In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ interpretiert Christopher Kramp die Posaunen aus Offenbarung 8:5-9:13 als prophetische Ereignisse. Er erklärt, wie die ersten vier Posaunen den Untergang des Weströmischen Reiches durch germanische Invasionen symbolisieren. Anschließend wird die fünfte Posaune als das Aufkommen des Islam unter Mohammed gedeutet, inklusive einer detaillierten Analyse der prophetischen Zeiträume und Merkmale. Der Vortrag schließt mit der Einführung der sechsten Posaune und einem Ausblick auf weitere Gerichtsurteile.
Gott auf (m)einer Seite: Offenbarung 8:5-9:13
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: OffenbarungPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Offenbarung 8, Verse 5 bis 9, Vers 13. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, weil wir deine Hilfe brauchen. Wir wollen dein Wort verstehen, wie du es gemeint hast, und wir möchten dich bitten, dass du uns Jesus vor Augen führst, der Mensch geworden ist für uns, gestorben ist, im himmlischen Heiligtum für uns dient in den verschiedenen Phasen und wie er bald wiederkommen wird. Wir möchten dich bitten, dass wir lernen, in allem, was wir in der Bibel lesen, auf Jesus zu schauen. Und wir möchten dich bitten, dass wir auf Jesus vertrauen, dass du uns echten, tiefen, bleibenden Glauben schenkst. Herr, vergib uns, wo wir gezweifelt haben. Vergib uns, wo wir entmutigt gewesen sind. Vergib uns, wo unsere Augen abgewichen sind von dir, und stärke du uns. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und hab Dank dafür. Amen.
[1:49] Wir sind in Offenbarung Kapitel 8. Wir haben gesehen, wie ab Vers 2 die sieben Posaunen beginnen, die uns bis Offenbarung 11, Vers 19 beschäftigen werden, als der dritte große Komplex der Posaunen. Posaunen sind Symbole für Krieg und haben auch eine wichtige Assoziation zum Heiligtum. Wir haben gesehen, wie dort auch ein anderer Engel, der niemand anderes ist als Jesus Christus als unser Hohepriester, unsere Gebete am Räucheraltar des himmlischen Heiligtums entgegennimmt und sie mit seiner eigenen Gerechtigkeit verbunden vor dem Vater darbringt.
[2:34] Wir lesen weiter, und zwar in Offenbarung 8, Vers 5: „Und der Engel nahm das Räucherfass und füllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde. Und es geschahen Stimmen und Donner und Blitze und ein Erdbeben.“ Hier sehen wir, wie der Engel, wie Jesus, seinen Dienst als Hohepriester beendet. Wir werden also in Offenbarung 8, Vers 5 an das Ende des hohenpriesterlichen Dienstes von Jesus geführt, was nicht bedeutet, dass alles, was danach kommt, nach dem Ende der Gnadenzeit ist, sondern genauso wie wir es in Offenbarung 5 gesehen haben, gibt es in der Einleitungsszene, bevor dann die Siegel beziehungsweise die Posaunen beginnen, bereits einen Überblick über die gesamte Zeit, die von diesen Siegeln beziehungsweise diesen Posaunen in Anspruch genommen wird. So wie die Siegel von der Öffnung oder von dem Zeitpunkt, wo das Siegel noch nicht mal geöffnet worden ist, das erste, bis dorthin gehen, wo jedes Geschöpf bekennen wird, dass Jesus rechtmäßiger König ist, was erst am Ende der Zeit geschieht, so wie wir glauben, wie es das Neue Testament bekennt, so wird hier der Bogen gespannt von dem Beginn des himmlischen Dienstes von Jesus bis zu dem Zeitpunkt, wo er diesen Dienst beendet, und das wird dann in Offenbarung 11 am Ende eine wichtige Rolle spielen.
