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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Nehemia 4:8-5:12 beleuchtet Christopher Kramp die Herausforderungen beim Wiederaufbau Jerusalems. Er zeigt, wie Nehemia sowohl äußere Bedrohungen durch Feinde als auch innere Konflikte durch soziale Ungerechtigkeit im Volk Gottes meistert. Die Botschaft betont die Notwendigkeit von Wachsamkeit, Einheit und der mutigen Behebung von Missständen, damit Gottes Werk erfolgreich voranschreiten kann.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Nehemia 4:8-5:12. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns warnst vor den Angriffen des Satans, weil du nicht möchtest, dass wir verloren gehen und dass wir verführt werden. Und so möchten wir dich bitten, dass du uns heute auch an diesem Tag zeigst, wie du uns beschützen möchtest, was du uns geschenkt hast, damit wir nicht fallen müssen und damit wir die Schlinge des Satans in unserem Leben, in unserer Zeit, auch in unseren Gemeinden erkennen, damit dein Werk, deine Mission ungehindert vorangehen kann. Herr, schenke uns die Kraft, die wir brauchen, auch wenn wir uns heute vielleicht kraftlos fühlen. Vielen Dank, dass wir jetzt alles sagen dürfen und dass du niemals von uns verlangst, dass wir unter der Last zerbrechen, sondern dass wir unsere Last bei dir abgeben dürfen und mit dir zusammenarbeiten können. Hab Dank dafür von ganzem Herzen. Und fülle uns jetzt mit deinem Heiligen Geist und sprich durch dein Wort. All das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:41] Wir sind in Nehemia Kapitel 4. Das Werk des Mauerbaus unter Nehemias Leitung geht erstaunlich gut voran. Das Volk gewinnt Mut, aber die Feinde sind nicht untätig. Sie verschwören sich und planen einen Überraschungsangriff, der allem ein Ende machen soll. Doch die Nachricht gelangt immer und immer wieder zu Nehemia, der jetzt anfängt, militärische Vorkehrungen zu treffen und Teile der Bewohner Jerusalems zu bewaffnen, sodass sie Wache stehen und die Arbeit verteidigen können. Wir lesen weiter in Nehemia 4 ab Vers 8.

[2:20] "Als ich aber ihr Geschrei und diese Worte hörte, wurde ich sehr zornig. Dann überlegte ich bei mir selbst und wies die Vornehmsten und Vorsteher zurecht und sprach zu ihnen: 'Wollt ihr Wucher treiben an euren Brüdern?'" Und ich brachte eine große Versammlung gegen sie zusammen und sprach zu ihnen: "Wir haben unsere Brüder, die Juden, die an die Heiden verkauft waren, soweit es uns möglich war, losgekauft. Ihr aber wolltet sogar eure eigenen Brüder verkaufen? Sollen sie sich etwa an uns verkaufen?" Da schwiegen sie und fanden keine Antwort. Nehemia macht das zu einer Sache der gesamten Gemeinde. Er bringt eine große Versammlung zusammen und zeigt, wie unfair dieser Kurs ist und wie widersinnig. Sie sind ja eigentlich darum bemüht, noch festsitzende Juden in der heidnischen Sklaverei freizubekommen, und dort in Jerusalem, wo man frei ist, dort verkauft man sich gegenseitig in die nächste Sklaverei. Das kann nicht sein und das darf nicht sein. Und solche Missstände im Volk Gottes müssen angesprochen werden vor der großen Gemeinde und müssen behoben werden.

