In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Gleichnisse aus Matthäus 21 und 22, die Jesus den Pharisäern und Schriftgelehrten erzählt. Er erklärt die Bedeutung des Gleichnisses vom Weingärtner und dem Hausherrn, das die Ablehnung Jesu durch das jüdische Volk und die Konsequenzen daraus thematisiert. Weiterhin wird das Gleichnis vom Hochzeitsmahl beleuchtet, das die Einladung Gottes an alle Menschen und die Notwendigkeit des „Hochzeitsgewandes“ der Gerechtigkeit Jesu behandelt. Abschließend wird die Frage nach der Beziehung zwischen Staat und Kirche anhand von Jesu Antwort bezüglich der Steuerzahlung an den Kaiser erörtert.
Gott auf (m)einer Seite: Matthäus 21:38-22:21
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MatthäusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1020. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten danke sagen, dass wir zu dir kommen dürfen, dass du uns lieb hast, dass du für uns da bist und dass du in unserem Leben die Frucht des Heiligen Geistes bewirken möchtest und bewirken kannst. Hey, wir möchten dich heute einladen, dass du in unserem Leben wirkst. Wir können diese Frucht nicht selbst produzieren. Wir können dich einladen, und das wollen wir tun. Heiliger Geist, unser Herz erfüllt uns von Sünde und von deinem Gesetz, und dein Gesetz unser Herz hineinschreibt, dass wir dein Wort verstehen und danach leben. Und dafür danken wir dir, dass du uns hilfst und dass wir uns auf dich verlassen können, dass du immer zur richtigen Zeit für uns da bist. Sei du jetzt unser Lehrer und erfülle uns mit deinem Heiligen Geist nach deiner Verheißung. Amen.
[1:32] Wir sind in Matthäus Kapitel 21. Jesus sagt in Jerusalem den vor den Schriftgelehrten und Pharisäern das Gleichnis vom Hausherrn und den Weingärtner. Der verwendet dabei das Bild, das Jesaja 5 für das Volk Israel verwendet hat. Das Volk Gottes ist wie ein Weinberg, den Gott selbst angelegt hat, bepflanzt hat, umgegraben hat und alles für diesen Weinberg gegeben hat. Und Jesus nimmt dieses Bild und konkretisiert es und sagt, es ist einen einigen Weingärtnern anvertraut. Bild für die Schriftgelehrten und Pharisäer, die dieses Volk führen sollen und geistlich ernähren sollen. Gott wünscht sich, dass Frucht zu sehen ist, das heißt, dass im Volk die Frucht der Gerechtigkeit, Frucht der Buße, sichtbar wird. Aber wenn die Knechte, die Propheten, zu dem Volk gekommen sind im Laufe der Jahrhunderte, ist genau das nicht zu sehen gewesen. Stattdessen sind die Knechte verfolgt, getötet worden, insbesondere von den Weingärtnern. Und immer wieder hat Gott Propheten gesandt, Knechte gesandt, aber immer wieder gab es Widerstand. Zuletzt heißt es in dem Gleichnis, dass Jesus gesandt wurde, dass der Hausherr seinen Sohn senden würde, weil er dachte, dass sich die Weingärtner vor dem Sohn selbst scheuen würden.
[3:01] Und wir lesen in Vers 38: Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe! Lasst uns ihn töten und sein Erbgut in Besitz nehmen. Seine sehr interessante Stelle, denn sie deutet an, sie zeigt, dass es zu dieser Zeit einige Oberste in Israel gegeben hat, die wussten, die zumindestens so ein bisschen einen gewissen Grad erkannt hatten, wer Jesus wirklich ist, und ihn trotzdem haben töten lassen. Und sie ergriffen ihn, stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er mit diesen Weingärtnern tun? Die sprachen zu ihm: Er wird die Übeltäter auf üble Weise umbringen und den Weinberg anderen Weingärtnern verpachten, welche ihm die Früchte zu ihrer Zeit abliefern werden.
[3:58] Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen? Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen. Man hört, was die Verzweiflung in den Worten von Jesus, als er wiederum diesen ältesten menschlichen Text zitiert: Habt ihr das nie gelesen, dass der Eckstein, das Fundament des Reiches Gottes vom Volk Gottes verworfen werden würde? Ist euch das nicht bewusst, fragt er sie, dass ihr mir mich verwehrt, dass ihr das ich eigentlich der Eckstein bin, den ihr dort verwerft? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.
