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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt, die auf Matthäus 26:36-62 basiert, beleuchtet Christopher Kramp die letzten Stunden Jesu vor seiner Gefangennahme. Er thematisiert Jesu Ringen im Gebet in Gethsemane, seine emotionale Tiefe und die Unterwerfung unter Gottes Willen. Weiterhin wird der Verrat durch Judas und die Reaktion des Petrus thematisiert, wobei die Bedeutung von Ausdauer und Vertrauen in Gottes Führung hervorgehoben wird.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1028. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir das Evangelium haben, das uns zeigt, was du bereit warst für uns zu geben, dass wir sehen können, was Jesus gelitten hat für uns. Wir möchten dich bitten, dass wir uns jetzt ein paar Minuten Zeit nehmen, über die letzten Stunden von Jesus nachzudenken, dass der Heilige Geist zu unserem Herzen spricht. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:26] Wir sind in Matthäus 26. Jesus hat mit seinen Jüngern das Abendmahl gefeiert. Er hat sich vorbereitet auf den Tod, den er jetzt bald für sie sterben würde, als Bestätigung des neuen Bundes, als das, was den neuen Bund dann juristisch in Kraft treten lassen würde. Und die Jünger verstehen nicht wirklich, was er sagt. Und als er Petrus warnt, dass er ihn dreimal verleugnen wird, glaubt ihm das Petrus nicht und hält sich für so felsenfest sicher, dass er Jesus unter keinen Umständen jemals verlassen würde.

[2:11] Wir sind weiter ab Vers 36. Da kommt Jesus mit ihnen zu einem Grundstück, das Gethsemane genannt wird, und er spricht zu den Jüngern: "Setzt euch hier hin, während ich weggehe und dort bete." Jetzt sehen wir die Ölpresse dort, wo die Oliven getreten und das pure Öl herauskommt. Jesus hat hier erlebt, wie die Sünden der Welt auf ihn gelegt worden sind und unter diesem enormen Druck zeigt sich jetzt in dem, was wir in den kommenden Versen lesen werden, was in ihm war, was sein Charakter war: das pure Öl der Gerechtigkeit Jesu, die durch den Heiligen Geist uns angerechnet werden soll.

[3:07] Und dann Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus, also Jakobus und Johannes, mit sich. Und er fing an, betrübt zu werden und ihm grade sehr. Die Sünden der ganzen Welt lagen nun auf ihm. Das spricht er zu ihnen: "Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir." Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: "Mein Vater, Jesus hat zu Gott immer gebetet. Mein Vater hat uns selbst gelehrt zu sagen: Unser Vater, der du bist im Himmel. Mein Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber, doch nicht wie ich will, sondern wie du willst."

[3:52] Jesus hatte Emotionen und er hatte tatsächlich diesen Gedanken: "Wie wäre es, wenn ich nicht für die Menschen sterbe?" Der Kelch fing an in seiner Hand zu zittern. Und wir können etwas sehr, sehr Lebensentscheidendes lernen hier von Jesus. Jesus wusste, er kann alles seinem Vater erzählen, alles, was er an Gedanken, an Emotionen hat, an Dingen, die ja, ihn bewegt haben. Wir dürfen mit all unseren Zweifeln, Sorgen, wir dürfen Gott alles erzählen. Und dann sagt Jesus aber: "Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe." Denn er hat über all die Jahre seines Lebens gelernt, dass Gottes Wille der Beste für ihn war und dass immer am Ende etwas daraus entstanden ist, dass er sich in der Rückschau auch so gewünscht hatte, weil er wusste im Glauben, dass Gottes Wille der beste für ihn ist.

[4:56] Und das dürfen wir auch lernen, dass wir in schwierigen Situationen sagen: Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe. Und Gott wird uns dann so führen, wie wir uns später einmal wünschen oder wie wir später mal sehen, dass wir uns gewünscht hätten, wenn wir alles gesehen hätten, was Gott sehen kann.

[5:17] Und da kommt zu den Jüngern und findet die schlafen und spricht zu Petrus: "Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir machen? Wacht und betet, damit wir nicht in Versuchung kommen. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach." Der Heilige Geist möchte uns gerne helfen. Es sind wir, die wir oft im Heiligen Geist nicht den Raum geben, dem uns genügend Zeit, um zu beten. Und wir versuchen zu widerstehen.

[5:42] Wiederum ging er zum zweiten Mal hin, betete und sprach: "Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille." Wir sehen hier, dass das ein Ringen war. Jesus, das war nicht einmal ein einziges Gebet und dann war alles klar. Emotionen, Gedanken sind nicht einfach zu besiegen. Es braucht Ausdauer und Jesus hat mit Ausdauer seinen Willen Gott übergeben.

[6:09] Oder kommt und findet sie wieder schlafend, denn die Augen waren ihnen schwer geworden. Und er ließ sie ging wieder hin, betete zum dritten Mal und sprach dieselben Worte. Den wir auch in das über Jesus. Jesus tadelt nicht jedes Mal, wenn man teilen könnte, überlegt sich ganz genau, wann kann ich mit meinem Tadel das bewirken und wann würde der Tadel jetzt auch nichts Gutes mehr erreichen.

