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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In Nehemia 13:10-31 beleuchtet Christopher Kramp die Herausforderungen, denen Nehemia nach seiner Rückkehr nach Jerusalem begegnete. Er musste feststellen, dass das Volk Gottes erneut von den Prinzipien abgewichen war, die es zuvor feierlich versprochen hatte, insbesondere in Bezug auf die Unterstützung des Tempeldienstes, die Sabbatheiligung und die Vermeidung von Mischehen. Kramp betont, dass wahre Reformation nicht nur in neuen Entscheidungen, sondern im ständigen Festhalten an bewährten Wahrheiten besteht. Das Video ermutigt dazu, sich immer wieder neu auf Gottes Bund einzulassen und alte Fehler nicht zu wiederholen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 543. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns so lieb hast und dass du für uns da bist und dass dein Wort jeden Tag zu uns spricht. Wir möchten dich bitten, dass du auch jetzt durch deinen Heiligen Geist uns die Wahrheit zeigst, die für uns wirklich nötig und wichtig ist, dass wir bereit sind, dir zu folgen, wohin du uns auch führen magst. Herr, gib, dass die Worte, die wir lesen, unser Herz tief beeindrucken. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.

[1:16] Wir sind in Nehemia Kapitel 13. Nehemia ist nach langem Aufenthalt in Jerusalem wieder zum König Artaxerxes ins persische Kerngebiet zurückgekehrt. Nach einiger Zeit ist er allerdings wieder zurückgekommen, hat sich Urlaub genommen und hatte mitbekommen, wie der Priester Eljaschib, selbst der Hohepriester, eine unheilige Allianz mit einem der Feinde Israels, Tobia, eingegangen ist. In diesem Tobia sogar einen Platz im Heiligtum anvertraut hat. Und Nehemia musste das schnellstens wieder bereinigen.

[2:01] Wir lesen weiterhin in Vers 10: "Ich erfuhr auch, dass man den Leviten ihre Anteile nicht gegeben hatte, so dass die Leviten und Sänger, die sonst den Dienst verrichteten, geflohen waren, ein jeder zu seinem Acker." Das, was unter Nehemia so treu wiederhergestellt worden war, ist vernachlässigt worden. Und damit ist der Gottesdienst wieder, ja, hat darunter gelitten, und die Sänger haben dann halt nach anderen Möglichkeiten gesehen, wie sie sich am Leben erhalten konnten.

[2:31] Da stritt ich mit den Vorstehern und sprach: "Warum ist das Haus Gottes im Stich gelassen worden?" Und ich versammelte jene wieder und stellte sie an ihre Posten. Die Frage ist interessant, zunächst einmal, weil die Israeliten sich verpflichtet hatten – in Nehemia 10 könnt ihr nochmal lesen – das Haus Gottes nicht im Stich zu lassen. Und sie hatten sich sicher eigentlich verpflichtet und hatten diese Entscheidung, diesen Bund mit Gott, die Erneuerung des Bundes, mit einem Siegel bekräftigt. Sie wollten das Volk Gottes, den Tempel, das Haus Gottes nicht im Stich lassen.

[3:04] Und doch ist es geschehen. Und es zeigt uns, wie schnell unsere eigenen Entscheidungen von uns selbst wieder vergessen werden können. Nach einigen Jahren, vielleicht in unserem Leben, manchmal sogar nach einigen Monaten oder Wochen oder sogar Tagen, manchmal sogar nach Stunden, da sind unsere festen Entscheidungen schnell wieder vergessen. Sie müssen immer und immer wieder erneuert werden, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.

[3:26] Da brachte ganz Juda die Zehnten von Korn, Most und Öl in die Vorratskammern. Und ich setzte Schelemja, den Priester, und Zadok, den Schreiber, und Pedaja von den Leviten als Verwalter über die Vorräte ein. Und ich gab ihnen Hanan zur Seite, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas. Denn sie wurden für treu erachtet, und sie hatten die Aufgabe, die Verteilung an ihre Brüder zu besorgen.

[3:50] "Gedenke mir dessen, mein Gott, und tilge die Wohltaten nicht aus, die ich dem Haus meines Gottes und seinen Vätern erwiesen habe." Gott wird all das, was wir für das Werk Gottes aus Liebe und Hingabe getan haben, nicht vergessen. Auch wenn wir oft unsere Treue zu Gott leider vergessen haben, wird Gott uns nicht vergessen und uns den Lohn geben. Den wir allerdings nur deshalb bekommen, nicht weil wir so gute Taten getan haben, sondern weil Jesus am Kreuz gestorben ist und aus Dankbarkeit wir in unserem Leben gezeigt haben, dass wir dieses Opfer für uns in Anspruch nehmen.

