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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ führt Christopher Kramp durch Offenbarung 5:9-6:15. Er beleuchtet die himmlische Anbetungsszene und die Bedeutung des Lammes, das würdig ist, die sieben Siegel zu öffnen. Anschließend interpretiert er die ersten sechs Siegel als prophetische Phasen der Kirchengeschichte, von der Ausbreitung des Evangeliums bis zu den Zeichen der Wiederkunft Jesu.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 1308. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du bist so groß und so mächtig, gleichzeitig so liebevoll und so gnädig und geduldig. Dir gebührt aller Lob und alle Ehre. Und Herr, wir möchten, dass unser Leben ein Gottesdienst ist, unser Leben dich verherrlicht. Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir jetzt in Offenbarung weiterlesen, dass wir gestärkt werden in unserem Glauben und dich besser verstehen. Sprich du zu unseren Herzen, gib, dass wir Neues über Jesus erkennen und Freude daran haben, dein Wort zu entdecken. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:25] Wir sind in Offenbarung Kapitel 5, in der großen Anbetungsszene des himmlischen Heiligtums, des Tempels, wo Gott der Vater von den lebendigen Wesen, von den 24 Ältesten, von den Engeln angebetet wird. In Kapitel 4 wird dieses versiegelte Büchlein, das außen und innen beschrieben ist, in den Fokus gerückt. Das heißt, man kann die Botschaft außen lesen. Die Frage ist, ob sie innen noch einmal genau dieselbe ist wie auch außen. Das heißt, ob dieser Kaufvertrag tatsächlich gültig ist. Niemand kann dieses Buch öffnen, bis nachdem Johannes geweint hat, er auf den Löwen hingewiesen wird aus dem Stamm Judas, Jesus, der König der Könige, der Schöpfer, der die Wurzel Davids, der als ein geschlachtetes Lamm dort erscheint, der durch seinen Tod auf Golgatha die Erde zurückgekauft hat. Und als er das Buch nimmt, fallen die lebendigen Wesen und die 24 Ältesten nieder, und auch die Gebete der Gläubigen von der Erde erreichen dort diese Szene.

[2:36] Und wir lesen weiter in Offenbarung 5, Vers 9: „Und sie sangen ein neues Lied, das neue Lied in den Psalmen hat oft die Bedeutung einer persönlichen Erfahrung der Erlösung.“ Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: „Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Nationen, aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen.“ Manche Manuskripte haben auch den Text: „...und hast sie für Gott erkauft.“ Also, da gibt es unterschiedliche Manuskripte, deswegen auch unterschiedliche Ansichten, wer genau diese 24 Ältesten sein könnten.

[3:20] Das muss uns aber jetzt an dieser Stelle nicht zu sehr beschäftigen. Übrigens, wer sich für die Details der Offenbarungsauslegung interessiert, der kann in unserer Serie „Die Offenbarung“, unserer „Kan-Stad-Study“ über 2019, das Spezial, dort mit Sendemanuskript noch sehr viel mehr Details erfahren.

[3:43] Das neue Lied verweist also, dass es hier um das Thema der Erlösung geht. Gott ist würdig, weil er der Schöpfer ist, angebetet zu werden. Aber wir finden hier einen zweiten Aspekt, der im Grunde genommen mit dem ersten aufs Engste verbunden ist, denn Erlösung ist ja Neuschöpfung. Wir sind eine neue Schöpfung in Jesus, in Christus Jesus, so sagt es 2. Korinther 5 Vers 17. „Und hast du uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden.“ Das ist diese Erlösung, die in Kapitel 1 angedeutet ist, angesprochen ist, dass durch das Blut Jesu wir gewaschen sind von unseren Sünden, weil er uns geliebt hat und uns zu Königen und Priestern gemacht hat, und zwar aus allen Stämmen, Nationen, Völkern und Sprachen, so wie es später im ewigen Evangelium auch in Offenbarung 14 Vers 6 eine Rolle spielt. Dieses Evangelium ist also hier schon ganz zentral.

[4:36] Jesus ist würdig, angebetet zu werden. Er ist Gott, weil er nicht nur Schöpfer, sondern auch unser Erlöser ist. Schöpfung und Erlösung sind also die zentralen Elemente bei der Anbetung.

