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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Nehemia 2:1-2:20 beleuchtet Christopher Kramp Nehemias Gebet, seine strategische Planung und seinen mutigen Einsatz für den Wiederaufbau Jerusalems. Er betont die Bedeutung des sofortigen Gebets in kritischen Momenten und die Notwendigkeit, vorbereitet zu sein, wenn sich Gelegenheiten für Gottes Werk auftun. Die Botschaft ermutigt dazu, sich nicht von Widerständen entmutigen zu lassen, sondern die Gemeinde zu motivieren und gemeinsam unter Gottes Führung zu handeln.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 529. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:41] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir zu dir beten dürfen. Und möchten dir auch von Herzen bekennen, wo wir schuldig geworden sind und wo wir falsche Dinge gedacht haben, gesagt haben, getan haben. Herr, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass du uns reinigst, dass du uns alle Schuld vergibst, dass wir ganz rein vor dir stehen können und dass du uns mit deinem Heiligen Geist heute erfüllst, dass du heute zu uns sprichst durch dein Wort und dass wir wissen dürfen, wie du uns durch den Alltag führen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:21] Wir sind in Nehemia und beginnen heute mit Nehemia Kapitel 2, Vers 1. Nehemia hat gehört, dass es in Jerusalem immer noch nicht gelungen ist, die Mauer zu vollenden. Und er weint und betet und bittet Gott um eine Gelegenheit für ihn und damit auch für das Volk wirken zu können. Wir lesen ab Kapitel 2 und dort Vers 1: „Das geschah aber im Monat Nisan, das ist der erste Monat des Jahres, im zwanzigsten Jahr des Königs Artaxerxes, als Wein vor ihm stand. Da nahm ich den Wein und gab ihn dem König. Ich war aber zuvor nie traurig vor ihm gewesen.“

[2:14] Dieser Vers, und das nur am Rande, ist ein schönes Beispiel, ein schöner Beweis dafür, dass im Volk Juda zu dieser Zeit ein sogenannter Herbst-Kalender verwendet worden ist, dass man das Jahr nicht am ersten Monat begonnen hat, sondern am siebenten Monat, also nach einer Hälfte, im siebten Monat im Tischrin, von Tisch zu Tisch gerechnet hat. So kann es so sein, dass der Nisan, der erste Monat nach dem – äh – der der, wenn ich richtig liege, der neunte Monat im Jahr gewesen ist.

[2:55] Da sprach der König zu mir: „Warum siehst du so traurig aus? Du bist doch nicht krank. Es ist nichts anderes als ein Betrübnis des Herzens.“ Da fürchtete ich mich sehr. Das war eine gefährliche Sache. Wenn der König den Eindruck hatte, dass man irgendwelchen Gedanken nachhing, über irgendwelche Ideen brütete, denn da bestand vielleicht ja Gefahr für den König. Es gab immer wieder Anschläge und Verschwörer, die das Leben des Königs zunehmend trachteten. Eine Schwachstelle dem König. „Der König lebe ewig! Warum sollte ich nicht traurig aussehen, da die Stadt, wo die Grabstätte meiner Väter ist, in Trümmern liegt und ihre Tore von Feuer verzehrt sind?“ Da sprach der König zu mir: „Was erbittest du denn?“

[3:38] Da flehte ich zu dem Gott des Himmels. Immer wieder gibt es im Alltag goldene Situationen, bei denen wir vielleicht nicht so schnell gerechnet haben, in denen plötzlich sich eine Tür öffnet oder in denen wir schnell handeln müssen, indem wir beten müssen, dass Gott uns jetzt gleich Weisheit gibt. Wenn Nehemia gesagt hätte, dass ich erst einmal fünf Tage drüber nachdenken und beten, vielleicht hätte die Tür sich geschlossen. Aber Nehemia wusste, egal wo er ist, auch in der Gegenwart des Großkönigs von Persien, konnte er direkt zu Gott beten, auch wenn er vielleicht nicht niederknien konnte, nicht das Fenster öffnen konnte, um nach Jerusalem zu beten, auch wenn er seine Hände nicht falten konnte oder erheben konnte. Er konnte beten. Und egal in welcher Situation wir sind, wir dürfen immer zu jeder Zeit mit allem, was uns bedrückt oder wo wir Weisheit brauchen, sofort mit Gott gedanklich in Kontakt treten.

