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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ die Posaunen aus Offenbarung 9:14-11:2. Er erklärt die historische Auslegung der fünften und sechsten Posaune, die den Aufstieg des Islam und den Niedergang des Osmanischen Reiches umfassen. Der Vortrag konzentriert sich auf Jesus als den starken Engel in Offenbarung 10, der das geöffnete Buch Daniel bringt und sein Volk in den Dienst im Allerheiligsten führt, was zur Adventbewegung und der großen Enttäuschung von 1844 führte. Kramp betont die Bedeutung dieser prophetischen Ereignisse für das Verständnis des himmlischen Gerichts und der Endzeitbotschaft.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute sind wir in Offenbarung 9:14-11:2. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir nicht alleine gegen die Feinde des Evangeliums kämpfen müssen, sondern dass du selbst den Kampf anführst, dass du dafür sorgst, dass die Weltgeschichte so abläuft, dass am Ende Gerechtigkeit und Gnade triumphieren werden. Danke, dass wir sehen dürfen, dass all die Nationen und Weltreiche, die sich gegen dich und dein Gesetz erhoben haben, dass keines von ihnen ewig bestehen bleibt. Sie alle immer wieder zugrunde gehen, weil nur bei dir ewige, ja, Ewigkeit zu finden ist und ein Königreich, das ewig Bestand hat. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir es gut verstehen und dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Du hast versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt, sondern ausführt, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.

[1:49] Wir sind in Offenbarung Kapitel 9, inmitten der Posaunen, die Kriegszüge darstellen, mit denen Feinde Gottes und Feinde des Evangeliums und Feinde des Volkes Gottes in die Schranken gewiesen werden, gehindert werden an einer weiteren Ausbreitung oder tatsächlich in die Knie gezwungen werden. Wir haben gesehen, dass diese Posaunen zu verschiedenen Zeiten durch die Jahrhunderte geblasen haben. Nach der klassischen Auslegung sind die ersten vier Posaunen die Kriegszüge, die das vierte Weltreich, das Römische Weltreich, das zur Zeit von Johannes ja noch bestand, in die Knie gezwungen hat.

[2:26] Und dann ab der fünften Posaune geht es um das geistliche Rom, durch dieses Wehe, Wehe, Wehe, das sich jetzt richtet gegen diejenigen, die es besser wissen müssten, aber genau das Gleiche tun wie die Heiden zuvor. Und in der fünften Posaune haben wir gesehen, wie die Entstehung des Islam eine große Gefahr und auch eine Bedrohung sowohl für das Oströmische Reich als auch für die römische Kirche insgesamt im Mittelalter gewesen ist.

[3:05] Und wir kommen jetzt zu der sechsten Posaune. Wir hatten gesehen, wie die fünfte Posaune bis 1449 reicht. Und wir kommen zu der sechsten Posaune. Und wir haben dort gelesen, dass Johannes eine Stimme gehört hat von den vier Hörnern des goldenen Altars, die sprach zu dem – das übrigens ja auch ein der Altar, der dann der Räucheraltar, der noch im Heiligen sich befindet. Die sprach zu dem sechsten – wir lesen ab Vers 14 – die sprach zu dem Engel, der die Posaune hatte: „Löse die vier Engel, die gebunden sind an dem großen Strom Euphrat.“ Euphrat ist der Fluss, der durch Babylon fließt und Babylon sozusagen ernährt oder unterstützt. Wasser in der Bibel ist nach Offenbarung 17, Vers 15, ein Symbol für Völker und Nationen. Das geht also um die Völker, die das römische System, die römische Kirche, das geistliche Babylon unterstützen. Und es geht um vier sogenannte Engel, die daran gebunden gewesen sind und die jetzt losgebunden werden, die sozusagen eine völlige Freiheit von den europäischen Nationen, die das römische System unterstützt haben, bekommen. Und die vier Engel wurden losgebunden, die auf Stunde und Tag und Monat und Jahr bereitstanden, den dritten Teil der Menschen zu töten. Diese Engel werden losgebunden, aber nicht für ewig, sondern nur für einen bestimmten Zeitraum. Dass sich dabei um einen Zeitraum handelt und nicht nur um einen Punkt, wie manche meinen, wird dadurch deutlich, dass ja sonst alles, was danach geschieht, in einer Stunde geschieht. Und das ist natürlich an einer buchstäblichen Stunde ziemlich unvorstellbar. Es geht also um einen Zeitraum, der prophetisch ausgerechnet werden will. Ein Jahr, das sind 360 Tage, das macht also 360 Jahre. Plus ein Monat, das sind prophetisch in der biblischen Rechenweise 30 Tage, das macht 30 Jahre zusammen, also 390 Jahre. Dann noch einen weiteren Tag – immer ein Tag für ein Jahr zu rechnen – 391 Jahre. Und die Stunde ist ein 24stel des Tages, also ein 24stel eines tatsächlichen Jahres, also ein halber Monat. Das ist dann also 15 Tage. Diese Zeitperiode sind also 391 Jahre und 15 Tage. Und die enden nach Berechnung, die schon im 19. Jahrhundert angestellt worden sind, wenn man sie von 1449 von einem bestimmten Zeitpunkt dann an loslaufen lässt, am 11. August 1840.