[4:51] „Und ich sah, und ich hörte eine Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die Ältesten, und ihre Zahl war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend.“ Wir haben dieselbe Zahl auch in Daniel 7 Vers 9 und 10 im Gericht dann später, wo diese Engel auch gegenwärtig sind. Die sprachen mit lauter Stimme: „Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob.“ Sieben Dinge. „Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist und was auf dem Meer ist und alles, was in ihnen ist, hört dich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

[5:37] Und hier ein interessanter Punkt, denn in der Geschichte dieses Universums wird sich dieser Vers erst am Ende der Zeit erfüllen, erst nach den tausend Jahren, wenn dann vollständig sichtbar ist und vollständig klar ist und vollständig von jedem verstanden ist, dass Jesus rechtmäßiger Herrscher des Universums ist und dass er König ist und dass er die Welt erkauft hat. Dann werden alle Geschöpfe ihm die Ehre geben.

[6:14] Wir haben hier also etwas, das wir in der Offenbarung noch wieder antreffen werden, dass wir, bevor die eigentlichen Siegel losgehen, wir im Himmel eine Szene haben, die sozusagen den Rahmen bildet. Wir haben dort den Anfang der Siegel, indem sozusagen die Szene geschildert wird, in der dieses Buch überhaupt erst einmal in den Fokus gerät und worum es dabei geht. Und dann haben wir auch ein Ereignis, das quasi ganz am Ende steht, und die jetzt folgenden Siegel, die sind parallel dazu, die sind innerhalb dieser Zeit, natürlich nicht nach dem Vers 13 hier, denn dann wären sie ja nach den tausend Jahren. Und das ist ein wichtiges Merkmal, wie oft in der Offenbarung Visionen eingeleitet werden, indem sozusagen schon einmal der gesamte zeitliche Rahmen aus himmlischer Perspektive betrachtet wird, bevor dann die einzelnen prophetischen Ereignisse auf der Erde innerhalb dieses Rahmens dargestellt werden.

[7:13] „Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen. Und die 24 Ältesten fielen nieder und beteten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ „Und ich sah, wie das Lamm eines von den Siegeln öffnete, und ich hörte eines von den vier lebendigen Wesen wie mit Donnerstimme sagen: Komm und sieh!“ Das sind ja die Worte, die Jesus selbst gesagt hatte, als er seinen ersten Jüngern auf die Frage, wo er denn wohnte, sagte: „Kommt und seht!“ Und ich sah, und siehe, es war ja einer von den beiden Johannes, der diese Worte „Komm und sieh!“ gehört hatte. Und jetzt hört er wieder „Komm und sieh!“

[7:56] „Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen, und es wurde ihm eine Krone gegeben, und er zog aus als ein Sieger und um zu siegen.“ Das erste Pferd stellt den Triumph des Evangeliums dar. Weiß, rein und sieghaft zieht das Evangelium in die damals bekannte Welt, wie schon Paulus bezeugt im Kolosserbrief.

[8:21] „Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm und sieh! Und es zog ein anderes Pferd aus, das war feuerrot, und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, damit sie einander hinschlachten sollten, und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben.“ Feuerrot ist dieses zweite Pferd, und dort fließt viel Blut. Die zweite große Phase im Heilsplan nach dem Neuen Testament, nach dem Auszug oder dem Siegeszug des Evangeliums, ist die Verfolgung der Gemeinde, wo das Blut in Strömen geflossen ist.

[9:05] „Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm und sieh! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand.“ „Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sprach: Ein Maß Weizen für einen Dinar und drei Maß Gerste für einen Dinar. Doch das Öl und den Wein schädigt nicht.“ Diese Werte sind ungefähr acht bis sechzehn Mal so hoch, wie sie zur Zeit der späten römischen Republik, also ungefähr hundert Jahre zuvor, von Cicero für Sizilien angegeben werden. Hier scheint eine extreme Teuerung angesprochen zu sein. Das Getreide wird extrem knapp. Das Getreide, das Brot, Symbol für das Wort Gottes, ist der Zeitpunkt in der Kirchengeschichte, als das Wort Gottes verdreht wird, als das Wort Gottes beiseitegeschoben wird durch Irrlehren. Wir erinnern uns, das in der dritten Gemeinde in Pergamon auch Jesus Symbol, das Schwert war, das aus dem Mund hervorgeht, Symbol für sein Wort. Doch Öl und Wein schädige nicht. Das Öl, Symbol für die Gerechtigkeit Jesu, die in unser Leben hineinkommen soll, und der Wein, Symbol für das Blut des neuen Bundes, also für das, was Jesus für uns getan hat, auch das ist immer noch verfügbar zu dieser Zeit, und jeder, der möchte, kann es bekommen.