[4:37] Zu jener Zeit sah ich, dass etliche in Juda am Sabbat die Kelter traten, Garben einbrachten und Esel beluden, auch Weintrauben, Feigen und allerlei Lasten auf ihnen, und dies am Sabbat nach Jerusalem brachten. Da verwarnte ich sie an dem Tag, da sie die Lebensmittel verkauften. Auch Nehemia 9 und 10 spricht es ja schon an: Es war eine Sabbat-Reform durchgeführt worden. Das sollte wieder als heiliger Tag ganz gehalten werden.

[5:06] Und wieder ist die Sabbatheiligung hier vernachlässigt worden. Wir sehen, wie das Volk eben abfiel, als der Tempel nicht mehr so unterstützt worden ist, wie er hätte unterstützt werden sollen, dass auch diese Beteiligung abnahm und falsche, schlechte Kompromisse im Leben sich zeigten, dass man am Sabbat wieder arbeitete und kaufte und verkaufte. Es wurden auch Tyrer einer Stadt, die brachten Fische und allerlei Ware und verkauften sie am Sabbat den Kindern Judas und in Jerusalem.

[5:32] Hier sehen wir weiter: Da stritt ich mit den Vornehmsten von Juda und sprach zu ihnen: "Was ist das für eine schlimme Sache, die ihr tut, dass ihr den Sabbat entweiht?" Hier sehen wir sehr deutlich, dass Gott es nicht gefällt, wenn wir am Sabbat arbeiten oder wenn wir am Sabbat kaufen und verkaufen und damit den Sabbat entheiligen. Wir sehen ja sehr deutlich, was Gott auch von uns erwartet, wie wir den Sabbat halten sollten. "Machten es nicht eure Väter so und brachte unser Gott nicht darum all dieses Unglück über uns und über diese Stadt? Und ihr bringt noch mehr Zorn über Israel, indem ihr den Sabbat entweiht."

[6:08] Wir sehen hier, dass diese Sabbatentweihung auch eines der wesentlichen Faktoren war, warum Jerusalem überhaupt zerstört worden war. Und es geschah, sobald es dunkel wurde in den Toren Jerusalems vor dem Sabbat, da befahl ich, die Tore zu schließen. Und ich befahl, man solle sie nicht öffnen bis nach dem Sabbat. Und ich stellte einige meiner Diener an den Toren auf, damit man am Sabbattag keine Lasten einbringe. Nun blieben die Krämer und Verkäufer von allerlei Waren über Nacht draußen vor Jerusalem, ein und zweimal. Da verwarnte ich sie und sprach: "Warum bleibt ihr über Nacht vor der Mauer? Wenn ihr es noch einmal tut, werde ich Hand anlegen." Von der Zeit an kamen sie am Sabbat nicht mehr.

[6:51] Also Nehemia fördert ganz drastisch hier, oder verhindert vielmehr, das Verkaufen und Kaufen am Sabbat. Und ich befahl den Leviten, sich zur Reinigung zu begeben und die Tore zu hüten, damit der Sabbattag geheiligt werde. "Mein Gott, gedenke mir auch dessen." Die Israeliten hatten sich verpflichtet, in Nehemia 10 den Sabbat zu ehren, aber dann nach Jahren war das wieder in Vergessenheit geraten. Nehemia muss diesen Bund wiederum erneuern.

[7:22] Sozusagen die Reformation besteht darin, dass einmal Beschlossene wieder ins Gedächtnis zurückzubringen, nicht neues Licht zu verbreiten und nicht immer über neuartige Dinge, die verwirren, sondern das eigentlich Bekannte wieder ins Bewusstsein zu rücken. Das ist das Werk eines wahren Reformators.

[7:41] Auch sagt zu jener Zeit: "Juden, die Frauen von Aschdod, Ammon und Moab heimgeführt hatten." Doch das war ein großes Thema schon gewesen bei Esra und auch schon bei Nehemia. Man hat erkannt, dass das ja nicht biblisch ist. Darum redeten auch ihre Kinder halb aschdoditisch und konnten nicht jüdisch reden, sondern die Sprache dieses oder jenes Volkes. Hier sehen wir also, dass offensichtlich Hebräisch, Judäisch, noch gesprochen worden ist oder wenigstens gesprochen werden sollte. Wir hatten ja an früherer Stelle, in Zusammenhang mit Nehemia Kapitel 8, uns überlegt, ob das schon mehr aramäisch vom Volk gesprochen wurde. Hier sehen wir jetzt, ist mir im Studium aufgefallen, dass also ganz offensichtlich Hebräisch hier die Sprache noch gewesen ist.