[5:35] In diesem langen Zeitraum sollten die Nationen oder die islamischen Gebiete sich völlig loslösen von europäischer Vorherrschaft und entsprechend für viel Angst und Schrecken sorgen. Es ist die Zeit, in der auch der islamische Heerführer gesorgt haben, dass zum Beispiel die Reformation ja geschützt worden ist, weil der Kaiser sich dann darum kümmern musste und nicht die Reformation auslöschen konnte. Und die Zahl des Reiterheeres war zweimal zehntausend mal zehntausend, und ich hörte ihre Zahl. Und so sah ich in dem Gesicht die Pferde und die darauf saßen. Sie hatten feurige und violette und schwefelgelbe Panzer. Und die Köpfe der Pferde waren wie Löwenköpfe, und aus ihren Mäulern ging Feuer und Rauch und Schwefel hervor. Durch diese drei wurde der dritte Teil der Menschen getötet, von dem Feuer und von dem Rauch und von dem Schwefel, die aus ihren Mäulern hervorkamen. Denn ihre Macht liegt in ihrem Maul, und ihre Schwänze gleichen Schlangen und haben Köpfe, und auch mit diesen fügen sie Schaden zu.

[6:43] Und die übrigen Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße über die Werke ihrer Hände, sodass sie nicht mehr die Dämonen und die Götzen aus Gold und Silber und Erz und Stein und Holz angebetet hätten, die weder sehen noch hören noch gehen können. Und sie taten nicht Buße, weder über ihre Mordtaten, noch über ihre Zaubereien, noch über ihre Unzucht, noch über ihre Diebereien. Das heißt, trotz dieser Gerichte Gottes – wir sehen also, dass das Mittelalter weg der Islam mit seinen vielen Kriegszügen auch nach Europa als Gerichte Gottes von der Bibel hier beschrieben werden – hat sich das geistliche Leben in den europäischen Nationen, die das Papsttum unterstützt haben, überhaupt gar nicht geändert, und es kam zu keiner echten, weitverbreiteten Bekehrung.

[7:40] Und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel herabsteigen, bekleidet mit einer Wolke, und ein Regenbogen war auf seinem Haupt, und sein Angesicht war wie die Sonne, und seine Füße wie Feuersäulen. Wer ist das? Das ist Jesus. Und das Wichtigste und Entscheidendste bei den Posaunen sind weniger die einzelnen Details, sondern das Entscheidende zunächst einmal, um sie richtig auslegen zu können, ist: Wo ist Jesus und was macht Jesus? Jesus ist hier bekleidet. Also, wir wissen, dass es Jesus ist, weil sein Angesicht leuchtet wie die Sonne, wie in Offenbarung 1. Und wir sehen, dass er den Regenbogen an seinem Haupt hat. Da geht es um den Bund, da geht es um den neuen Bund, der auch den ganzen Thron Gottes umschließt. Und die Wolke und die Feuersäule zeigt uns, dass Jesus sein Volk führt. Er führt sein Volk von einem Ort zum nächsten Ort, so wie das Volk Israel von Ägypten nach Kanaan geführt hat. Er ist ein Engel, das heißt, er hat eine Botschaft. Wir haben ihn schon als Engel gesehen am Anfang der Posaunen-Prophezeiung als derjenige, der im himmlischen Heiligtum für uns Eintritt. Dort war er im Heiligen. Und wir haben noch gesehen, dass die sechste Posaune von dem Altar, vom Räucheraltar aus, mit dem Räucheraltar verbunden war. Aber jetzt bewegt sich Jesus. Jesus will sein Volk führen. Denn wir haben gesehen, am Ende hört er seinen hohenpriesterlichen Dienst auf. Und wir wissen, dass er das dann aus dem Allerheiligsten tun wird. Jesus, und das ist die Hauptbotschaft, das Hauptnarrativ der Posaunen, bewegt sich vom Heiligen ins Allerheiligste.

