dass wahre Nachfolge Jesu nicht nur im Bekenntnis liegt, sondern im tatsächlichen Umsetzen seines Wortes. Die Predigt betont die Wichtigkeit, Gottes Ruf zur Umkehr zu folgen und Frucht zu bringen, die der Buße würdig ist.
Gott auf (m)einer Seite: Matthäus 21:16-21:37
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MatthäusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1019. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, weil du der beste Vater bist, den man sich nur vorstellen kann. Wir kommen zu dir, weil du der beste König bist, weil du uns nicht unterdrückst, weil du uns nicht zwingst und nicht mal polierst, sondern weil du in Liebe uns dienst und hoffst und wünschst, dass wir dich lieb haben. Und Herr, wir möchten heute sagen: Wir haben dich lieb. Du bist besser, als wir verdient haben. Und Herr, wir danken dir für all das, was du für uns getan hast, was wir so auf selbstverständlich sehen. Herr, vergib uns, vergib uns so sehr, dass wir so oft auf uns selbst schauen und nicht auf den reichen und tiefen Segen, den du uns schenkst. Schenke uns heute Dankbarkeit und die Freude, mit dir zusammenzuarbeiten durch deinen Heiligen Geist. Ja, davon möchte ich dir ganz persönlich, ganz von ganzem Herzen danke sagen. Danke, dass du mein Herz erreichst und es erwärmst durch die Liebe, die du für mich hast. Und ich bitte dich, dass jeder, der dieses Video auch sieht, diese Erfahrung in seinem Leben macht, dass du für uns da bist und dass du uns hilfst, alle schlechten Gedanken zu überwinden, alles Klagen und dass wir bei dir Frieden, Freude und Sicherheit finden dürfen. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir es verstehen können und dass wir dadurch in unserem Glauben genährt und gestärkt werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:22] Wir sind in Matthäus Kapitel 21. Jesus ist als König auf einem Eselsfüllen reitend, begeistert von der Menge empfangen in Jerusalem eingeritten. Und er hat den Tempel ein zweites Mal gereinigt. Und die Priester und Obersten, die Schriftgelehrten sind entrüstet. Sie ärgern sich über Jesus, über die Wunder, die er tut und über das Lob, das er empfängt. In Vers 16 lesen wir: "Und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber sprach zu ihnen: Ja, habt ihr noch nie gelesen: Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du ein Lob bereitet?" Interessant, wie gesagt, hatte er noch nie gelesen. Er weiß natürlich, dass die Schriftgelehrten diese Stelle wahrscheinlich auswendig kannten, aber sie sahen nicht die Bedeutung dieses Bibelverses im Alltag. Was nützt es uns, wenn wir die ganze Bibel kennen, aber nicht sehen, wie sie für den Alltag in unserem Leben wirkt? Und ich möchte mir vornehmen, Gott zu bitten und mit Gott zu leben, so dass die Dinge, die ich in der Bibel lese, ich verstehe, wie sie im Alltag, was sie bedeuten im Alltag und wie sie im Alltag angewendet werden. Und ist nicht interessant, dass Gott sich über jedes Lob freut, egal ob wir viel oder wenig von ihm wissen, egal ob wir alt oder jung sind? Wenn wir Gott von Herzen loben, dann ist das eine Freude für Jesus.
[3:57] Und er verließ sie, ging zur Stadt hinaus nach Bethanien und übernachtete dort. Als er aber früh am Morgen in die Stadt zurückkehrte, hatte er Hunger. Und als er einen einzelnen Feigenbaum am Weg sah, ging er zu ihm hin und fand nichts daran als nur Blätter. Da sprach zu ihm: "Nun soll von dir keine Frucht mehr kommen in Ewigkeit!" Und auf der Stelle verdorrte der Feigenbaum. Und als die Jünger es sahen, verwundeten sie sich und sprachen: "Wie ist der Feigenbaum so plötzlich verdorrt?" Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: "Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn er zu diesem Berg sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer, so wird es geschehen. Und alles, was ihr glaubt, erbittet im Gebet, das werdet ihr empfangen." Jesus kam zu dem Feigenbaum, wollte Feigen essen, fand keine und verdorrte, verfluchte den Baum, der dann nie wieder Frucht bringen würde. Jesus kam nach Jerusalem, nicht das erste Mal. Er war immer wieder im Laufe seines Dienstes in Jerusalem gewesen und hatte auf Frucht gehofft, auf die Frucht des Geistes, auf Liebe, Demut, Sanftmut, gütig, Güte, Freundlichkeit, Selbstbeherrschung. Hatte darauf gehofft, dass die Obersten ihn als Erlöser erkennen würden.
