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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Nehemia 9:1-20. Er analysiert die tiefe Buße der Israeliten nach dem Laubhüttenfest und das ausführliche Gebet der Leviten, das Gottes Treue von der Schöpfung über Abraham und den Exodus bis zur Gesetzgebung preist. Die Predigt betont Gottes unermüdliche Barmherzigkeit und Vergebung, selbst angesichts menschlicher Rebellion, und ermutigt dazu, Sünden zu bekennen und sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Nehemia Kapitel 9. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen für dein Wort und dass wir in deinem Wort so große Schätze entdecken dürfen, dass deine Worte leben können, dass dein Wort alles enthält, was wir brauchen, um ewiges Leben haben zu dürfen und schon in dieser Welt gesegnet zu sein über alle Maßen, Herr. Wir möchten dein Wort immer besser verstehen und dich bitten, dass du auch heute durch den Heiligen Geist uns dein Wort erklärst, sodass wir das Gelesene verstehen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:09] Wir beginnen heute mit Nehemia Kapitel 9. In Kapitel 8 haben wir gesehen, wie das Laubhüttenfest gefeiert worden ist. Dem zuvor, am ersten Tag des siebten Monats, ist das Gesetz Gottes vorgelesen worden und zu einer tiefen Herzens-Erweckung, zu echter Reue und Buße geführt hat. Und dann, beim Laubhüttenfest, zu einer großen Freude, als man das Laubhüttenfest so gefeiert hat, wie man es fast ein Jahrtausend lang nicht mehr gefeiert hatte. Jetzt geht es weiter in Kapitel 9 und wir lesen ab Vers 1: "Aber am 24. Tag dieses Monats, das ist also zwei Tage nach dem Ende des Laubhüttenfestes, kamen die Kinder Israels zusammen und fasteten, in Sacktuch gekleidet und mit Erde auf ihren Häuptern."

[2:02] Die Buße, die das Wort Gottes Anfang des Monats in ihnen bewirkt hat, als das Gesetz Gottes vorgelesen worden war, war nicht aufgehoben worden, sondern nur aufgeschoben. Man wollte das Laubhüttenfest am richtigen Datum mit der richtigen Freude zelebrieren, aber jetzt sollte auch diese Buße, die man damals schon fühlte, wirklich noch ganz ausführlich zur Geltung kommen und praktiziert werden. "Und sie sonderten sich von allen Kindern der Fremden ab und sie traten hin und bekannten ihre Sünden und die Missetaten ihrer Väter."

[2:38] Daran erkennt man wahre Erweckung: Absonderung von der Welt, Absonderung von den Dingen, die Gott nicht wohlgefällig sind, und ein Bekenntnis der eigenen Sünde.

[2:51] Und Umkehr. "Und sie standen auf an ihren Plätzen und man las im Buch das Gesetz des Herrn, ihres Gottes, während eines Viertels des Tages", also mehrere Stunden wohl offensichtlich, "und sie bekannten ihre Sünden und warfen sich nieder vor dem Herrn, ihrem Gott, während eines anderen Viertels des Tages." Dieser Gottesdienst ging nicht nur 75 Minuten. Sehen wir, mit welcher Ernsthaftigkeit dieser Bußgottesdienst durchgeführt worden ist. Mögen auch wir uns Zeit nehmen, Gottes Wort zu hören und zu studieren und wirklich mit Gott zu reden und unsere Sünden vor ihn zu bringen, damit er mich und dich ganz reinigen kann von aller Sünde.

[3:34] "Und Jeschua, Bani, Kadmiel, Schebanja, Bunni, Scherebja, Bani und Kenani traten auf das Podest der Leviten und schrien laut zu dem Herrn, ihrem Gott." Die Leviten Jeschua, Kadmiel, Bani, Haschabneja, Scherebja, Hodija, Schebanja und Petachja sprachen: "Steht auf, lobt den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe den Namen seiner Herrlichkeit, der über alle Danksagung und alles Lob erhaben ist."

[4:01] Inmitten dieses Bußgebets finden wir das Lob Gottes. Gott zu loben und die eigenen Sünden zu bekennen sind nicht zwei verschiedene Dinge, sondern gehören ganz zusammen.

[4:16] Jetzt folgt dieses berühmte Gebet der Leviten: "Du bist der Herr, du allein!" Denn es erinnert ein bisschen auch an das, was wir in 5. Mose 6, im berühmten Schma Israel, dem Glaubensbekenntnis Israels, hören können. "Du bist der Herr, du allein. Du hast den Himmel gemacht, alle Himmel samt ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was auf ihr ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Du erhältst alles am Leben, und das Heer des Himmels betet dich an."