[4:29] Und dann sagte ich zu ihm, dem König: „Wenn es dem König gefällt und wenn dein Knecht wohlgefällig vor dir ist, so sende mich nach Juda zu der Stadt, wo meine Väter begraben liegen, damit ich sie wieder aufbaue.“ Da sprach der König zu mir, während die Königin neben ihm saß: „Wie lange wird die Reise dauern und wann wirst du zurückkommen?“ Das gefiel dem König, mich hinzusenden, nachdem ich ihm eine bestimmte Zeit genannt hatte. Und ich sprach zudem König: „Wenn es dem König gefällt, so gebe man mir Briefe an die Statthalter jenseits des Stromes, damit sie mich durchziehen lassen, bis ich nach Juda komme. Auch einen Brief an Asaf, den Forstmeister des Königs, dass er mir Holz gibt, damit ich die Tore des Tempelbezirkes, der zum Haus Gottes gehört, aus Balken zimmern kann und für die Stadtmauern, für das Haus, das ich ziehen soll.“ Und der König gab sie mir, weil die gute Hand meines Gottes über mir war.“

[5:31] Hier sehen wir etwas sehr Interessantes: Nehemia hatte vorbereitet. Er hatte um eine goldene Gelegenheit gebetet. Er wusste nicht, wann die sich öffnen würde, aber für den Fall, dass sie sich öffnen würde, hatte er bereits Pläne in der Schublade. Er wusste sofort, wo er Ressourcen herbekommen würde. Er konnte sofort dem König sagen: „Ich brauche dies und das und jenes.“ Wir haben nicht immer sofort die Gelegenheit, etwas Großes für Gott zu tun, aber wir können schon mal planen. Wir können mit kleinen Dingen anfangen und wir können Pläne für Großes legen, dass wenn sich eine Tür öffnet, wir nicht bei Null anfangen, sondern wir bereits wissen, was notwendig wäre.

[6:09] „Als ich nun zu den Statthaltern jenseits des Stromes kam, also auf der anderen Seite des Ufers, westlich des Euphrats, das, was wir heute als Syrien und die Levante dann und Israel bezeichnen würden, Palästina, gab ich ihnen die Briefe des Königs. Und der König hatte Oberste des Heeres und Reiter mit mir gesandt. Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobia, der ammonitische Knecht, dies hörten, missfiel es ihnen sehr, dass ein Mensch gekommen war, um das Wohl der Kinder Israels zu suchen.“

[6:45] Wenn wir uns einsetzen für das Wohl der Gemeinde Gottes und für die Verkündigung des Evangeliums, wird es immer Menschen geben im Umfeld der Gemeinde, denen das nicht gefällt und die versuchen werden, Widerstand zu leisten und das Werk, das Gott möchte, dass wir es tun, zu sabotieren.

[7:04] „Ich kam nach Jerusalem, und als ich drei Tage dort gewesen war, da machte ich mich bei Nacht auf mit wenigen Männern, denn ich sagte keinem Menschen, was mir mein Gott ins Herz gegeben hatte, für Jerusalem zu tun. Und es war kein Tier bei mir, außer dem Tier, auf dem ich ritt.“

[7:24] Nehemia wollte sich selbst erst mal ein Bild machen. Statt gleich alle einzubeziehen, wollte er erst einmal wissen, was muss getan werden. „Und ich ritt bei Nacht durch das Taltor hinaus in Richtung der Drachenquelle und zum Misttor. Und ich untersuchte die Mauern Jerusalems, die niedergerissen waren und ihre Tore, die mit Feuer verbrannt waren. Und ich ging hinüber zum Quelltor und zum Königsteich, aber da war für das Tier unter mir kein Platz zum Durchkommen. So stieg ich in der Nacht das Tal hinauf und untersuchte die Mauern und kehrte dann um und kam durch das Taltor wieder heim. Die Vorsteher dabei wussten nicht, wo ich hingegangen war und was ich gemacht hatte, denn ich hatte bis dahin den Juden und den Priestern, den Vornehmsten und den Vorstehern und den anderen, die an dem Werk arbeiteten, nichts gesagt.“

[8:12] Erinnert ein wenig an die Geschichte von Jonathan und dem Waffenträger, die wir in 1. Samuel finden, wo damals auch Jonathan nichts gesagt hat, sondern einfach losgelegt hat und seinen Plan gefasst hat und das zu einer großen Erweckung oder einem großen Sieg für das Volk Gottes dann sich entwickelt hat.