[3:10] Vers 9: "Und es geschah, als unsere Feinde hörten, dass es uns bekannt geworden war und dass Gott ihren Rat zunichtegemacht hatte, da kehrten wir alle wieder zur Mauer zurück, jeder an seine Arbeit." Die Gefahr ist vorerst gebannt, aber das heißt nicht, dass der Satan aufhört, dieses Werk aufzuhalten. "Und von jenem Tag an geschah es, dass die Hälfte meiner Diener an dem Werk arbeitete, während die andere Hälfte mit Speeren, Schilden, Bogen und Brustpanzer bewaffnet war. Und die Obersten standen hinter dem ganzen Haus Juda. Dann der Mauerbau. Aber die Lastträger, die aufluden, verrichteten mit der einen Hand die Arbeit, während sie mit der anderen die Waffe hielten." Diese Bedrohung verzögert den Bau, weil jetzt nicht mehr alle Kraft und alle Energie nur in den Bau hineingehen kann, sondern gleichzeitig man wachsam sein muss. Und deswegen ist es wichtig, dass auch wir in der Gemeindearbeit, in der Mission, wissen: Es reicht nicht nur einfach produktiv zu sein und Projekte anzustoßen. Wir müssen wachsam sein, dass der Satan es nicht schafft, uns zu spalten, nicht es schafft, durch Verführung das Werk kaputt zu machen.

[4:22] "Und von den Bauleuten hatte jeder sein Schwert an die Seite gegurtet und baute so. Der Schofarhornbläser aber stand neben mir." Und ich sprach zu den Vornehmsten und zu den Vorstehern und zum übrigen Volk: "Das Werk ist groß und weit, und wir sind auf der Mauer zerstreut und weit voneinander entfernt. An dem Ort, von dem ihr nun den Schall des Schofarhornes hören werdet, dort sammelt euch zu uns. Unser Gott wird für uns kämpfen." Es ist wichtig, dass es eine gemeinsame Kommunikation gibt. Nicht alle können immer voneinander genau wissen, was irgendwo passiert, aber es muss einen Plan geben, wie im Notfall alle gemeinsam zusammenarbeiten und füreinander kämpfen werden. "So arbeiteten wir an dem Werk, während die eine Hälfte die Speere hielt, vom Aufgang der Morgenröte bis zum Hervorkommen der Sterne." Sie arbeiten also den gesamten Tag.

[5:15] Auch sprach ich zu jenem Volk zu jeder Zeit: "Jeder bleibe mit seinem Diener über Nacht in Jerusalem, damit sie bei Nacht Wache halten und bei Tag die Arbeit verrichten." Das war eine sehr lehrreiche Zeit, aber es zeigt sich, dass es gute Frucht brachte und enorme Resultate, wie wir noch sehen werden. "Und weder ich noch meine Brüder noch meine Diener noch die Männer der Wache in meinem Gefolge zogen unsere Kleider aus. Jeder hatte seine Waffe bei sich." Und was Nehemia selbst, saß nicht irgendwo gut versorgt in einem Statthaltersitz und ließ die anderen arbeiten. Nein, er war mitten dabei. Das ist etwas ganz Wichtiges, wenn man eine Leitungsfunktion hat, dass man mit dabei arbeitet und mitkämpft und sich auf die Ebene der Mitarbeiter begibt.

[6:05] "Es erhob sich aber ein großes Geschrei des Volkes und ihrer Frauen gegen ihre Brüder, die Juden." Nun war der äußere Feind zunächst einmal für eine Zeit lang abgewendet. Nun zeigte sich, dass es auch innerlich Probleme gab. "Etliche sprachen: 'Wir, unsere Söhne und unsere Töchter sind viele, und wir müssen uns Getreide beschaffen, damit wir zu essen haben und leben können.' Andere sprachen: 'Wir mussten unsere Äcker, unsere Weinberge und unsere Häuser verpfänden, damit wir Getreide bekommen in der Hungersnot.' Endlich aber sprachen: 'Wir haben uns Geld leihen müssen auf unsere Äcker und unsere Weinberge, damit wir dem König die Steuern zahlen können.'" Auch die persische Herrschaft war nicht einfach. "Nun sind ja unsere Brüder vom gleichen Fleisch und Blut wie wir, und unsere Kinder sind wie ihre Kinder. Und siehe, wir müssen unsere Söhne und unsere Töchter in die Leibeigenschaft bringen, und von unseren Töchtern sind schon etliche zu Leibeigenen geworden, und es steht nicht in unserer Macht, es zu verhindern, da unsere Äcker und Weinberge bereits anderen gehören."

