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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Prediger 9:13-10:20 beleuchtet Roman Wiens die entscheidende Bedeutung der Weisheit und die Gefahren der Torheit. Anhand von Salomos Gleichnissen wird aufgezeigt, wie selbst ein kleiner Fehler oder eine Sünde weitreichende negative Folgen haben kann. Die Botschaft ermutigt dazu, die von Gott gegebene Weisheit nicht nur zu besitzen, sondern sie aktiv und angemessen im Alltag anzuwenden, um einen positiven Unterschied zu bewirken.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir sind auf Seite 709. Wir wollen im Buch Prediger weiterlesen, und dort sind wir langsam am Ende des Buches. Wir wollen gemeinsam die letzten Verse, den letzten Abschnitt in Kapitel 9 und Kapitel 10 einlesen. Aber lasst uns Gott einladen, bevor wir das tun.

[0:55] Vater im Himmel, du bist unser guter Herrscher, unser guter Gott. Du möchtest uns Weisheit geben. So wie Salomo haben wir schon einiges lernen dürfen, worauf es im Leben ankommt. Aber es kann einen großen Unterschied machen, wenn ein wenig von dieser Torheit, von der Salomo spricht, mit reinkommt. Und so bitte ich, wenn wir jetzt die nächsten Verse lesen, dass du uns die Augen öffnest, dass wir auch an den richtigen Stellen nach Weisheit suchen. Lass dein Wort jetzt leuchten, ein guter Vater, in deinem Namen. Amen.

[1:35] Wie so oft sehen wir jetzt, dass uns die Kapiteleinteilung in der Bibel manchmal eine Herausforderung macht, den Schluss des Textes richtig wahrzunehmen. Salomo möchte jetzt mit einem Abschnitt einleiten, was er dann mit einem Beispiel, mit einem Gleichnis, möchte er einleiten, was er dann etwas ausführen möchte. Lasst uns im Kapitel 9 in Vers 13 weiterlesen.

[2:02] Kapitel 9, Vers 13: „Auch dieses sah ich als Weisheit unter der Sonne, und das kam mir groß vor: Es war eine kleine Stadt, und wenig Männer waren darin. Gegen die kam ein großer König, umzingelte sie und baute große Belagerungswerke gegen sie. Aber es fand sich darin ein armer, weiser Mann, der die Stadt durch seine Weisheit hätte retten können. Aber kein Mensch dachte an diesen armen Mann. Da sagte ich mir: Weisheit ist besser als Stärke, aber die Weisheit des Armen wird verachtet, und seine Worte werden nicht gehört. Worte der Weisen, in Ruhe gehört, sind mehr wert als das Geschrei des Herrschers unter den Toren. Weisheit ist besser als Kriegsgerät, aber eine Sünde verdirbt viel Gutes.“

[2:56] Salomo hat insgesamt durch das Buch den Wert von Weisheit aufgezeigt. Er hat gezeigt, wie widersprüchlich es manchmal ist und dass wir mit der Weisheit selbst, die uns Gott gibt, auch an unsere Grenzen kommen werden. Und trotzdem, obwohl wir nicht alles ergründen können, lohnt es sich, der Weisheit nachzujagen. Und jetzt macht er durch ein Gleichnis nochmal deutlich, wie herausfordernd es ist, Weisheit an den richtigen Stellen zu suchen.

[3:27] Da hat es diesen Mann, der die Stadt retten könnte, aber keiner denkt an ihn, weil keiner vermuten würde, dass dieser arme Mann tatsächlich eine Lösung hat.

[3:42] Dann sagt er: Es ist besser, dass man die Weisheit hat, selbst wenn sie von diesem armen Mann kommt, als das Geschrei eines Herrschers unter den Toren. In den Toren wurde Gericht gehalten, das heißt, jemand, der dann darüber eingesetzt wird und Gericht halten soll, aber nicht weise ist, das ist nicht viel wert.

[4:07] Und obwohl er sagt, Weisheit ist so viel wert, bedauert er hier, dass bereits ein Tor, das bereits einen großen Unterschied machen kann zum Negativen. Er schließt diesen Gedanken, dieses Gleichnis in Vers 18, indem er sagt: „Ein Sünder verdirbt viel Gutes.“

[4:41] Bereits ein wenig von dieser Torheit kann viel verderben.

[4:50] Ich glaube, dass es ein Gedanke ist, den wir uns im Alltag nicht oft entfalten. Jesus hat auch diesen Gedanken häufig mit seinen Jüngern geteilt, zum Beispiel, dass er ihnen die Warnung mitgegeben hat, sich vor dem Sauerteig der Pharisäer zu hüten. Und dann benutzt er ein ähnliches Bild: Bereits ein wenig von diesem Sauerteig durchsäuert doch alles, auch das Gute, das sie jetzt aufgebaut haben, das Gute, das sie bereits mit Gott bewirken konnten, die Veränderung, die sie erlebt haben.

