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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Micha 3-4:10 spricht Christopher Kramp über die prophetische Botschaft des Gerichts und der Wiederherstellung. Er beleuchtet die Korruption der damaligen Führer und Propheten, die Gottes Wort verdrehten und sich selbst bereicherten. Gleichzeitig zeigt er die Hoffnung auf, dass Gott sein Volk trotz aller Verfehlungen sammeln und wiederherstellen wird. Die Botschaft mündet in die Vision eines zukünftigen Friedensreichs unter der Herrschaft Gottes.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 957. Lasst uns gemeinsam bieten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns die Botschaft geschenkt hast, dass du uns wiederherstellen möchtest. Danke, dass du uns vorangehen möchtest. Und heute an diesem Tag möchten wir dich bitten, dass du unser Hirte bist, dass wir deiner Stimme folgen können. Wir möchten dich bitten, dass du unser König bist, der uns persönlich vorangeht. Und wir wissen aus deinem Wort, dass du es dir von Herzen wünschst. Wir möchten dich einladen, dass du jetzt zu uns sprichst, weil du am besten weißt, was jeder Einzelne von uns benötigt. Und deswegen bitte ich dich, dass du unser Lehrer bist. Hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:24] Wir sind in Micha Kapitel 3. Wir haben gesehen, dass Micha eine Gerichtsbotschaft predigt, aber auch eine Botschaft der Wiedervereinigung ist, als der Wiederherstellung, der Zurückführung in das Land Israel. Und wir haben gesehen in Micha 3, dass die Fürsten, die Obersten Israels, die das Gericht, ja, das Gesetz kennen sollten und wissen sollten, wie man gerechtes Gericht ausführt. Stattdessen einfach nur sich selbst bereichern und die Armen unterdrücken. Wir lesen weiter in Vers 3: "Und wenn sie dann das Fleisch meines Volkes gefressen und ihnen die Haut abgezogen, ihnen die Knochen zerbrochen und sie in Stücke zerschnitten haben, wie man sie in einen Topf tut und wie Fleisch, das man in den Kessel legt, dann schreien sie zum Herrn, aber er antwortet ihnen nicht, sondern verbirgt sein Angesicht vor ihnen zu jener Zeit, weil sie Böses getan haben."

[2:29] Diese Botschaft haben wir auch sehr deutlich bei Jesaja, der sagt: "Wenn ihr Böses tut, wenn ihr mit gottloser Faust reinschlagt und dann fastet und betet, wird Gott euch nicht erhören." Wenn ihr, wisst ihr, Jesaja 58 steht oder Jesaja 1, wenn ihr Feste feiert und den Neumond begeht, aber gleichzeitig Blut an den Händen kleben habt, dann ist es Gott ein Gräuel. Gott hat keinen Gefallen, wenn wir zu ihm schreien und gleichzeitig anderen Schaden zufügen. Die Frage ist, kann es sein, dass vielleicht das ein oder andere gibt, dass Gott Gebete in unserem Leben nicht erhört werden, weil wir andere Menschen verächtlich behandeln, sei es in Taten, in Worten oder auch in Gedanken?

[3:13] "So spricht der Herr: Aber die Propheten, die mein Volk irreführen, die Friede rufen, wenn ihre Zähne etwas zu beißen haben, aber dem einen heiligen Krieg erklären, der ihnen nichts ins Maul geht." Mit anderen Worten, sie sind korrupt, sie verkaufen für Geld, sie predigen das, was ihre Geldgeber ihnen sagen. "Darum wird Nacht über euch kommen ohne Gesichte und Finsternis, dass ihr nicht Wahrsagen könnt. Und die Sonne wird über den Propheten untergehen und der Tag über ihnen dunkel werden. Und die Seher sollen zuschanden werden und die Wahrsager schamrot da stehen. Sie werden alle ihren Bart verhüllen, weil es keine Antwort von Gott mehr gibt."

[3:53] Gott hat eine besondere Botschaft durch Micha an die Fürsten, die Recht sprechen sollten und das Recht verdrehen, und an die Propheten, die Gottes Wort sprechen sollten und das Wort Gottes verdrehen und nur darauf achten, dass sie selbst genügend finanzielle Mittel haben.