[9:18] Und diesen Wechsel, dieser Wechsel seines Dienstes wird in Offenbarung 10 beschrieben. Denn dort kommt Jesus jetzt mit einer Botschaft, die genau das zum Inhalt hat. Er hielt in seiner Hand ein offenes Büchlein. Die Schlacht ist hier nicht die beste Übersetzung. Viele sagen: besser ein geöffnetes Büchlein, also ein Büchlein, das vorher verschlossen war, das versiegelt war. Das versiegelte Büchlein in der Bibel ist das Buch Daniel, das verschlossen worden war, das versiegelt worden war bis zur Zeit des Endes, bis 1798, wie wir dort aufgrund von Daniel 11 und Daniel 12 herausgefunden haben. Bis 1798 dann würde es entsiegelt werden. Viele würden es durchforschen und große Erkenntnis finden. Das bezog sich natürlich im Grunde genommen in einem gewissen Sinne auf das gesamte Buch Daniel, aber eigentlich auf den Teil des Buches Daniels, der wirklich versiegelt war. Denn viele Teile des Buches Daniels, die Geschichten, auch einige Prophezeiungen, die Prophezeiung auf Jesu erstes Kommen, waren ja klar verständlich und hätten auch schon und wurden auch zum Teil über die Jahrhunderte verstanden. Aber es gab einen Teil, der verschlossen war, der aufbewahrt werden sollte für fernliegende Tage. Und das war der die Prophezeiung über die 2300 Abende und Morgen, mit die Reinigung des himmlischen Heiligtums, verknüpft mit dem Gericht vor der Wiederkunft, als Jesus vom Heiligen ins Allerheiligste gehen würde, 1844.

[10:41] Diese Botschaft wird jetzt ab 1798 von Jesus in die Welt gebracht. Er möchte, dass die Menschen das Buch Daniel studieren, weil sie jetzt verstehen sollen, dass es einen Wechsel im Dienst von Jesus gibt, vom Heiligen ins Allerheiligste. Und er möchte sein Volk, die Gläubigen, dorthin führen. Und alle Posaunen vorher, die dienen nur dazu, um Wegmarken zu stellen, damit wir wissen: Aha, jetzt ist es soweit, jetzt ist Jesus hier, um uns dorthin zu führen. Deswegen müssen auch die Posaunen so ausgelegt werden, dass sie dieses große Bild abbilden. Denn wenn sie alle nach 1844 oder in die Zukunft gelegt werden, wie einiges versuchen, dann ist diese gesamte Botschaft der Posaunen zerstört.

[11:23] Und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken aber auf die Erde. Also, er hat eine Botschaft an die ganze Welt. Und er rief mit lauter Stimme, wie ein Löwe brüllt. Das kennen wir aus Jesaja 21, wo es die Botschaft hat, dass Babylon gefallen ist. Mit anderen Worten, die christlichen Kirchen, so wie sie bis dahin gekannt waren, würden diese Botschaft nicht annehmen. Es ist ein Ruf auch heraus aus den alten Kirchen zu dieser neuen Bewegung, die Jesus im Allerheiligsten dann ins Allerheiligste folgt. Außerdem erinnert uns dieser brüllende, dieses Bild von dem brüllenden Löwen an Amos 3, wo es heißt: „Wenn der Löwe brüllt, soll geweissagt werden.“ Dann soll also Prophetie gepredigt werden. Jesus brüllt wie ein Löwe und fordert seine Gläubigen auf, die Prophetie des Buches Daniels zu predigen. Und als er gerufen hatte, ließen die sieben Donner ihre Stimmen vernehmen. Und als die sieben Donner ihre Stimmen hatten vernehmen lassen, wollte ich schreiben, da hörte ich eine Stimme aus dem Himmel, die zu mir sprach: „Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreibe diese Dinge nicht auf.“

[12:31] Was wir aber wissen ist, dass als diese Botschaft gepredigt worden ist, als Menschen das Jahr 1843 erst und dann später 1844 ausrechneten, da gab es einige Dinge, die ihren Glauben stärkten: die Erfüllung des Erdbebens von Lissabon, des schwarzen Tages aus dem sechsten Siegel, der Sternfall von 1833 und zusätzlich die exakte, auf den Tag genaue Erfüllung dieser Prophezeiung über den Islam, über das Osmanische Reich, das tatsächlich am 11. August 1840 sich wieder unter die Oberherrschaft der europäischen Mächte unterstellte und damit genau diese Prophezeiung auf den Tag genau erfüllte.

