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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Matthäus 5:42-6:18 ein und beleuchtet die tiefere Bedeutung von Jesu Lehren über Nächstenliebe und geistliche Praxis. Er erklärt, wie die Aufforderung, Feinde zu lieben und Vergebung zu üben, über menschliche Fähigkeiten hinausgeht und göttliche Kraft erfordert. Die Predigt betont die Wichtigkeit von aufrichtigen Motiven hinter religiösen Handlungen und wie wahre Frömmigkeit im Verborgenen geschieht, nicht zur Anerkennung durch Menschen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:31] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 997. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns in der Bergpredigt durch Jesus gezeigt hast, wie du bist, wie du denkst und wie wir durch Jesu Kraft, deinen Heiligen Geist, im Alltag dein Reich repräsentieren können. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir es gut verstehen können und sehen können, wo wir in unserem Leben noch wachsen müssen, wo wir uns zu einem bestimmten Punkt auch bekehren müssen, vielleicht wo wir neu denken müssen, anders denken müssen, geistlich denken müssen und dass wir lernen, so zu leben, dass die Menschen dich in uns, dein Wesen, in uns erkennen. Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:33] Wir sind in Matthäus Kapitel 5. Jesus hat gezeigt, was er wirklich gemeint hat, als er uns die Zehn Gebote gegeben hat. Er hat in der Bergpredigt den geistlichen tiefen Charakter, die tiefen Dimensionen der Zehn Gebote beschrieben und gezeigt, dass es um unsere Einstellung, um unsere Motivation, um unsere Gedanken geht, und nicht nur um die Taten. Und gezeigt, dass es wichtig ist, dass wir eine wirklich ehrliche, aufrichtige Art und Weise an den Tag legen unter allen Umständen. Dass, wenn wir Ja sagen, wir auch wirklich Ja meinen, egal wie dann die äußeren Umstände gewesen sind. Und auch, dass wir uns nicht selbst verteidigen sollen, dass wir nicht Selbstjustiz üben sollen, sondern dass wir die andere Wange hinhalten können, weil wir wissen, dass Gott, der Vater, sich für uns einsetzt und uns niemals im Stich lassen wird.

[2:39] Und so lesen wir in Vers 42: „Gibt dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will.“ Die Bergpredigt lehrt uns alle, und wir müssen uns sicherlich alle an die Nase fassen, dass wir für andere da sein sollen, dass wir uns nicht egoistisch verschließen sollen. Ihr habt gehört, das gesagt ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.“ Jesus hat zuvor einige Bibelstellen, die falsch ausgelegt worden sind, wieder ins richtige biblische, geistliche Licht gerückt. Hier geht es allerdings um eine Aussage, die gar nicht im Alten Testament steht, sondern die zu einer traditionellen Überzeugung der Juden damals geworden war, durch die Lehrer der Schriftgelehrten und der Pharisäer. Jesus korrigiert dem, indem er sagt: „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Jesus starb für uns, das sagt Römer 5, Verse 8 und 10, ganz deutlich. Als wir noch seine Feinde waren, als wir noch Sünder waren, wenn Gott nicht die Feinde lieben würde, würde nicht ein einziger von uns gerettet werden.

[4:12] Und niemand kann wirklich echter Christ sein und sich dazu bekennen, dass sein Gott die Feinde liebt, nämlich aus eigener Erfahrung, wissend, dass als er selbst noch Feind gewesen ist, Gott ihn so sehr geliebt hat, dass er seinen eingeborenen Sohn gemacht hat, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Und gleichzeitig dann Feinde hassen, das ist unmöglich. Ein Christ, kein Christ kann sowas tun. Und hier ist eigentlich der große Abschlusstest. Am Ende der Zeit, in der Endzeit, werden wir genau daran geprüft werden, ob wir auch angesichts größter Verfolgung und falscher Darstellung die Menschen, die uns verfolgen, lieben werden und damit die unaufhebbare Gültigkeit der Prinzipien des Gesetzes Gottes vor aller Welt beweisen werden. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da besonders? Machen das nicht auch die Zöllner ebenso?

[5:19] Darum sollt ihr vollkommen sein, gleich eurem Vater im Himmel vollkommen ist. Wir denken, dass wir ein besonders geistlicher und christlicher Mensch vielleicht sind, wenn wir zu unseren Nachbarn freundlich sind, und wenn wir zu unserem Geschwistern freundlich sind, und wenn wir, was gar nicht so einfach ist, und wenn wir zu unserer Familie freundlich sind. Aber das schafft alles auch ein Moslem oder ein Atheist oder ein Hindu. Jede Religion, jede Weltanschauung lehrt, dass man zu den freundlich sein sollte, die zum engeren Kreis gehören. Es ist das Christentum, das lehrt und nicht nur lehrt, sondern die Kraft gibt, die übernatürliche Kraft, Menschen zu lieben, die einen hassen, Menschen zu segnen, die einem fluchen.

