In dieser Predigt, basierend auf Matthäus 9:18-10:8, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung von Glauben und Gottes Gnade anhand von Heilungsgeschichten. Er erklärt, wie Jesus durch seine Wunder die Not der Menschen anspricht und wie wichtig es ist, sich im Glauben an ihn zu wenden. Weiterhin wird die Beauftragung der Jünger thematisiert, das Evangelium zu verkünden und die dringende Notwendigkeit von Arbeitern für die Ernte Gottes betont.
Gott auf (m)einer Seite: Matthäus 9:18-10:8
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MatthäusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1002. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du gerne bereit bist, unsere Sünden zu vergeben und dass du uns jeden Tag neue Kraft schenken möchtest, um so zu leben, wie es dir wohlgefällt. Dank für die vielen Geschichten im Evangelium, die uns zeigen, dass Jesus unser Freund ist und uns helfen möchte. Und wir möchten heute unser Leben in deine Hand legen und dir danke sagen für die gute Botschaft, die gute Nachricht, dass auch unsere Sünden vergeben sein dürfen. Wir möchten das in Anspruch nehmen und bitten dich, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst und dass wir lernen, mit dir im Alltag zu leben. Bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:30] Wir sind in Matthäus Kapitel 9. Wir haben gesehen, wie der geheilte, der gelähmte geheilt worden ist. Wir haben gesehen, wie Matthäus berufen worden ist. Und wir haben auch gesehen, wie die Jünger und Jesus mit Fragen konfrontiert worden sind, sowohl von den Pharisäern als auch von den Jüngern des Johannes. Und haben die unglaublich taktvolle, liebevolle und einfühlsame Antwort von Jesus schätzen gelernt. Wir beginnen mit einer neuen Geschichte hier in Matthäus 9 und dort Vers 18. Und als er dies mit ihnen redete, da kam ein Vorsteher, fiel vor ihm nieder und sprach: Meine Tochter ist eben gestorben, aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie leben. Was für ein Glaube, auch dann noch zu Jesus zu kommen und Hoffnung zu haben, wenn nach menschlichem Ermessen alles vorbei ist.
[2:33] Und Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern. Und siehe, eine Frau, die 12 Jahre Blut für sich war, trat von hinten herzu und rührte den Saum seines Gewandes an. Denn sie sagte bei sich selbst: Wenn ich nur sein Gewand anrühre, so bin ich geheilt. In den Parallele-Evangelien werden diese beiden miteinander verwobenen Geschichten noch etwas ausführlicher beschrieben. Aber schon hier sehen wir diesen Glauben der Frau, die so lange gehofft hat, geheilt zu werden, und jetzt in Jesus ihre letzte Chance sieht. Die nicht einfach nur Jesus irgendwie berührt, sondern mit Glauben berührt.
[3:19] Jesus aber wandte sich um, sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Und die Frau war geheilt von jener Stunde an. Es ist der Glaube, der sie gerettet hat. Es ist der Glaube, der uns möglich macht, die Errettung, die Jesus am Kreuz von Golgatha für uns erworben hat. Auch wenn wir seit Jahren mit einem bestimmten Problem kämpfen und es scheinbar nicht loswerden können. Es ist die Rettung, die Jesus am Kreuz von Golgatha von so wollen wir hatten, die wir durch den Glauben annehmen können, so dass wir jetzt heute hier geheilt sein können.
[4:02] Und Jesus möchte auch zu dir sagen: Meine Tochter, mein Sohn, wir dürfen Kinder Gottes sein, wenn wir uns im Glauben in unserer Verzweiflung an Jesus wenden. Also, und Jesus in das Haus des Vorstehers kam und die Pfeifer und das Getümmel sah, spricht er zu ihnen: Entfernt euch, denn das Mädchen ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie lachten ihn aus. Als aber die Menge hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff ihre Hand, und das Mädchen stand auf.
[4:36] Wir sehen an der Sprache von Jesus, die wir dann später auch bei der Auferweckung des Lazarus sehen können, dass Jesus den Tod als einen Schlaf angesehen hat und so beschrieben hat. Interessant ist, dass diese Menschen erst enorm getrauert haben und dann über Jesus gelacht haben. Jesus konnte sie bei diesem Wunder nicht dabei haben, denn ihm hätte der Glaube gefehlt. Wir sehen hier in diesen Geschichten, wie entscheidend echter Glaube an Gottes Wort ist und an die Erfüllung seines Wortes, damit wir tatsächlich auch teilhaben können an den Wundern, die Jesus tut. Wenn wir keinen Glauben haben, dann können wir auch nicht teilhaben an den Wundern, die Jesus trotzdem tut, auch wenn wir sie dann nicht mehr bemerken. Nur den Glauben sehen wir die Wunder, die Gott im Leben von uns und im Leben von anderen Menschen tut.
