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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus Matthäus 23 spricht Christopher Kramp über Jesu scharfe Kritik an den Pharisäern und Schriftgelehrten. Er beleuchtet, wie diese religiösen Führer durch Heuchelei und Selbstgerechtigkeit das Reich Gottes vor den Menschen verschlossen und die wahren Werte des Gesetzes vernachlässigt haben. Die Botschaft fordert dazu auf, das Herz zu reinigen und authentisch nach Jesus zu leben, anstatt sich auf äußere religiöse Praktiken zu verlassen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1022. Lasst uns gerne beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs bist und dass du auch unser Gott sein möchtest. Und wir möchten dir heute sagen: Wir möchten dein Kind sein und du sollst unser Gott sein. Du sollst heute durch dein Wort zu uns sprechen, du sollst uns heute führen und leiten und du sollst uns segnen, weil wir uns alleine nicht segnen können. Du sollst uns Weisheit schenken. Wir wollen dir vertrauen und dich bitten, dass du auch jetzt durch die Worte, die wir von Jesus hören werden, in unserem Herzen angesprochen werden, verändert werden und gestärkt werden für das, was auf uns zukommt, sowohl heute als auch in Zukunft. Im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir sind in Matthäus 23. Jesus ist in Jerusalem, wenige Tage vor seiner Kreuzigung. Er hält eine sehr deutliche Warnungsrede und warnt vor den Pharisäern, den obersten Schriftgelehrten und Priestern im Volk Gottes. Denn diese haben zwar die Lehrautorität über die Bücher Mose und sie wirken sehr autoritativ, aber ihr Leben ist ein völliger Gegensatz zu dem, was Gottes Wort sagt. Und all ihre religiösen Übungen tun sie nur, um von den Leuten gesehen zu werden. Denn das leben sie.

[2:15] In Vers 7 lesen wir weiter: "Und die Begrüßungen auf den Märkten..." Und die genannt werden ist aramäisch und bedeutet "mein Großer". Und es ist eine echte Gefahr, wenn man sich selbst gerne, ja, wenn man hört, dass andere Menschen einen bewundern. Der Luzifer ist im Himmel gefallen, weil er sich selbst so erhöht hat und die Bewunderung von anderen Menschen genossen hat. Wir streben irgendwann von anderen Menschen, sondern danach, dass Jesus uns gefällt und dass wir Jesus gefallen.

[3:02] Denn einer ist euer Meister, der Christus. Ihr aber nennt auch niemand auf Erden euren Vater, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Leider ist es immer wieder auch Wissen der heutige Zeit, in die auch Gemeinde eingedrungen und ein Archiven aufbauen und sich als Referent bezeichnen oder als besonders an eine, besonders hohe Position haben, sich mit Titeln belegen und Hierarchien aufbauen, die Jesus hier explizit verbietet. Schon gar nicht darf irgendjemand sich Vater nennen. Das heißt, auf also Papa, Papst, das auch hat das explizit ausdrücklich verboten. Auch soll meistens lassen, denn einer ist euer Meister.

[3:57] Wir dürfen uns nicht auf Titel und Abschlüsse und irgendwelche Positionen berufen und dadurch denken, dass wir irgendetwas sind. Wir sind nur Nachfolger. Jesus gibt nur einen wahren Lehrmeister, nur einen wahren Rabbi, nur einen wahren Meister, nur einen wahren Vater. Untereinander sind wir alle Brüder. Der größte aber unter euch soll euer Diener sein. Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden. Und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Das ist das Prinzip des Himmels. Luzifer wollte sich erhöhen und er wurde vom Himmel hinab gestürzt. Jesus, der Gott ist, nicht wie Luzifer, der Gott sein wollte. Aber Jesus, der Gott ist, erniedrigt sich und wird erhöht werden über alles, was man sich nur vorstellen kann.

[4:50] Und so ist das Prinzip des Himmels auch in unserem Leben. Wenn wir uns selbst erhöhen, verlieren wir unser Glück, wir verlieren die Freude. Wenn wir uns erniedrigen, dann werden wir von Gott erhöht.