[13:15] Die sechste Posaune, von der auch Offenbarung 10 ja noch Teil ist. Und deswegen gehört diese Bewegung von Offenbarung 10, die auf 1843/44 gewartet hat, mit der sechsten Posaune so untrennbar zusammen. Legt man die sechste Posaune in die Zukunft, fällt die biblische Basis für Offenbarung 10, eine Auslegung auf die Adventbewegung, weg. Und deswegen ist es so wichtig, dass wir das verstehen und auch die Parallele zu Daniel 12 sehen, die jetzt in den nächsten Versen kommt.

[13:46] Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, erhob seine Hand zum Himmel und schwor bei dem, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist: „Es wird keine Zeit mehr sein.“ So ein Bild hatten wir in Daniel 12, als das Buch versiegelt worden ist, das Buch Daniel. Dort hatte der Engel geschworen, bis wann es versiegelt worden ist, nämlich bis 1798. Diese dreieinhalb Zeiten, die dort sind, waren ja die der Schwur, um deutlich zu machen: Dann wird alles zu Ende gehen, dann beginnt die Endzeit. Und dort hatten wir schon in Daniel 12 die Prophezeiung, dass es ein Volk geben wird, das aufgrund des geöffneten Büchleins Daniels auf das Jahr 1843 warten würden. Und das ein Volk, das auf 1843 wartete, es waren die Adventisten, die Milleriten. Sie hatten sich in einem Jahr geirrt, weil sie die Sache mit der Null nicht verstanden hatten, vor Christus und nach Christus, sodass erst später dann entdeckt wurde, dass es auf 1844 hinwies. Die letzte Zeitprophezeiung, die am weitesten reichende, am weitest reichendste Zeitprophezeiung der Bibel, weswegen es jetzt auch heißt: „Es wird keine Zeit mehr sein.“ Es wird keine prophetische Zeitweissagung darüber hinaus geben, sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels – das heißt, die Zeitprophezeiungen hören auf, aber es wird noch etwas Zeit geben. Das Ende der Zeitprophezeiungen ist nicht das Ende der irdischen Zeit, denn es wird noch einen siebten Engel geben, eine siebte Posaune. „Wenn er in die Posaune stoßen wird, soll das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie es seinen Knechten, den Propheten als Heilsbotschaft verkündet hat.“

[15:28] Das bringt uns wieder zu Amos 3. Wir haben ja schon mit dem brüllenden Löwen Amos 3 angeführt. In Amos 3 heißt es, dass Gott nichts tut, es sei denn, dass er es den Propheten, seinen Knechten, offenbart. Und hier geht es nicht um irgendetwas, es geht um die Heilsbotschaft, es geht um das Evangelium. Das Evangelium soll vollendet werden. Jesus ist für uns Mensch geworden, er hat auf der Erde gelebt, er hat uns Gottes Wesen und Charakter und Gesetz vorgelebt. Er ist für uns gestorben, auferstanden, in den Himmel aufgefahren. Er hat dort viele Jahrhunderte als Hohepriester im himmlischen Heiligtum gedient. Und jetzt würde die letzte Phase kommen. Das Evangelium würde vollendet werden während der sieben Posaunen. Das Evangelium würde vollendet werden in dem Sinn, dass Jesus in das Allerheiligste geht, dort den Dienst abschließt, das Gericht dort stattfindet, sodass er wiederkommen kann. Und es würde abgeschlossen werden in dem Sinn, dass dadurch Gottes Volk befähigt wird, das Evangelium schlussendlich in die ganze Welt zu allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen zu bringen und zu predigen.

