In dieser Predigt über Matthäus 8:5-27 spricht Christopher Kramp über die Kraft des Glaubens und die Autorität Jesu. Anhand von Beispielen wie dem römischen Hauptmann, der Heilung von Petrus‘ Schwiegermutter und dem Stillen des Sturms, wird verdeutlicht, wie wichtig es ist, auf Gottes Wort zu vertrauen. Die Predigt betont, dass Nachfolge Jesu Opferbereitschaft erfordert und dass Jesus selbst in den größten Stürmen Ruhe und Sicherheit schenken kann.
Gott auf (m)einer Seite: Matthäus 8:5-8:27
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MatthäusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1000. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns segnen möchtest, dass du uns helfen möchtest, dass du zu uns sprechen möchtest. Das ist dein Wunsch, und das werden wir nicht überreden müssen, uns zu segnen. Wir wollen heute erneut unsere Herzen öffnen, unsere Gedanken öffnen, damit du zu uns reden kannst. Wir möchten dich bitten, dass dein Wort wie ein Lichtstrahl hinein scheint in unser Herz und uns den Weg hell macht, den wir heute an diesem Tag zu gehen haben. Wir bedanken uns, dass wir dein Wort haben und dass es Kraft hat, unser Leben zu verändern. Sprichst du zu uns und zeig uns deine Gnade und deine Wahrheit im Leben von Jesus, dass wir sagen können, wie die Jünger: "Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." Dass das heute unsere Erfahrung sein kann, auch wenn wir Jesus nicht buchstäblich sehen können, aber in den Geschichten, die uns aufgeschrieben sind. Das bitten wir in seinem Namen, der jetzt für uns eintritt. Amen.
[2:00] Wir sind in Matthäus Kapitel 8. Wir haben gesehen, dass Jesus deutlich gemacht hat, dass die Bergpredigt die entscheidenden Dinge enthält, dass, wenn wir sie nicht nur hören, sondern tun, wir dann und nur dann wirklich fest vorbereitet sind auf die Endzeit und dann nichts, aber auch wirklich gar nichts, in der Endzeit umstürzen kann. Wir haben gesehen, als ein Aussätziger zu Jesus kam und ihn darum gebeten hat, ob Jesus ihn heilen will. Wissen, dass Jesus das tun kann, hat Jesus deutlich gemacht: Ich möchte dir helfen. Jesus hat ein Interesse daran, dass es uns gut geht. Ja, wir wissen in Jeremia 32, Vers 41, dass Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele sich danach sehnt, dass es uns gut geht.
[3:02] Wir wollen heute weiterlesen in Matthäus 8 und beginnen in Vers 5. Und wie gesagt, es gibt hier eine Reihe von Geschichten, die nicht in chronologischer Reihenfolge unbedingt aufgeschrieben sind, sondern die Matthäus thematisch sortiert hat, um zu zeigen, wie Jesus geheilt hat und dadurch auch das Evangelium illustriert hat. Als Jesus aber nach Kapernaum kam – wir haben schon gelernt, das war so sein zentraler Ort – trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn und sprach: "Herr, mein Knecht liegt daheim gelähmt, der niederliegt und furchtbar leidet." Dies war ein römischer Besatzungssoldat, eigentlich von den Juden normalerweise sehr gehasst. Dieser Mann hatte sich ziemlich verdient gemacht, und das kann man auch in den Parallelberichten dann schön sehen. Er war bei den Juden durchaus akzeptiert, und er hatte von Jesus gehört und wollte, dass sein Knecht geheilt wird. Er hatte ein Herz für diesen ihm und der stellten Sklaven.
[4:10] Und Jesus spricht zu ihm: "Ich will kommen und ihn heilen." Der Hauptmann antwortete und sprach: "Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden." Dennoch, ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht und habe Kriegsknechte unter mir. Und wenn ich zu diesem sage: "Geh hin!", so geht er. Und zu einem anderen: "Komm her!", so kommt er. Und zu meinem Knecht: "Tu das!", so tut er es.
