In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Ereignisse rund um die Geburt Jesu, wie sie im Matthäus-Evangelium beschrieben werden. Der Sprecher beleuchtet die Flucht nach Ägypten, die Grausamkeit des Herodes und die Erfüllung alttestamentlicher Prophezeiungen. Anschließend wird die Rolle von Johannes dem Täufer als Vorläufer Jesu und die Bedeutung seiner Taufe und Botschaft der Buße thematisiert. Die Predigt betont die Notwendigkeit einer echten Umkehr und die zentrale Rolle Jesu bei der Veränderung von Leben.
Gott auf (m)einer Seite: Matthäus 2:16-3:12
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MatthäusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:44] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 993. Lasst uns gemeinsam beten. Wir haben gelesen, dass du Gott bist, und dazu beten dürfen. Dass du Mensch geworden bist, um dich mit uns zu identifizieren. Du bist das Geschenk des Himmels, und du bist dieses Geschenk jeden einzelnen Tag erneut für uns. Und Herr, wir möchten, ich möchte, und ich denke, alle, die dieses Video sehen und hören, möchten heute dieses Geschenk in Anspruch nehmen. Vergib uns unsere Sünden, rette uns von unseren Sünden, denn dazu bist du gekommen. Und sprich durch dein Wort die gute Nachricht des Evangeliums in unser Herz hinein. Und sei du unser Lehrer. Darum bitten wir dich, und wir danken dir, dass du es tun willst. Denn du hast versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Danke dafür. Wir haben dich lieb. Amen.
[2:19] Wir sind in Matthäus Kapitel 2. Jesus ist in Bethlehem geboren worden. Weise aus dem Morgenland haben den Stern gesehen, haben in Jerusalem nachgefragt, wo der neugeborene König sei. Niemand war vorbereitet. Der König Herodes erfährt von den Schriftgelehrten, dass in Bethlehem der Messias geboren werden sollte. Die Weisen werden dorthin geschickt, sie finden Jesus, beten ihn an. Und ein Engel des Herrn vereitelt all die boshaften Pläne des Herodes, der Jesus umbringen möchte, noch bevor er richtig sprechen kann. Die Weisen werden umgeleitet und Josef, Maria und das Kind fliehen heimlich nach Ägypten.
[3:19] Wir lesen weiterhin Vers 16: "Als nun Herodes von den Weisen betrogen sah, wurde er sehr zornig, sandte hin und ließ alle Knaben töten, die in Bethlehem und in seinem ganzen Gebiet waren, von zwei Jahren und darunter, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erforscht hat." Auch dieser Vers zeigt, dass hier größere Zeiträume wohl im Spiel gewesen sind, als das die typischen Weihnachtserzählungen meistens so suggerieren. "Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist: Eine Stimme ist in Rama gehört worden, viel Jammern, Weinen und Klagen. Rahel beweint ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind."
[4:08] Der Vers hat in ihrem Jahr 31 eine interessante interessante Kontext. Es geht dort um das Exil in Babylon. Es geht darum, dass die Israeliten von den Babyloniern dann gesammelt werden und nach Babylon verschleppt werden, ja, ihre Heimat verlieren. Das andere Weise war wohl dieser Sammelpunkt, indem man die Deportierten zusammengebracht wurden in der Nähe des Grabs von Rahel, die ja nicht allzu weit entfernt von Bethlehem begraben worden ist, auf dem Weg dorthin. Nach Ephesus, wir uns erste Mose lehrt, und dort sind die Menschen sind und Umgebung zusammengebracht worden, um dann ins Exil weg deportiert zu werden. Und dieser Vers drückt diese Trauer aus, dass quasi all die Hoffnung, die die Patriarchen hineingelegt haben, dass ihre Nachfahren einmal dieses Land besitzen werden, Klammer zu, Schande ist, weil sie dann diese Nachfahren das Land wieder verlieren. Wir wissen auch aus der Prophetie, dass Gott sie wieder zurückgeführt hat und sie wieder in diesem Land eingepflanzt hat.