[4:03] Wir beginnen also mit Vers 6 wieder in der Zeit, als er noch im Heiligen gedient hat. „Und die sieben Engel, welche die sieben Posaunen hatten, machten sich bereit, in die Posaunen zu stoßen.“ Es geht also um Krieg gegen Gottes Feinde. Gottes Feinde kennen wir aus dem, oder die Feinde des Volkes Gottes kennen wir aus dem Buch Daniel: Babylon, Medo-Persien, Griechenland. Aber die sind alle zur Zeit der Offenbarung schon passé. Der Feind, der momentan gegenwärtig ist nach Daniel, ist das römische Reich. Wir erwarten also, das ist die Kurzfassung, die wir jetzt hier nur zusammenfassen. Sehr viel mehr Information könnt ihr zum Beispiel auch in unserem Symposium über die sieben Posaunen finden, die es auch auf JOL Media gibt von 2019, wo wir das alles mit sehr viel Details und Paralleltexten und auch geschichtlichen Zitaten dann ausgeführt haben. Es geht also um Kriege gegen das römische Reich, die dazu führen, dass das römische Reich besiegt wird.
[5:09] „Der erste Engel stieß in die Posaune, und es entstand Hagel und Feuer mit Blut vermischt und wurde auf die Erde geworfen, und der dritte Teil der Bäume verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte.“ Vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen, dass es durchaus verschiedene Auslegungen gerade auch dieser ersten Posaunen gibt. Einige sind der Meinung, dass diese Posaunen auch vom ersten Jahrhundert an beginnen möchten und sollten und möchten dann hier zum Beispiel die Eroberung Jerusalems durch die Römer sehen. Vertreter wie ich, die eher die den Krieg gegen Rom sehen, halten eher fest an der klassischen Auslegung, die besagt, dass dies hier der erste wesentliche Kriegszug gegen das römische Reich gewesen ist, den die Westgoten unter Alarich durchgeführt haben, um 400 herum, dann Anfang des 5. Jahrhunderts mit der Eroberung Roms im Jahre 410.
[6:08] „Und der zweite Engel stieß in die Posaune, und es wurde etwas wie ein großer, mit Feuer brennender Berg ins Meer geworfen, und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut, und der dritte Teil der Geschöpfe im Meer, die Leben hatten, starb, und der dritte Teil der Schiffe ging zugrunde.“ Für die Details, wie gesagt, sei auf unser Symposium zu den sieben Posaunen verwiesen. Das können wir nicht im Detail hier alles erläutern, aber in kurz geht es hier wohl um die Vandalen unter Geiserich, der einen zweiten wesentlichen Angriff auf Rom auch unternommen hat und der das Mittelmeer von Nordafrika beherrschte.
[6:49] „Und der dritte Engel stieß in die Posaune, da fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Flüsse und auf die Wasserquellen. Und der Name des Sternes heißt Wermut, und der dritte Teil der Gewässer wurde zu Wermut, und viele Menschen starben von den Gewässern, weil sie bitter geworden war.“ Hier geht es um die Hunnen unter Attila, der mit seinen Kriegszügen dazu geführt hat, dass viele andere germanische Völker dann in das römische Reich hineingedrungen sind und den Fall Roms immer mehr beschleunigt haben.
[7:27] „Und der vierte Engel stieß in die Posaune, da wurde der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne geschlagen.“ Das bezieht sich auf die politischen Institutionen des römischen Reiches, damit der dritte Teil von ihnen verfinstert würde, und der Tag für den dritten Teil seiner Dauer kein Licht habe und die Nacht in gleicher Weise.“ Und hier geht es um die Ostgoten, die dann also zunächst einmal um die Heruler unter Odoaker und dann die Ostgoten unter Theoderich, die dem Römischen Reich, wie wir es kannten, im Westen ein endgültiges Ende und auch den Institutionen des römischen Reiches ein Ende bereitet haben.
[8:04] „Und ich sah und hörte einen Engel, der in der Mitte des Himmels flog und mit lauter Stimme rief: „Wehe, wehe, wehe denen, die auf der Erde wohnen, wegen der übrigen Posaunenstöße der drei Engel, die noch in die Posaune stoßen sollen.“ Das Wehe wird im Neuen Testament in der Regel meistens dann ausgesprochen, wenn jemand, der es besser weiß, trotzdem so handelt wie gottlose oder wie Heiden. Und hier finden wir jetzt den Wechsel von den Strafgerichten über das heidnische Rom zu den Strafgerichten über das vermeintlich christliche, das päpstliche Rom, das eigentlich die Wahrheit kennen sollte, aber in seinem Handeln doch dem Heidentum sehr viel mehr ähnelte als dem, was die Bibel uns sagt.