[5:05] Aber wie ihr euch hier, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen verschließt. Ihr selbst geht nicht hinein und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein. Nicht nur, dass die Pharisäer als evangelisch verstanden haben, sie haben andere daran gehindert, es zu verstehen. Deswegen sagt Jesus: "Wie ihr euch hier, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, dass sie die Häuser der Fresse und zum Schein angebetet. Darum werdet ihr ein schweres Gericht empfangen." Sie haben geheuchelt mit ihren religiösen Taten, in Wirklichkeit aber das Leben von Menschen schwer gemacht und sozial geschadet.

[5:38] Wie ihr euch hier, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr mehr und dann um einen einzigen Proselyten zu machen, zu dir schon glauben, zum jüdischen Glauben zu bekehren. Und wenn es geworden ist, macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, aus ihm macht er einen Sohn, aus ihm zweimal mehr als ihr es seid. Ja, man hatte immer missionarische Bemühungen damals, aber wenn man das Evangelium nicht kannte, gab es erstens keine große Frucht in der Mission. Und wenn dann waren die, man so gewonnen hatte, natürlich, weil man dieses Evangelium gar nicht kannte, auch nicht wirklich echte Gläubige.

[6:14] Wehe euch hier, blinden Führer, die ihr sagt: "Wer beim Tempelschwört, gilt nichts." Wir aber beim Gold des Tempels schwört, der ist gebunden. Ihr Narren und Blinden, was ist denn größer? Das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt? Und wer beim Brandopfer schwört, das gilt nichts. Wer beim Opfer schwört, das darauf liegt, der ist gebunden. Ihr Narren und Blinden, was ist denn größer? Das Opfer oder der Brandopferaltar, der das Opfer heiligt? Jesus hatte gesagt: "Wenn ihr Ja sagt, soll es auch Ja sein." Wir sollen und das ist hier die Erklärung und das, was in der Bergpredigt finden, dass wir nicht schwören sollen bei dem Altar oder bei dem Himmel oder bei jedem, weil damit die Pharisäer tatsächlich diese Regel hatten: Wenn man bei dem schwört, ist es am Ende gar nicht so bindend, weil es ja noch einen anderen zur gibt, den man hätte ja theoretisch stark und der ist dann bindend gemacht hätte.

[7:00] Solche Tricks und solche faulen, ja, Tricks, die wollte Jesus völlig aus dem Denken seines Volkes vertreiben. So soll niemand mit seinem eigenen Wort umgehen. Darum, wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf ist. Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. Und wer beim Himmel schwört, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt. Und sei Ja soll unser Ja sein. Wenn wir ein Ja, soll es auch ein Ja sein und ohne Trick und ohne Veränderung, wenn unser Wort etwas gelten soll. Also unser Wort, das wir geben, soll etwas gelten.

[7:51] Das ist das Wesen von Gerechtigkeit, dass wir nicht einen religiösen Grund geben, um Sünde zu entschuldigen. Das, was sie war sehr gemacht haben, sie haben aus religiösen Gründen, die sie vorgegeben haben, meins gerechtfertigt. Mit religiösen Gründen momentan, sondern wir brauchen das Kleid der Gerechtigkeit, dass die Sünde genommen werden und Jesu Charakter in unserem Leben uns bedecken muss.

[8:27] Wehe euch hier, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Minze verzehntet, das Wichtige im Gesetz vernachlässigt, nämlich Gerechtigkeit und Erbarmen und den Glauben. Dieses sollte man und jedes lassen. Sie haben sich an äußerst äußeren Dingen festgehalten, die man messen konnte, aber das, was im entscheidenden Zentrum ist, nämlich der Glaube, das Gesetz Gottes, das Erbarmen, die Liebe Gottes, all das haben sie beiseite gelassen. Wir dürfen nicht einfach nur religiöse Pflichten ausführen. Wir müssen das Zentrum des Glaubens, das Wesen Gottes in unserem Herzen haben.

[9:04] Die blinden Führer, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber verschluckt. Wie ihr euch hier, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt. Wenn ich aber sind sie voller Raub und Unnützigkeit. Jesus ist nicht dagegen, Kümmel und Zehntens zu verzehnten und Mitte ist nicht dagegen, Mücken auszusehen. Er ist nicht dagegen, er Schüssel zu reinigen, aber erst dagegen, wenn Menschen glauben, dass das Reinigen der Schüssel und das Verzehnten von Minze ausreicht, während der ganze Mensch innerlich in seinem Herzen, seine Emotionen verdorben und verunreinigt ist. Das ist eine furchtbare Täuschung.