[16:30] Und die Stimme, die ich aus dem Himmel gehört hatte, redete nochmals mit mir und sprach: „Geh hin, nimm das offene Büchlein in der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht.“ Und ich ging zu dem Engel und sprach zu ihm: „Gib mir das Büchlein.“ Wer zu Jesus kommt, erhält Daniel. Und wer Daniel verstehen will, der muss zu Jesus kommen. Es ist kein biblischer Jesus, der gepredigt wird, wenn gleichzeitig gesagt wird, dass Daniel und Offenbarung unwichtig und nebensächlich sind. Der biblische Jesus, der kommt hier 1798 und will dem Endzeitvolk Gottes sagen: „Studiert Daniel! Wer zu mir kommt, der empfängt das Buch Daniel.“ Sozusagen. Und er sprach zu mir: „Nimm es und iss es auf, und es wird dir Bitterkeit im Bauch verursachen, in deinem Mund aber wird es süß sein wie Honig.“ Immer wieder lesen wir im Alten Testament, dass Gottes Worte süß sind wie Honig. Die Menschen, die auf 1844 warteten, erst 1843, dann 1844, verstanden oder dachten zu verstehen: Jesus kommt wieder. Sie waren begeistert, sie waren erweckt, sie kamen Jesus ganz, ganz nahe. Es war wie Honig in ihrem Mund. „Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und aß es auf, und es war in meinem Mund süß wie Honig. Als ich es aber aufgegessen hatte, wurde es mir bitter im Bauch.“

[17:50] Die große Enttäuschung kam am 22. Oktober 1844, als man dachte, Jesus wiederkommen würde und er kam nicht. Aber hatte sich die Prophezeiung erfüllt? War Jesus vom himmlischen Heiligtum ins Allerheiligste gegangen? Vom Heiligen ins Allerheiligste? Hatte das Gericht im Himmel begonnen? All das hatte sich erfüllt. Und deswegen heißt es jetzt in Vers 11: „Und er sprach zu mir: Du sollst nochmals weissagen.“ Nicht wahr, der Herr hat gebrüllt wie ein Löwe. „Du sollst nochmals weissagen über viele Völker und Nationen und Sprachen und Könige.“ Und diese, diese letzte prophetische Botschaft angesichts der Tatsache, dass das Gericht Gottes begonnen hat, dass wir dann jetzt in die siebte Posaune gehen, die letzte, das ist die Botschaft von Offenbarung 14, Vers 6 und 7, das ewige Evangelium zu allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen, wo es heißt: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts 1844 hat begonnen. Und betet den an, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen.“ Der Sabbat als ein zentrales Element, nämlich als das Zeichen für die Versiegelung, die noch notwendig ist für die Knechte Gottes, bevor die Winde losgelassen werden. Das alles, alles Teil der sechsten Posaune.

[18:50] Kapitel 11, Vers 1: „Und mir wurde eine Messrute gegeben, gleich einem Stab. Und der Engel stand da und sagte: „Mach dich auf und miss den Tempel Gottes samt dem Altar und die, welche daran anbeten.“ Das gehört eigentlich noch gedanklich zu Kapitel 10. Es geht hier um den Tempel. Der Blick wird zum himmlischen Heiligtum gerichtet. Messen hat auch etwas mit Gericht zu tun. Mit welchem Maß wir messen, wird uns auch zugemessen werden. Das kommt aus Matthäus 7. „Aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, lass aus, miss sie nicht, denn er ist den Heidenvölkern übergeben worden, und sie werden die heilige Stadt zertreten 42 Monate lang.“ Das sind diese 42 Monate, die dreieinhalb Zeiten, die wir aus Daniel 7 kennen, die Vorherrschaft des Papsttums über Gottes Gemeinde, als Gottes Volk zertreten und zertrampelt, zertrümmert ist, in viele Einzelteile zerstreut in der ganzen Welt. Was Daniel in Daniel 12 so verwirrt hat und verzweifelt hat: „Wie lange die so unerhörten Zustände dann andauern werden?“ Da wurde mir gesagt: „Bis 1260 Jahre vorbei sind, also dreieinhalb Zeiten.“ Und deswegen wird hier gesagt, dass für lange Zeit diese Gemeinde zertrampelt und zertrümmert ist.

[20:03] Aber jetzt am Ende der Zeit, als es vorbei ist, wird es eine Sammlungsbewegung geben, um die Menschen vom Heiligen im Glauben zum Allerheiligsten zu führen, wo Jesus jetzt für sie eintritt. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank für die Adventbewegung. Hab Dank, dass du, Herr Jesus, sie direkt selbst initiiert hast, indem du die Menschen auf das Buch Daniel aufmerksam gemacht hast und indem du uns als Gläubige geführt hast vom Heiligen zum Allerheiligsten, wo du jetzt für uns eintrittst, wo jetzt das himmlische Gericht stattfindet vor der Wiederkunft und wo unser Glaube jetzt hinreicht. Herr, gib, dass wir das im Alltag richtig verstehen und dir dienen und abermals weissagen, so wie du es versprochen hast und gesagt und geboten hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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