Veröffentlicht am
169 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die prophetischen Aussagen Jesu in Matthäus 23 und 24. Er beleuchtet die scharfe Kritik Jesu an den Pharisäern und Schriftgelehrten und erklärt die Bedeutung der Prophezeiungen über die Zerstörung Jerusalems. Die Predigt gibt Einblicke in die Zeichen der Endzeit, die Warnungen vor Verführung und die Bedeutung des Durchhaltens im Glauben bis zum Ende.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1023. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir und bitten dich, dass du uns hilfst, wo immer wir uns selbst betrügen, wo immer unser Herz uns etwas einredet, was nicht der Realität entspricht, dass du es uns zeigst. Es gibt niemanden auf dieser Welt, der es uns so klar, so deutlich und so liebevoll zeigen kann. Deswegen kommen wir zu dir. Hilf uns, unsere Selbsttäuschung zu überwinden und zu sehen, was du für uns tun kannst, willst und musst. Sprich du heute durch dein Wort zu uns und hab Dank für die Kraft, die in deinem Wort ist, dass es uns so sehr verändert. Im Namen Jesu, Amen.

[1:34] Wir sind in Matthäus 23. Jesus hält eine sehr deutliche Predigt gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten, die eine äußerliche religiöse Show dargestellt haben, die Menschen beeindruckt haben, während sie gleichzeitig innerlich voller Sünde und Ungerechtigkeit gewesen sind und in Wirklichkeit auf dem direkten Weg in das Verderben waren. Jesus versucht sie leidenschaftlich aufzurütteln und die Menschen davor zu warnen, ja nicht zu denken, dass man dem Beispiel der Pharisäer und Schriftgelehrten folgen sollte.

[2:24] Wir lesen Matthäus 23 ab Vers 34: „Siehe, darum sende ich euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte, und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur anderen, damit über euch alles gerechte Blut kommt, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels des Gerechten bis zum Blut des Zacharias, des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt.“ Übrigens, hier eine ganz interessante Sache: Die Geschichte von diesem Zacharias findet sich im Buch zweite Chronik. Und damit haben wir einen Hinweis darauf, dass Jesus natürlich das Alte Testament in der hebräischen Bibel, also als hebräische Bibel, kannte, wie er die mit der Reihenfolge der Bücher, die anders ist, als wie sie in unserem heutigen Testament ist. In der hebräischen Bibel ist das Buch zweite Chronik das letzte Buch in der Bibel. Und so ist also von 1. Mose bis zweite Chronik, von Abel bis Zacharias. Das ist also die Idee.

[3:42] Und Jesus sagt den Pharisäern und Schriftgelehrten voraus, dass sie auch in Zukunft das Evangelium bekämpfen werden. Damit macht er ihnen deutlich, dass selbst wenn er jetzt sterben wird, die Botschaft nicht aufhören wird, gepredigt zu werden. Und er sagt ihnen voraus, dass wenn sie jetzt nicht ihr Leben ändern, sie dann weiterhin gegen das Evangelium ankämpfen werden und die von Gott gesandten töten werden. Wahrlich, ich sage euch: Dies alles wird über dieses Geschlecht kommen.

[4:16] „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt!“ Wenn ich richtig gezählt habe, dann ruft Gott zehnmal in der Bibel zweimal er. Er sagt Abraham, ja, komm Jakob, Mose, Samuel, Samuel, Ariel. Ariel, ein Name für die Stadt Jerusalem im Alten Testament.

[5:05] Jerusalem. Das hebt diesen Ausspruch Jesu ganz besonders hervor. „Wie oft“, sagt er, „habe ich euch zu mir ziehen wollen, wie eine Henne ihre Küken?“ So hat Gott sein Volk Israel geliebt, immer und immer wieder. Wir haben das gesehen in den gleichen Jesus, den Pharisäern gesagt hat, dass immer wieder Knechte gesagt hat, immer wieder die Einladung ausgesprochen hat. Und die bittere Erkenntnis: Sie hat nicht gewollt. Gott kann uns nicht zum Glück zwingen, wenn wir nicht wollen. Wenn wir nicht zu Jesus kommen wollen, wenn wir nicht gesammelt werden wollen, dann kann Jesus nichts für uns tun.

[6:00] Ein Prophet nach dem anderen, der Gottes Wesen und Botschaft den Menschen deutlich hat machen wollen, ist abgelehnt worden. Und nun bei Jesus selbst gekommen, und er wurde abgelehnt.