[4:51] Dieses Gebet beginnt ganz vorne bei der Schöpfung und zeigt, wie wichtig das Verständnis der Schöpfung auch zu dieser Zeit für das Volk Gottes gewesen ist. Man kann sehen, dass Paulus später im Kolosser Kapitel 1, Vers 16 und 17, dort diese Gedanken hier aufgreift und dort mit eigenen Worten wiedergibt. Die Schöpfung, die Lehre von der Schöpfung, die Wahrheit der Schöpfung ist ein fundamentaler Bestandteil unseres Glaubens.

[5:21] "Du, Herr, bist der Gott, der Abram aus Ur in Chaldäa herausgeführt und mit dem Namen Abraham benannt hast. Du hast sein Herz treu vor dir befunden und den Bund mit ihm geschlossen, das Land der Kanaaniter, der Hethiter, Amoriter, Perisiter, Jebusiter und Girgasiter seinen Nachkommen zu geben. Und du hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht."

[5:45] Jetzt beginnt ein Durchgang durch die Geschichte Israels, natürlich beginnend bei dem Patriarchen, der so was wie der Vater Israels gewesen ist, der Vater aller Gläubigen, wie es im Neuen Testament heißt. Oh, das ist so wunderbar, wie es hier steht, dass die Verheißungen, die Gott dem Abraham gegeben hat, er auch gehalten hat, denn er ist gerecht. Die Gerechtigkeit Gottes besteht darin, dass er seine Versprechen hält. Und Gott hat dir und mir versprochen, alles zu tun, was in seiner Macht steht, um uns zu retten, damit wir nicht verderben müssen, sondern ewiges Leben haben können. Und seine Gerechtigkeit anzunehmen bedeutet, diese Versprechen für sich persönlich in Anspruch zu nehmen. Hast du das getan, dass du die Versprechungen Gottes, eine Verheißung für dich persönlich, auf dein Leben, auf deine Situation in Anspruch genommen hast, so dass die Gerechtigkeit Gottes, die sich in diesen Verheißungen offenbart, so wie Paulus sagt in Römer 1, Vers 16 und 17, im Evangelium ist, dass die Gerechtigkeit Gottes zeigt, so dass diese Gerechtigkeit dich bedeckt?

[6:50] "Du hast das Elend unserer Väter in Ägypten angesehen und ihr Schreien am Schilfmeer gehört. Und du hast Zeichen und Wunder getan am Pharao und an allen seinen Knechten und an allem Volk seines Landes, denn du wusstest wohl, dass sie Übermut mit ihnen getrieben hatten. Und du hast dir einen Namen gemacht, wie es am heutigen Tag offenbar wird." Das ist die Geschichte des Auszugs aus Ägypten. Gott hat das Elend seines Volkes gesehen. Und das in 2. Mose 3 wird das ausführlich beschrieben. Und dann hinzukommen all die Zeichen und Wunder, die Plagen, mit denen Gott an Ägypten verhängte, bis endlich Gottes Volk befreit.

[7:28] "Du hast das Meer vor ihnen zerteilt und sie gingen mitten durchs Meer auf dem Trocknen. Aber ihre Verfolger hast du in die Tiefe geschleudert wie einen Stein in mächtige Wasser." In 2. Mose 14 und 15 wird genau das berichtet, wie sie durch das Rote Meer, das sich teilte, Israel hindurchgegangen sind. "Du hast sie geleitet bei Tag mit einer Wolkensäule und bei Nacht mit einer Feuersäule, um ihnen den Weg zu leuchten, auf dem sie ziehen sollten." Und sie hatten gerade das Gesetz Mose wieder gelesen und das von all diesen Dingen erfahren. So wird das ausgedrückt in diesem Gebet. Man sieht, wie dieses Gebet auf dem Wort Gottes basiert, und das ist so entscheidend. Das sehen wir bei Daniel Kapitel 9 und wir haben es bei Esra Kapitel 9 gesehen, dass das Gebet auf dem Wort Gottes basiert. Und auch wenn wir mit Kraft beten möchten, dann sollten wir unser Gebet auf das Wort Gottes, das wir dort gelesen haben, basieren.

[8:21] "Du bist auf dem Berg Sinai herabgefahren und hast mit ihnen vom Himmel her geredet und ihnen richtige Rechte und wahrhaftige Gesetze gegeben, gute Satzungen und Gebote." Hier wird natürlich auf die Zehn Gebote Bezug genommen, 2. Mose 20. Und diese wahrhaftigen Gesetze, die richtigen Ordnungen, die werden jetzt in einem Teil sogar besonders hervorgehoben. Vers 14: "Deinen heiligen Sabbat hast du ihnen verkündet und ihnen Gebote, Satzungen eingesetzt durch deinen Knecht Mose, dass sie leben." Ja, ausgerechnet den Sabbat besonders hervorheben, oder diesen guten Geboten, den wahrhaftigen Gesetzen. "Brot vom Himmel hast du ihnen gegeben", das ist das Manna, "als sie hungerten, und Wasser aus dem Felsen hast du für sie hervorgebracht, als sie verdursteten. Und du hast ihnen befohlen, hineinzugehen und das Land einzunehmen, über das du deine Hand zum Schwur erhoben hattest, es ihnen zu geben."