[5:34] Und die Nachricht hier von verbreitete sich in jeder ganzen Gegend. Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrien und sprachen: Du Sohn Davids, erbarme dich über uns! Das ist ein besonderer Titel, ein Titel, der auf den Messias hinweist, auf den erwarteten König. Zwei Blinde, die um Erbarmen flehen. Als er nun ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm, und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, ja.
[6:03] Wieder sehen wir die entscheidende Frage, die Jesus stellt, die uns auch uns heute stellt: Glaubst du, dass ich dir helfen kann? Glaubst du, dass ich das Problem lösen kann? Glaubst du, dass ich dich hindurch tragen kann, auch wenn emotional oder die Umstände du schwer angeschlagen bist? Glaubst du, dass ich deine Augen öffnen kann? Glaubst du, dass ich dir zeigen kann, wo du falsch liegst? Glaubst du, dass ich dein Leben wieder in Ordnung bringen kann? Möge unsere Antwort auf die sein, die diese beiden Blinden gehabt haben: Ja, ja.
[6:38] Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben. Immer und immer wieder betont Matthäus, dass Menschen Heil geworden sind mit den verschiedensten Problemen, die es nur gab, durch den Glauben, den sie an den Tag gelegt haben. Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus ermahnte sie ernstlich und sprach sie zu: Das ist niemand erfährt. Sie aber ging hinaus und machten ihn in jener ganzen Gegend bekannt.
[7:08] Als sie aber hinausging, siehe, da brachte man einen Menschen zu ihm, der stumm und besessen war. Und nachdem der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und die Volksmenge verwunderte sich und sprach: So etwas ist noch nie in Israel gesehen worden. Die Menschen waren beeindruckt. Sie sahen, dass hier nicht nur ein gewöhnlicher Prophet in Anführungsstrichen am Werk war. Jesus ist außergewöhnlich. Und wenn wir Jesus in unserem Leben bemerken, wirken, wenn wir sehen, wie im Leben von anderen Menschen wirkt, dann werden wir sehen: Jesus ist absolut einzigartig. Es gibt nichts, was man mit Jesus und seiner Kraft vergleichen kann.
[7:54] Die Pharisäer sagten: Durch den obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Interessanterweise kann selbst das größte Wunder, das Gott wirkt, niemals einen Menschen zum Glauben zwingen. Gott gibt genügend Beweise, damit jeder, der sehen will, sieht, dass es Gott ist. Aber jemand, der nicht sehen will, wird immer ein Argument zurechtbiegen. Und die Größe des Wunders Gottes dann ist, die größer die Gnade ist, die Gott geschenkt hat, desto absurder und abstruser wird das Gegenargument sein, dass Menschen, die nicht an Gott glauben wollen, sich zusammenbasteln. So sehr, dass das, was Gottes Werk ist, dann von ihnen als Satans Werk bezeichnet wird.
[8:46] Wir sehen hier in dieser Geschichte interessante, verschiedene Reaktionen auf das, was Jesus tut. Wir sehen einen Menschen, der voller Begeisterung überboten dann, sicherlich vielleicht die beste Absicht, aber ohne genauen Gehorsam. Denn Jesus mir ein Bedrängnis bringt, dann immer die Dinge verkündet, von denen Jesus gesagt hat: Verkündigt. Und wir sind manchmal so übereifrig, dass wir am Ende den Berg Gottes schaden, obwohl wir es eigentlich nur gut gemeint haben, aber eben Gottes genauer Anweisungen, wie wir auch über sein Wort reden sollen, nicht beachtet haben.
[9:15] Und dann gibt es Menschen, die sind völlig, völlig erstaunt und sehen, weil sie das mit dem vergleichen, was sie früher gesehen haben. Das ist, dass Jesus einzigartig ist. Und dann gibt es Menschen, die im unterstellen, ein enormer Täuscher zu sein und mit Satan zusammenzuarbeiten.
[9:34] Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrt in ihren Synagogen, verkündigt das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk. Hier schließt sich die Klammer, die in Matthäus 4 Vers 23 aufgemacht worden war. Dort stand fast genau dasselbe. Information 23 und innerhalb dieser beiden Verse sehen wir ein Kapitel 5, 6 und 7, wie Jesus lehrt und predigt in der Bergpredigt. Und wir sehen in Kapitel 8 und 9, wir vor allem heilt. Deswegen sind die Geschichten in Matthäus 9, 8 nicht besonders chronologisch geordnet, sondern gehen durcheinander, weil sie einfach als thematischer Block zeigen sollen, wie Jesus seine Lehre, wie sie in der Bergpredigt exemplarisch dargestellt ist, durch seine Heilungen illustriert und unterstützt hat.