[4:43] Das irdische Israel hat mit der Ablehnung Jesu das Anrecht verloren, Volk Jesu zu sein. Denn das Volk Gottes im Alten Testament war das Volk vom Sohn Gottes, denn nach Johannes 1, Vers 18, war jede Manifestation, sei sie hörbar oder sichtbar Gottes im Alten Testament, eine Manifestation von Jesus. Als sie Jesus ablehnten, konnten sie auch nicht mehr sein Volk sein. Und deswegen ist das irdische Israel heute nicht mehr das Volk Gottes, auch wenn jeder Einzelne in Israel, so wie in jeder anderen Nation, das Evangelium annehmen kann und dadurch gerettet werden kann. Ist doch der Aufruf an alle Völker, Nationen und Stämme, auch an das Volk Israel heute, derjenige sich dem Volk anzuschließen, das das Reich Gottes emporhält, dass das Reich Gottes empfangen hat, nämlich das geistliche Israel, das ich gegründet hat durch die Apostel, die als die übrigen aus dem irdischen Israel, oder die übrigen dieses geistlichen Israels, besser gesagt, dieses geistlich Israel weitergetragen haben und in der christlichen Kirche, und zwar unter den Christen, die wirklich Jesus nachfolgen und der Bibel vertrauen, ist dieses Reich Gottes weitergetragen worden. Es soll die ganze Welt getragen werden und gepredigt werden.
[6:33] Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschmettern werden. Auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen. Wir müssen auf dem Stein Jesus Christus, auf dem Feld, in dem Eckstein zerbrechen mit unserem Stolz, sonst wird irgendwann dieser Stein, dieser Felsen, die in Daniel 2 uns zermalmen am Ende der Tage. Und als die obersten Priester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, dass er von ihnen redete, und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber die Volksmenge, weil sie ihn für einen Propheten hielt. Zwei Gleichnisse hatte Jesus ihnen schon gesagt, die deutlich gemacht haben, dass die, die man als Heiden bezeichnete, dass die, die man als Sünder bezeichnete, ins Reich Gottes eingehen können, während sie selbst, die Pharisäer, die Schriftgelehrten, die sich als das Volk Gottes betrachteten, diesen Status verlieren würden, dass sie das Reich Gottes nicht sehen würden.
[7:36] Ein drittes Gleichnis folgt darauf. Da begann Jesus und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete. Veranstaltete, dieses Bild kennen wir auch aus Offenbarung 19 zum Beispiel. Und das Land ist eine Knechte aus, um die geladenen zur Hochzeit zu rufen, aber sie wollten nicht kommen. Auch Johannes hat der Täufer hat in Johannes 3 dieses Bild verwendet, dass Jesus der Bräutigam sein und ist der Sand, der nochmals andere Knechte und sprach: Sagte den Gnaden, sie meine Mahlzeit habe ich bereit, meine Ochsen und das machst wir sind geschlachtet und alles ist bereit, kommt zur Hochzeit. Ist die Einladung, dem Evangelium Folge zu leisten, sie beachtet nicht darauf, sondern ging hin, der einen auf seinen Acker, der andere zu seinem Gewerbe. Die übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töten sie. Genauso wie im Gleichnis vorher bei den Weingärtnern, diejenigen, die darauf aufmerksam machten, dass keine die oder besser gesagt, diejenigen, die darauf aufmerksam machen, dass Gott Frucht haben möchte, dass Gott einen veränderten Charakter haben möchte, dass Gott sehen möchte, dass Gerechtigkeit im Leben sich zeigt, die wurden verfolgt und getötet.
[8:51] diejenigen, die die Einladung gaben, umzukehren, das Evangelium anzunehmen, die wurden verfolgt und getötet. So auch nicht nur zur Zeit des Alten Testaments, ist so auch dann später in der Kirchengeschichte im Mittelalter. Als der König das hörte, wurde er zornig, sandte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. Jerusalem ist tatsächlich 70 nach Christus in den Feuern der römischen Soldaten untergegangen.
[9:23] Dann sprach er seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die geladenen waren nicht würdig. Darum geht hin an die Kreuzung der Straße und lade zur Hochzeit ein, so viele ihr findet. Und jede Knechte gingen hinaus und auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse und Gute. Und der Hochzeitszahl wurde voll. Von gestern die Einladung, er geht an alle und wieder wird sie angedeutet, dass die Einladung jetzt an andere ergeht, an die ganze Welt, so wie es Gott natürlich von Anfang an sich auch gewünscht hat.
[9:58] Das Evangeliumsnetz bringt übrigens gute und böse hinein, so wie wir in Matthäus 13 schon gelesen haben. Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand an hatte. Das Evangelium beinhaltet ein Untersuchungsgericht, in dem der König selbst sich die Gäste anschaut. Damals war es üblich, dass jeder, der zur Hochzeit eingeladen wird, ein Hochzeitskleid gestellt bekommt, geschenkt bekommt. Und wir, die wir zur Hochzeit des Landes geladen sind, Offenbarung 19, bekommen die Gerechtigkeit Jesu geschenkt. Wenn wir dem Ruf folgen, äußerlich aber die Gerechtigkeit Jesu nicht annehmen und nicht tragen, dann werden wir nicht hineingehen können.
