In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ widmet sich Christopher Kramp den Kapiteln Offenbarung 18:8-19:5. Er beleuchtet das Gericht über Babylon, die Klage der Könige und Kaufleute über ihren Verlust und die endgültige Zerstörung dieser symbolischen Stadt. Ein besonderer Fokus liegt auf der biblischen Bedeutung von „Zauberei“ im Kontext der Verführung der Völker durch Rom und der himmlischen Jubelgesänge über Gottes gerechte Urteile.
Gott auf (m)einer Seite: Offenbarung 18:8-19:5
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: OffenbarungPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute Offenbarung 18. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir in der Offenbarung immer und immer und immer wieder lesen dürfen, dass Jesus Sieger ist und bis ans Ende jede Schlacht gegen Satan und seine Verbündete gewinnen wird. Deswegen wollen wir uns heute erneut auf seine Seite stellen. Wir möchten Jesus folgen, deine Auserwählten sein und ihm dienen. Herr, vergib uns, wo wir gegen dich gesündigt haben. Vergib uns, wo wir in unseren Gedanken abgeschweift sind und von dir uns entfernt haben. Vergib uns, wo Weltlichkeit eingezogen ist in unser Herz. Durchforsche uns, durchleuchte uns und stärke uns im Glauben. Mach unseren Glauben fest, krisensicher, auf dich gerichtet, dass wir daran teilhaben können, wenn die Erde von deiner Herrlichkeit erleuchtet wird, indem die Menschen sehen, wie du uns veränderst. Herr, das bitten wir von ganzem Herzen und Dank, dass du versprochen hast, dass wir in dir alles vermögen durch Jesus Christus, der uns stark macht. Diesen Glauben wollen wir in Anspruch nehmen und ich bitte, dass du heute durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:10] Wir sind in Offenbarung 18. Es geht um das Gericht über Babylon. Der vierte Engel, der den Fall Babylons noch einmal wiederholt, intensiviert also die Botschaft darüber, und die ganze Erde erleuchtet mit der Herrlichkeit des wahren Evangeliums, sodass sichtbar wird, wie verrottet eigentlich die falschen Lehren Babylons sind. Es ertönte der Aufruf von Jesus selbst, dass alle seine Kinder, die sich noch in Babylon befinden, die bisher nicht verstanden haben, was Gottes Zeitbotschaft ist, dass sie jetzt mit Freuden herauskommen, um dort mit denen anzubeten, die Gottes Gebote halten und den Glauben Jesu haben und bewahren und auf die Wiederkunft Jesu warten. Und Babylon soll gerichtet werden. Babylon, das dachte, dass es wie eine Königin sitzt, soll das entsprechende Leid bekommen, denn ihre Sünden sind bis zum Himmel aufgetürmt und ihr soll jetzt die gerechte Strafe zuteilwerden.
[3:11] Wir lesen weiter in Offenbarung 18, Vers 8: „Darum werden an einem Tag, das heißt plötzlich, ihre Plagen kommen: Tod und Leid und Hunger. Und sie wird mit Feuer verbrannt werden, denn stark ist Gott, der Herr, der sie richtet. Und es werden sie beweinen und sich ihretwegen an die Brust schlagen, die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben und üppig gelebt haben, wenn sie den Rauch ihrer Feuersbrunst sehen. Sie werden von Ferne stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sagen: Wehe, wehe, du große Stadt Babylon, du gewaltige Stadt! Denn in einer Stunde ist ein Gericht gekommen.“ Hier geht es also nicht darum, den Tag und die Stunde auszurechnen. Hier geht es um diese Plötzlichkeit: In einer Stunde, an einem Tag, ist das Gericht gekommen.