[4:39] Als Jesus das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: "Wahrlich, ich sage euch, einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden."
[4:55] Hier zeigt sich, was echter Glaube ist, nämlich das Leben aus dem Wort Gottes. In Römer 1, Vers 17 steht: "Der Gerechte lebt aus Glauben." Und in Matthäus 4, Vers 4 steht: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern aus einem jeglichen Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht." Dieser römische Hauptmann hat etwas verstanden, was die Menschen Israels, die Juden zur Zeit Jesu, nicht verstanden haben: dass das Wort Gottes eine Kraft hat, dass es etwas bewirkt. Diese Hauptmann wusste, wenn ich einen Befehl gebe, dann wird er umgesetzt, weil es dann Menschen gibt, die Befehle umsetzen. Dieser Hauptmann glaubte, dass, wenn Jesus einen Befehl gibt, es auch jemanden gibt, der ihn umsetzt. Das Wort Gottes selbst hat eine gewaltige Kraft. In Jesaja 55 steht, dass Gott sein Wort sendet, um damit auszuführen, wozu es gesagt worden ist. Es wird nicht leer zurückkehren. Es gibt Engel, die gerne und mit Kraft das ausführen, was Gott möchte.
[5:58] Diese Hauptmann hat verstanden, dass, wenn Gott spricht, dann geschieht doch etwas. Und das ist echter Glaube. Dieser Hauptmann hätte das Vorrecht gehabt, dass Jesus ihn zu Hause besucht, aber er weiß: Jesus muss nicht physisch anwesend sein, um mein Leben positiv zu verändern.
[6:19] Und dadurch können wir lernen, lieber Freund, liebe Freunde, dass Jesus nicht physisch anwesend sein muss hier in diesem Raum und dort, wo du zu Hause bist und jetzt dieses Video ansiehst, oder wo immer du bist. Er muss nicht physisch anwesend sein, sondern durch sein Wort, das wir gemeinsam betrachten, sein Wort, das wir lesen, das du entspricht, das handelt genauso, als ob er physisch anwesend wäre. Ist uns bewusst, was wir eigentlich in unseren Händen halten? Sollten wir nicht mehr Zeit mit dem Wort Gottes verbringen? Ich nehme mir vor, noch mehr Zeit mit Jesus in seinem Wort zu verbringen.
[6:58] Ich sage euch aber: Viele werden kommen vom Osten und vom Westen und werden im Reich der Himmel mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch sitzen. Aber die Kinder des Reiches werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden. Das wird Heulen und Zähneknirschen sein. Die Juden dachten, dass nur alle, die zu ihnen gehörten, die selbst Juden waren, dass sie im Reich Gottes sein werden. Aber Jesus sagt: Nein, nein. Es wird viele geben, die ihr als Heiden bezeichnet, die wirklich echten Glauben gehabt haben, und viele, die zwar die Bibel gehabt haben, aber keinen Glauben sie gehabt haben und die dann am Ende verloren gehen werden. Es reicht nicht aus, die Bibel zu haben, es reicht nicht aus, zum Volk Gottes nominell dazu zu gehören. Wir müssen diesen Glauben haben, dass, wenn Gott hier spricht, sie in meinem Leben auch verändert. Also, das ist mein Leben verändert.
[7:51] Und als Jesus einfach verzeiung, und Jesus sprach zu dem Hauptmann: "Geh, und dir geschehe, wie du geglaubt hast." Und dein und sein Knecht wurde in derselben Stunde gesund.
[8:03] Hier hat er oft gesagt: "Dir geschehe, wie du geglaubt hast." Wenn wir an Jesus glauben, wenn wir seinem Wort glauben, dann kann sich die Kraft in seinem Wort auf jeden Fall drin steckt auch in unserem Leben privat, persönlich entfalten. Wenn wir keinen Glauben haben, dann ist das Wort Gottes immer noch kräftig, aber es dringt nicht gewaltsam mit uns hinein. Es geht an uns vorbei und hinterlässt keinen großen Eindruck, weil wir kein Glauben gehabt haben, es nicht in Anspruch genommen, nicht wahrgenommen haben und deswegen es uns nicht verändern kann.