[6:08] Im Alltag ausgelebt, ist ein für alle Mal ein unwiderlegbarer Beweis, dass hier mehr als menschliche Kraft im menschlichen Herzen wirksam ist. Das ist die Vollkommenheit, um die es geht. Diese Charaktervollkommenheit ist gemeint, wenn es um die Vollkommenheit geht. Es geht um eine vollkommene Liebe, die sich in vollkommenem Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz natürlich offenbart. In Gottes Gesetz beschreibt ja seine Liebe. Wir können nicht allwissend sein wie Gott, der Vater, wir können nicht allmächtig sein oder allgegenwärtig. Aber wir können tatsächlich auch unsere Feinde lieben, so wie Gott uns geliebt hat.

[6:54] Und ganz ehrlich sind, sind wir an diesem Punkt noch nicht ganz angekommen. Wir müssen noch viel lernen, und deswegen bringt Gott uns auf die Probe, damit wir immer wieder sehen, wo es uns noch mangelt, damit wir noch mehr von seiner Gnade, noch mehr von Jesus in unserem Herzen zulassen, noch mehr abgeben, das noch mehr abgeschnitten werden kann, denn wir seine Liebe noch mehr reflektieren. In 2. Petrus Kapitel 1, wir können die Verse dort selbst finden, ist die Liebe das ja, der höchste Punkt dieser Entwicklung in der Gnade, die dort beschrieben wird, in der sogenannten Leiter des Petrus.

[7:31] „Habt acht, dass ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden, sonst habt ihr keine Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, also ja Geld für Bedürftige, sollst du nicht vor dir her Posaunen lassen, wie es die Heuchler in Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen. Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine Rechte tut, damit dein Almosen im Verborgenen ist, und dein Vater, der ins Verborgene sieht, er wird es dir hoffentlich vergelten.“ Wir müssen uns alle, ich und wir alle, müssen uns die Frage stellen: Tun wir die Dinge, die wir tun, in der Gemeinde, die geistlichen Dinge, die wir tun, tun wir sie, um gesehen zu werden von Menschen? Tun wir sie um Applaus zu bekommen? Und ich weiß aus eigener Erfahrung, das kann ganz schnell passieren, dass man so denkt, vielleicht sogar unbewusst, dass er so gut findet und dann sich das so entwickelt. Aber die Frage ist: Tun wir es für Gott oder tun wir das für Menschen? Zur Zeit Jesu haben die Pharisäer scheinbar sehr viel Geistliches getan. Sie haben es getan für Menschen und nicht für Gott.

[8:40] Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, denn sie stellen sich gerne in Synagogen und den Straßenecken auf und beten, und von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen. Ihr Lohn ist der, dass die Leute stehen bleiben. Was für ein geistlicher Mensch, das ist ein für einen kurzen Moment, vielleicht ein Adrenalinschub, wenn man merkt, dass andere Leute einen bewundern. Das ist alles, das vergeht wieder. Die gleichen Menschen, die einen bewundern, kritisieren später. Dieser Lohn ist sehr vergänglich. Ich hoffe, du sehnst dich nach einem größeren Lohn, einem unvergänglichen Lohn.

[9:13] Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Die Kraft des Christen liegt im stillen Gebet. Wie viel betest du für dich alleine, wenn es keiner sieht, wenn keiner merkt, dass du ein Gebetskrieger bist? Das Gebet, wenn es niemand sieht, das Wirken für andere, wenn es niemand bemerkt, das ist dort, wo Gott seinen Segen in Fülle legen kann und geben kann.

[9:50] Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, denn sie meinen, sie werden erhört um ihre vielen Worte. Wenn wir müssen Gott nicht erst überzeugen, wir müssen Gott nicht so lange bequatschen, dass er endlich tut, was wir wollen. Nein, nein, nein, nein. Das ist eine heidnische Idee, die heute sogar in Teilen des Christentums sich wiederfindet, wenn Leute den Rosenkranz beten und denken, ja, und oft ja, die beste Intention, als nicht besser wissen, aber weil sie denken, je öfter etwas beten, desto mehr ist Gott geneigt zu hören. Aber Gott ist nicht so. Gott muss man nicht irgendwie beeindrucken mit einer Leistung.

[10:24] Darum sollte ihn nicht gleich in dann. Euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Gott weiß, was wir brauchen. Darum sollen wir dann beten. Es geht darum, mit Gott zu reden, zu kommunizieren, die Beziehung zu vertiefen. Deshalb sollte auf diese Weise beten. Und das ist jetzt ein Beispiel, das Jesus gibt, dass wir das Prinzip nach verinnerlichen sollen.