[10:19] Und all das zusammen, seine Predigt und seine missionarische, medizinische Arbeit sozusagen, seine Heilungen, sie bilden ein komplettes Ganzes. Und auch Sie und auch für uns soll das ein komplettes Ganzes ergeben in unserer Verkündigung. Als aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren. Die Schafe, die keinen Hirten haben. Sind wir voller Mitleid, wenn wir sehen, dass Menschen Jesus und sein Wort nicht richtig kennen, wenn sie nicht richtig geistlich geführt werden?
[10:57] Der Sprache zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenig Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende. Jesus drängt seine Jünger nicht, er erzwingt sie nicht, sondern er zeigt ihnen die Notwendigkeit, dass irgendjemand geht, der zeigt in die Not. Und dann sagt er: Betet darum, weil Jesus weiß, dass wenn wir um eine Sache beten, hat Gott eine Möglichkeit mehr als jemals zuvor, zu uns zu sprechen und dann zu zeigen, was wir selbst auch tun können, um diese Not zu lindern mit Gottes Hilfe.
[11:29] So geht es also direkt weiter in Kapitel 10. Da rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen. Jesus will diese Arbeit nicht alleine tun, sondern er sucht Menschen, die Not sehen, die gebetet haben, damit diese Not gelindert wird, und die sich dann bereit erklären und von Jesus berufen lassen, um mit ihm zusammenzuarbeiten.
[11:54] Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese: Der erste Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas; Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes; Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Lebbäus mit dem Beinamen Thaddäus; Simon der Kanaanäer und Judas Iskariot, der ihn auch verriet. Diese zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Geht euch nicht auf die Straße der Heiden und betretet keine Stadt der Samariter. Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
[12:21] Hier sieht man, dass er sich bezieht auf das, was er in Kapitel 9 Vers 36 gesagt hat: das Volk Gottes wie Schafe ohne Hirten. Jesus hat selbstverständlich später die Jünger ausgesandt, nicht nur zu den Samaritern, sondern in alle Welt. Aber jetzt, in diesen letzten Jahren, bevor die große Zeitung aus Daniel 9, ähm, diese 490 Jahre zu Ende gehen, als er das Volk Israel vor eine fundamentale Entscheidung gestellt worden war, nämlich Jesus anzunehmen oder abzulehnen. Sollten die Bemühungen der Jünger sich ganz besonders auf Gottes Volk konzentrieren.
[12:58] Und das zeigt uns auch, dass wir Prioritäten setzen müssen in unserer Mission. Heute haben wir natürlich den Auftrag, die ganze Welt zu erreichen. Und trotzdem müssen wir immer schauen, wo werden wir gerade am meisten gebraucht und was kann dann auch in einem zweiten und einem dritten Schritt folgen.
[13:18] Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe beigekommen. Das ist die gleiche Botschaft, die Johannes der Täufer hatte. Es ist die Botschaft, die Jesus hatte. Wir sollen keine neue Botschaft predigen, sondern dieselbe Botschaft, die die Propheten gepredigt haben, dieselbe Botschaft, die Jesus selbst gepredigt hat, die dann auch die Apostel gepredigt haben. Ist auch uns aufgetragen und auf die selbe Art und Weise, wie Jesus gepredigt und geheilt und gelehrt hat.
[13:47] Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, weckt Tote auf, treibt Dämonen aus. Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gibt es neben wieder Gold, noch Silber, noch umsonst gibt es.
[14:03] Wir haben die Aufgabe, das Evangelium weiterzugeben, ohne uns selbst zu bereichern. Wir haben Erlösung umsonst bekommen und wir sind aufgefordert, ohne Geld dafür zu verlangen, das Evangelium, die gute Nachricht, Menschen weiterzugeben.
[14:24] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du Menschen berufst, um das Evangelium in alle Welt zu tragen. Und Herr, wir sehen, dass auch um uns herum Menschen sind wie Schafe, die keinen Hirten haben, die ermattet sind, denen geistliche Erkenntnis, Führung, Leitung, Vorbild fehlt. Und wir möchten dich bitten, dass du Arbeiter in deine Ernte sendest.
[14:50] Wir möchten dich bitten, dass du, während wir das bieten, unsere Herzen und zu unseren Herzen sprichst, so Herzen breit machst, damit wir erkennen, was dein Plan für unser Leben ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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