[8:48] „Und der fünfte Engel stieß in die Posaune, und ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war, und es wurde ihm der Schlüssel zum Schlund des Abgrunds gegeben. Und er öffnete den Schlund des Abgrunds, und ein Rauch stieg empor aus dem Schlund wie der Rauch eines großen Schmelzofens, und die Sonne und die Luft wurden verfinstert von dem Rauch des Schlundes. Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde, und es wurde ihnen Vollmacht gegeben, wie die Skorpione der Erde Vollmacht haben.“ Hier haben wir eine Prophezeiung über das Aufkommen des Islam unter Mohammed, der sich dann rasant ausgebreitet hat und auch für den Osten Roms eine massive Gefahr und Bedrohung dargestellt hat.
[9:32] „Und es wurde ihnen gesagt, dass sie dem Gras der Erde keinen Schaden zufügen sollten, auch nicht irgendetwas Grünem noch irgendeinem Baum, sondern nur den Menschen, die das Siegel Gottes nicht an ihrer Stirn haben.“ Hier geht es also um Menschen, die eben nicht Gott treu sind, die nicht gefestigt sind, die nicht sein Gesetz halten. Das muss nicht unbedingt etwas mit der Endzeit zu tun haben, denn Menschen zu allen Zeiten sollten Gottes Wort, Gottes Charakter, Gottes Liebe, ja auch seinen Sabbat an der Stirn haben und das aus Überzeugung halten.
[10:04] „Und es wurde ihnen gegeben, sie nicht zu töten, sondern sie sollten fünf Monate lang gequält werden, und ihre Qual war wie die Qual von einem Skorpion, wenn er einen Menschen sticht.“ Diese fünf Monate müssen prophetisch ausgerechnet werden, und biblisch gesehen handelt es sich um 150 Tage. Ein Tag, so sagt uns ja die Bibel in Hesekiel 4, Vers 6, ist ein Jahr. So haben wir 150 Jahre, die – und die Details wie gesagt an anderer Stelle nachzulesen – von 1299 bis 1449 gingen.
[10:43] „Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und ihn nicht finden, und sie werden begehren zu sterben, und der Tod wird vor ihnen fliehen. Und die Gestalten der Heuschrecken glichen Pferden, die zum Kampf gerüstet sind, und auf ihren Köpfen trugen sie etwas wie Kronen, dem Gold gleich, und ihre Angesichter waren wie menschliche Angesichter, und sie hatten Haare wie Frauenhaare, und ihre Zähne waren wie die der Löwen, und sie hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Getöse ihrer Flügel war wie das Getöse vieler Wagen und Pferde, die zur Schlacht eilen. Und sie hatten Schwänze wie Skorpione, und Stacheln waren in ihren Schwänzen, und ihre Vollmacht bestand darin, den Menschen Schaden zuzufügen, fünf Monate lang. Und sie haben als König über sich den Engel des Abgrunds. Sein Name ist auf Hebräisch Abaddon, und im Griechischen hat er den Namen Apollion.“ Das erste Wehe ist vorüber. „Siehe, es kommen noch zwei Wehe nach diesem.“
[11:39] „Und der sechste Engel stieß in die Posaune, und ich hörte eine Stimme aus den vier Hörnern des goldenen Altars, der vor Gott steht.“
[11:47] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass dein Wort uns zeigt, was auf uns zukommt und was auch schon in dieser Welt passiert ist. Herr, und wo wir vielleicht an manchen Dingen noch Fragen haben und manche Dinge nicht völlig durchdrungen haben, dann möchten wir dich bitten, dass du uns in Geduld und mit Liebe führst, dass wir dein Wort immer besser verstehen, dass wir vor allem es im großen Kontext sehen, im Kontext der Erlösung, des Evangeliums und des großen Kampfes. Wir möchten dich bitten, dass du uns vorbereitest auf die Zeit, wenn Jesus einmal seinen hohenpriesterlichen Dienst beendet, und danken dir, dass du für uns da bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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