[5:36] Wo die Gnadenzeit vorbei ist. Es kommt der Zeitpunkt, wo wir alle Gelegenheiten, Jesus zu kennen und ihn lieben zu lernen, verpasst haben, weil unser eigenes, stolzes Ich die Tür zugemacht hat. Und dann wird es keine Frucht mehr geben. Wenn wir die Gelegenheiten, die Jesus uns schenkt, nicht nutzen, werden wir keine Frucht bringen können. Am Ende der Zeit, dann wird uns der Fluch treffen. Ich möchte mir vornehmen, dass man Jesus in mein Leben heute kommt, wenn er heute an meine Herzenstür klopft, ist die Tür aufmachen und Jesus als meinen Erlöser jeden Tag aufs Neue annehme.
[6:25] Und als er in den Tempel kam, traten die obersten Priester und die Ältesten des Volkes zu ihm, während er lehrte, und sprachen: "In welcher Vollmacht tust du dies und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?" Hatte keine Erlaubnis vom Sanhedrin, hätte keine kein Schriftstück, das ihn irgendwie qualifizierte, nicht einmal eine Grundschule besucht. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: "Auch ich will euch ein Wort fragen. Wenn ihr mir darauf antwortet, will ich euch auch sagen, in welcher Vollmacht ich dies tue." "Woher war die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von Menschen?" Der überlegten sie bei sich selbst und sprachen: "Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er uns fragen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? Wenn wir was sagen: Von Menschen, so müssen wir die Volksmenge fürchten, denn alle halten Johannes für einen Propheten." Schon bei Johannes war es so gewesen, dass sein Predigtdienst nicht abgesegnet war von den Schriftgelehrten und Pharisäern und den Obersten Priestern in Judäa. Gott beruft Menschen und ja, Gott liebt Organisation und er hat seine Gemeinde organisiert und Organisation ist essentiell, wenn wir das Evangelium in die ganze Welt tragen werden. Und Gott ignoriert nicht seine Organisation, aber Gott hat 1000 Wege, von denen wir nichts wissen. Und wir dürfen nicht menschliche Administration und menschliche Erlaubnis über die Berufung Gottes stellen.
[8:06] Und sie antworteten Jesus und sprachen: "Wir wissen es nicht." Da sprach zu ihnen: "So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue."
[8:14] Was meint ihr aber? Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und er ging zu dem ersten und sprach: "Sohn, mach dich auf und arbeite heute in meinen Weinberg." Wie ist das? Das erste von drei Gleichnissen hintereinander, die alle denselben Punkt illustrieren werden. Der antwortete und sprach: "Ich will nicht." Danach aber reut es ihn und er ging. Und er ging zu dem zweiten und sagte dasselbe. Da antwortete dieser und sprach: "Ich gehe, Herr!" und ging nicht. Wer von diesen beiden hat den Willen getan?" Das taten sie. Sprachen zu ihm: "Der erste." Da spricht Jesus zu ihnen: "Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und die Huren kommen eher in das Reich Gottes als ihr." Es nützt nichts, wenn wir sagen, wir folgen Jesus und es nicht tun. Es nützt nichts, wenn wir sagen, wir halten die Gebote Gottes und wie immer fleißig sündigen. Es reicht nicht, wenn wir sagen, wir leben Gott, aber unser Charakter zeigt nichts davon.
[9:12] Menschen, die offen gegen Gott rebelliert haben, Menschen, die Gottes Geboten mit Füßen getreten haben, aber dann umgekehrt und getan haben, was Gottes Wort sagt, die werden das Reich Gottes erben. Während diejenigen, die immer nur dazu bekannten, es aber nie umgesetzt haben, nicht hineingehen können. Und das, hiermit zeigt Jesus, dass es nicht diejenigen sind, die ein großes Bekenntnis haben, die sich selbst für das Volk Gottes halten, sondern die, die vielleicht von anderen verachtet werden, die als unwert, geringschätzig angesehen werden, die aber Gottes Willen tun, die werden das Reich Gottes erben, auch wenn sie vorher gesündigt haben. Jesus will deutlich machen, dass die Hoffnung der Pharisäer, der Schriftgelehrten ohne Fundament ist. Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Weg der Gerechtigkeit, und ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zöllner und die aber glaubten. Und obwohl jetzt gesehen hat, heute es euch nicht nachträglich, so dass sie ihm geglaubt hättet. Die wahren Rebellen sind nicht die Zöllner und die, die schrecklich gesündigt haben, denn sie haben sich bekehrt. Sie haben den Aufruf Gottes gehört und haben geglaubt und durch den Glauben haben sie Gerechtigkeit vor Gott erlangt. Aber wer aber die Pharisäer, die sich für das Volk Gottes hielten, haben nicht geglaubt und deswegen Gottes Gerechtigkeit in ihrem Leben nicht annehmen können. Wenn wir glauben, dass wir ja, weil wir in der richtigen Gemeinde sind, weil wir die Bibel kennen, weil wir bestimmte Dinge nicht tun, Gottes Volk sind, aber nicht wirklich Jesus glauben, wenn er unser Leben kommt, wenn er uns von Sünde überführt durch den Heiligen Geist, wenn wir nicht umkehren, dann können wir das Reich Gottes nicht sehen.