[7:08] Da ist enorm eine Verwerfung mitten im Volk Gottes. Da werden vor allem die Ärmeren übervorteilt, und sie leiden darunter. Sie arbeiten alle gemeinsam, und doch gibt es diese Unterschiede in der Behandlung. Da gibt es Streit in der Gemeinde. Das Werk Gottes kann nicht abgeschlossen werden, wenn diese Dinge unangesprochen bleiben.

[7:32] "Als ich aber ihr Geschrei und diese Worte hörte, wurde ich sehr zornig. Dann überlegte ich bei mir selbst und wies die Vornehmsten und Vorsteher zurecht. Wichtig: Erst überlegen, dann tat er und sprach zu ihnen: 'Wollt ihr Wucher treiben an euren Brüdern?'" Und ich brachte eine große Versammlung gegen sie zusammen und sprach zu ihnen: "Wir haben unsere Brüder, die Juden, die an die Heiden verkauft waren, soweit es uns möglich war, losgekauft. Ihr aber wolltet sogar eure eigenen Brüder verkaufen? Sollen sie sich etwa an uns verkaufen?" Da schwiegen sie und fanden keine Antwort. Nehemia macht das zu einer Sache der gesamten Gemeinde. Er bringt eine große Versammlung zusammen und zeigt, wie unfair dieser Kurs ist und wie widersinnig. Sie sind ja eigentlich darum bemüht, noch festsitzende Juden in der heidnischen Sklaverei freizubekommen, und dort in Jerusalem, wo man frei ist, dort verkauft man sich gegenseitig in die nächste Sklaverei. Das kann nicht sein und das darf nicht sein. Und solche Missstände im Volk Gottes müssen angesprochen werden vor der großen Gemeinde und müssen behoben werden.

[8:45] "Und ich sprach: 'Was ihr da tut, ist nicht gut. Solltet ihr nicht in der Furcht unseres Gottes wandeln wegen der Lästerung der Heiden, unserer Feinde?'" Gerade weil es Druck von außen gibt, ist es wichtig, dass Gottes Gemeinde zusammenhält. Gerade weil das Evangelium verspottet wird und verlästert wird, darf man sich nicht noch gegenseitig aufreiben. "Ich und meine Brüder und meine Diener haben ihnen auch Geld und Korn geliehen. Wir wollen ihnen doch diese Schuld erlassen. Gebt ihnen heute noch ihre Äcker, ihre Weinberge, ihre Ölbäume, ihre Häuser zurück, dazu den Hundertsten vom Geld, vom Korn, vom Most und vom Öl, den ihr ihnen auferlegt habt." Da sprachen sie: "Wir wollen das zurückgeben und nichts von ihnen fordern, sondern es so machen, wie du gesagt hast." Und ich rief die Priester herbei und nahm einen Eid von ihnen, dass sie es so machen wollten. Nehemia war ein Mann der Tat. Hätte Nehemia gesagt, na ja, das müsste man irgendwann mal angehen. Nein, er hat gesagt: "Es ist falsch, es ist nicht richtig so. Wir ändern es und zwar jetzt." Und dann konnte der Mauerbau auch noch besser vorangehen, weil die inneren bösen Gefühle, die unguten Gefühle jetzt bereinigt waren.

[9:53] Wir können die Gemeinde Gottes animieren und motivieren zum Werk Gottes, aber wenn die zwischenmenschlichen Probleme nicht angesprochen und gelöst werden im Geiste Jesu, dann wird das Werk nicht vollendet werden können.

[10:07] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du uns zeigst, dass es wichtig ist, dass wir auch in unseren Gemeinden zusammenarbeiten und alles, was dort an schwierigen Gefühlen, an negativen Erlebnissen gewesen ist, dass es ausgeräumt wird, dass es angesprochen wird in deinem Geist und nach dem Evangelium, nach der Bibel bereinigt wird, damit wir als ganze Gemeinde zusammenarbeiten können. Herr, vergib uns, wo wir unsere eigenen Brüder und Schwestern schlecht behandelt haben, entgegen deinem Wort, und schenke uns Kraft und Weisheit, es so zu tun und sie so zu behandeln, wie du sie behandeln würdest. Fülle uns dazu mit deinem Heiligen Geist. All das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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