[8:27] Und ich stritt mit ihnen und fluchte ihnen und schlug etliche Männer von ihnen und raufte ihnen das Haar und beschwor sie bei Gott und sprach: "Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen zur Frau geben, noch welche von ihren Töchtern für eure Söhne oder für euch selbst zur Frau nehmen." "Hat nicht Salomo, der König von Israel, sich damit versündigt? Ihm war doch unter den vielen Völkern kein Königreich, und er war von seinem Gott geliebt, und Gott setzte ihn zum König über ganz Israel. Gleichwohl verführten ihn die fremden Frauen zur Sünde."

[8:58] Also, Nehemia macht hier immer wieder deutlich: Die Sabbatentheiligung hat zum Fall des Regimes geführt, die fremden Frauen haben zum Fall von Salomo geführt. Er erinnert sie an die Geschichte und zeigt, wie die Fehler der Vergangenheit katastrophale Folgen haben. Warum sollen diese Fehler jetzt wiederholt werden? "Und nun muss man von euch hören, dass ihr dieses ganz große Unrecht tut und euch so an unserem Gott versündigt, indem ihr fremde Frauen heimführt."

[9:33] Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des Hohenpriesters, hatte sich mit Sanballat, dem Horoniter, verschwägert. Den jagte ich von mir weg. Wir sehen hier also, wie diese falschen Allianzen auf mehreren Ebenen stattgefunden haben, sowohl mit Sanballat als auch mit Tobia. Und Nehemia hat dem einen deutlichen Riegel vorgeschoben. Echte Erweckung, Reformation, wird immer auch falsche Allianzen den Riegel vorschieben.

[10:04] "Gedenke an die, mein Gott, die das Priestertum und den Bund des Priestertums und die Leviten befleckt haben." So reinigte ich sie von allem Fremden und setzte die Dienste der Priester und Leviten ein und wies jedem seine Arbeit an und sorgte für die rechtzeitige Lieferung des Holzes und der Erstlinge. "Gedenke mir dessen, mein Gott, zum Guten."

[10:29] Nehemia hat das Werk der Reformation, das er selbst angestoßen hatte über zehn Jahre zuvor, wieder erneut in den Mittelpunkt setzen müssen. Und hier endet das Buch Nehemia, und hier enden die Geschichtsbücher Israels, nicht mit einer glorreichen Geschichte, die sagt: "Und ab dann war alles perfekt und es gab nie Probleme." Sondern dieser Epilog, Kapitel 13, macht deutlich, dass trotz der gewaltigen Erweckung und Reformation es kein Selbstläufer war, sondern die alten Fehler immer wieder auch um die Vorherrschaft stritten und immer wieder zurückgedrängt werden mussten.

[11:08] Und das zeigt uns auch, was wir in unserem Leben, in diesem großen Kampf zwischen Gut und Böse, zu erwarten haben: dass trotz großer Siege wir immer auf der Hut sein müssen, dass uns die alten Sünden nicht doch wieder einholen. Wir können aus dem Buch Nehemia großen Trost und Hoffnung schöpfen, dass Gott uns Siege schenken möchte und das Böse zurückdrängen möchte und dass Gott durch seinen Heiligen Geist das Werk in uns, in mir und dir, lieber Freund, liebe Freundin, persönlich vollenden möchte.

[11:40] Lasst uns an der Erweckung und Reformation, an unseren Entscheidungen festhalten, und wenn wir davon abgewichen sind, lasst uns erneut eine Reformation erleben und zurückkehren zu den Entscheidungen, die wir einmal gefällt haben. Ich wünsche, dass wir das auch tun. Gott segne euch. Lasst uns gemeinsam beten.

[11:55] Lieber Vater im Himmel, du weißt, welche Versprechen wir schon gegeben haben, und du weißt, welche Entscheidungen wir in unserem Leben schon getroffen haben. Du weißt, wie oft wir auch davon wieder abgewichen sind. Und Herr, wir möchten heute nicht nur verstehen, dass es wichtig ist, zurückzukehren, sondern wirklich den Bund mit dir erneuern. Und wo wir in bestimmten Fragen des Lebensstils, der Sabbatheiligung und Fragen des Glaubens sind, in verschiedenen Punkten, die in der Bibel wichtig von dir genannt worden sind, dass wir uns von diesen Fragen, wo wir uns von dir entfernt haben, alten Gewohnheiten, alten Sünden wieder Raum gegeben haben, dass wir uns von diesen schlechten Dingen trennen und den Bund mit dir erneuern. Herr, das wünschen wir uns heute durch den Heiligen Geist für diesen Tag und danken dir, dass du uns die Kraft schenkst, uns immer wieder an die Wahrheit erinnerst und die Kraft gibst, die Wahrheit zu tun, zu deiner Ehre. Das bitten wir alles im Namen Jesu.


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