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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp setzt seine Serie „Gott auf (m)einer Seite“ fort und beleuchtet die Sendschreiben an die Gemeinden Sardes, Philadelphia und Laodizea aus Offenbarung Kapitel 3. Er interpretiert diese Gemeinden als historische Abschnitte der Christenheit und betont die jeweiligen Botschaften Jesu: den Aufruf zur Erweckung, die Treue zum Wort Gottes und die dringende Warnung vor Lauheit. Kramp lädt die Zuhörer ein, Jesu Angebot von Glauben, Gerechtigkeit und geistlicher Einsicht anzunehmen, um sich auf seine Wiederkunft vorzubereiten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite.

[0:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du auch heute zu unseren Herzen sprechen möchtest. Und wir möchten heute dein Angebot annehmen, dass du durch den Heiligen Geist uns wichtige Dinge sagen möchtest, die uns persönlich treffen und betreffen. Wir möchten dich bitten, dass du alle unsere Gedanken auf dich lenkst. Das, was immer uns in unserem Herzen betrübt oder uns traurig macht, was immer uns bedrängt oder verwirrt, dass du es jetzt in deine Hand nimmst, dass wir uns ganz auf dein Wort konzentrieren können und dass wir erleben dürfen, dass du uns tiefen Frieden schenkst. Lass uns aus deinem Wort lernen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:33] Wir beginnen heute mit Offenbarung Kapitel 3. Wir sind bei den sieben Sendschreiben und haben die ersten vier Gemeinden gelesen. Diese Gemeinden, die ja ursprünglich alle in der Provinz Asia, der Westtürkei gelegen sind, sind Repräsentanten verschiedener Abschnitte in der Geschichte des neutestamentlichen Volkes Gottes, der Christenheit.

[2:04] Die letzte Gemeinde Thyatira, die wir uns angeschaut haben, die vierte Gemeinde, die Gemeinde während des dunklen Mittelalters, als die Frau Isebel herrschte, die sich eine Prophetin nennt, aber in Wirklichkeit Irrlehre fördert, das heißt, die den Anspruch erhebt, für Gott zu sprechen, in Wirklichkeit genau das Gegenteil tut, Gottes Volk von der Treue zum Wort hinwegzieht. Ein sehr passendes Symbol für die römische Kirche im Mittelalter.

[2:30] Wir haben gesehen, wie es trotzdem wahre Gläubige gab, dargestellt durch die Gemeinde Thyatira, die festgehalten haben, und obwohl sie mitunter auch von Irrlehren mit beeindruckt gewesen sind, festgehalten haben, und denen Gott keine größere Last auferlegt hat, und die sogar eine Reformation erlebt haben.

[2:52] Wir lesen weiter in Vers 1 von Offenbarung 3: „Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt der, welcher die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke. Du hast den Namen, dass du lebst, und bist doch tot.“

[3:08] Wenn die Gemeinde Thyatira bis 1798 geht – es gibt auch einige andere Auslegungen dazu, aber ich glaube persönlich, das ist die nachvollziehbarste Auslegung – wenn Thyatira bis 1798 geht, weil dann das, was über Sardes gesagt wird, wirklich wie die Faust aufs Auge passt. Denn dann bleibt noch eine Gemeinde übrig, nämlich die Protestanten. Denn 1798 erhält ja der Katholizismus eine tödliche Wunde. Zunächst einmal aber die Protestanten bleiben übrig, und sie haben einen Namen, dass sie leben. Denn der Protestantismus hat seinen Namen von dem Protest in Speyer 1529, als man gegen ein Kompromissangebot, nämlich das Kompromissangebot, man könne ja Protestant bleiben, Hauptsache, man würde das nicht in der Welt verbreiten, gegen dieses Kompromissangebot protestiert hat. Das heißt, Protestanten von ihrer DNA her sind eigentlich Menschen, die unbedingt das Evangelium anderen Menschen weitergeben wollen.

[4:05] Jetzt haben sie einen Namen, dass sie leben, aber sind tot. Und um 1798 tun die Protestanten genau das nicht mehr. Mission ist völlig zum Stillstand gekommen und etwas, was es fast gar nicht mehr gibt zu dieser Zeit. Wir erinnern uns, dass die sieben Gemeinden sieben Leuchter sind, die Licht verbreiten sollen. Wir sollten also die sieben Gemeinden immer auch aus dem missionarischen Aspekt eigentlich besonders studieren.

