In dieser Predigt über Nahum 1:1-2:2 spricht Christopher Kramp über die Natur Gottes als ein eifersüchtiger und rächender Gott, der aber auch langsam zum Zorn und voller Gnade ist. Er beleuchtet die Gerichtsbotschaft an Ninive und die Bedeutung von Gottes Gerechtigkeit und seinem Gericht für die Gläubigen. Die Predigt betont, dass Gottes Gericht nicht nur Zerstörung bedeutet, sondern auch Erlösung für die, die auf ihn vertrauen.
Gott auf (m)einer Seite: Nahum 1:1-2:2
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, NahumPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 961. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du bist wirklich einzigartig. Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde gerne vergibt, der gerne wiederherstellt, der uns von aller Ungerechtigkeit reinigt? Hey, willkommen zu dir, weil es niemanden sonst gibt, der sein Leben so segnen kann und so helfen kann. Wir danken dir für deine Worte, die wir heute studieren wollen und möchten dich bitten, dass du durch sie in unser Leben, unser Herz hineinsprichst. Sei du jetzt unser Lehrer, das bitten wir im Namen Jesu, der für uns eintritt. Amen.
[1:30] Wir beginnen heute den Propheten Nahum. Und es geht gleich los in Kapitel 1, Vers 1: "Die Last über Ninive. Das Buch der Offenbarung Nahums, des Elkoseiters." Wer an Ninive denkt, denkt fast automatisch an das Buch Jona, als schon einmal eine Gerichtsbotschaft durch einen Propheten diese große Stadt im assyrischen Kernland erreicht hatte. Damals hatten die Menschen auf die Botschaft gehört, sie haben Buße getan, obwohl selbst der Prophet Jona nicht damit gerechnet hatte, ja sich sogar darüber geärgert hatte, weil die Zerstörung, die er angekündigt hatte, aufgrund der Gnade Gottes, die sich ja nach Bekehrung und Wiederherstellung, sind ausgeblieben ist.
[2:22] Wir sind jetzt etwa 200 Jahre später. In der Zwischenzeit ist Ninive zur Hauptstadt des gesamten assyrischen Reiches geworden, unter dem wir aus Jesaja und aus den Königsbüchern kennen. Was den zweiten König, der letzte große König Assyriens, hat die berühmte Bibliothek dort in Ninive, seinem südwestpalast, errichtet. Die Stadt ist ein absolutes Weltzentrum und dem Propheten Nahum, der leider gar nicht so bekannt ist, auch in christlichen Kreisen, wird eine Gerichtsbotschaft gegeben.
[3:07] "Ein eifersüchtiger und rächender Gott ist der Herr. Ein Rächer ist der Herr und voller Zorn. Ein Rächer ist der Herr an seinen Widersachern. Er verharrt im Zorn gegen seine Feinde. Der Herr ist langsam zum Zorn, aber von großer Kraft und er lässt gewiss nicht ungestraft. Der Weg des Herrn ist im Sturmwind und im Ungewitter und Gewölk ist der Staub seiner Füße."
[3:40] Dieser Vers ist interessant. Er zeigt, dass Gott Freude an der Gnade hat. Er ist langsam zum Zorn, aber gleichzeitig lässt er nicht ungestraft. Die Theorie, die heute hier und dort vertreten wird, dass Gott überhaupt gar nicht strafen würde, ist völlig unüblich. Diese Stelle nimmt ja das auf, was schon in 2. Mose 34 gesagt ist, dass Gott zwar gnädig ist, voller Barmherzigkeit, aber die Sünde vergibt er nicht ungestraft. Er vergibt uns die Sünde, weil er ja selbst in der Person Jesu Christi die Strafe, die ja immer noch galt, auf sich genommen hat. Gott hebt nicht einfach die Strafe auf, sondern er nimmt sie auf sich selbst, damit wir frei gehen können.
[4:31] Und es ist wahr, dass Sünde uns unter die Herrschaft Satans bringt und dass Sünde zu viel negativen Konsequenzen führt, die Gott nicht geplant hat. Aber es ist auch wahr, dass es in der Bibel ein gerechtes und finales Gericht gibt, das von Gott ausgeht und in dem jeder Sünde, der Satan selbst sein gerechtes Urteil erhält.
[4:57] "Er schilt das Meer und trocknet es aus und er lässt alle Ströme versiegen. Baschan und Karmel verdorren und die Blüte des Libanon verwelkt. Die Berge erbeben vor ihm und die Hügel zerschmelzen. Das Land hebt sich empor vor seinem Angesicht, der Erdkreis samt allen, die darauf wohnen. Wer kann bestehen vor seinem Grimm und wer widersteht der Glut seines Zorns? Sein Grimm ergießt sich wie ein Feuer und Felsen werden von ihm zerrissen."
[5:35] "Gütig ist der Herr, eine Zuflucht am Tag der Not und er kennt die, welche auf ihn vertrauen." Vertraust du auf Gott? Gott kennt dich, er weiß, wer auf ihn vertraut am Tag der Not. In der größten Schwierigkeit können wir uns bei Gott bergen. Aber mit überströmender Flut wird er die Stätte jener Widersacher verwüsten und seine Feinde in die Finsternis.