[5:32] Und dieser Vers zeigt letztendlich, dass das, was dort in Bethlehem geschehen ist, dass es nicht einfach nur ein Zufall gewesen ist, sondern dass hier auch Menschen Konsequenzen erlitten haben, die durch ihre eigene Sündhaftigkeit über sie gekommen sind. Dass auch hier durch die Boshaftigkeit des Herodes ein Gericht stattgefunden hat an den Einwohnern in Bethlehem, so wie auch durch die Boshaftigkeit des gottlosen Nebukadnezar damals noch gottlosen Nebukadnezar ein Gericht stattgefunden hat an den Menschen Jerusalems und den Juda zur Zeit des babylonischen Exils.
[6:22] Als aber Herodes gestorben war, siehe da, es scheint ein Engel des Herrn dem Josef in Ägypten im Traum und spricht: "Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter zu dir und ziehe in das Land Israel, denn die dem Kind nach dem Leben trachteten, sind gestorben." Das ist gar nicht so viel später gewesen, nachdem, was wir so rekonstruieren können, sind wahrscheinlich Jesus und seine irischen Eltern vielleicht sogar nur einige Monate in Ägypten gewesen, auf jeden Fall nicht viele Jahre.
[6:57] Da stand er auf, nahm das Kind und seine Mutter zu sich und ging in das Land Israel. Als er hörte, dass Archelaus anstatt seines Vaters Herodes über Judäa regierte, der ein sehr schlimmer Herrscher gewesen ist und dann auch nicht lange reagieren konnte, fürchtet er sich dorthin zu gehen. Und auf eine Anweisung hin, die im Traum hielt, zog er weg in das Gebiet Galiläas. Galiläa war weit im Norden, noch nördlicher als das Gebiet der Samariter, die dazwischen lagen. Ein Gebiet, in dem es sehr viel mehr Juden gab als bei den Samaritern, aber das sehr viel durchmischter war auch mit heidnischen, mit ausländischen Bewohnern, viel mehr als das im eigentlichen Juda um Jerusalem gewesen ist.
[7:45] Und dort angekommen, ließ er sich in einer Stadt namens Nazareth nieder, damit erfüllt würde, was durch die Propheten gesagt ist, dass er ein Nazarener genannt werden wird. Hier springt auch sprachlich das Wort für "Spross" wieder, was Sie aus Jesaja 11 zum Beispiel kennen. Interessant ist, wie sehr der Matthäus sozusagen auf Schritt und Tritt bei der Beschreibung des Lebens Jesu immer wieder die Erfüllung zum Alten Testament betont. Und es passt ganz gut zu Matthäus, der explizit zu Menschen schreibt, die das Alte Testament kennen und ihm glauben, und deswegen auf die Erfüllung dieser Prophezeiung gewartet haben.
[8:30] Der Matthäus will zeigen, dass tatsächlich von Beginn an Jesus die Erfüllung altes damit wir Prophezeiung gewesen ist, in allen verschiedenen Details seines Lebens. Und wenn wir sehen, wie sich das denn durchzieht durch das gesamte Matthäus-Evangelium, dass das Alte Testament einen besonderen Hintergrund bildet und die Verbindung zwischen altem und neuem Testament gerade durch Matthäus auch sehr gestärkt wird.
[8:59] Aber es scheint Johannes der Täufer und verkündigt in der Wüste Judäa. Wir springen jetzt in das Jahr 27, wie uns dann Lukas später genauer sagt, und spricht: "Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen." Buße, "metanoia" im Griechischen, bedeutet Umdenken, umkehren von einem falschen Weg. Das Reich der Himmel, das ist die Königsherrschaft Gottes, so wie Gott regiert, basierend auf seinem Gesetz, basierend auf seinem Charakter. Jesus brachte den Himmel auf die Erde. Jesus wollte das Wesen Gottes darstellen und zeigen, was es bedeutet, wenn ein Mensch das Gesetz Gottes im Herzen hat.
[9:49] Das Reich der Himmel war nahe herbeigekommen. Das ist der, von welchem geredet wurde durch den Propheten Jesaja, mal wieder eine Erfüllung der biblischen Prophetie, diesmal aus Jesaja Kapitel 40, der spricht: "Die Stimme eines Rufenden ertönt in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben." Johannes der Täufer, wie er dann genannt wurde, war derjenige, der den Weg für Jesus bereitete.