[4:29] „Werde wach und stärke das Übrige, das im Begriff steht, zu sterben, denn ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor Gott.“ Da gab es also etwas zu tun. Es gab die Notwendigkeit einer echten Erweckung, und so eine Erweckung hat es tatsächlich auch gegeben, nicht der gesamten protestantischen Kirchen, aber einige Gläubige haben eine echte Erweckung erlebt. Diese Erweckung, die um 1800 einsetzt, führt nicht nur zu einer größeren Frömmigkeit einiger Gläubigen, sie führt vor allem zu der Gründung zahlreicher Missionsgesellschaften und Bibelgesellschaften, das Wort Gottes wieder in der ganzen Welt zu verbreiten.

[5:07] „So denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße.“ Auch hier, wie schon in der Gemeinde Ephesus, werden die Gläubigen aufgefordert, wieder zu dem zurückzukehren, was sie einmal ursprünglich gehabt haben, quasi in diesem Fall zurückzugehen zu den Ursprüngen des Protestantismus und zu den Ursprüngen der wahren biblischen Lehre.

[5:29] „Wenn du nun nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht erkennen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.“ Hier geht es um die Wiederkunft, die wir schon in der Gemeinde Thyatira zum ersten Mal angedeutet gesehen haben, und hier ist die Wiederkunft etwas, was überraschend stattfinden wird, und zwar nicht für die Gläubigen, sondern für die, die im Abfall verharren, die in der Apathie verharren, die sich nicht vorbereiten. In der Bibel kommt Jesus nur für die Gottlosen, für die Weltmenschen und für die eingeschlafenen Christen wie ein Dieb, nicht aber für die, die Gottes Wort studieren und sich vorbereiten.

[6:09] „Doch du hast einige wenige Namen auch in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben, und sie werden mit mir wandeln in weißen Kleidern, denn sie sind es wert.“ Wir sehen also, dass zu allen Zeiten Gott Treue gehabt hat, die wirklich seinem Evangelium gefolgt sind.

[6:25] „Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“

[6:41] Es gibt die Bücher, die wir auch in Daniel 7 finden und die in Offenbarung 20 wieder eine Rolle spielen werden, wo die Werke aufgezeichnet sind. Aber es gibt ein Buch des Lebens, das insbesondere die Namen all derer enthält, die das Blut des Lammes für sich in Anspruch genommen haben, das vor Grundlegung der Welt schon geschlachtet worden ist – mit einer Anordnung, dass er am Kreuz von Golgatha gestorben ist, Jesus Christus, weil er schon vor der Schöpfung sich dazu entschieden hat. Unsere Namen können dort eingetragen werden, sie können aber wieder ausgelöscht werden. Und das heißt, es gibt kein „einmal gerettet, immer gerettet“, wie manche Christen fälschlich behaupten, sondern nur wer überwindet, wer also Sieger bleibt, wer den Sieg in Anspruch nimmt und dabei bleibt, dessen Name wird auch bestehen bleiben im Buch des Lebens. Und Jesus wird uns vor den Engeln und vor dem Vater bekennen.

[7:32] Mein persönlicher Taufspruch in Matthäus 10, 32 und 33 sagt, dass wenn wir Jesus vor den Menschen bekennen, wird auch er uns vor Gott dem Vater und seinen Engeln bekennen. Und was ist das für eine wunderbare Verheißung, dass Jesus für mich, für mich sündigen Menschen, Eintritt vor sündlosen Engeln und vor dem Vater selbst und sagt: „Das ist mein Freund.“ Wenn ich zu ihm komme, meine Sünden bekenne und sie reinwaschen lasse im Blut des Lammes.