[9:40] Wir uns, wenn wir denken, dass wir bestimmte Pflichten getan haben, dass wir dann heilig sind, während unser ganzes Wesen zerfressen von Neid, Stolz und Gier oder anderen Dingen, wie sie hier bei den Pharisäern auch gewesen sind.

[9:58] Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde. Zuerst muss unser Herz rein sein, dann können wir auch verzehnten, dann können wir auch mit unserer Sauberkeit oder mit unserer Bedacht keine Mücken trinken oder essen zu wollen.

[10:18] Wirklich mit Gott im Einklang leben. Aber wenn wir darauf achten, keine Insekten zu essen, aber unser ganzes Leben ist voller Bitterkeit, dann nützt uns das gar nichts. Macht zuerst dein Herz frei, indem du Jesus hineinlässt und den Heiligen Geist wirken lässt.

[10:36] Wie ihr euch hier, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr getünchte Gräber seid, die äußerlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller toter Gebeine und aller Unreinheit sind. Jesus schaut in das Herz, in das Innere. Er weiß, was wirklich bei uns los ist. So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht. Die Menschen dachten, diese Pharisäer, diese Schriftgelehrten, das ist sozusagen das Vorbild des Glaubens, aber genau das war's nicht. Inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

[11:10] Wir dürfen niemals einen konservativen christlichen Glauben vortäuschen, um Menschen zu gefallen. Wenn wir das tun, dann stürzen wir in den Abgrund. Das dürfen wir nicht machen. Wir müssen unser Inneres reinigen lassen durch das Evangelium.

[11:27] Wehe euch hier, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Gräber der Propheten baut und die Denkmäler der Gerechten schmückt und sagt: "Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wir hätten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht."

[11:42] So gebt sie auch selbst das Zeugnis, dass ihr Söhne der Prophetenmörder seid. Ja, macht ihr nur das Maß eurer Väter voll. Diese Pharisäer meinten, sie hätten niemals einen Jesaja umgebracht, niemals einen Jeremia umgebracht, sie hatten niemals die Propheten Gottes verfolgt. Und während sie das sagten, dachten sie und schmiedeten sie Pläne, wie sie den Sohn Gottes selbst umbringen konnten.

[12:11] Konnten. So verführt kann man sein. Man kann denken, Gott zu dienen und nicht so zu sein wie andere, während man gleichzeitig die schlimmste Sünde gegen Jesus begeht, die überhaupt nur begehen kann, nämlich indem man das eigene Ich zum absoluten Maßstab für alles macht und gegen das Evangelium ankämpft. Möge Gott uns davor bewahren.

[12:40] Ihr Schlangen, ihr Ottern, dass die gleiche Bezeichnung, die Johannes der Täufer schon ihnen dreieinhalb Jahre zuvor gesagt hatte: "Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen?" Jesus stellt die Frage: Wenn ihr euch nicht ändert, wisst ihr nicht, dass ihr auf einer breiten Straße unterwegs seid, die direkt in das Feuer führt, das nach den tausend Jahren fallen wird? Wisst ihr nicht, dass ihr an der zweiten Auferstehung teilhaben werdet, wenn ihr euch nicht radikal in eurem Leben ändert?

[13:13] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, rüttel uns auf, bitte hilf uns, dass wir nicht in diesen Trug verfallen, diese Täuschung, die Pharisäer meine, weil sie die richtigen Bücher lesen, weil sie die richtigen Gebete sagen, dass sie gerettet sind, obwohl ihr Herz voller Unreinheit gewesen ist. Herr, du allein kennst unsere Herzen, du kennst unser Inneres und ich möchte dich bitten, dass du dich jedem von uns hilfst, dass wir ehrlich mit uns selbst sind, dass unsere eigenen Herzen hinterfragen, zur eigenen Motive und dass du uns heilst und reinigst und uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir Jesus nachfolgen und nicht gegen ihn ankämpfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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