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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit Christopher Kramp wird Matthäus Kapitel 26, Verse 8 bis 35 behandelt. Es geht um die Salbung Jesu durch eine Frau, die Reaktion der Jünger und den Verrat durch Judas Iskariot. Weiterhin wird die Einsetzung des Abendmahls und die Ankündigung von Petrus‘ Verleugnung thematisiert. Die Botschaft betont die Bedeutung des neuen Bundes und die Vergebung der Sünden durch Jesu Opfer.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1027. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen auch heute zu dir und möchten dich bitten, dass du uns für den Alltag stärkst, dass du uns für die Aufgaben, die heute vor uns liegen, mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass wir heute, an diesem Tag, etwas von deiner Liebe weitergeben können. Dass wir anderen Menschen helfen können, für sie da sein können und ihnen zur Seite stehen dürfen. Möchte dich bitten, dass du uns dazu befähigst und die Augen öffnest, dass wir mit dir gemeinsam durch den Tag gehen dürfen. Sprich du deswegen jetzt durch dein Wort zu uns und hab Dank dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[1:20] Wir sind in Matthäus Kapitel 26. Jesus ist bei Simon dem Aussätzigen zu Hause und eine Frau tritt in diese Feierlichkeit hinein und salbt ihn mit kostbarem Salböl. Wir lesen weiter in Vers 8: Als das seine Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Verschwendung? Parallelberichte machen deutlich, dass hier sehr viel Geld scheinbar vergeudet wurde, weil dieses Öl sehr kostbar gewesen ist. Man hätte dieses Salböl doch teuer verkaufen und den Armen geben können.

[2:04] Als es aber Jesus bemerkte, sprach er zu ihnen: Warum bekümmert ihr diese Frau? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan. Denn die Armen habt ihr alle Zeit bei euch, mich aber habt ihr nicht alle Zeit. Die Jünger hätten noch ausreichend Gelegenheit zu zeigen, ob sie wirklich für die Armen ein Herz haben.

[2:25] Aber Jesus wollte nicht, dass dieser Gedanke des Fehlerfindens hier bei den Jüngern sich ausbreitet. Damit, dass sie dieses Salböl auf meinen Leib gießt, hat sie mich zum Begräbnis bereitet. Jesus versucht erneut seine Jünger darauf vorzubereiten, dass er nicht mehr lange hier sein wird, dass er bald sterben wird und dass eine große Enttäuschung auf sie warten würde.

[2:56] Wahrlich, ich sage euch: Wo immer dieses Evangelium verkündigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch von dem sprechen, was diese getan hat, zu ihrem Gedenken. Jetzt gerade in diesem Moment, wo wir diese Worte lesen und darüber sprechen, erfüllt sich erneut diese Vorhersage von Jesus. Knapp 2000 Jahre später.

[3:22] Da ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot hin zu den obersten Priestern und sprach: Was wollt ihr mir geben, wenn ich ihn euch verrate? Und sie setzten ihm 30 Silberlinge fest. Und von da an suchte er eine gute Gelegenheit, ihn zu verraten.

[3:42] Judas hatte die Gelegenheit von Jesus zu lernen. Er war einer der Jünger, er hat viele Wunder gesehen, er hat Predigten gehört, aber die Wahrheit des Evangeliums haben sein Herz nie erreichen dürfen. Er hat es nie zugelassen und hatte geglaubt, dass er hier sich persönlich bereichern kann. Er hat nicht wohl nicht damit gerechnet, dass Jesus sich wirklich gefangen nehmen lassen würde. Bis dahin war er ja allen Anschlägen entwichen. Aber mit 30 Silberlingen, dem Preis eines Sklaven, war er zufrieden, um seinen eigenen Herrn zu verleugnen. Lasst uns niemals Jesus verleugnen, nur weil wir denken, dadurch einen kurzzeitigen Gewinn zu machen.

[4:29] Am ersten Tag der ungesäuerten Brote traten die Jünger nun zu Jesus und sprachen zu ihm: Wo willst du, dass wir dir das Passahmahl zu essen bereiten? Er sprach: Geht hin in die Stadt zu dem und dem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe, bei dir will ich mit meinen Jüngern das Passah halten. Im Johannesevangelium sehen wir öfter mal früher, dass es heißt, die Juden wollten Jesus töten, aber seine Zeit war noch nicht gekommen, seine Stunde war noch nicht gekommen. Jetzt war die Stunde da.

[4:57] Und die Jünger machten es, wie Jesus ihnen befohlen hatte, und sie bereiteten das Passah. Als es nun Abend geworden war, setzte er sich mit den Zwölfen zu Tisch. Und während sie aßen, sprach einer: Wahrlich, ich sage euch, einer von euch wird mich verraten.

[5:16] Deutlich zu machen, da wurden sie sehr betrübt und jeder von ihnen fing an, ihn zu fragen: Herr, doch nicht ich! Dies war Jesu taktvolle, liebevolle Art und Weise, Judas noch irgendwie davon abzuhalten. Er sollte sehen, was für eine schreckliche Sache das ist. Auch seine Freunde, seine Mitapostel, fanden das ganz furchtbar.

[5:43] Er bekam noch mal eine Gelegenheit, in den Spiegel zu schauen und zu sehen, was er vorhatte, was in seinem Herzen geplant war. Er antwortete und sprach: Der mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten.

[6:02] Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht, aber wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Es wäre für jeden Menschen besser, wenn er nicht geboren wäre. Jesus war gekommen, um uns zu sterben.

