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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ Nehemia 9:21-10:1. Er führt durch die Geschichte Israels, von Gottes wunderbarer Versorgung in der Wüste und der Landnahme bis hin zu den wiederholten Abfällen und dem Exil. Trotz der fortgesetzten Rebellion des Volkes wird Gottes unendliche Barmherzigkeit und Treue betont. Das Video mündet in die Erneuerung des Bundes durch das Volk und eine ermutigende Botschaft über Gottes unveränderlichen Charakter und die Bedeutung der Versiegelung durch den Heiligen Geist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 538. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen, dass wir jeden einzelnen Tag zu dir kommen können und dass du so gut zu uns bist und dass du uns so lieb hast, dass du dich um uns sorgst und für uns da bist und dass du unser Elend siehst und uns rettest. Und selbst wenn wir gegen dich rebelliert haben, du dich nicht einfach zurückziehst, sondern immer wieder um unsere Zuneigung dich bemühst. Herr, wir möchten von ganzem Herzen bekennen, wo wir schuldig geworden sind in unserem Leben und dich um Vergebung bitten und um Reinigung und um die Kraft des Heiligen Geistes, deines guten Geistes, der uns zeigen soll, wie wir überwinden können durch dich. Und wir möchten dich bitten, dass du durch dein Wort genau das jetzt auch in unserem Leben bewirkst, so wie du es versprochen hast. Im Namen Jesu. Amen.

[1:43] Wir sind in Nehemia Kapitel 9. Die Leviten singen ein, beten vielmehr ein besonderes Bußgebet, in dem sie die Geschichte Israels seit der Schöpfung über Abraham und dann den Auszug aus Ägypten bis in die Wüstenwanderung bisher hinein nachzeichnen und deutlich machen, wie gut Gott ist und wie oft sie von ihm abgefallen sind. Wir sind gerade mitten in der Beschreibung dessen, was Israel in der Wüste erlebte, und lesen ab Vers 21:

[2:16] „Du versorgtest sie 40 Jahre lang in der Wüste, dass ihnen nichts mangelte. Ihre Kleider zerfielen nicht und ihre Füße schwollen nicht an.“ Gott sorgt sich nicht nur um unser geistliches Wohl, sondern auch um unser materielles Wohl, unser gesundheitliches Wohl. Er wünscht sich, dass es uns gut geht und dass wir keine dauerhaften Schwierigkeiten haben. „So gabst du ihnen Königreiche und Völker und teiltest ihnen das ganze Gebiet aus, dass sie das Land Sihons einnahmen, das Land des Königs von Hesbon und das Land Ogs, des Königs von Baschan.“ Wir erinnern uns an die Beschreibung in 4. Mose und auch in 5. Mose, in den ersten Kapiteln, wo genau diese Kämpfe beschrieben worden sind. „Du machtest ihre Kinder zahlreich wie die Sterne am Himmel.“ Das wäre etwas, was wir in 1. Mose 15, Vers 5, dort selbst finden als Erfüllung einer Vorhersage, die schon im Rahmen 1. Mose gegeben worden war. Wir sehen können: „Und brachte sie in das Land, von dem du ihren Vätern verheißen hattest, dass sie hineinziehen und es einnehmen würden. Und die Kinder zogen hinein und nahmen das Land ein.“ Die erste Generation hatte es versäumt, aber die Kinder gingen hinein unter Josua. „Und du demütigtest vor ihnen die Einwohner des Landes, die Kanaaniter, und gabst sie in ihre Hand, ebenso ihre Könige und die Völker im Land, dass sie mit ihnen nach Belieben handelten und eroberten feste Städte und ein fettes Land und nahmen Häuser in Besitz mit allerlei Gut gefüllt, ausgehauene Brunnen, Weinberge, Ölbäume und Obstbäume in Menge. Und sie aßen und wurden satt und fett und ließen sich wohl sein in deiner großen Güte.“ Beschrieben wird die Landnahme durch Josua. Wir sehen das in der ersten Hälfte und dann noch in dem ganzen Buch von Josua finden können: Erst die Eroberung und dann die Verteilung des Landes.

[4:21] „Aber sie wurden widerspenstig und lehnten sich auf gegen dich und warfen dein Gesetz hinter ihren Rücken und schlugen deine Propheten, die gegen sie Zeugnis ablegten, um sie zu dir zurückzuführen, und verübten große Lästerung.“ Genau das hatte Gott verhindern wollen, als er ihnen ja im 5. Buch Mose genau das vor Augen geführt hatte und sie gewarnt hatte, dass das nicht passieren soll. Wir finden in 5. Mose 6 diese Verse, dass wenn man satt geworden ist, wenn man das gute Land bekommen hat, wenn Gott einem das geschenkt hat, was man selbst nicht erarbeitet hat, dass man dann nicht sein Herz überhebt und anfängt, Gott zu vergessen und Gottes Gebote zu übertreten. Gott hatte sie gewarnt, und doch ist es passiert.