[4:16] Und dann kommt Micha: "Ich aber bin erfüllt mit Kraft, mit dem Geist des Herrn, mit Recht und Stärke." Er sagt: "Ich bin ein wahrer Prophet, denn durch mich spricht der Heilige Geist." Hier sagt er Micha, dass er ein inspirierter Prophet ist. Er hat Kraft, nicht weil er selbst kräftig ist, sondern weil das Wort Gottes Kraft hat. Paulus sagt: "Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft" (Römer 1,16) mit Recht und Stärke, um Jakob seine Übertretung zu verkünden und Israel seine Sünde. Es hat noch nie einen wahren Propheten gegeben, der Sünde nicht als Sünde bezeichnet hat. Wenn Sünde nicht als Sünde bezeichnet wird, sondern umdefiniert wird, wenn nur das gesagt wird, was ein Mensch sowieso hören will, ist es nicht der Geist Gottes, der wirkt.

[5:13] Der Geist Gottes überführt von Sünde und Gerechtigkeit und Gericht.

[5:23] "Hört doch dies, ihr Häupter des Hauses Jakob und ihr Fürsten des Hauses Israel! Ihr, die ihr das Recht verabscheut und jede gerechte Sache verkehrt! Die Obersten des Volkes, die immer auf die falschen Propheten sich verlassen und dankbar sind, dass sie ihnen genau das predigen, was sie hören wollen, werden jetzt konfrontiert mit dem Propheten, der sich nicht kaufen lässt, weil er ein wahrer Prophet ist, weil Gott durch ihn spricht. Und Gott lässt sich nicht kaufen. Er sieht das Unrecht, die Erziehung mit Blutschuld baut und Jerusalem mit Frevel. Seine heutigen sprechen Recht um Geschenke und seine Priester lehren um Lohn, und seine Propheten wahrsagen um Geld. Überall dasselbe: Priester, die Tempel im Tempel, die Propheten und auch die Richter. Sie alle sind korrupt.

[6:11] Bist du käuflich? Sagst du die Wahrheit, egal ob das negative Konsequenzen für dich haben kann oder nicht? Das ist die Frage, die wir uns stellen müssen auch.

[6:23] Und dabei stützen sie sich auf den Herrn und sagen: "Ist nicht der Herr in unserer Mitte? Es kann uns kein Unheil begegnen." Hier spricht es nicht von Atheisten, von Menschen, die ganz bewusst andere Götter beten. Hier spricht es von Menschen, die glauben, dass Gott bei ihnen ist, die sich darauf verlassen, dass Gott ihnen helfen wird, während sie gleichzeitig ihren eigenen Gewinn suchen.

[6:49] Möge Gott uns helfen, dass das nicht in unserem Leben, in unseren Familien oder in unseren Gemeinden passiert.

[6:55] "Darum soll um euretwillen Zion wie ein Feld gepflügt werden und Jerusalem soll zu einem Steinhaufen werden und der Tempelberg zu einem bewaldeten Hügel."

[7:11] Was er hier sagt, ist dasselbe, was er vorher Samaria gesagt hat. Samaria soll zerstört werden, aber nicht nur Samaria, sondern auch die Hose. Vielleicht gab es viele in Hose, die dachten: "Naja, wir haben nicht diesen Götzendienst von Bethel und Dan, der im Norden praktiziert wird. Wir sind ja nicht so schlimm wie die im Norden." Wir haben immer wieder auch geistliche Könige gehabt und einige Könige, die zur Zeit von Micha erlebten, wie Jotham und Hiskia, waren ja auch geistliche Könige. Aber Micha sagt, die Vernichtung, die Zerstörung Jerusalems, voraus, lange bevor sie eingetreten ist.

[7:53] Zur Zeit Jeremias, als Jeremia angegriffen wird, weil er die Zerstörung Jerusalems vorhersagt, erinnern sich einige der Oberen und zitieren diese Botschaft hier von Micha, wohl einer der allerersten, der die Zerstörung Jerusalems gesagt hat. Und sagt Micha, das damals schon gesagt und auch er ist unbehelligt geblieben.

[8:19] Die Botschaft von Micha ist nicht vergessen worden, traurig wie sie war.

[8:27] Micha sagt: "Jerusalem soll zerstört werden."