[8:45] Oder als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er, dass dessen Schwiegermutter darniederlag und Fieber hatte. Und er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie, und sie stand auf und diente ihnen.
[8:57] Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm, und er trieb die Geister aus mit einem Wort und heilte alle Kranken. Der parallel berichtende Markus und Lukas zeigt, dass diese Geschichte ziemlich am Anfang des Dienstes in Galiläa gewesen ist, also vor allem, wenn es anfangs in Kapernaum. Und er treibt die Geister aus mit einem Wort und heilte alle Kranken, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, dass er spricht: "Er hat unsere Gebrechen weggenommen und unsere Krankheiten getragen." Der parallel berichtende Markus zeigt, dass es sich um einen Sabbat-Tag gehandelt hat, wo viele Menschen den ganzen Tag gewartet hatten, bis es endlich Abend wurde, damit sie zu Jesus kommen können. Und sie hätten eigentlich schon viel früher geheilt werden können, weil sie ein falsches Verständnis hatten vom, dachten, dass man am Sabbat nicht geheilt werden darf.
[9:45] Lasst uns kein falsches Verständnis vom Sabbat haben. Lasst uns all das, was Gott uns schenken möchte, auch wirklich in Anspruch nehmen.
[9:55] Als aber Jesus die große Volksmenge um sich sah, befahl er ans jenseitige Ufer zu fahren. Und ein Schriftgelehrter trat er zu und sprach zu ihm: "Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst." Und Jesus sprach zu ihm: "Die Füchse haben Gruben, die Vögel des Himmels haben Nester, aber der Sohn des Menschen hat nichts, vor sein Haupt hinlegen kann."
[10:12] Dieses wieder eine andere Geschichte, die später stattgefunden hat, die deutlich macht, dass Jesus den Menschen auch bewusst gemacht hat: Nachfolge Jesu ist nicht einfach ein Luxusleben. Ja, Gott segnet oder schenkt einen Frieden, den man nirgendwo sonst finden kann, aber es bedeutet auch Konsequenzen für das Leben. Das bedeutet auch, Dinge aufzugeben.
[10:36] Ein anderer seiner Jünger sprach zu ihm: "Herr, erlaube mir zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben." Er wollte mit anderen Worten erst warten, bis sein Vater gestorben ist, er dann ein Erbe ausgezahlt bekommt und finanziell abgesichert zu sein, um dann Jesus folgen zu können und sich nicht mehr Sorgen machen zu müssen, wie er täglich überlebt.
[10:55] Hier aber sprach zu ihm: "Folge mir nach und lass die Toten ihre Toten begraben."
[11:02] Jesus macht ganz deutlich: Wir können nicht zuerst eine finanzielle Absicherung oder eine weltliche Sicherheit haben und dann Jesus auch noch nachfolgen. Wer Jesus nachfolgt, muss glauben, dass Gott für ihn sorgt. Das heißt nicht, dass, wenn ich arbeiten soll, das heißt nicht, dass wir nicht auch kluge Planung machen dürfen, aber alles mit Gott zusammen und nicht als Bedingung, um Jesus überhaupt nachfolgen zu können. Ja, Gott sorgt für uns und er arbeitet mit uns zusammen, aber weltliche Sicherheit darf niemals die Bedingung sein, um Jesus nachfolgen zu können.
[11:38] Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm nach. Und siehe, es erhob sich ein großer Sturm auf dem See, so dass das Schiff von den Wellen bedeckt wurde. Er aber schlief. Und seine Jünger traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: "Herr, rette uns, wir kommen um!"
[11:54] Jesus hatte zwar nicht einen Ort, wo sein Haupt hinlegen konnte, aber dann eine enge und innige Verbindung zu Gott dem Vater, dass selbst im größten Sturm er friedlich schlafen konnte. Das zeigt uns: Wenn wir so eine enge Verbindung zu Gott haben, dann werden uns selbst die Stürme der Endzeit nicht aufschrecken.
