In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ tauchen wir tief in Nehemia 3:24-4:7 ein. Christopher Kramp beleuchtet, wie das Volk Gottes gemeinsam am Wiederaufbau der Jerusalemer Mauer arbeitet, wobei jeder seine einzigartigen Gaben einbringt. Gleichzeitig werden die zunehmenden Spott und die Verschwörungen der Feinde wie Sanballat und Tobija thematisiert. Die Botschaft ermutigt dazu, Gottes Werk trotz Widerständen mit Gebet, Wachsamkeit und der Waffenrüstung Gottes voranzutreiben.
Gott auf (m)einer Seite: Nehemia 3:24-4:7
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: NehemiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite, heute mit Seite 531. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du mit uns zusammenarbeitest, obwohl du alles viel besser könntest und viel schneller erledigen würdest. Hast du dich entschieden, mit mir und mit jedem Einzelnen von uns, wenn wir dann möchten, wenn wir uns zur Verfügung stellen, zusammenzuarbeiten. Und Herr, lass uns lernen, dass es nicht auf unsere Fähigkeit allein ankommt, sondern darauf, dass wir unsere Gaben und Talente, die du uns geschenkt hast, dir zur Verfügung stellen, damit du durch uns wirken kannst, wenn wir gemeinsam durch deinen Geist vereint gemeinsam am Werk Gottes arbeiten können. Ich möchte dich bitten, dass du eine solche Erweckung in unser Leben hineinlegst, in unsere Gemeinden, zu Familien, dass wir lernen, als Gemeinde gemeinsam anzupacken, füreinander da zu sein und dieses Werk vorwärts zu bringen, dass durch diesen Mauerbau, ich mir dargestellt wird, das Werk, dass du uns auch in Jesaja 58 aufgetragen hast. Herr, ich möchte dich bitten, dass du jetzt durch den Worten sprichst und dass wir lernen, was du uns heute sagen möchtest, und erfülle uns mit einem Heiligen Geist. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.
[1:59] Wir sind in Nehemia Kapitel 3. Wir sehen das Volk Gottes an der Arbeit, jeder an seinem Mauerabschnitt, jeder seine eigene Aufgabe, und gemeinsam arbeiten sie daran, dass dieses Werk jetzt endlich vollendet wird. Wir lesen ab Vers 24: Nach ihm besserte Binui, der Sohn Henadads, einen weiteren Bauabschnitt aus, vom Haus Asarjas bis zum Winkel und bis an die Ecke. Palal, der Sohn Usais, besserte gegenüber dem Winkel und dem oberen Turm aus, der am Haus des Königs vorstand, bei dem Kerkerhof. Nach ihm besserte Pedaja, der Sohn Parosch's. Die Tempeldiener aber wohnten auf dem Ofel bis gegenüber dem Wassertor im Osten und dem vorspringenden Turm. Nach ihnen besserten die Leute von Tekoa einen weiteren Bauabschnitt aus, gegenüber dem großen vorspringenden Turm und bis an den Ofel. Wir haben die Leute von Tekoa schon in Vers 5 gesehen, und auch hier sehen wir, dass sie also eine ganz große Rolle gespielt haben, dass in zwei Mauerabschnitten Leute aus Tekoa mit beteiligt waren und gearbeitet haben. Und in der Bibel wird Tekoa, auch die Leute aus Tekoa, auch als besonders weise bezeichnet. Das könnt ihr einmal selbst recherchieren.