[5:01] „Denn trotz aller Warnungen sich gegen Gott aufgelehnt. Darum gabst du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie bedrängten. Doch zur Zeit ihrer Bedrängnis schrien sie zu dir, und du hörtest sie vom Himmel her und gabst ihnen nach deiner großen Barmherzigkeit Retter, die sie aus ihrer Hand retteten. Aber sobald sie Ruhe hatten, taten sie wiederum Böses vor dir. Hast du sie der Hand ihrer Feinde überlassen, die herrschten über sie. Wenn sie dann wieder zu dir schrien, erhörtes du sie vom Himmel her und hast du oftmals errettet in deiner großen Barmherzigkeit.“ Wir sehen hier diesen Zyklus, den wir im Buch der Richter immer wieder finden, dass das Volk von Gott abfällt, dass Gott dann sich traurig zurückziehen muss, dass Feinde über das Volk Gottes herrschen, bis sie zu Gott schreien und sich wieder daran erinnern, dass sie einen barmherzigen Gott haben. Und der vor lauter Barmherzigkeit und Liebe sich um sie kümmert und ihnen einen Retter schenkt und hofft, dass sie diesmal bei ihm bleiben werden, nicht nur die Erlösung in Anspruch nehmen, sondern seine Gegenwart selbst schätzen und bereit sind, auch Sünden aufzugeben, damit sie bei ihm bleiben können. Das wünscht sich Gott für uns auch. Es ist nicht sein Wunsch, dass wir immer diesen gleichen Zyklus erleben von Erlösung durch Gott und Vergebung durch Gott und dass wir dann wieder von ihm abfallen und wieder vergeben bekommen, wieder abfallen. Er wünscht sich eigentlich, dass die Botschaft dieses Kapitels auch ist, dass wir auch diese Erlösung schätzen, sie wertschätzen und bei ihm bleiben. Das wünsche ich mir von ganzem Herzen, dir auch.

[6:33] „Du ließest ihnen bezeugen, dass sie zu deinem Gesetz zurückkehren sollten. Aber sie waren übermütig und folgten deinen Geboten nicht, sondern sündigten gegen deine Bestimmungen, durch die der Mensch leben wird, wenn er sie tut. Und sie entzogen widerspenstig ihre Schulter und waren halsstarrig und folgten nicht.“ Du hattest viele Jahre lang Geduld mit ihnen und hast gegen sie Zeugnis ablegen lassen durch deinen Geist, durch deine Propheten. Und hier wird sehr allgemein zusammengefasst, was über all die Jahrhunderte passiert ist. Wir haben gesehen in den Königen und Chronik, wie viel, von Samuel auch schon in den Samuelbüchern, wie viele Propheten Gott gesandt hat, um das Volk immer wieder zur Umkehr zu bringen. Aber sie wollten nicht hören. „Darum hast du sie in die Hand der Völker der Länder gegeben.“ Und wir haben gesehen am Ende von 2. Chronik 36, dass sie so lange Gottes Propheten verspottet haben, dass irgendwann keine Heilung möglich war. Und so kamen sie tatsächlich ins Exil, zunächst das Nordreich Israel ins assyrische und dann auch das Südreich Juda ins babylonische.

[7:41] „Aber nach deiner großen Barmherzigkeit hast du sie nicht völlig vernichtet und sie nicht verlassen, denn du bist ein gnädiger und barmherziger Gott.“ Selbst nach all den Jahrhunderten des fast fortgesetzten Abfalls und der Rebellion, der Verachtung des Wortes Gottes oder Verachtung der Propheten, als sie dann sogar im Exil waren und wieder gefangen waren, hast du sie nicht verlassen. Das zeigt uns, wie groß und wie weitreichend und wie tief die Liebe Gottes ist, auch zu mir und zu dir, lieber Freund, liebe Freundin.

[8:13] „Nun, unser Gott, du großer Gott, mächtig und furchtgebietend, der du den Bund und die Gnade bewahrst. Achte nicht gering all das Elend, das uns getroffen hat, unsere Könige, unsere Fürsten, unsere Priester und Propheten, unsere Väter und ein ganzes Volk, seit der Zeit der Könige von Assyrien bis zum heutigen Tag.“ Diese Worte sind ganz eng angelehnt an das, was auch Daniel gebetet hat in Daniel Kapitel 9. Diese Phrase „die Gnade bewahrst“ erinnert an das zweite Gebot und kommt immer wieder in solchen besonderen Gnaden- und Bußgebeten, wie es auch in Nehemia 9 der Fall ist.