[10:47] „Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name.“ Gott ist tatsächlich dein und mein Vater. Wir dürfen uns seine Kinder nennen. Sein Name wird dadurch geheiligt, das wird in Hesekiel 36 sehr deutlich beschrieben, in dem Gott in uns Erlösung bewirkt. Wenn wir sagen: „Geheiligt werde dein Name“, macht 36 deutlich, dass wir zwar den Gottesnamen entheiligt haben, aber dass Gott für seinen Namen kämpft, indem er uns wieder von den Götzen reinigt und uns ein neues Herz gibt. Wenn wir beten: „Geheiligt werde dein Name“, bitten wir: „Herr, mach mich rein, mach mich heilig, schreib dein Gesetz in mein Herz, dass dein Name gepriesen wird.“ So wie es in Matthäus 5 gesehen haben, dass, wenn die Leute gute Werke sehen, dass sie Gott im Himmel preisen.

[11:38] „Dein Reich komme, dein Wille geschehe.“ Dein Reich, das ist das, was hier in der Bergpredigt beschrieben wird. Wir wünschen uns, dass diese Prinzipien in unserem Leben sichtbar werden und dann, dass diese Prinzipien einmal durch die Wiederkunft Jesu und dann auf der neuen Erde, dass all das für immer dann ewig Gültigkeit haben wird. Hier auf dieser Erde. „Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden.“ Wir sollen darum beten, dass nicht unser Wille geschehe, sondern Gottes Willen. Jesus selbst hat so gebetet, das sehen wir ganz deutlich in der Zehn...

[12:06] „Gib uns heute unser tägliches Brot.“ Wir sollen uns bewusst machen, dass wir immer abhängig sind von Gott und seiner Fürsorge jeden einzelnen Tag. „Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“

[12:25] ist unser Vorrecht, wann immer wir in Sünde gefallen sind, Vergebung von Gott zu bekommen. Denn die Bibel sagt, dass er treu und gerecht ist, dass uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit, wenn wir unsere Sünden bekennen und natürlich auch lassen. Dies im Alten Testament heißt durch seine Kraft.

[12:43] Gleichzeitig sollen wir doch bitten, dass wir auch diese Liebe, die wir selbst empfangen haben, anderen weitergeben. „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“ Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. Wir können nicht gleichzeitig behaupten, dass wir Christen sind und gleichzeitig einen unversöhnlichen Geist haben. Das ist unmöglich. Dann sind wir wie die Pharisäer.

[13:21] Gott vergibt uns nicht deswegen, weil wir anderen vergeben. Aber wenn wir Gottes Vergebung erfahren haben und dann aber nicht weitergeben wollen, dann wird Gott uns diese Vergebung wieder entziehen. Das wird ganz deutlich im Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht, der dem ein unfassbar großer Betrag, der größte Betrag, ein Betrag, der so groß war, dass zur Zeit von Jesus kein einziger Römer überhaupt im ganzen Bereich jemand zu viel Geld besessen hatte, selbst krass, der reichste Römer hatte längst nicht so viel wie dieser Betrag von 10.000 Talenten, ein unfassbar großer Betrag, der unbezahlbar war. Der wurde entlassen und dann hat dieser Mann, der Vergebung bekommen hat, keine Bereitschaft gezeigt, einen überschaubaren Betrag, der jetzt nicht ganz klein, aber überschaubar, einem anderen zu vergeben.

[14:11] Und am Ende, weil er diese Bereitschaft nicht gezeigt hat, ist eben die Vergebung wieder entzogen worden. Das Evangelium können wir auf Dauer nun Anspruch nehmen, wenn wir auch zeigen durch unser Leben, dass wir es verstanden haben.

[14:30] „Wenn ihr aber fastet, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, dass du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.“ Lasst uns in dem, was wir tun, es zur Ehre Gottes tun und nicht darauf achten, ob uns Menschen sehen oder nicht.

[15:09] Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus uns gelehrt hat, dass wir dich Vater nennen dürfen, dass du nicht ein ferner Gott bist, den wir mit vielen Worten überreden müssen, sondern dass du uns ganz nahe bist, näher als es für Möglichkeiten, Herr, gibt. Das wird tatsächlich lernen, dass wir ganz eng mit dir verbunden sind und alles, was wir tun, für dich tun und dass wir in unserem Leben auch zeigen, was wir mit dir erlebt haben, denn wir anderen Menschen auch gerne vergeben, weil wir deine Vergebung in unserem Leben erlebt haben. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.


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