[5:28] Es reicht nicht, die Weisheit irgendwo zu haben, wenn sie nicht genutzt wird. Es reicht nicht, diesen weisen Mann zu haben, wenn sein Rat nicht eingeholt wird, nur weil man ihn wegen seiner Position verachtet.

[5:42] Jetzt möchte er das von unterschiedlichen Blickwinkeln ein wenig durchspielen. „Tote Fliegen in Kapitel 10, Vers 1, lassen das Öl desselben Mischers stinken und gären. Ein wenig Torheit hat mehr Gewicht als Weisheit und Ehre. Der Verstand des Weisen ist zu seiner Rechten und der Verstand des Toren zu seiner Linken. Und auch wenn der Tor auf dem Weg geht, fehlt ihm der Verstand, und er sagt zu jedem, dass er tor ist.“

[6:11] Das Handeln eines Menschen offenbart auch, ob er wirklich weise ist oder nicht. Wie man so schön sagt: Werke sprechen lauter als Worte. Deshalb kann es nicht versteckt bleiben, wer ein Tor ist und wer weise ist. „Wenn der Zorn des Herrschers gegen dich aufsteigt, so verlass deinen Platz nicht, denn Gelassenheit verhindert große Sünden.“ Ein wichtiger Ratschlag, und ich weiß, dass ich mir diesen Ratschlag häufiger vor Augen führen sollte: Gelassenheit verhindert große Sünden.

[6:52] „Es gibt ein Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe, gleich einem Versehen, das vom Machthaber ausgeht: Die Torheit wird in große Würden eingesetzt, und Reiche sitzen in Niedrigkeit. Ich habe Knechte auf Pferden gesehen und Oberste, die wie Knechte zu Fuß gingen.“

[7:12] Salomo spricht hier von diesen kleinen Irrtümern, die große Auswirkungen haben können. Jemand, der in die falsche Position kommt, ein Tor, der in große Würden eingesetzt wird.

[7:30] Wenn ich an gewisse Positionen komme, kann ich dort viel Schaden anrichten, wenn ich für diese Position nicht geeignet bin.

[7:43] Salomo macht deutlich, dass dieses Dilemma, das er jetzt durch das Gleichnis vorhin aufgezeigt hat, was für Auswirkungen das haben kann. Dieses Dilemma ist echt. Wir erleben es tagtäglich. Wir erleben so oft, dass Menschen teilweise durch Bestechungen oder aufgrund von Vetternwirtschaft oder sonstigen in Positionen eingesetzt werden, in die sie nicht gehören. Und dort können sie viel Schaden anrichten. Und da können noch so viele Weise um sie herum sein, dieser eine Tor kann alles kaputt machen.

[8:22] „Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen, und wer Mauern einreißt, den kann eine Schlange beißen. Wer Steine bricht, kann sich an ihnen verletzen. Wer Holz spaltet, kann sich an ihm gefährden. Wenn das Eisen stumpf geworden ist und niemand die Schneide schleift, so muss man seine Kräfte mehr anstrengen. Aber ein Vorteil ist es, die Weisheit richtig anzuwenden.“

[8:46] Hier kommen wir zum Kern von dem, was Salomo hiermit geben möchte: Die Weisheit muss richtig angewendet werden. Es reicht nicht, dass man sie hat. Es reicht nicht, dass wir all diese Dinge jetzt lernen, dass wir von Salomo so viel Weisheit mitbekommen, wenn wir sie nicht richtig anwenden. Es ist fast schon so, als würde Salomo beim Schreiben dieses Buches – und er will ja, dass es gelehrt wird – dass er dabei die Sorge bekommt: Ja, aber was wird aus all den Erkenntnissen, die ich gewonnen habe durch die Gnade Gottes? Er ist tief gefallen, ist weit von Gott weg gewesen, er hat so viel Schaden im Volk angerichtet. Aber er hat es bereut, er ist zu Gott zurückgekehrt, und er konnte zumindest einen kleinen Teil des Schadens auch wieder gutmachen. Aber er will, dass auch nach seiner Zeit der Schaden weiter ausgeglichen wird, dass Menschen die Weisheit, die er durch seine Fehler angesammelt hat, dass das nicht verloren geht. All das Gute, was Gott ihm gegeben hat, die Erkenntnisse, die er in seiner Wichtigkeit geschenkt hat, all das Gute, das von Gott kommt, von dem möchte er, dass es richtig eingesetzt wird.