[8:04] „Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand zuschließt; und zuschließt, so dass niemand öffnet. Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen, denn du hast deine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.“

[8:28] Im Zuge dieser Erweckung gab es eine besondere Erweckung, die schließlich dazu führte, dass man entdeckte, dass 1844 – wir haben das im Zusammenhang mit Daniel 8 und 9 studiert und Daniel 7 – dass Jesus – und wir werden das in Offenbarung noch an vielen Stellen, an einigen anderen Stellen sehen – dass Jesus 1844 in das Allerheiligste gegangen ist. Eine Tür geöffnet worden ist im himmlischen Heiligtum, die niemand zuschließen kann. Es waren nur wenige, die im Glauben diesen Schritt mit vollzogen sind. Sie hatten nur eine kleine Kraft, aber sie haben das Wort bewahrt, als die Prophezeiung auf dieses Datum hinwiesen, und die Menschen sich aber irrten und glaubten, Jesus würde wiederkommen, und es da nicht eintrat, gab es viele, die den Glauben verloren haben und verlassen haben. Aber einige hielten fest an dem Wort Gottes, auch wenn sie es nicht richtig verstanden hatten. Sie hielten fest an dem Datum, bis sie erkannten, dass Gott eine Tür geöffnet hat, dass Jesus vom Heiligen ins Allerheiligste gegangen ist.

[9:25] „Siehe, ich gebe, dass solche aus der Synagoge des Satans, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen. Siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen und vor deinen Füßen niederfallen und erkennen, dass ich dich geliebt habe.“ Hier haben wir wieder falsche Christen, so wie wir sie schon in den ersten Gemeinden gesehen haben. Denn viele von denen, die sich früher Protestanten genannt hatten und die früher Protestanten gewesen waren, hatten sich jetzt sehr weit, sehr weit von Gottes Wort entfernt. Die Botschaft der Wiederkunft und auch des Heiligtums, des Gesetzes Gottes, des damals abgelehnt und damit eine ähnliche Position eingenommen wie die Irrlehrer in den frühen Jahrhunderten der Christenheit.

[10:09] „Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, damit die versucht werden, die auf der Erde wohnen. Siehe, ich komme bald.“

[10:22] In der vierten Gemeinde hieß es, dass Jesus kommt, in der fünften hieß es, er würde kommen wie ein Dieb. Jetzt heißt es: „Ich komme bald.“ Wir sehen also auch hier nicht nur eine Entwicklung der Tiefen des Antichristen in den ersten vier Gemeinden, sondern wir sehen ab der vierten Gemeinde eine zeitliche Entwicklung in der Nähe der Wiederkunft Jesu. Siehe, ich komme, ich komme wie ein Dieb, ich komme bald. Wir werden sehen, dass in der letzten Gemeinde in Laodizea es heißt, er steht vor der Tür.

[10:50] „Halte fest, was du hast, damit dir niemand deine Krone nehme.“ Immer und immer wieder fordert uns die gesamte Bibel auf, das, was wir von Jesus geschenkt bekommen haben, nicht aufzugeben, festzuhalten, damit wir nicht verführt werden.

[11:07] „Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen. Und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott aus, und meinen neuen Namen.“

[11:25] Wenn wir treu zu Gott stehen, dann können wir Säulen sein in seiner Gemeinde, so wie Johannes, Petrus und Jakobus in Galater 2 als Säulen bezeichnet worden sind. Wir werden für alle Ewigkeiten bei Gott sein und ihm dienen.

[11:42] „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“

[11:45] „Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der Amen, der Treue und Wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes.“

[11:56] Jesus beginnt hier mit Eigenschaften, die er in Offenbarung 1 gar nicht so spezifisch genannt worden sind. Er ist der Amen, das heißt, jede Verheißung der Bibel findet in Jesus ihr Ja und Amen, ihre Erfüllung. Er sagt die Wahrheit. Er ist nicht nur unser Hohepriester, unser Verteidiger und Richter. Er ist auch der, der die Wahrheit sagt. Er wird uns nicht freisprechen, wenn wir als Heuchler ein anderes Leben leben als das, was wir bekennen. Er ist der Treue und Wahrhaftige Zeuge, und deswegen sagt er der letzten Gemeinde vor der Wiederkunft auch ganz liebevoll, aber absolut klar und deutlich, schonungslos, was schiefläuft in ihrem Leben. Und er ist der Ursprung der Schöpfung Gottes. Das heißt, durch sein Wort entsteht neues Leben. Bevor er den Finger in die Wunde legt, macht er ganz deutlich, dass jede Verheißung in ihm Wirksamkeit hat und dass er die Kraft hat, Neues zu schaffen. Die Laodizea-Botschaft ist nicht gegeben, damit wir uns damit grämen, sondern dass wir erkennen, dass wir diese Kraft in Anspruch nehmen müssen und diese Verheißungen für uns heute brauchen.