[6:12] Aber es war keine gute Idee, noch aktiv den Tod Jesu zu beschleunigen und zu fördern. Das war ein furchtbares Verbrechen. Wenn es offenbarte die Geisteshaltung und die Herzenshaltung des Judas. Der antwortete Judas, der verriet und sprach: Rabbi, doch nicht ich! Er spricht zu ihm: Du hast es gesagt.

[6:40] Jesus offenbart ihm hier, dass er alles weiß. Judas hatte noch einmal die Gelegenheit zu sehen, dass er nicht einen Menschen verrät, sondern jemand, der alle Gedanken kennt, jemand, der Gott mit uns ist. Es war der letzte Warnruf einer ewigen Liebe.

[6:58] Gott geht uns nach, auch wenn wir bereits Böses geplant haben, auch wenn wir uns vorgenommen haben, von ihm abzufallen, wenn wir uns vorgenommen haben, ihm zu verlassen. Gott lässt sich einfach nur ziehen, er versucht uns zurückzuholen.

[7:12] Also nun aßen, nahm Jesus das Brot und sprach den Segen, brach es, gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst, das ist mein Leib. Das war natürlich ein Symbol, denn Jesu Leib war nicht buchstäblich gegenwärtig. Er nahm den Kelch, dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinkt alle daraus, denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

[7:38] Der neue Bund ist die Vergebung, die echte, reale Vergebung aller Sünden. Weil Jesus für mich gestorben ist, führt er dazu, dass ich eine direkte, innige Beziehung mit Gott selbst haben darf und dass er sein Gesetz in mein Herz schreibt, so wie es in Jeremia 31 ab Vers 31 oder auch in Hebräer 8 Vers 8 bis 10 deutlich beschrieben ist.

[8:07] Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Durch Jesu Tod ist der neue Bund für alle Zeiten bestätigt worden. Im neuen Bund, wie es in Jeremia 31 Vers 31 und auch in Hebräer 8 ab Vers 10 beschrieben wird, werden unsere Sünden tatsächlich vergeben, weil Jesus den Preis für sie bezahlt. Die Vergebung ist dann auch juristisch absolut wasserdicht und kann nicht mehr angefordert werden. Im neuen Bund werden wir direkt mit Gott verbunden, wir dürfen eine persönliche Beziehung mit ihm haben und Gott schreibt sein Gesetz nicht mehr auf Steintafeln, sondern auf unser Herz. Dafür ist Jesus gestorben.

[8:59] Wir sind dann sein Volk und er unser Gott. Ich sage euch aber, ihr werdet von jetzt an von diesem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken, bis zu jedem Tag, da ich es neu mit euch trinken werde im Reich meines Vaters. Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

[9:22] Da spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet in dieser Nacht alle an mir Anstoß nehmen, denn es steht geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen und die Schafe der Herde werde ich zerstören. Doch das ist ein Zitat aus dem Alten Testament, aus Sacharja Kapitel 13. Ihr könnt den Vers dort selbst finden. Aber nachdem ich auferweckt worden bin, will ich euch nach Galiläa vorangehen.

[9:45] Jesus zeigt ihnen hier, dass eine große Enttäuschung auf sie warten würde, aber diese Enttäuschung würde nicht final, nicht endgültig sein. Er würde von den Toten wieder auferstehen. Die Jünger begreifen gar nicht wirklich, was er sagt, weil sie ja nicht einmal verstehen, dass er sterben wird, geschweige denn, dass er auferstehen wird. Und das werden wir ja auch im Laufe der nächsten Wochen, Monate noch sehen, wenn die Evangelien hier weiter studieren werden.

[10:09] Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Wenn auch alle an dir Anstoß nehmen, so werde doch ich niemals Anstoß nehmen. Petrus war der Meinung, dass er bereits sehr nah mit Gott verbunden ist, dass er viel verstanden hat und dass er auf jeden Fall ganz treu zu ihm stehen würde.

[10:24] Vielleicht denken wir auch noch mal, dass wir ganz treu zu Gott stehen werden. Alle werden ihn verlassen, aber wir nicht. Wir werden in der Endzeit bis zum letzten Mann. Wir werden ausfahren. Wir denken vielleicht noch mal, dass wir einen Stand erreicht haben, wo uns nichts mehr passieren kann. Aber das ist sehr gefährlich.

[10:36] Petrus war zu selbstsicher und die folgende Geschichte macht das sehr deutlich. Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, darauf kannst du dich verlassen. Amen. In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Jesus sagt in Vers 21: Wahrlich, einer wird mich verraten. Hier sagt er: War nicht du, wirst mich dreimal verleugnen.

[11:03] Petrus war auf dem Weg in eine totale Katastrophe. Petrus spricht zu ihm: Und wenn ich auch mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso sprachen noch alle Jünger. Statt die Warnung zu hören, statt hinzuhören, hat er sie beiseite geschoben, gesagt, das ist unvorstellbar.

[11:18] Lass uns niemals denken, dass wir ungefährdet sind. Lass uns niemals denken, dass wir so stark sind, dass uns nichts mehr passieren könnte. Lass uns demütig sein vor unserem Gott.

[11:31] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus für uns den neuen Bund möglich gemacht hat, dass er bereit gewesen ist, seinen Leib hinzugeben, sein Blut zu vergießen, damit wir gerettet werden können. Dass wir den neuen Bund erleben dürfen, dass unsere Sünden vergeben werden können, dass wir direkt zu dir beten können, dass wir eine persönliche Beziehung zu dir haben können und dass du dein Gesetz in unser Herz schreiben kannst.

[12:01] Hey, wir möchten dich bitten, dass wir diesen neuen Bund nicht aus den Augen verlieren, sondern jeden Tag daran denken. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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