[12:15] Jünger haben Angst, die sagen: "Herr, rette uns, wir kommen um!" Das sprach zu ihnen: "Was seid ihr so furchtsam, ihr kleinen Gläubigen?" Dann stand er auf und befahl den Winden und dem See, und es entstand eine große Stille.
[12:30] Mit anderen Worten, sie wecken ihn auf. Jesus wacht auf, sieht den Sturm, hat er geträumt? Geschlafen. Er hat geschlafen. Er sieht den Sturm, er sieht die Wellen, und er bleibt liegen und sagt: "Was seid ihr so furchtsam, ihr kleinen Gläubigen?" Was für ein Bild! Und dann steht er auf und befiehlt dem Wind und dem See, und alles hört auf.
[12:57] Wo hat Jesus seinen Glauben? Er wusste, er hatte gesagt: "Wir werden alles andere verfahren." Er wusste, dass Gott ihn dort haben wollte, egal was passiert, egal wie der Sturm wütet, wir werden dort ankommen.
[13:15] Wir brauchen diesen Glauben, dass, wenn Jesus gesagt hat, wir werden dort ankommen, dann, egal was für ein Sturm entsteht in unseren privaten Leben, in unseren Familien, Gemeinden, in dieser Welt, wenn wir uns an, wenn wir Glauben haben, oder dieses Festhalten, dann werden wir nicht denken, das geht uns verlassen. Also, wir werden wissen, dass er für uns da ist und dass wir am anderen Ufer ankommen.
[13:39] Lass uns keinen kleinen Glauben haben, so wie die Jünger hier, sondern großen Glauben haben, so wie der Hauptmann, der gesagt hat: "Dein Wort reicht aus." Hätten die Jünger diesen Glauben gehabt, hätten sie gesagt: "Gott hat Jesus hat gesagt, der Gott ist, wir kommen am anderen Ufer an, also werden wir da ankommen."
[13:56] Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: "Wer ist dieser, dass ihm selbst die Winde und der See gehorsam sind?" Deutlich: Jesus war nicht nur ein Mensch. Er war der Schöpfer, der Wind und See geschaffen hatte, und alles gehorcht ihm. Und wenn Jesus den Wind und die See still machen kann, über Freunde, dann kann er auch den Wind und den Sturm in unserem Herzen beruhigen, wenn sich der Unverstand erhebt, wenn sich der Zorn erhebt, wenn sich Leidenschaften erheben, tobt, dann dürfen wir zu Jesus bitten: "Herr, sprich du ein Wort, dann werden wir gesund, dann kannst du den Sturm legen."
[14:35] Und das willst du, was mit dir tun? Das habe ich in meinem Leben erlebt, und ich denke, viele von euch auch. Lasst uns das jedes Mal beten, wenn so ein Sturm entsteht. Lasst uns gemeinsam jetzt beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir sehen können, dass Jesus jeden Sturm stillen kann. Und danke, dass wir sehen können, dass auch wenn Jesus jetzt nicht physisch hier in unserem Leben sein kann, weil er bei dir für uns eintritt, was noch viel besser ist, weil dadurch auch der Heilige Geist unserem Leben wirken kann, eine Art und Weise, die alles übersteigt, dass wir uns vorstellen können.
[15:11] Dass, während Jesus jetzt im Himmel ist, durch sein Wort, das vom Heiligen Geist ins Bild ist, er direkt für uns wirkt, so als ob er buchstäblich hier wäre. Herr, gibt, dass wir sein Wort, dass wir dein Wort, dass er ja von dir gehört hat, so schätzen, als wäre es die Worte von Jesus, die wir hörbar gehört hätten im Alltag.
[15:40] Wir danken dir, dass du zu uns gesprochen hast, und bitten dich, dass du unseren Glauben stärkst. Im Namen Jesu. Amen.
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