[8:34] „Da sprach ich zu ihnen: „Ihr seht das Unglück, in dem wir uns befinden, wie Jerusalem in Trümmern liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger ein Gespött sind.“

[8:53] Nehemia wollte nicht ohne die Gemeinde arbeiten. Er wollte nicht neben der Gemeinde agieren. Er wollte sich nur erst einmal ein Bild verschaffen, um genau zu wissen, was wirklich getan werden muss. Denn die dort arbeiteten hatten zwar offensichtlich irgendwie eine Idee, was getan werden muss, aber sie waren nicht mit dem Eifer dabei, der notwendig gewesen wäre. Und so wollte er erst einmal ohne ihren Rat erst einmal wissen, was wirklich getan werden musste. Aber dann hat er sich mit ihnen besprochen, dann hat er mit ihnen gemeinsam zusammengearbeitet. Er hat sie für die wichtige Sache gewonnen, statt gegen sie zu arbeiten. Auch so sollten wir für die Gemeinde arbeiten und auch mit der Leitung zusammen, wo immer das möglich ist, unter der Führung des Geistes Gottes.

[9:37] „Und ich teilte ihnen mit, ich teilte ihnen mit, wie gütig die Hand meines Gottes über mir gewaltet hatte, dazu die Worte des Königs, die er zu mir geredet hatte. Da sprachen sie: „Wir wollen uns aufmachen und bauen!“ Und sie stärkten ihre Hände zu dem guten Werk. Nehemia sagt nur, was sie zu tun und zu lassen haben, erzählt ihnen, was er selbst mit Gott erlebt hat, welche großen Wunder Gott gewirkt hat und wie Gott Türen geöffnet hat. Und das begeistert jetzt sogar die Leiter des Volkes, begeistert das ganze Volk und sie sind bereit, neu mit neuem Elan an das Werk zu gehen.

[10:11] „Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobia, der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber, dies hörten, spotteten sie über uns und verachteten uns und sprachen: „Was hat das zu bedeuten, was ihr euch da vornehmt? Wollt ihr euch gegen den König auflehnen?“

[10:32] Wenn wir das Werk Gottes tun, wird es immer diejenigen geben, die spotten, uns verachten oder das Ganze für aufrührerisch und egoistisch und selbstdarstellerisch halten. Aber davon sollten wir uns nicht irritieren lassen. „Da antwortete ich ihnen und sprach: „Der Gott des Himmels wird es uns gelingen lassen. Darum wollen wir, seine Knechte, uns aufmachen und bauen, weil Gott den Erfolg gibt, weil Gott den Auftrag gegeben hat. Deswegen wird das gelingen und wir wollen versuchen, so nah wie möglich mit dem zusammenzuarbeiten, wie Gott es uns gezeigt hat. Ihr aber habt weder Anteil noch Recht noch Andenken in Jerusalem.“

[11:09] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, zeig du uns, was getan werden muss in unserem eigenen Leben, in unseren Familien, in unserem Freundeskreis, in unserer Gemeinde, in unserer Stadt. Zeig uns, was getan werden muss und hilf uns dann in den richtigen Geist, Menschen unserer Gemeinde zu motivieren, ja, am besten unsere ganze Gemeinde samt Prediger, Gemeindeleiter, wer immer involviert ist, sie zu motivieren, das zu tun, was getan werden muss. Lass uns von unseren eigenen Erfahrungen berichten und hilf uns, dass wir immer davon ausgehen und daran festhalten und glauben, dass du den Erfolg schenken wirst, weil du es versprochen hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[11:54] [Musik]


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