[3:57] „Und die Kaufleute der Erde weinen und trauern über sie, weil niemand mehr ihre Ware kauft: Ware von Gold und Silber und Edelstein und Perlen und feiner Leinwand und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei Thujaholz und allerlei Elfenbeingeräte und allerlei Geräte aus wertvollstem Holz und aus Erz und Eisen und Marmor und Zimt und Räucherwerk und Salbe und Weihrauch und Wein und Öl und Feinmehl und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leiber und Seelen der Menschen.“
[4:30] Nicht nur die Politik, sondern auch die Wirtschaft hat engste Verflechtung mit dem babylonischen System, mit den babylonischen Kirchen gehabt und hat es immer noch. „Und die Früchte, nach denen deine Seele begehrte, sind dir entschwunden, und aller Glanz und Flitter ist dir entschwunden, und du wirst sie niemals mehr finden. Die Verkäufer dieser Waren, die von ihr reich geworden sind, werden aus Furcht vor ihrer Qual von Ferne stehen. Sie werden weinen und trauern und sagen: Wehe, wehe, die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelstein und Perlen.“ Genau das, was über die Babylon gesagt worden ist in Offenbarung 17. Das heißt ja, die ist die Stadt, die die Königsherrschaft hat über die Erde, die Könige der Erde. „Denn in einer Stunde wurde dieser so große Reichtum verwüstet.“
[5:23] „Und jeder Kapitän und die ganze Menge derer, die auf den Schiffen sind, und die Matrosen und alle, die auf dem fernen Meer arbeiten, standen von Ferne und riefen, als sie den Rauch ihrer Feuersbrunst sahen: Wer war der großen Stadt gleich?“ Übrigens wird hier sehr viel nicht nur aus den alttestamentlichen Prophezeiungen über den Fall Babylons rezipiert und aufgenommen, sondern auch über die Stadt Tyrus, die eine große Handelsstadt gewesen ist, wo viele Handelsschiffe angelegt haben. Tyrus ist ja neben Babylon eines der beiden Orte, die in der biblischen Prophetie auch direkt als Sinnbild für Satan verwendet werden: Tyrus in Hesekiel 28 und Babylon in Jesaja 14. Und deswegen auch hier diese enge Verbindung von Babylon und Tyrus in den Motiven, die jetzt hier in dem Fall Babylons eine Rolle spielen.
[6:14] „Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und riefen weinend und trauernd: Wehe, wehe, die große Stadt, in der alle, die Schiffe auf dem Meer hatten, reich gemacht wurden durch ihren Wohlstand! Denn in einer Stunde ist sie verwüstet worden.“ Vielleicht ist ganz interessant, auch hier auf die Verbindung zu dem „Wehe, wehe, wehe“ in Offenbarung 8 zu verweisen, wo ja dieses Wehe die Gerichte an dem geistlichen Babylon, der römischen Kirche, ankündigt.
[6:45] „Freut euch über sie, du Himmel und ihr heiligen Apostel und Propheten, denn Gott hat euch an ihr gerecht. Und ein starker Engel hob einen Stein auf wie ein großer Mühlstein und warf ihn ins Meer und sprach: So wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht hinuntergeschleudert und nicht mehr gefunden werden. Und der Klang der Harfenspieler und Sänger und Flötenspieler und Trompeter wird nicht mehr in dir gehört werden. Und kein Künstler irgendeiner Kunst wird mehr in dir gefunden werden. Und der Klang der Mühle soll nicht mehr in dir gehört werden.“ Babylon wird vollkommen zerstört. Rom wird vollumfänglich gerichtet. „Und das Licht des Leuchters wird nicht mehr in dir scheinen. Und die Stimme des Bräutigams und der Braut wird nicht mehr in dir gehört werden, denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde, denn durch deine Zauberei wurden alle Völker verführt.“
[7:41] Lasst mich ganz kurz an dieser Stelle ein Wort zu diesem Wort „Zauberei“ sagen. Dies ist eine Parallele zu alttestamentlichen Prophezeiungen über Babylon, schon auch in Jesaja, wo es auch um Zauberei geht. Es geht ja hier um die römische Kirche und diese Zauberei ist ein Bild für die okkulten Verstrickungen, die auch dort zu finden sind. Es gibt heute einige, die, weil dieses griechische Wort für Zauberei „pharmakeia“ heißt, glauben, dass damit in Wirklichkeit die heutige Pharmaindustrie gemeint ist. Das ist deswegen schon falsch, weil das würde ja bedeuten, dass erst seit Beginn der Pharmaindustrie wir von einem geistlichen Babylon sprechen können. Aber dieses Babylon gibt es schon im Alten Testament als buchstäbliches Babylon und es gibt es in der Zeit des Mittelalters über ein ganzes Jahrtausend, ohne dass irgendetwas von dem, was wir heute als Pharmaindustrie bezeichnen, eine Rolle gespielt hat. Es stimmt zwar, dass die Pharmaindustrie sich nach diesem Wort „pharmakeia“ benannt hat. Das liegt daran, dass ähm die die die Hexer und die Magier auch