[6:19] „Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ Einige derer, die mitverantwortlich, hauptverantwortlich waren für die Kreuzigung, werden bei der speziellen Auferstehung, die in Daniel 12, Vers 2 beschrieben wird und auch in Offenbarung 1, Vers 7 mit impliziert ist, auferstehen und Jesus also vor der generellen Auferstehung, sie werden vor der Wiederkunft auferstehen und Jesus sehen, wie er von den Wolken des Himmels kommen wird. Und dann werden sie durch die Wiederkunft wieder sterben und nach den tausend Jahren bei der generellen Auferstehung aller Gottlosen auferstehen. Wenn Jesus dann ein drittes Mal kommt. Das erste Mal hier auf der Erde, das zweite Mal den Wolken des Himmels, um uns zu sich zu nehmen, die ihn geglaubt haben. Das dritte Mal, um das neue Jerusalem vom Himmel herabzubringen und nach den tausend Jahren der Finsternis auf der Erde eine neue Erde zu schaffen. Direkt davor, wenn alle Ungläubigen auferstehen.

[7:39] Und sie werden sagen: „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ Nicht aus Liebe, sondern aus Überwältigung von den Fakten, die da nicht mehr leugnen können.

[7:53] Und Jesus trat uns zu und ging vom Tempel hinweg. Und seine Jünger kamen zu ihm, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen. Damals war der herodianische Tempel ein Weltwunder. Jeder kam nach Jerusalem, um diesen Tempel zu sehen. Das war eine Touristenattraktion im ganzen römischen Reich. Die Jünger waren selbstverständlich stolz auf ihren Tempel. Hier ist etwas, sprach zu ihnen: „Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird. Er wird vollkommen zerstört werden.“

[8:22] Für die Jünger war das unvorstellbar. Für sie konnte so etwas nur am Ende der Zeit geschehen. Das musste das Weltende bedeuten. Als er auf dem Ölberg saß, traten Jünger allein zu ihm und sprachen: „Sag uns, wann wird dies geschehen? Diese Zerstörung des Tempels und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und das Ende der Weltzeit sein?“ Jesus hört in der Frage, dass wir, die Jünger, die Zerstörung dieses massiven, großartigen Weltwunders des Tempels von Jerusalem, dass das nur das Weltende bedeuten konnte. Sie fragen: „Wann wird das sein? Was sind die Zeichen, woher wir wissen können, wann das Weltende ist?“ Jesus wusste, dass sie eigentlich nach zwei Dingen fragten: nach der Zerstörung, die Jerusalem 70 nach Christus sein würde, und nach dem Ende der Welt. Und in seiner Liebe gibt er ihnen nur ganz grob, in wenigen Strichen sozusagen gezeichnet, die wesentlichen Kennzeichen, die eine Antwort sowohl für das eine als auch für das andere darstellen.

[9:15] Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: „Habt acht, dass euch niemand verführt.“ Das Wichtigste, wenn wir uns auf das Ende der Welt vorbereiten, ist wichtig. Das Wichtigste ist es, dass wir nicht verführt werden. Denn der Satan geht umher und sucht, wen er verschlingen kann. Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: „Ich bin der Christus!“ und werden viele verführen. Die Wiederkunft wird falsch dargestellt werden, sie wird imitiert werden, sie wird gefälscht werden. Viele werden verführt werden. Deswegen ist das Allerwichtigste, dass wir Jesus persönlich kennen und wissen, was die Wahrheit ist, wie er sie in der Bibel offenbart hat.

[9:54] Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerichten hören. Habt erschreckt nicht, denn dies alles muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Nicht jeder Krieg, der heute in dieser Welt passiert, ist automatisch Beweis, dass Jesus danach sofort wiederkommt. Sondern Jesus sagt explizit: Sowohl die Kriege als auch die Kriegsfrüchte sind noch nicht das Ende. Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere. Und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Bis ans Ende wird es Krieg geben, es wird Seuchen geben, es gibt Hungersnöte geben, Erdbeben geben. Und das nicht alles nur ausgedachte Sachen, nicht alles nur gestellt. Reale Ärzte, reale Seuchen, reale Kriege. Was auch heißt, dass es nicht so ist, dass alle Völker schon längst unter der Decke stecken. Auch wenn es viele Bestrebungen gibt, vielleicht die Völker zusammenzubringen, wird es Krieg geben bis ans Ende.