[10:44] „Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten lebendigen Wesens sagen: Komm und sieh! Und ich sah, und siehe, ein fahlgraues Pferd, und der darauf saß, dessen Name ist der Tod, und das Totenreich folgte ihm nach.“ „Und ihnen wurde Vollmacht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Pest und durch die wilden Tiere der Erde.“ Hier ist sozusagen der Abgrund wieder erreicht, so wie auch in der vierten Gemeinde das schreckliche Mittelalter mit all seinen ungeistlichen Dingen hier dargestellt wird.

[11:19] „Und als das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, dass sie hatten. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, oh Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“ Hier geht es natürlich nicht um buchstäblich Tote, die buchstäblich reden, denn wir wissen aus Prediger 9 Vers 5 und Prediger 9 Vers 10 und vielen anderen Stellen, dass Tote nicht denken und nicht reden können, Gott weder preisen noch irgendetwas anderes tun können. Auch Psalm 6 sagt das und viele andere Stellen. Hier finden wir eine metaphorische Ausdrucksweise, so wie Gott auch zu Kain gesagt hat: „Hörst du nicht, das Blut Abels schreit zu mir!“ Natürlich war Abels Blut nicht physisch hörbar, aber trotzdem war die Tat zum Himmel schreiend, und genau das ist, was hier gemeint ist. Es sind so viele Märtyrer umgekommen. Die Kirche und das Heidentum haben so viele wahre Christen umgebracht, dass es zum Himmel schreit, buchstäblich, und die Frage sich stellt: Wann wird Gott das rächen? Wann wird er Gericht halten?

[12:26] Heißt in Vers 11: „Und jedem von ihnen wurden weiße Kleider gegeben, und es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die auch wie sie getötet werden sollten.“ Es wird deutlich werden, dass diese Märtyrer tatsächlich einmal ewiges Leben haben werden, aber es würde noch etwas Zeit ins Land gehen, es würde noch eine große letzte Verfolgung auch geben, und das wird hier in Vers 11 deutlich.

[13:02] „Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand, und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der Mond wurde wie Blut.“ Das sind die Zeichen, die auch Jesus schon in Matthäus 24, die Zeichen am Himmel, angedeutet hatte, die am Ende der großen Drangsal des Mittelalters die baldige Wiederkunft ankündigen würden. Das große Erdbeben, dieses gewaltige, fast global spürbare Erdbeben 1755 von Lissabon, das auch in Afrika und überall spürbar gewesen ist, hat eine erschütternde Wirkung im 18. Jahrhundert gehabt und die Denksysteme und Philosophie in der Zeit völlig durcheinandergewirbelt. Der schwarze Tag bezieht sich auf ein bis heute ungeklärtes Naturphänomen im Jahre 1780, als am helllichten Tag plötzlich es in Nordamerika unvorstellbar finster wurde und in der Nacht der Mond wie Blut war, so rot.

[14:10] Und dann heißt es Vers 13: „Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Wind geschüttelt wird.“ 1833 war dieser erstaunliche Meteoritenregen, dieser Sternschnuppenfall von Millionen von Sternen zu sehen, auch das ein Zeichen, das auf das Ende hinläutet. Wir erinnern uns aus Daniel 8, die letzte Zeit Prophezeiung geht ja auf 1844 zu.

[14:41] Vers 14: „Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird.“ Das ist die Wiederkunft, wie schon in Hiob 14 deutlich wird, dass, wenn die Himmel nicht mehr sind, wenn die vergehen, dann werden die Toten in Christus auferstehen. „Und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt. Und die Könige der Erde und die Großen und die Mächtigen und die Heeresführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge.“ Wir sehen, das sechste Siegel sind die letzten Zeichen vor der Wiederkunft und dann die Wiederkunft. Wir befinden uns gerade genau zwischen Vers 13 und Vers 14.

[15:16] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass Jesus uns erkauft hat durch sein Blut von Golgatha und dass er diese Welt zurückgekauft hat und dass der Gang der Geschichte beweist, dass dein Wort recht hat und dass Jesus der rechtmäßige Besitzer und Eigentümer dieser Erde ist. Wir möchten uns auf die Wiederkunft vorbereiten und danken dir, dass dein Wort und auch deine Offenbarung uns dabei helfen. Im Namen Jesu. Amen.


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