[6:05] Wir dürfen wissen, dass inmitten des größten Gerichts, wenn alles zusammenbrechen wird, auch in der Endzeit Gott gütig ist und eine Zuflucht für jeden, der auf ihn vertraut. Lasst uns heute im Alltag lernen, Gott zu vertrauen, ihm zu glauben, aus seinem Wort zu leben.
[6:33] Was denkt ihr euch aus gegen den Herrn? Er wird eine gänzliche Zerstörung anrichten. Die Drangsal wird sich nicht zum zweiten Mal erheben. Dieser Vers hat sich buchstäblich erfüllt, denn Ninive und ganz Syrien wurde von den Babyloniern so vollständig vernichtet, dass es nie wieder ein syrisches Reich gegeben hat. Ja, man hört nicht einmal mehr von Assyrern. Das ist, als ob dieses Volk förmlich vom Erdboden verschluckt worden ist.
[7:08] Zerstörung des syrischen Reiches, die in der Eroberung von 612 vor Christus durch die Meder und die Babylonier gipfelte. Sie war absolut vollständig. Die Assyrer hatten über einen langen Zeitraum, ungefähr 300 Jahre, sich ausgebreitet und hatten mit Schrecken und mit Terror die umliegenden Völker geknechtet, gefoltert und schlimme Dinge mit ihnen getan. Diese Drangsal würde nie wieder kommen.
[7:38] Und das ist ein Bild dafür, dass auch die Drangsal, die durch den Satan entstanden ist, einmal für immer vernichtet werden wird. Dieser Vers wird sich also noch buchstäblich erfüllen und zwar im allerwichtigsten Sinne nach den tausend Jahren, wenn der Satan und seine ganze Armee und alle Ungläubigen für immer vernichtet werden. Dann wird dieser Vers in seiner absoluten Buchstäblichkeit gelten. Die Drangsal wird sich nie wieder heben. Es wird nie wieder ein Abfall von Gott geben, nie wieder Sünde. Das Universum ist dann für immer heil.
[8:14] "Sie sind verflochten zu einem Dornengestrüpp und trunken wie vom Weinen. Doch sollen sie wie dürre Stoppeln völlig verzehrt werden von dir. Ist ausgegangen der Böses, er sei gegen den Herrn, ein verführerischer Ratgeber. So spricht der Herr: Wenn sie sich auch sicher fühlen und noch so zahlreich sind, so sollen sie doch abgehauen werden und es wird aus sein mit ihnen."
[8:40] "Wenn ich dich auch gedemütigt habe, so will ich dich nicht nochmals demütigen. Sondern nun will ich sein Joch von jetzt wegnehmen und zerbrechen und will deine Bande zerreißen." Gott spricht hier zum Volk Gottes, das von den Assyrern viel Negatives erleben musste. Gott verspricht, dass er im Gericht an Ninive Befreiung für die Israeliten bringt.
[9:12] Die Strafe und das Gericht an den Gottlosen ist auch eine Rettungstat für die Gläubigen. "Gegen dich aber hat der Herr den Befehl lassen." Gemeint ist wieder Ninive. "Weh, dein Name soll nicht mehr fortgepflanzt werden aus dem Haus deines Gottes. Ich, gemeißelte und gegossene Bilder aus, ich will dir dein Grab herrichten, denn du bist zu leicht erfunden worden."
[9:38] Diese Sprache kennen wir auch aus Daniel Kapitel 5, wo dann später etwas ganz Ähnliches zu dem Vizekönig Belsazar, der in den letzten Tagen des babylonischen Reiches seine riesige Party dort feiert, gesagt worden ist durch die Schrift an der Wand, die Daniel durch Gottes Kraft interpretieren kann. Babylon ist zu leicht erfunden worden. Das galt schon vorher von den Assyrern.
[10:09] Auch sie sind in der Waagschale des Gerichts Gottes gewogen worden und für zu leicht befunden worden. Siehe, auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündigt. Wenn in unseren ganz ähnliche Worte, die wir beim Propheten Jesaja gelesen haben: "Feiere, Juda, deine Feste, bezahle deine Gelübde, denn der Frevler wird fortan nicht mehr über dich kommen. Er ist gänzlich vertilgt."
[10:36] Es ist eine gute Nachricht, eine frohe Botschaft, ein Evangelium, wenn die unbußfertigen Gottlosen am Ende tatsächlich ihre gerechte Strafe bekommen. Für die Israeliten war es mit ganz großer Sicherheit eine gute Nachricht, dass diese grausamen, gottlosen Assyrer am Ende vernichtet worden sind.
[11:00] "Der Zerstörer ist gegen dich herangezogen. Ninive, bewache die Festung, beobachte die Straße, stärke deine Lenden, nimm deine Kraft aufs Äußerste zusammen." Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns zeigst, dass das Evangelium nicht nur Rettung derer bedeutet, die auf dich vertrauen, sondern auch die gerechte Strafe für alle Gottlosen, die das Evangelium ablehnen.
[11:36] Und eine endgültige Ausrottung der Sünde und dass wir einmal in der Welt leben werden, der es keine Sünde gibt und kein Leid und keinen Streit und keinen Krieg. Herr, ich danke dir dafür von ganzem Herzen.
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