[3:24] Von dem Ross-Tor an besserten die Priester aus, jeder seinem Haus gegenüber. Nach ihnen besserte Zadok, der Sohn Immers, seinem Haus gegenüber. Nach ihm besserte Schemaja, der Sohn Schechanjas, der Hüter des Ost-Tores. Nach ihm besserten Hananja, der Sohn Schelemijas, und Hanun, der sechste Sohn Zalaphs, einen weiteren Mauerabschnitt aus. Nach ihm besserte Meschullam, der Sohn Berechjas, gegenüber seiner Tempelkammer. Nach ihm besserte Malchija, ein Goldschmied, aus bis an das Haus der Tempeldiener und der Händler, dem Tor mit Miphkad gegenüber bis zum Obertor an der Mauerecke. Und zwischen dem Obertor an der Mauerecke und dem Schaf-Tor besserten die Goldschmiede und die Händler aus. Wir sehen die verschiedenen Berufe, die verschiedenen Begabungen, die verschiedenen Positionen und Ämter im Volk Gottes, alle an einem Werk gemeinsam zusammen verbunden, jeder an seiner Position und doch alle in einem Werk. Was für ein schönes Bild für die Gemeindearbeit, wie sie auch in unserer Zeit nach Gottes Willen vorwärts gehen soll. Lasst uns darum beten, dass das in unserem eigenen Leben, in unseren Gemeinden wirklich so geschieht.
[4:45] Und es geschah, als Sanballat hörte, dass wir die Mauer bauten, da wurde er zornig und ärgerte sich sehr und spottete über die Juden. Er hatte erst das gar nicht wirklich geglaubt, dass das vielleicht passieren könnte, und gespottet. Aber jetzt merken die Feinde, dass das Volk Gottes es ernst meint, und entsprechend werden die Feinde zornig und spottet noch mehr. Er sprach vor seinen Brüdern und den Kriegsleuten von Samaria: "Was machen die ohnmächtigen Juden? Soll man sie gewähren lassen? Werden sie ein Opfer darbringen, also im Sinne von wird das dann mit einem Opfer eingeweiht werden, weil die Mauer vollendet ist? Werden sie es eines Tages vollenden? Werden sie die Steine aus dem Schutthaufen wieder beleben, da sie doch verbrannt sind?" Ein interessantes Bild für die Verwendung dieser so kaputten Steine. Werden sie wiederbelebt werden? Und Tobija, der Ammoniter, war bei ihm und sprach: "Sie mögen bauen, was sie wollen. Wenn ein Fuchs hinauf ginge, würde er ihre Steinmauer einreißen." Heißt also, da ist der Hohn und ein bisschen diese Frage: Wird es wirklich vorwärts gehen? Aber auch gleichzeitig der Spott, dass das, was das Volk Gottes da jetzt baut, keinen Bestand haben wird.
[5:57] Auch heute, wenn Gottes Volk anfängt, wirklich voranzugehen, gibt es diejenigen, die das Ganze ins Lächerliche ziehen und für nicht nachhaltig und nicht kraftvoll genug halten. Schauen wir, wie Nehemia reagiert: "Höre, unser Gott, wie verachtet wir sind, und lass ihre Schmähungen auf ihren Kopf zurückfallen und gib sie der Plünderung preis in einem Land der Gefangenschaft und decke ihre Schuld nicht zu und lass ihre Sünde vor dir nicht ausgetilgt werden, denn sie haben dich vor den Bauleuten herausgefordert." Hier wird deutlich: Man kann nicht gleichzeitig gegen Gottes Werk polemisieren und Gottes Werk angreifen und gleichzeitig glauben, Vergebung bei Gott zu bekommen. Ist eine sehr ernste Sache. Wer das offensichtliche Werk Gottes verachtet und verspottet, kann nicht gleichzeitig damit rechnen, dass Gott seine Schuld ihm vergibt.