[10:09] „Wenn die Schlange vor der Beschwörung beißt, so hat der Beschwörer keinen Vorteil.“ Wenn das Unglück kommt, bevor ich es richtig eingesetzt habe, da habe ich nichts davon. Deshalb lasst uns die Weisheit richtig nutzen.

[10:26] In Vers 12 fährt er fort: „Die Worte aus dem Mund eines Weisen bringen ihm Beliebtheit, aber die Lippen eines Toren verschlingen ihn selbst. Der Anfang der Worte seines Mundes ist Torheit und das Ende seiner Rede böser Unsinn. Und der Tor macht viele Worte. Der Mensch erkennt nicht, was sein wird, und was nach ihm sein wird, wer teilte sie mit? Die Arbeit des Toren macht ihn müde, der nicht zur Stadt zu gehen weiß. Wehe dir, Land, dessen König ein Junge ist und dessen Oberste schon am Morgen speisen. Glücklich du Land, dessen König ein Edler ist und dessen Oberste zur rechten Zeit speisen, als Männer und nicht als Säufer. Durch Faulheit der beiden Hände senkt sich das Gebälk, und durch Lässigkeit der Hände tropft das Haus. Um zu lachen bereitet man Mahl und Wein erheitert das Leben, und das Geld gewährt das alles. Auch in deinen Gedanken fluche nicht dem König, und in deinem Schlafzimmer fluche nicht über den Reichen, denn die Vögel des Himmels könnten die Stimme entführen, und was Flügel hat, das Wort anzeigen.“

[11:39] Nachdem Salomo so wichtige Erkenntnisse mitgibt, wie wichtig es ist, Gott im Zentrum zu sehen, wie wichtig es ist zu sehen, wo überall Sinnlosigkeit, Rätselhaftigkeit und tatsächlich Unsinn ist, Nichtigkeit; nachdem er deutlich gemacht hat, wie wichtig es ist, das Leben jetzt zu nutzen, im Tod kann ich nichts mehr tun – nachdem er all das mitgibt, sagt er: Und jetzt nutzt diese Weisheit auch richtig! Durch die unterschiedlichsten Bilder versucht er zu zeigen, sieh an, wie groß der Schaden allein von einem Toren, allein von einem Sünder ist, wenn er an der falschen Stelle ist. Deshalb nutzt diese Weisheit angemessen. Es reicht nicht, dass wir es haben. Es reicht nicht, dass wir uns darüber austauschen. Es reicht nicht, dass ich jeden Tag hier lese und dann zumache und das war's. Denn dann bin ich wie dieser Tor, und meine Werke werden lauter sprechen als alles, was ich sagen könnte, wenn ich diese Weisheit nicht nutze, die Gott mir gibt.

[12:51] Und bei all dem Schlechten, was ich sehe, so sein letzter Ratschlag: Da sollte ich auch in meinen Gedanken beim Positiven bleiben. Auch in meinen Gedanken sollte ich denen nicht fluchen. Es ist ein Segen, wenn diejenigen, die Verantwortung über uns haben, nicht ihre Position missbrauchen. Es ist ein Segen, wenn sie tatsächlich tätig sind, wenn sie Edle sind, wenn sie Gutes tun. Aber wenn sie es nicht tun, dann ist es nicht meine Aufgabe, darüber zu urteilen. Selbst in Gedanken sollte ich nicht fluchen. Und wer weiß, wo meine Gedanken landen? Auch hier greift Salomo wieder vor: Gott sieht alle Dinge, er wird alles ans Licht bringen. Und deshalb sollte zumindest ich nicht zu diesem Toren gehören. Zumindest ich sollte durch die Gnade Gottes zu den Weisen gehören, die die Weisheit auch richtig anwenden, die verstehen, dass selbst eine Sünde viel Schaden anrichten kann, und dass ich natürlich die Weisheit, die ich hier gewinne, jeden Tag aufs Neue auch richtig anwenden und recht tun.

[14:15] Lasst uns Gott darum bitten, dass das heute besonders sichtbar wird in meinem Leben. Vater, Salomo macht deutlich: Es reicht nicht zu wissen, es reicht nicht, die Weisheit zu haben, wenn wir sie nicht richtig einsetzen. Er hat jetzt über die letzten Seiten so viel mit uns geteilt, was du ihm offenbart hast, selbst in den tiefsten Punkten seines Lebens. Er möchte aber auch, dass wir all diese Erkenntnisse zu unserem Gewinn einsetzen, so dass es uns zu dir führt, zu einem besseren Verständnis von dir, in noch größere Weisheit. Lasst uns tätig sein heute und lasst unsere Werke lauter sprechen als unsere Worte, dass Menschen um uns herum sehen, dass die Weisheit, die du gibst, tätig wird und einen Unterschied im Leben macht. Amen, dafür in deinem Namen. Amen.


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