[11:08] Hört ein anderes Gleichnis. Es war ein gewisser Hausherr, der pflanzte einen Weinberg, zog einen Zaun herum, grub eine Kelter darin, baute einen Wachturm, verpachtete ihn an Weingärtner und reiste aus dem Land. Die Zuhörer mussten auf jeden Fall an Jesaja fünf denken, denn das ist genau das Bild, das dort beschrieben wird. Ein Bild in der poetischen Sprache des Propheten Jesaja für das Volk Israel. Also die Zeit der Früchte hatte. Sand er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte in Empfang zu nehmen. Hier haben wir wieder auch den Gedanken, den wir schon bei dem verdorrten Feigenbaum gesehen haben. Gott möchte, dass das Evangelium, die Botschaft, das Wort des Gottes in unserem Leben Frucht bringt. Ist unser Charakter sich verändert.
[11:59] Und Gott sendet hier Knechte, Symbol für die Propheten, die immer wieder im Laufe des Alten Testaments angemahnt haben, bringt so wie dann Johannes es ausdrückt, der Täufer bringt Früchte, die der Buße würdig sind. Aber die beiden Gärten ergriffen seine Knechte und schlugen den einen und den anderen töteten sie, den dritten steinigen sie. Die Geschichte des Volkes Gottes im Alten Testament und dann noch im Neuen Testament ist voll von Menschen, die sich selbst für das Volk Gottes hielten, aber diejenigen verfolgen, die tatsächlich den eigentlichen Inhalt des Reiches Gottes predigen und so umkehren. Propheten hatten es nicht leicht im Volk Gottes, selbst während sie oft außerhalb des Volkes Gottes, wir denken an Jona, mit offenen Armen empfangen wurden. Da sandte er wieder andere Knechte, mehr als zuvor, und sie behandelten ihn ebenso. Gott gibt nicht schnell auf. Gott hat viele Wege, von denen wir nichts wissen, und er versucht immer wieder, uns deutlich zu machen, dass wir uns nicht täuschen sollen, dass wir nicht glauben sollen, dass ein Wissen der Wahrheit und rettet, sondern nur ein Umsetzen der Wahrheit.
[13:08] Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: "Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen." Das letzte Mittel, das Gott hatte, war seinen Sohn zu senden, denn Jesus war nicht nur ein Prophet, der wie all die Propheten des Alten Testamentes und dann Johannes der Täufer zu Umkehr rief. Er war derjenige, der die Umkehr sogar befähigte, der sie wirklich machte, der nicht nur ein gerechter Mensch war, sondern Gott mit uns.
[13:48] In dem Gott Jesus gab, gab er alles, was ergeben konnte, um uns, die wir so oft die Wahrheit nur theoretisch kennen, so Umkehr zu bringen, damit wir sie tatsächlich in unserem Alltag auch praktizieren. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, vergib uns, dass wir oft die Wahrheit zwar theoretisch kennen und darauf stolz sind und sonst vielleicht etwas darauf einbilden, aber nicht im Alltag umsetzen. Gibt, dass wir nicht den Fehler machen, den die Pharisäer und Schriftgelehrten gemacht haben, die dachten, dass sie gerettet sind, weil sie bekennen, dir zu folgen, aber im Alltag gar nicht das getan haben, was in deinem Wort steht. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir, wenn der Ruf zur Umkehr in unserem Leben erschallt, merken, dass wir einen bestimmten Punkt anders denken müssen, dass wir in deinem Ruf folgen und Vergebung, Buße, Vergebung, Reinigung und Neuanfang von dir empfangen, damit wir Früchte bringen können, die der Buße würdig sind. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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