[13:09] „Ich kenne deine Werke.“ Das ist, was Jesus jeder Gemeinde sagt. Jesus schaut auf die Werke. „Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst!“ Die Christen der Endzeit, die sich zu Jesus und seinem Volk bekennen, sind nicht ganz auf Gottes Seite, aber noch nicht ganz gegen ihn. Sie hinken so auf beiden Seiten, wie zur Zeit Elias, des Volkes.

[13:35] „So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.“ Jetzt ist Jesus unser Hohepriester. Er bekennt uns, er führt uns sozusagen auf der Zunge. Aber Jesus kann nicht für uns eintreten, wenn wir mit einem Bein bei ihm, mit einem anderen Bein beim Gegner sind.

[13:54] „Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts.“ Geht es uns nicht oft so, dass wir denken, wir sind doch Christen, wir haben die Bibel, wir beten doch immer mal wieder, wir tun doch gute Werke, und wir sind doch in einem guten Zustand.

[14:06] „Du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt.“ Das ist der Zustand eines unbekehrten Menschen. Das ist der Zustand in Römer 7 von einem Menschen, der zwar Gottes Gebote halten will, aber wo das Ich noch lebendig ist, nicht gestorben ist, der alte Mensch, der alte Mann noch nicht tot ist, sodass die Frau nicht den neuen Mann Christus heiraten kann. Elend, erbärmlich, ohne Wert, ohne Hoffnung auf ein zukünftiges Leben ist der ist erbärmlich nach Galater 15. Arm, blind, wenn man nicht sieht, wenn man die Reinigung seiner früheren Sünden vergessen hat, wie es in 2. Petrus Kapitel 1 steht, und entblößt, nackt, so wie Adam und Eva vor Gott.

[14:52] Das Problem von Laodizea ist nicht ein Mangel an Wissen über besonders tiefgehende Lehre. Das Problem von Laodizea ist, dass Laodizea denkt, dass es glaubt, aber es glaubt gar nicht. Dass es denkt, bekehrt zu sein, aber in Wirklichkeit unbekehrt ist. Und wenn ein unbekehrter Mensch denkt, dass er bekehrt ist, dann ist die Lage sehr, sehr kritisch. Denn er wird dann immer, wenn das Evangelium gepredigt wird, denken: „Na ja, das ist für die anderen.“ Und ich verstehe, dass er es persönlich braucht. Ich möchte heute verstehen, dass das Evangelium für mich ist, dass ich persönlich das Evangelium brauche. Geht das dir auch so?

[15:42] „Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das dem Feuer geläutert ist.“ Nach der Bibel ist dieses Gold, das im Feuer geläutert ist nach 1. Petrus Kapitel 1, ein Symbol für den Glauben. Der Glaube, der durch die Liebe, die durch das Feuer auch symbolisiert wird, wirksam ist, wie es Galater 5 sagt. Der Glaube, den Jesus uns schenken möchte, der durch die Liebe wirksam wird, der gereinigt ist von Weltlichkeit und Egoismus.

[16:09] „Und weiße Kleider, damit du bekleidet und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird.“ Laodizea denkt, dass sie reich sind, aber sie sind arm. Wir denken, dass wir Glauben haben, aber unser Glaube ist meistens nicht weiter als eine Zustimmung zu Glaubenspunkten. Aber das ist kein Glaube in der Bibel. Glaube in der Bibel ist das, was Paulus sagt: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Jesus sagt: „Der Mensch lebt aus jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“ Wenn wir aus dem Wort Gottes leben, wenn wir daraus unser Leben herausnehmen und im Alltag uns nach dem Wort Gottes richten, weil wir mit Jesus gehen, dann haben wir Glauben, und das will Jesus uns schenken. Wir müssen es nicht selbst produzieren, wir müssen es nicht selbst erarbeiten. Jesus steht vor meiner und deiner Herzenstür, klopft an und bietet dir diesen Glauben an.