[7:00] Wir aber bauten weiter an der Mauer, und die ganze Mauer schloss sich bis zur halben Höhe, und das Volk gewann Mut zur Arbeit. Wenn erst einmal die Arbeit vorangeht, wenn man sieht, dass das, was man vorher für kaum möglich gehalten hat, tatsächlich möglich ist mit Gottes Geist und wirklich kluger Führung, dann gewinnt man plötzlich Mut. Und das geschah, als Sanballat und Tobija und die Araber, die Ammoniter und die Aschdoditer hörten, dass die Wiederherstellung der Mauer von Jerusalem fortschritt und dass die Lücken sich zu schließen begannen, da wurden sie sehr zornig. All das wäre nicht notwendig gewesen. Sie hätten nicht spotten müssen, sie hätten nicht zornig sein können. Sie hätten sehen können, dass Gott wirkt und hätten umkehren können, und dann wäre natürlich auch alle Sünde, alle Schuld vergeben worden. Gott möchte jedem die Sünde vergeben und jedem die Schuld erlassen, wenn er denn sich nur zu ihm wendet. Aber die Einstellung von Sanballat und Tobija und Geschem, dem Araber, und wie sie alle heißen, zeigt, dass sie eben genau dieses Werk Gottes nicht für sich in Anspruch nehmen wollten, sondern vielmehr dagegen gekämpft haben.
[8:10] Und sie verschworen sich alle miteinander, dass sie kommen und gegen Jerusalem kämpfen und Verwirrung anrichten wollten. Das ist die erste Verschwörung, die es gegen Jerusalem gegeben hat. Verschwörung ist ein reales Thema in der Bibel. Wir finden in Jesaja 7, später, das könnt ihr dann lesen, Jesaja 7 und 8, auch den Gedanken einer Verschwörung gegen Jerusalem. Aber immer wenn das passiert, sagt Gott: Fürchtet euch nichts, denn die Verschwörung wird euch niemals erreichen, denn Gott ist mit uns, wenn wir uns für ihn entscheiden. Wir beteten zu unserem Gott und stellten Wachen gegen sie auf Tag und Nacht zum Schutz vor ihnen. Sie beten und arbeiten weiter. Und nun, da sprach die Kraft der Lastträger: "Die Wand, und es gibt so viel Schutt, wir können nicht mehr an der Mauer bauen." Das Werk Gottes gerät hier in eine Krise, weil es so scheint, als dass menschlich die Mitarbeiter an ihre Grenzen kommen. Und auch wir erleben es in unserem eigenen Leben, unseren Familien, unseren Freundeskreis, unsere Gemeinden, dass wenn wir das Werk Gottes voranbringen, man ab und zu in Situationen kommt, wo man das Gefühl hat, man kann nicht mehr, die Kraft reicht nicht aus.
[9:19] Unsere Widersacher sprachen: "Die sollen es nicht wissen noch sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie erschlagen und dem Werk ein Ende machen." Da wird ein richtiger Gegenschlag vorbereitet. Als aber die Juden, die in ihrer Nähe wohnten, kamen und es uns wohl zehnmal sagten von allen Orten her, wohin ihr euch auch wendet, sie werden gegen uns da, stellte sich das Volk nach ihren Geschlechtern an die tieferen Stellen hinter den Mauern, an die offenen Plätze, und stellte sie auf mit ihren Schwertern, Speeren und Bogen. Das Werk ist schon anstrengend genug, aber jetzt wird es auch noch anstrengender, denn jetzt müssen Menschen abgestellt werden zur Verteidigung, denn der Satan versucht immer dort anzugreifen, wo Gottes Werk wirklich mit Überzeugung vorangeht. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn wir erst einmal merken, wie Erweckung und Reformation unser Leben, unsere Familien, unseren Freundeskreis, unsere Gemeinden erfassen, wie dann der Satan versucht, alles kaputt zu machen. Wir müssen auf der Hut sein und die Waffenrüstung Gottes tragen, und dann dürfen wir wissen, dass Gott für uns kämpft.
[10:25] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir die Geschichte von Nehemia haben, die uns deutlich macht, dass wenn wir das Werk Gottes voranbringen, wir damit rechnen müssen, dass der Satan durch seine Helfershelfer versucht, das Werk zu torpedieren. Und Herr, ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns Wachsamkeit schenkst und dass wir lernen, die Waffenrüstung, deine Waffenrüstung, Tag für Tag anzuziehen, dass wir wachsam sind, damit der Satan nicht das gute Werk zerstört, das du in uns, in unseren Gemeinden angefangen hast. Das bitten wir im Namen Jesu.
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