[6:34] Dann kommt er zu seinen Jüngern und spricht zu ihnen: "Schlaft ihr noch immer und ruht? Siehe, die Stunde ist nahe und der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünde ausgeliefert. Steht auf, lasst uns gehen. Siehe, der mich verrät, ist nah." Wie sehr hätte er sich gewünscht, wenn jemand mit ihm gebetet hätte. Die Jünger haben diese goldene Gelegenheit, etwas ihrem Meister zurückzugeben, verpasst. Lasst uns nicht die Gelegenheit verpassen, wenn wir etwas Jesus zurückgeben können, wenn wir etwas tun können, was ihm gefällt.

[7:06] Und während er noch redete, siehe, da kam Judas, einer der Zwölf, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und Stöcken, gesandt von den obersten Priestern und Ältesten des Volkes. Den aber verriet hatte, ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: "Der, den ich küssen werde, der ist's. Den ergreift." Und zugleich trat er zu Jesus und sprach: "Sei gegrüßt, Rabbi!" Und küsst ihn.

[7:32] Hier aber sprach zu ihm: "Freund, wozu bist du hier?" Da traten sich hinzu, legten Hand an Jesus und nahmen ihn fest. Jesus nennt seinen Verräter "Freund". Und das zeigt, wie Gott mit seinen Feinden umgeht. Und das zeigt, wie wir auch mit unseren Feinden umgehen sollen.

[7:59] Viele, die Jesus verraten, geben vor, ihn zu lieben, aber ihr Handeln verrät sie, ihn und seinen Charakter und sein Wort. Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert, schlug den Knecht des Hohen Priesters und hieb ihm ein Ohr ab.

[8:19] Da sprach Jesus zu ihm: "Stecke dein Schwert an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." Parallel durch die zeigen, das war Petrus. Aber jetzt macht ganz deutlich: Für das Evangelium kämpft man nicht mit Waffen, Gewalt, nicht mit politischen, nicht mit militärischen Mitteln, sondern mit dem Wort Gottes. Oder meinst du, ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten und er würde mir mehr als 12-jährige Legionen Engel schicken? Das würde dann aber die Schriften erfüllen, dass es so kommen muss. Gott braucht nicht menschliche Waffen. Wenn Gott Krieg führen will, hat er seine Engel.

[8:53] Er hat zwar im Alten Testament manchmal das Volk Gottes aufgefordert, Krieg zu führen, aber dann war es Gottes expliziter Auftrag, eine besondere Situation. Wir dürfen nicht denken, dass wir mit menschlichen Mitteln Gottes Wort voranbringen müssen. Gott hat 1000 Wege, von denen wir nichts wissen. Wir sollen seinem Wort folgen.

[9:15] Die Prophezeiung muss es erfüllen. Jesus macht ganz deutlich, das, was hier geschieht, bei Erfüllung der alten männlichen Prophetin in jeder Stunde. Sprach Jesus zu der Volksmenge: "Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stöcken, um mich zu fangen? Täglich bin ich bei euch im Tempel gesessen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. Das alles aber ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt würden." Da verließen ihn alle Jünger, flohen auch Petrus, auch Johannes.

[9:43] Die aber Jesus festgenommen hatten, führten ihn ab zu dem Hohen Priester Kajaphas, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren. Petrus aber folgte ihm von Ferne bis zum Hof des Hohen Priesters, und er ging hinein, setzte sich zu den Dienern, um den Ausgang der Sache zu sehen. Petrus folgt aber nur von Ferne.

[10:02] Aber die obersten Priester und die Ältesten und der ganze Hohe Rat suchten ein falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu töten. Aber sie fanden keines. Und obgleich sich vielleicht viele falsche Zeugen dazu kamen, fanden sie doch keines. Zuletzt aber kamen zwei falsche Zeugen und sprachen: "Diese hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes zerstören und in drei Tagen aufbauen." Eine aus dem Kontext gerissene Aussage oder verdrehte Aussage Jesu aus Johannes 2, die schon drei Jahre alt war.

[10:34] Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: "Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich aussagen?"

[10:43] Lieber Vater im Himmel, wie oft kommen wir in Situationen, wo unser Wille und dein Wille nicht parallel laufen und wir vor der Entscheidung stehen, ob wir unseren Willen tun oder deinen Willen. Und Herr, wie oft haben wir unseren Willen durchgesetzt? Und wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, dann sehen wir, dass uns das immer zum Schaden gereicht hat.

[11:09] Herr, schenk uns dieses Vertrauen in deine Güte und deine Gnade und die richtige Führung deines Geistes, die Jesus gehabt hat, als er gesagt hat: "Nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille." Herr, wir möchten dich bitten, dass in unserem Leben nicht unser Wille, sondern dein Wille.


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