[10:18] Interessant hier, das steht: "Bereitet den Weg des Herrn." Und dieser "Herr" aus dem Griechischen ist niemand anders als Jesus Christus. Interessanterweise, wenn man in Jesaja 40 nachliest, dann stellt man fest, dass dort "Herr" mit Großbuchstaben geschrieben wird, weil im Alten Testament der Name Gottes JHWH verwendet wird. Und woraus wieder deutlich wird, auch auf der nächsten Seite, dass das Matthäus-Evangelium ganz deutlich immer wieder betont, dass Jesus Gottes Sohn ist, Gott mit uns. Er wird angebetet von den Weisen. Er ist der Herr in Großbuchstaben geschrieben, weil Jesaja den Johannes mit seiner Predigt vorbereitet.
[11:01] Ein Weg erfolgt. Aber Johannes hatte ein Gewand aus Kamelhaaren und einen Ledergürtel um seine Lenden, und seine Speise waren Heuschrecken und wilder Honig. Das, obwohl es tatsächlich Heuschrecken gibt, die nach der Bibel gegessen werden können, ist es sehr unwahrscheinlich, dass man sich einen längeren Zeitraum davon ernähren kann und dann Nährstoffe bekommt, die man braucht. Das Wort für "Karotten" klingt ganz ähnlich im Griechischen, und es ist davon auszugehen, dass tatsächlich damals aufgrund der Form, die sie hatten, tatsächlich als Heuschrecken bezeichnet wurden. Also ähnlich wie es heutzutage ein Gebäck gibt, das "Schweineohr" heißt, aber wo kein Fleisch dran ist. Das auch theoretisch, obwohl es ungesund ist, von einem Vegetarier gegessen werden könnte. Und jeder weiß, dass wenn er ein Schwein auch kauft oder wenn er einen Berliner kauft, dass er dann nicht Fleisch kauft, nicht einen menschlichen ein Mensch aus Berlin oder ein ein Kleinauer, sondern ein Gebäck.
[12:15] Am besten hätte man also hier das Wort "Heuschrecken" in Anführungsstrichen gesetzt und deutlich gemacht, dass es sich um eine Bezeichnung handelt. Diese Idee, dass Dinge mal auch quasi in Anführungsstrichen stehen können, was allerdings biblische Schreiber noch nicht als Möglichkeit hatten, Anführungsstriche zu setzen, wird am deutlichsten, wenn man sich die Geschichte von Saul anschaut, der zur Witwe von Endor geht und dort einen sogenannten Samuel antrifft, obwohl der schon längst gestorben ist, der dann in dem Text doch eindeutig als ein Götterwesen bezeichnet wird, also als ein Dämon, der sich nur vorgibt, Samuel zu sein. Auch dort würden wir im Deutschen heute Anführungsstriche setzen, die allerdings im in der hebräischen Schrift und auch hier im Griechischen in den Originalen so nicht gesetzt werden konnten, weil es dieses Prinzip noch nicht gab, das allerdings hier mitgedacht werden muss.
[13:05] Johannes hatte durch sein Auftreten deutlich gesagt, dass er ein Prophet war. Hatte 400 Jahre kein Prophet gegeben, und er hat sie eine Gestalt, die ganz an Elia erinnert. Man kann dazu vielleicht noch mal 2. Könige Kapitel 1 lesen und die Verse entsprechend finden. Und zeigt, dass das Werk der Vorbereitung auf die Wiederkunft, auf die Ankunft Jesu, auch etwas mit einer Kleidungs- und einer Gesundheitsreform zu tun hat, so wie es auch für uns sein sollte, die wir die Wiederkunft Jesu vorbereiten sollen. Als dritte Elia, als Erfüllung dessen, was in Maleachi am Ende steht, auch wir sollten eine Kleidungs- und Gesundheitsreformen in unserem Leben umsetzen.