[10:55] Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten, und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen. Nicht mehr gibt es Zeichen in der Natur und in der Politik. Es wird Widerstand gegen das Evangelium geben. Und dann werden viele Anschluss nehmen, einer verraten und einander hassen. Das wird Abfall geben. Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.

[11:21] Wir haben also zuerst in Vers 5 und 7 die Zeichen in der Welt, in der Politik. Dann haben wir die Zeichen innerhalb der Gemeinde, innerhalb des Christentums. Wir haben Verfolgung, wir haben Abfall, Verrat, falsche Propheten, falsche Lehren. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.

[11:48] Heute denken viele Christen, dass Gesetzlichkeit und Liebe Gegensätze sind. Oder das Verzeihen, dass das Gesetz und Liebe Gegensätze sind. Aber hier steht ganz deutlich, dass wenn die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, dass die Liebe erkaltet. Denn Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Deshalb Römer 13, Vers 10. Ganz deutlich. Und wenn wir sehen werden, dass in der Endzeit das Gesetz Gottes immer mehr mit Füßen getreten wird, dann werden wir sehen, dass auch die Liebe, sowohl die Liebe zwischen Menschen, die Nächstenliebe, als auch die Liebe zu Gott, erkalten wird, bis da nichts mehr übrig bleiben wird bei den Menschen, die sich gegen Gott entscheiden. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.

[12:32] Auf dem Baum um 12 auf 45 sagt: „Hier ist der standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, die die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“ Am Ende kommt es nicht darauf an, wie viele ich getan habe oder wie viel ich gesagt habe, sondern dass ich bis ans Ende bei Jesus bleibe.

[12:50] Und dieses Evangelium vom Reich, das was Jesus gepredigt, gelehrt und durch Heilungen illustriert hat, dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen. Wir leben jetzt knapp 2000 Jahre nach diesen Ereignissen, und noch ist das Evangelium vom Reich nicht in der ganzen Welt verkündigt worden. Es gibt keine Verzögerung in diesem Sinne, aber da wir Menschen hier dran beteiligt sind, auch wenn es nicht unsere Aufgabe alleine ist, sondern es ist Gottes Werk durch uns, mit uns, haben wir einen Anteil daran, dass das Evangelium in der ganzen Welt gepredigt wird. Und unsere Weigerung, da mitzuarbeiten, hat auch eine Auswirkung darauf, wann Jesus kommt. Nicht, ob er kommt, er kommt, aber die Frage ist: Wann wird das Evangelium in der ganzen Welt verkündigt werden? Wann werden Menschen sich mit Gott so zusammenschließen, dass sie ihm erlauben, in sich zu wirken, durch die zu wirken, so dass das Evangelium die ganze Welt erreichen kann. Das ist das Zeichen, das die Wiederkunft einleitet.

[14:14] „Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht, wer es liest, der achte darauf.“ Dass der Prophet Daniel ist das einzige Alte Testament Buch, von dem Jesus mit Namen gesagt hat, dass wir dieses Buch hier explizit lesen und verstehen sollen. Natürlich hat Jesus auch viele andere alttestamentliche Bücher zitiert, sowohl durch Worte als auch durch sein Handeln. Aber hier meine explizite Empfehlung von Jesus selbst im Kontext der Endzeit: das Buch Daniel zu lesen und zu studieren.

[14:48] Damals bei der Zerstörung Jerusalems kamen die Römer mit ihren Standarten, sie kamen mit ihren Götzenbildern und stellten sich vor Jerusalem auf. Das war das Zeichen. Und als dann die Römer und der Testos Galos 7 Jahre 66 noch einmal überraschenderweise zurückgezogen da war, war eine Gelegenheit gegeben für die Christen, die diese Worte kannten und sich darauf verlassen haben, zu fliehen.

[15:19] „Dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist. Wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, um etwas aus seinem Haus zu holen. Und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen. Weh aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Bittet aber, dass jene, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschehe.“ Kein einziger Christ ist 70 nach Christus in Jerusalem gestorben, als die Römer mit weitaus größerer Armee, mit vier Legionen plus Hilfstruppen wieder zurückkehrten. Denn dann wird eine große Drangsal sein, die von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.

[16:05] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du nichts und versucht lässt, um uns zu dir zusammenzuführen. Danke, dass du uns nicht leicht aufgibst, dass du immer wieder in Geduld und Nachsicht gibst, dass wir daraus auch lernen, geduldig bei dir zu bleiben, auszuharren, egal welche Stürme in unserem privaten Leben oder in dieser Welt um uns wehen. Dass wir festhalten an dir. Dafür danken wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.