[10:54] Oder sprach zu ihm: Freund, du bist du hier hereingekommen hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er war verstummte. Interessant, wie der König ihn anspricht, der sagt: Freund, wie ist das möglich, warum verschmähst du das Geschenk, das Untersuchung auch ist ein Kosten für mich selbst, dir gegeben worden ist? Wenn wir sagen, wir sind Christen, wir sind Nachfolger Jesu, wir glauben, dass wir ewiges Leben haben, und dem Untersuchungsgericht stellt sich, stellt man stellt Gott der Vater fest, dass wir die Gerechtigkeit Jesu, die uns geschenkt werden sollte, gar nicht angezogen haben. Was werden wir dann sagen, wenn Gott der Vater sagen wird: Freund, wieso hast du kein hochzeitliches Gewand an? Wir werden auch verstummen.
[11:41] Jesus steht, wir werden verstummt. Jesus steht heute vor der Tür, klopft an und sagt: Ich biete dir einen Gold zu kaufen, es sind vorher geläutet erstmal und Offenbarung 3 könnt ihr das nachlesen ab Vers 14 in der Botschaft an die sehr und ein Kleid, ein weißes Kleid, Augensalbe, damit du damit du siehst. Lass uns das Kleid der Gerechtigkeit heute von Jesus annehmen. Der, der sprach, der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis, damit das Heulen und Zähne knirschen sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind aus der Welt. Es reicht nicht nur begeistert zu sein über die Evangeliums Einladung. Wir müssen auch die uns geschenkte Gerechtigkeit Jesu wirklich annehmen und in unserem Leben tragen.
[12:36] Da gingen die Pharisäer und hielten Rat, wie sie ihn in der Rede fangen könnten. Drei Gleichnisse hat Jesus gegeben, die alle drei zeigen, dass die Pharisäer, die sich für die Creme de la Creme des Volkes Gottes hielten, überhaupt nicht das Reich Gottes kommen würden, dass das Reich Gottes von ihnen genommen werden würde und dass sie nicht mehr Volk Gottes sein würden, weil sie den Ruf zur Buße, den Ruf des Evangeliums abgelehnt haben. Nun folgen drei Geschichten, wo Pharisäer, Schriftgelehrte, Oberste des Volkes Jesus fragen und sie sandten ihre Jünger samt den Herodianern zu ihm, die sprachen: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst, oder auf niemand Rücksicht nimmst, denn du siehst die Person der Menschen nicht. Anders klingt gut, aber ist wiederum als seine Fangfrage gedacht.
[13:25] Darum sage uns: Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser die Arbeit zu geben oder nicht? Da an dabei Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich? Jesus wusste ganz genau, dass das Thema der Steuern und das Thema der römischen Oberherrschaft ein hochbrisantes Thema war, das politisch zu äußersten Verwerfungen führte in der damaligen Zeit.
[13:51] Zeigt mir die Steuermünze. Da reichten sie ihm einen Denar und er spricht zu ihnen: Was wissen ist dieses Bild und die Aufschrift? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Der spricht dazu ihm: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Der römische Kaiser hatte das Recht, Steuern zu nehmen, weil er für Straßen, Transport und alle möglichen Dinge sorgte, Infrastruktur, die notwendig war. Und ja, der Kaiser Tiberius und auch der Augustus vor ihm und auch die Kaiser nach ihm waren zum Teil grausam und böse und Jesus hat das anerkannt, wie wir in Matthäus 20 gesehen haben. Und trotzdem hat die Jesus es uns aufgetragen, das, was der Staat uns von uns zurecht fordert, ihm auch zu geben. Deswegen sagt Paulus Römer 13, dass wir Steuern zahlen und gleichzeitig zeigt Jesus, dass das, was des Kaisers ist und das, was Gottes ist, getrennt ist.
[14:56] Kirche und Staat gehören nicht zusammen und sie dürfen auch nicht vermischt werden. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, Herr, gib, dass wir unseren Zustand erkennen und dass wir uns ehrlich und aufrichtig die Frage stellen, ob wir die Gerechtigkeit Jesu tragen. Herr, wir möchten nicht einfach nur begeistert deiner endzeitlichen Bewegung nachlaufen, nur um dann festzustellen am Ende der Zeit, dass wir das Hochzeitsgewand zwar geschenkt bekommen haben, aber nie angezogen haben. Das nützt nichts, wenn wir es nur geschenkt bekommen haben, aber es nicht anziehen.
[15:42] Und Herr, ich wünsche mir heute, dass ich die Gerechtigkeit, die Jesus für mich erworben hat, heute an diesem Tag trage und dass ich morgen und übermorgen und jeden weiteren Tag nicht danach erinnere, dass die Gerechtigkeit Jesu tragen soll und tragen darf und tragen kann, nicht aus eigener Kraft, sondern weil Jesus sie mir schenkt. Das möchte ich tun, das möchten wir tun. Und wir danken dir für dieses großartige Geschenk im Namen Jesu. Amen.
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