[9:15] Hier sehen wir, wie Gott für sein Volk gesorgt hat, wie er Versprechen gegeben und gehalten hat, wie er Wunder für sie getan hat, wie er sie errettet hat, wie er sein Gesetz gegeben, wie er sich um sie gekümmert hat, sie umsorgt hat. Und ihr Lieben, liebe Freunde, das tut Gott auch für uns. Er hat unser Elend gesehen, er hat uns Verheißungen gegeben, die er gehalten hat. Er hat unser Elend gesehen, durch die Sünde, hat uns Verheißungen gegeben, hat die Verheißungen gehalten. Er hat unser Elend gesehen, hat uns erlöst, er hat uns zu sich gebracht, er hat uns umsorgt, hat für uns gewirkt, hat uns sein Gesetz, sein Wort gezeigt.

[9:55] Und er hat uns, genauso wie ihnen damals, ein Ziel vor Augen gesetzt, das er uns geben möchte.

[10:03] "Aber sie und unsere Väter wurden übermütig und halsstarrig, so dass sie deinen Geboten nicht folgten. Sie weigerten sich zu hören und gedachten nicht an deine Wunder, die du an ihnen getan hattest, sondern wurden halsstarrig und gaben sich selbst ein Oberhaupt, in ihrer Widerspenstigkeit in die Knechtschaft zurückzukehren. Aber du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Güte, und du hast sie nicht verlassen."

[10:29] Das ist eine interessante Zusammenfassung dessen, was wir in den Büchern Mose immer und immer wieder finden. Das Volk hatte rebelliert, wurde übermütig, halsstarrig, so wie auch wir oft gegen Gott rebelliert haben, obwohl er uns gerettet hat, obwohl er uns erlöst hat, obwohl er so gut zu uns ist. Aber Gottes Gnade ist nicht schnell aufgebraucht, seine Liebe vergeht nicht schnell. Immer und immer wieder ist er barmherzig und langmütig und gnädig von großer Güte. Das finden wir in 2. Mose 33 und 34, wo Gott nach der schlimmen Katastrophe des Goldenen Kalbes genau diese Charaktereigenschaften von sich offenbart.

[11:03] Genauso geht es jetzt weiter: "Selbst als sie sich ein gegossenes Kalb machten und sprachen: Das ist dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, und große Lästerung verübten, hast du sie nach deiner großen Barmherzigkeit doch nicht verlassen in der Wüste. Die Wolkensäule nahmst du nicht von ihnen am Tag, um sie auf dem Weg zu führen, noch die Feuersäule in der Nacht, um ihnen den Weg zu leuchten, auf dem sie ziehen sollten." Trotz schwerer Sünden hat Gott an seinem Volk festgehalten. Lieber Freund, liebe Freundin, auch wenn du gefallen bist, wird Gott an dir festhalten, wollen dich weiterführen. Deswegen ist es wichtig, dass wir unsere Sünden bekennen, damit er uns vergeben kann, wie er es möchte. Er wünscht sich so sehr. "Und du gabst ihnen deinen guten Geist, um sie zu unterweisen, und dein Manna nahmst du nicht von ihrem Mund, und als sie Durst hatten, gabst du ihnen Wasser." Gott hat sie nicht einfach kaltherzig bestraft und ihnen alles Gute vorenthalten, hat sie weitergeführt und seinen guten Geist gegeben, um sie den rechten Weg zu bringen. Gott möchte auch mir und dir seinen guten Geist geben, um uns zu zeigen, was wahr ist, was gut ist, was wichtig ist, und dass wir vom Geist erfüllt den Weg gehen, den er vor uns auch an diesem heutigen Tag vorgesehen hat. Ist das dein Wunsch? Gott segne dich. Lasst uns gemeinsam beten.

[12:28] Lieber Vater im Himmel, wir wünschen uns so sehr, dass du uns mit deinem guten Geist erfüllst. Wir danken dir, dass du über all unsere Sünden hinaus, die wir begangen haben, und du weißt, wie viele wir begangen haben, dass du uns nicht aufgegeben hast und dass du uns nicht verlassen hast und dass du uns weitaus besser behandelt hast, als unsere Sünden jemals verdient hätten. Und Herr, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du unser Schöpfer bist, unser Erlöser, und dass du für uns sorgst jeden Tag. Wir möchten unsere Sünden bekennen und einen Bund mit dir erneuern. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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