[13:44] Er zog zu ihm hinaus Jerusalem und ganz zu der und das ganze umliegende Gebiet des Jordan, und es wurden von ihm im Jordan getauft, die ihre Sünden bekannten. Die sollten, das werden wir noch im Markus-Evangelium kennen. Die Juden zu der Zeit kannten eine ganze Reihe von Taufen, mich Taufen von Besteck, also Untertauchen von Besteck und von Händen und von Waschungen und von Polstern. Aber die Taufe von Johannes war nicht nur ihre Hände oder Füße oder bestimmtes Besteck, sondern wascht euch komplett selbst. Euer ganzes Leben muss gereinigt werden. Das war die Bedeutung der Taufe, die ihre Sünden bekannten. Jesus würde sie von ihren Sünden. Das war seine Vorbereitung auf die Botschaft von Jesus.
[14:22] Als aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: "Schlangenbrut, wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen?" Die Pharisäer waren die, die besonders auf die Einhaltung des Gesetzes drangen und dabei das Evangelium aus den Augen verloren hatten. Diese ja, wollten dagegen eher weltlich sein und haben sich angepasst an die hellenistische Kultur der Griechen und auch der Römer, die Sonne hatten zu der Zeit von Jesus die politische Kontrolle in Israel, aber sehr waren sehr populär beim Volk, weil sie als sehr rechtschaffen galten und als sehr heilig und in Anführungsstrichen konservativ.
[15:10] Du hattest erkannt, dass sie Kinder des Satan sind, so wie das später Jesus in Johannes 8 sagt: "Er hat den Teufel zum Vater." Sie sind eine Schlangenbrut, so bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind. Es reicht nicht nur ein Bekenntnis, das reicht nicht nur Menschen zu beeindrucken, sondern wir müssen echte, wirkliche Buße tun. Die Botschaft von Johannes zielte darauf, dass sich das Leben tatsächlich ändert. Und denkt nicht bei euch selbst sagen zu können: "Wir haben Abraham zum Vater." Denn ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu wecken.
[15:40] Interessanterweise hat Jesus dann in Johannes 8 Meter genau das gleiche Thema mit diesen Führern des Volkes. Sie denken, dass Gott, dass Abraham ihr Vater ist. In Wirklichkeit haben sie den Satan zum Vater, weil sie das tun, was Satan tut. Sie planen dann später den Mord von Jesus. Gott ist dann unser Vater, wenn wir tatsächlich in unserem Leben ihn wirken lassen und entsprechend Buße tun.
[16:06] Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum, nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße. Der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, so dass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen. Der wird euch mit heiligem Geist und Feuer taufen.
[16:26] Johannes hat genau gewusst, dass er nicht der Messias. Er war nur vorbereitet, er wollte die Menschen zu Jesus führen. Und auch wir sollten die Menschen, wenn wir das Evangelium verkündigen, nicht zu uns führen, sondern zu Jesus. Denn wir können zwar Menschen etwas mitgeben, aber es ist Jesus, der Leben verändert. Wir können uns als Zeugnis geben von unserer Erfahrung, wir können Menschen zur Buße rufen, aber es ist Jesus, der mit dem Heiligen Geist erfüllt. Wir können Menschen unter Wasser tauchen, aber der Mensch muss aus Wasser und Geist geboren werden, wie Jesus in Johannes 3, Vers 3, dann und 5 sagen wird. Er braucht das Feuer der Liebe Gottes, das ausgegossen wird durch den Heiligen Geist, wie Römer 5, Vers 5 sagt.
[17:12] Deswegen sollen wir in all dem, was wir in Gottes Werk und für Gott tun, einen Wunsch haben: Menschen zu einer echten Bekehrung und Buße zu führen, damit sie Jesus in ihrem Leben haben. Lass uns gemeinsam reden.
[17:29] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort heute zu uns gesprochen hast. Und wir wünschen uns eine echte Erweckung und Reformation in unserem Leben. Wir wünschen uns Buße und Umkehr, eine solche Buße, die auf sichtbar wird in unserem Leben, unser Kleidung, die uns Ernährung, in allem, was wir tun. Wir wünschen uns, dass du uns führst und dass wir mit deinem Heiligen Geist erfüllt werden. Es bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.