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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beginnt eine neue Serie über den Philipperbrief, „Gott auf (m)einer Seite“, und beleuchtet Paulus‘ tiefe Verbundenheit mit der Gemeinde in Philippi. Er betont die Bedeutung von Dankbarkeit und Fürbitte und ermutigt dazu, Gottes vollendendes Werk im Leben jedes Gläubigen zu vertrauen. Der Sprecher ruft zu einer Liebe auf, die in Erkenntnis und Urteilsvermögen wächst, und zeigt, wie selbst Paulus‘ Gefangenschaft zur Verbreitung des Evangeliums beitrug, unabhängig von den Motiven der Verkündiger.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Philipper 1, Verse 1 bis 18.

[0:41] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für das Privileg, für das Vorrecht, zu dir beten zu dürfen und dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst, dass du uns Wahrheit offenbarst und dass wir dich kennenlernen dürfen, immer besser. Wir danken dir für die Liebe, die sich uns ganz besonders im Epheserbrief, den wir jetzt studiert haben, präsentiert hat. Wir möchten dich bitten, dass wenn wir jetzt den Philipperbrief uns in den nächsten Tagen anschauen, dass du auch dort durch dein Wort zu uns sprichst und uns im Alltag zeigst, wie wir mit dir leben können und wie du unser Leben veränderst und bereicherst und erfüllst. Bitte sei auch heute unser Lehrer und hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:33] Wir beginnen heute mit dem Philipperbrief. Paulus hat eine ganz besonders enge Beziehung auch zu der Gemeinde in Philippi. Es war der Ort, an dem er das besondere Wunder erlebt hatte, als das Gefängnis durch ein Erdbeben zerstört worden ist oder ja, er dadurch befreit worden ist. In Philippi hat er viele interessante Erfahrungen mit Gott gemacht und mit der Gemeinde verband ihn eine ganz herzliche Verbundenheit.

[2:06] Wir beginnen in Philipper Kapitel 1 und dort Vers 1: „Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, an alle Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, samt den Aufsehern und Diakonen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“ Ein Brief, den Paulus nicht alleine geschrieben hat, sondern den er geschrieben hat, als er in Begleitung von Timotheus gewesen ist, einem jener jungen Mitarbeiter, die Paulus immer wieder herangezogen hat, um auch für Nachfolger zu sorgen im Werk Gottes. Interessant ist, dass hier ganz besonders auch die Leiter der Gemeinde mit angesprochen sind, die Aufseher, die als Gemeindeleiter die Gemeinde beaufsichtigen und führen sollen, als auch die Diakone, die wichtige Ämter in der Gemeinde gehabt haben.

[3:04] „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Ich danke meinem Gott, sooft ich an euch gedenke.“ Fast jeder Brief des Paulus beginnt mit dem Dank. Wenn er an die Adressaten denkt, dankt er Gott und er fängt fast immer seine Briefe damit an, dass er zuerst Gott dankt. Ist es auch das, was wir tun, dass wenn wir an Menschen denken in der Gemeinde, dass wir zuallererst Gott danken für das, was Gott schon im Leben dieser Menschen getan hat?

[3:34] „Indem ich allezeit in jedem meiner Gebete für euch alle mit Freuden Fürbitte tue.“ Gott hört von Paulus nicht nur Danksagung, er hört auch Gebete, die zu ihm emporsteigen, damit Gott diesen Gläubigen helfen soll. Paulus dankt und er legt Fürbitte ein, „wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tag an bis jetzt, weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“ Liebe Freunde, lasst uns auch davon überzeugt sein, dass Jesus, der das gute Werk in uns begonnen hat, dass er es bis zur Wiederkunft vollenden wird. Und lasst uns dafür beten, dass Gott dieses Werk auch in anderen vollendet. Lasst uns überzeugt sein, dass Menschen, die vielleicht noch nicht alles erkannt haben, noch nicht alles umgesetzt haben, die noch auf dem Weg sind, so wie auch wir auf dem Weg sind, dass Gott es in ihnen vollenden wird bis zum Tag der Wiederkunft. Lasst uns diese Einstellung haben, die Paulus hier an den Tag legt.

[4:46] „Es ist ja nur recht, dass ich so von euch allen denke, weil ich euch im Herzen trage, die ihr alle sowohl in meinen Fesseln als auch bei der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums mit mir Anteil habt an der Gnade.“ Paulus sagt: Ihr habt für mich gesorgt, ihr seid für mich da gewesen und deswegen bin ich so dankbar.

[5:11] „Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.“ Die Liebe Gottes ist nicht etwas Abstraktes, sondern sie führt dazu, dass wir gerne mit unseren Geschwistern dabei sind, dass wir ja sogar sie vermissen, wenn wir sie lange Zeit nicht gesehen haben, dass wir uns danach sehnen, Zeit mit unseren Geschwistern zu verbringen. Würde das nicht unsere Gemeinden so richtig revitalisieren? Würde das nicht zu einer echten Erweckung führen, wenn wir anfangen, uns durch Gottes Gnade danach sehnen, mehr Zeit mit unseren Geschwistern zu verbringen? Würden da nicht auch unsere Veranstaltungen besser besucht sein und würde nicht allgemein unsere Gemeinde ein noch attraktiverer Ort werden?