[8:55] Und hier sind die Leviten jetzt gedanklich in der Jetztzeit, in ihrer Zeit angekommen, nachdem sie quasi durch das gesamte ihnen bis dahin bekannte alttestamentarische durchgegangen sind in diesem Gebet und deutlich gemacht haben: Wir sind Teil des Planes Gottes. Und obwohl so viel Sünde geschehen ist in der Vergangenheit, ist Gottes Gnade immer noch dieselbe. Seine Barmherzigkeit, die sich gezeigt hat, die sich bei Mose und zur Zeit von Josua gezeigt hat, die sich im Laufe der Richterzeit und im Laufe der Königszeit gezeigt hat, die ist auch jetzt immer noch dieselbe. Damit sehen wir, dass die Gnade Gottes und sein Charakter, den wir im Alten Testament sehen und im Neuen Testament sehen und im Laufe der Kirchengeschichte immer wieder erkennen können, er ist heute, in diesem Jahr, jetzt, wo wir heute leben, an diesem Tag, liebe Freunde, liebe Freundin, immer noch derselbe, derselbe Charakter, dieselben Eigenschaften. Er ist immer noch derselbe Gott, derselbe in Gnade.

[9:52] „Du bist gerecht in allem, was über uns gekommen ist, denn du hast Treue bewiesen, wir aber sind gottlos gewesen.“ Es ist nicht Gottes Schuld, dass das Unheil über Gottes Volk kommt. Es ist die Schuld des Volkes Gottes. „Und unsere Könige, unsere Fürsten, unsere Priester und unsere Väter haben nicht nach deinem Gesetz gehandelt und haben nicht geachtet auf deine Gebote und auf deine Zeugnisse, die du ihnen hast bezeugen lassen. Sie haben dir nicht gedient in ihrem Königreich, trotz deiner großen Wohltat, die du ihnen erwiesen hast, und trotz des weiten Landes, dass du ihnen gegeben hast. Und sie haben sich von ihren bösen Taten nicht abgekehrt.“ Trotz all des Guten. Am Ende werden Menschen nicht verloren gehen, weil sie Fehler gemacht haben, sondern weil sie Buße nicht getan haben, trotz der Gnadenbeweise Gottes, weil sie das Gute, das Gott ihnen gegeben hat, mit Füßen getreten haben und nicht beachtet haben und damit gezeigt haben, dass sie auch die Ewigkeit mit Füßen treten würden, wenn man sie ihnen gegen ihren Willen geben würde.

[10:56] „Wir sind heute deine Knechte, ja, in dem Land, dass du unseren Vätern gegeben hast, damit sie seine Früchte und Güter genießen sollen. In dem sind wir nun Knechte.“ Die Leviten stellen fest, dass all die Rebellion ganz traurige Resultate gehabt hat. Jetzt herrscht das persische Weltreich, und sie haben eine gewisse Autonomie, sie dürfen wieder zurückkehren, aber es ist nicht mehr so, wie es mal zur Zeit von David oder Salomo war. Die fortgesetzte Rebellion hat ihre Spuren hinterlassen. Und liebe Freunde, liebe Freundin, alle Gnade Gottes, die er uns in unserem Leben schenkt, die uns wiederherstellen wird, die uns für den Himmel bereiten wird, wird trotzdem nicht alle Narben in diesem Leben und auf dieser Welt beseitigen, die diese Rebellion gebracht hat. „Und sein Ertrag mehrt sich für die Könige, die du über uns gesetzt hast um unserer Sünden willen, und sie beherrschen unsere Leiber und über unser Vieh nach ihrem Wohlgefallen, und wir sind in große Bedrängnis.“

[12:05] „Aufgrund all dessen treffen wir eine feste Abmachung und schreiben sie nieder und lassen sie durch unsere Fürsten, Leviten und Priester versiegeln.“ Hier wird ein Bund gemacht. Die Übrigen des Volkes Gottes, die ihre Sünden kennen, reihen sich ein in den Erlösungsplan und wollen einen Bund mit Gott erneuern und versiegeln ihn. Ist das keine wunderbare Typologie auf das, was am Ende der Zeit im Volk Gottes geschehen soll, nämlich eine Versiegelung des Bundes, des neuen Bundes, den Gott mit dir und mir schließen möchte? Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind dankbar, dass du derselbe Gott bist, der mit Mose, mit Abraham, mit David, mit Elia, mit Esra und Nehemia gesprochen hast, Paulus und Johannes, dass du immer noch derselbe bist und dass wir Teil der Heilsgeschichte sind. Und auch wenn wir in unserem Leben, in unseren Familien, unseren Gemeinden Bedrängnis sind, wir uns ganz auf dich verlassen dürfen. Und Herr, wir möchten heute an diesem Tag, nicht bis morgen warten, an diesem Tag unseren Bund mit dir erneuern und dich bitten, dass du uns versiegelst durch deinen Heiligen Geist, so dass wir nicht mehr wegbewegt werden können von der Wahrheit, wie sie in Jesus ist. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.


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