[8:32] "Doch es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des Herrn fest gegründet an der Spitze der Berge stehen und wird über alle Höhen haben sein. Und Völker werden ihm zuströmen." Wer Jesaja kennt, weiß, was jetzt folgt. Diese nächsten vier Verse und fünf sind fast ein wörtliches Zitat aus Jesaja 2. Und so, wie gesagt, ist doch hier die Idee: Jerusalem wird gerichtet und dann wiederhergestellt.

[8:54] Die Hose im Soll gepflückt werden wie ein Stein, auf dem sowieso. Maria aber, anders als Maria, Beziehung wiederhergestellt. Am Ende der Zeit wird es fest gegründet stehen. Der Berg Zion wird wieder über alle anderen Berge sich erheben. Gottes Gemeinde, Gottes Volk, Exil gehen, aber es wird wiederhergestellt werden. Und die Völker werden im Zustand, das, was Gott schon immer wollte, die Mission unter den Heiden. Und viele Heidenvölker werden hingehen und sagen: "Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus des Gottes Jakobs, dass er uns über seine Wege belehre und wir auf Pfaden wandeln."

[9:34] Jerusalem und damit dann im Neuen Testament die Gemeinde, die dem himmlischen Heiligtum folgt, soll zu einem Zentrum werden. Und Menschen aus allen Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen werden dorthin kommen, weil dort das Wort Gottes gepredigt wird. Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem. Oh, das heute aus unseren Gemeinden das Wort Gottes mit Freude, mit Liebe, mit Wahrheit und Klarheit so hinausgeht, dass Menschen aus der ganzen Welt sagen: "Dort ist Gott zu finden."

[10:11] Und er wird das Urteil sprechen zwischen großen Völkern und starken Nationen zurechtweisen, die weit weg wohnen, so dass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und ihre Spieße zu Rebmessern. Kein Volk wird gegen das andere Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. Sondern jeder Mann wird unter seinem Weinstock, unter seinem Feigenbaum sitzen, und niemand wird ihn aufschrecken. Denn der Mund des Herrn der Herrscharen hat es geredet.

[10:36] Es gibt zwei Bewegungen in den Propheten. Es gibt die Bewegung hier von Micha und von Jesaja, dass die Völker kommen werden zum Berg Zion und dass sie ihre Rebmesser, ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Rebmessern schmieden werden, dass sie den Krieg gegen Gott und sein Volk aufgeben werden.

[10:56] Und dann gibt's die Botschaft in Joel, dass diejenigen, die diese Botschaft ablehnen werden, aus demselben Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen sich versammeln werden zum Krieg gegen Gottes Volk. Sie werden dann ihre Flugscharen zu Schwertern schmieden, wie es in Joel 4 steht.

[11:15] "Denn alle Völker mögen wandeln, jedes im Namen seines Gottes. Wie aber wollen wir wandeln im Namen des Herrn unseres Gottes immer und ewiglich?" Hier klingt das an, was Josua dem Volk Gottes am Ende seines Lebens, am Ende vom Buch Josua sagt: "Wenn ihr Gott nicht dienen wollt, dann dient den Amoriter, den Göttern der Amoriter oder den Göttern der Mesopotamier. Aber ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen."

[11:37] In einer Zeit, in der es religiöse Verwirrung gibt wie nie zuvor, lasst uns uns entscheiden, dass ich persönlich, dass du, lieber Freund, befreundet, dass wir Gott dienen, dass unsere Familien Gott dienen, ja, dass unsere Gemeinde die Wahrheit so hochhält, dass Menschen aus allen Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen sagen können: "Das Gesetz, das Wort Gottes, wollen wir hin."

[12:04] "An jenem Tag spricht der Herr, will ich das Hinkende sammeln und das Verstoßene zusammenbringen und denen, die ich unheilt zugefügt habe." Hier spricht wieder Gott mit seiner Botschaft der Wiederherstellung. Und wenn wir gestolpert sind, und wenn wir hinken, wenn wir schwach sind, Gott führt uns wieder zusammen.

[12:22] "Und ich will aus dem Hinterbliebenen einen Überrest machen und aus dem, was weit entfernt war." Jetzt Vers 5 muss ich sagen: "Und wenn du bist, anders als du bist, am Ende des Himmels zerstoßen, verstoßen bist, ein starkes Volk." Der Parallelismus hier zeigt, dass der Überrest nicht schwach ist. Der Überrest, übrigens, wie sie auch in Offenbarung 12, Vers 17 dann beschrieben werden, sind ein starkes Volk, weil Gott sie zusammenbringt, weil Gott sie führt.