[5:55] „Und um das bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen, damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, sodass ihr lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus, erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt werden, zur Ehre und zum Lob Gottes.“ Paulus sagt: Ich wünsche, dass euer Werk, das in euch vollendet wird, dass ihr mehr und mehr Liebe habt, dass eure Liebe immer überströmt ist. Aber das bedeutet nicht, dass man einfach emotionaler wird, sondern es bedeutet, dass man klarer denkt, dass man besser beurteilt. Ein Zunehmen der Liebe führt nicht zu einem Verwässern der Wahrheit, führt nicht zu einfach emotionalem Gefühlschristentum, sondern zu einem besseren Urteilsvermögen, zur besseren Erkenntnis. Wir überströmen in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen, dass wir immer besser verstehen, worauf es ankommt, dass wir immer besser sehen, was wirklich wichtig ist, dass wir uns nicht in Nebenpunkten verrennen, dass wir auch die Hauptpunkte nicht ignorieren, sondern wir verstehen, was Gott wirklich in unserem Leben erreichen möchte, nämlich dass wir lauter und ohne Anstoß sind, dass wir, wie es im Epheserbrief heißt, tadellos und heilig sind. Paulus sagt: Ich wünsche mir, dass ihr erkennt, was wirklich wichtig ist, damit ihr euren Charakter verwandeln lasst bis zur Wiederkunft, dass wenn Jesus wiederkommt, ihr tatsächlich heilig und lauter seid, dass ihr angefüllt seid mit Früchten der Gerechtigkeit, dass ihr euch nicht nur gerecht nennt, sondern dass man in eurem Leben auch diese Gerechtigkeit sieht und zwar nicht durch eigene Kraft, sondern durch Jesus Christus, die was er wirkt, die guten Taten, in denen wir wandeln sollen, die Gott zuvor schon bereitet hat, wie es in Epheser 2, Vers 10 stand und steht. All das zur Ehre und zum Lob Gottes, nicht zu unserem Lob, sondern zum Lob Gottes, der das alles in uns wirkt.

[7:58] „Ich will aber, Brüder, dass ihr erkennt, wie das, was mit mir geschehen ist, sich vielmehr zur Förderung des Evangeliums ausgewirkt hat.“ Paulus schreibt auch diesen Brief, wie den Epheserbrief, in der Gefangenschaft aus Rom. So ist in der ganzen kaiserlichen Kaserne und bei allen Übrigen bekannt geworden, dass ich um des Christus willen gefesselt bin. Im gesamten Prätorium in Rom ist bekannt geworden, warum Paulus in Ketten ist. Der Name von Christus und seine Botschaft haben sich trotz oder gerade wegen dieser menschlich gesehen negativen Umstände verbreitet.

[8:39] „Und dass die meisten der Brüder im Herrn durch meine Fesseln ermutigt, es desto kühner wagen, das Wort ohne Furcht zu reden.“ Paulus sagt: Es ist ganz unglaublich, aber es ist tatsächlich so: Weil ich gefangen bin, sind jetzt die Geschwister in Rom ermutigt. Sie sind kühner, sie predigen mit mehr Freimütigkeit das Wort Gottes. Am Ende hat diese Gefangenschaft des Paulus dazu geführt, dass das Evangelium noch klarer gepredigt worden ist. Auch wir werden einmal sehen, dass die negativen Ereignisse, die uns scheinbar gehindert haben, in Wirklichkeit dazu geführt haben, dass das Evangelium sich noch deutlicher ausgebreitet hat.

[9:17] „Einige, Verzeihung, verkündigen zwar Christus auch aus Neid und Streitsucht, andere aber aus guter Gesinnung.“ Paulus sieht, dass nicht alle, die für Jesus brennen und für Jesus verkündigen, dass sie es alle aus – oder anders gesagt, dass nicht alle, die Jesus verkündigen, es wirklich aus innerer guter Gesinnung tun. Manche tun es, weil sie den Konflikt suchen mit Andersgläubigen. „Diese verkündigen Christus aus Selbstsucht, nicht lauter, indem sie beabsichtigen, meinen Fesseln noch Bedrängnis hinzuzufügen.“ Da gab es also auch Leute, die eigentlich mehr Schaden angerichtet haben. „Jene aber aus Liebe, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin.“ Was tut es? „Jedenfalls wird auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich; ja, ich werde mich auch weiterhin freuen.“

[10:11] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, erfülle uns mit deinem Heiligen Geist, der deine Liebe in unser Herz bringt, sodass wir nicht nur dich von ganzem Herzen lieben, sondern auch einander. Und dass wir uns darauf freuen, unsere Geschwister in der Gemeinde zu sehen, dass wir uns darauf freuen, mit Menschen Kontakt zu haben, die an dich glauben und die gleiche Hoffnung haben. Schenk uns diese wunderbare Erfahrung im Namen Jesu. Amen.


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