viel Kräuter verwendet haben und sich mit Kräutern gut auskannten. Das heißt, Menschen, die halt mit Naturheilmitteln geheilt haben, dieselben Dinge, mit denselben Dingen hantierten und deswegen auch das Wort „pharmakeia“ ja für Medizin in einem Naturheilsinne, nämlich durch Kräuter und solchen Dingen und Salben und Tinkturen und so weiter, gedacht sein kann. Die Pharmaindustrie hat sich tatsächlich danach benannt, aber das bedeutet nicht, dass die Pharmaindustrie hier damit gemeint ist. Genauso hat sich die ökumenische Bewegung nach dem Wort „Oikumene“ benannt, das in der Bibel zu finden ist. Wenn aber in Hebräer 1 steht, dass Jesus in den Erdkreis eingeführt wird und steht, er wird in die Oikumene eingeführt, heißt das nicht, dass Gott die Ökumene gutheißt. Es heißt nur, dass die heutige ökumenische Bewegung sich nach diesem Wort genannt hat, nicht dass dieses Wort in der Bibel die heutige ökumenische Bewegung in diesem Kontext bedeutet. Genauso wenig bedeutet dieses Wort hier die Pharmaindustrie, auch wenn diese möglicherweise auch ziemlich viel falsch gemacht hat. Das steht außer Frage. Aber es geht hier um die Verführung der Völker, und Rom hat seit Jahrhunderten die Völker verführt, nicht erst in den letzten Jahrzehnten, seit es eine Pharmaindustrie gibt, sondern schon immer durch okkulte Lehren, die die Wahrheit des Evangeliums verändert haben. Und deswegen ist das so wichtig, dabei an dieser biblischen Überzeugung festzuhalten und sich nicht von modernen, neuen Interpretationen verwirren zu lassen, weil damit der eigentliche entscheidende Punkt hier verwässert wird und untergraben wird, den Gott möchte, dass wir es wissen: dass die Lehren Roms okkult sind und aus dem alten Babylon kommen. Das ist der entscheidende Punkt und den dürfen wir nicht aufgeben zugunsten sensationalistischer, moderner Auslegung.
[10:37] „Und in ihr wurde das Blut der Propheten und Heiligen gefunden und aller derer, die hingeschlachtet worden sind auf Erden.“
[10:48] Oh, nach diesem hörte ich eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprach: „Halleluja!“ Das heißt auf Hebräisch: „Preist den Herrn, lobt den Herrn!“ „Das Heil und die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht gehören dem Herrn, unserem Gott, denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, denn er hat die große gerichtet, welche die Erde verderbte mit ihrer Unzucht und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert.“ Das, was im fünften Siegel noch gefragt worden ist, als symbolisch die Seelen dort schreien: „Wie lange noch, bis du richtest?“, das erfüllt sich hier. Babylon wird gerichtet, und zwar vollständig gerichtet, und es gibt einen Jubelgesang im Himmel. „Und nochmals sprachen sie: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß und sprachen: Amen, Halleluja! Und eine Stimme kam aus dem Thron hervor, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchtet, sowohl die Kleinen als auch die Großen!“
[11:56] Liebe Freunde, wir dürfen Gott loben, denn Gott wird sich um uns kümmern. Er wird das Unrecht nicht immer mit ansehen. Er wird eingreifen, er wird für Gerechtigkeit sorgen. Er wird die Feinde des Evangeliums richten und es wird Gerechtigkeit geben und ewiges Leben für jeden, der ihm vertraut.
[12:13] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Hab Dank, dass wir dein Wort immer besser verstehen dürfen und dass wir in der Offenbarung so viele verschiedene interessante Ideen haben, die aus der ganzen Bibel zusammenkommen. Hilf uns, dass wir die Offenbarung so auslegen, dass die Bibel sich selbst erklären kann und dass wir nicht neuartigen, unüberlegten Interpretationen so schnell auf den Leim gehen und dadurch Wesentliches wieder verlieren, nur weil wir denken, dass wir aktueller sind als jemals zuvor. Hilf uns, dass wir bei dem klaren, offenbarten Wort Gottes bleiben, indem wir Schriftvers mit Schriftvers vergleichen und nicht die Tageszeitung und die Nachrichten nehmen, um die Bibel auszulegen, sondern wir die Bibel sich selbst auslegen lassen und damit erkennen, was die Zeichen der Zeit wirklich meinen und was auch Zeichen der Zeit sind. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir heute an diesem Tag den Geist des Lobes und des Dankes in unserem Herzen tragen dürfen und dass wir darauf vertrauen, dass wir einmal durch deine Gnade bei dir stehen dürfen und mit dir in diesen Siegesgesang, dieses Siegeslied, einstimmen dürfen. Herr, das wünschen wir uns von ganzem Herzen. Segne uns und halte uns ganz fest an deiner Hand. Amen.
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