[16:58] Jesus bietet uns seine Gerechtigkeit. Er ist der Herr, unsere Gerechtigkeit. Sein Charakter, sein Gehorsam, seine Gerechtigkeit wird uns zugerechnet und verliehen, damit wir nicht mehr in der Schande der Sünde leben müssen.

[17:22] „Und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst.“ Wer echten biblischen Glauben hat und wer die Erlösung für sich persönlich in Anspruch genommen hat, der sieht doch mit den Augen der Barmherzigkeit, der sieht mit den Augen der Gnade. Er hat selbst Gnade empfangen, und er bekommt einen weisen Blick. Er betrachtet Menschen und Situationen so wie Jesus sie betrachten würde und nicht mehr hartherzig und abstoßend.

[17:50] „Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige.“ Hier steht das Wort „erziehe ich“. Jesus erzieht uns, und deswegen gibt er uns auch diese dramatische Diagnose, weil er uns retten möchte.

[18:08] „So sei nun eifrig und tue Buße.“ Der Aufruf zur Buße ist der Aufruf des Evangeliums. Jesus predigte, wo immer er predigte, genauso wie Johannes: „Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.“ Heute können wir sagen für die Gemeinde Laodizea, das Reich Gottes ist sogar in einem sehr konkreten Sinne nahe gekommen, nicht nur in dem geistlichen Sinne, in dem Sinne des Reiches der Gnade, sondern auch das Reich der Herrlichkeit. Jesus kommt bald. Jetzt ist es allerhöchste Zeit, das Reich der Gnade für sich in Anspruch zu nehmen, damit wir vorbereitet sind auf die Wiederkunft. Wir sollten eifrig Buße tun, das heißt, umkehren, unser Denken verwandeln lassen, nicht mehr so denken wie vorher, in eine andere Richtung denken. Buße ist nicht, wenn ich danach genauso denke wie vorher. Buße ist, wenn ich Gott erlaube, mein Denken zu ändern. Er macht das, aber ich muss es ihm erlauben.

[18:58] „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Jesus steht vor deiner Herzenstür, lieber Freund, liebe Freundin, und klopft heute an. Möchte dein Denken verändern. „Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen, und er mit mir.“ Jesus klopft, Jesus kommt an deine Tür. Du musst ihn nicht suchen, aber er wird nicht die Tür eintreten, er wird sich nicht aufzwingen. Du musst aufmachen, lieber Freund, liebe Freundin. Indem du heute dieses Video siehst, spricht der Geist zu mir und zu dir und sagt: „Mach die Tür auf.“ Nimmst du sein Angebot an? Willst du heute den Glauben, den Jesus schenkt, annehmen, der durch die Liebe wirksam ist? Seine Gerechtigkeit und seine Augensalbe, damit du siehst, wie er sieht, und wirklich reich wirst? Ist dein Wunsch, dann öffne jetzt die Tür deines Herzens und sprich mit mir folgendes Gebet:

[19:56] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, und wir erkennen – ich erkenne, dass ich dich brauche. Wir brauchen dich wirklich, und wir möchten heute erneut unsere Tür des Herzens öffnen, vielleicht auch zum allerersten Mal in unserem Leben, und wir möchten dich bitten, dass du uns echte Buße schenkst, und die können wir nicht selbst produzieren. Du hast versprochen, dass du uns Buße schenkst und auch Vergebung der Sünden. Schenk uns eine echte Denkänderung, eine Sinnesänderung, dass wir in eine andere Richtung denken, umkehren von unseren alten Gedanken-Wegen, und dass wir deinen Glauben annehmen, so glauben, wie du, Herr Jesus, geglaubt hast, als du auf dieser Erde gewesen bist, dass wir annehmen, dass du für uns gestorben bist, dass deine Gerechtigkeit für uns spricht und deine Gerechtigkeit uns auch in unserem Alltag bekleidet. Und öffne unsere Augen und

[20:58] bekleidet und öffne unsere Augen und salbe sie, damit wir unseren Zustand erkennen, wie er wirklich ist, und mit deinen Augen auch andere Menschen sehen, wie du sie siehst. Das bitten wir alles im Namen Jesu.

[21:29] Amen.


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