[12:47] "Und der Herr wird über sie als König herrschen auf dem Berg Zion von nun an bis in Ewigkeit." Die Übrigen sind diejenigen, die das Reich Gottes hier auf der Erde repräsentieren, bis es durch die Wiederkunft ist und dann nach den tausend Jahren auf die Erde herab kommt.

[13:04] "Und du Turm der Herde, du Hügel der Tochter Zion, zu dir wird gelangen und zu dir wird zurückkehren die frühere Herrschaft, das Königtum der Tochter Jerusalem."

[13:16] In Kapitel 3, Vers 12 haben wir gesehen: Jerusalem wird zerstört werden wie ein Feld gepflügt werden. Jerusalem soll seinem Steinhaufen werden, der Tempelberg zu einem bewaldeten Hügel. Aber genau in dieser Hügel, dort, wo der Tempel dann steht, soll wieder das Königtum sehen. Das Königtum kehrt zurück.

[13:34] So die Botschaft hat, dass die Herrlichkeit Gottes, wenn der Tempel wiederhergestellt zurückkehrt. Die Botschaft der Propheten ist nicht nur eine Botschaft des Gerichts, sondern Botschaft der Wiederherstellung des Reiches Gottes.

[13:51] Und lieber Freund, wir freuen uns eine Botschaft für dich persönlich, für deine Familie und für deine Gemeinde. Gott möchte dich, wenn du zerstört bist und hinten bist, wiederherstellen. Möchte das Reich Gottes in dein Herz einpflanzen. Wenn deine Familie zerstört ist, wenn deine Familie leidet, wenn es drunter und drüber geht in deiner Familie, möchte Gott sie wiederherstellen, so wie er sie gedacht hat. Wenn deine Gemeinde verwüstet ist, er möchte Gott das Reich Gottes in deiner Gemeinde wieder aufrichten, dass ihr starke Übrige seid. Gott wünscht sich ein starkes Volk, und er wird es zusammenführen.

[14:31] "Was schreist aber jetzt so laut? Kein König bei dir, sondern Ratsherren umgekommen, dass dich Wehen ergriffen haben wie eine Gebärende. Wehe dich und brich Geschrei aus, du Tochter und brich Geschrei aus, der Tochter Zion, wie eine Gebärende, denn nun musst du aus der Stadt hinausziehen und auf dem Feld wohnen und nach Babel wandern."

[14:51] Es sieht so aus, dass Micha der erste war, der explizit gesagt hat, dass Jerusalem zerstört wird und dass die Satelliten nach Babel ziehen werden. Auch bei Jesaja finden wir dann sehr viele, ja, quasi zeitgleich viele Propheten, die auch aus der von der Rückkehr aus Babylon sprechen. Die beiden ergänzen sich also ganz wunderbar.

[15:10] "Dort in Babel sollst du gerettet werden. Dort will ich, der Herr, erlösen aus der Hand deiner Feinde." Was Gott hier sagt, ist, es wird zwar ein Exil geben, aber selbst dann, wenn wir denken, dass wir ans Ende gelangt sind, wenn wir am Boden sind, die Satelliten sagen ja, dann die und sie sagen: "Der Herr hat uns verlassen." Er denkt nicht mehr an uns. Dort am äußersten Ende wird Gott uns erlösen, erretten und wieder zurückführen. Und dafür dürfen wir dankbar sein. Ich weiß aus eigener Erfahrung, Gott stellt wieder her, er rettet. Lass uns ihn dafür danken. Amen.

[15:45] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass auch wenn wir hinten sind, dass du uns wieder stärkst. Und wenn wir nur wenige sind, dass du uns deinem starken Volk machen möchtest. Wenn wir zerstreut sind, dass du uns sammeln möchtest und dass du das Reich Gottes wiederherstellen möchtest in unseren Herzen, in unseren Familien, in unseren Gemeinden. Ja, als ganze weltweite Gemeinde, lass uns so ein Berg Zion sein, wo die Botschaft des Heiligtums, des Gesetzes Gottes klar und sichtbar so attraktiv gepredigt wird, dass Menschen aus allen Völkern, Stämmen, Sprachen und Nationen gerne kommen und deine Stimme zu hören. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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