In dieser Andacht beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 105 und 106 und konzentriert sich auf die Geschichte Israels von der Befreiung aus Ägypten bis zur Wüstenwanderung. Sie zeigt auf, wie Gottes unerschütterliche Treue der wiederholten Untreue und dem Murren seines Volkes gegenübersteht. Die Sprecherin ermutigt dazu, Gottes frühere Taten nicht zu vergessen und sich in Dankbarkeit und Gehorsam zu üben, um nicht wie die Israeliten zu straucheln.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 105:43-106:33
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute die Seite 646, und wir wollen den Psalm 105 beenden und den Psalm 106 beginnen. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:45] Lieber Jesus, du trägst uns durch die Geschichte hindurch. Du hast immer wieder in deinem Wort gezeigt, wie du in dem Leben von großen Glaubensmännern und Glaubensfrauen mächtig gewirkt hast, wie du Kraft und Sieg geschenkt hast. Und das willst du uns auch schenken an jedem neuen Tag, und dafür möchten wir dir danken. Amen.
[1:19] Wir beginnen mit Vers 43 von Psalm 105: „Er ließ sein Volk ausziehen mit Freuden, mit Jubel seine Auserwählten. Und er gab ihnen die Länder der Heiden, und was die Völker sich mühsam erworben hatten, das nahmen sie in Besitz, damit sie seine Satzungen hielten und seine Lehren bewahrten.“ Halleluja!
[1:37] Dieser wunderschöne Psalm 105 schließt mit der Erfüllung des Versprechens, das Gott Abraham gegeben hat, nämlich seinen Samen, seine Nachkommen, sein Volk in das gelobte, verheißene Land einzuführen. Und wir lernen auch, dass Gott ihnen diese Freude geschenkt hat und diesen Segen geschenkt hat, damit sie seine Satzungen halten. Leider konnten sie das nicht durchhalten durch die Zeiten hindurch. Und immer wieder gab es Auf und Ab mit verschiedenen Königen, die Gott mal treu waren, mal nicht, mal schwankend sind in ihrer Treue. Der Einzige, der immer treu ist, das ist Gott.
[2:32] Psalm 106: „Halleluja! Dankt dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewiglich! Wer kann die Machttaten des Herrn beschreiben und all seinen Ruhm verkünden? Wohl denen, die das Recht beachten, die Gerechtigkeit üben allezeit! Gedenke an mich, Herr, aus Gnade gegen dein Volk; suche mich heim mit deiner Rettung.“
[2:55] Oft haben wir so eine falsche Vorstellung von dem Wort „heimsuchen“. Im Deutschen haben wir damit so eine negative Verbindung oder verknüpfen damit etwas Negatives. Aber in der Bibel ist die Heimsuchung tatsächlich auch oft etwas Gutes, denn wenn Gott uns mit seiner Rettung heimsucht, dann ist es ja dazu da, um uns am Leben zu erhalten.
[3:18] „Dass ich das Glück seiner Auserwählten schaue, dass ich mich freue an der Freude deines Volkes und mich rühme mit deinem Erbteil. Wir haben gesündigt samt unseren Vätern, wir haben Unrecht getan, haben gottlos gehandelt. Unsere Väter in Ägypten achteten nicht auf deine Wunder, sie gedachten nicht an deine große Gnade und waren widerspenstig am Meer, am Schilfmeer.“
[3:46] Ja, wie gut wäre es, wenn wir immer an all das Gute gedenken, was Gott uns Gutes getan hat. Das würde uns so manches Mal davor bewahren, Sünde zu tun, wenn wir uns daran erinnern, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. So ging es auch den Israeliten, als sie aus Ägypten herausgeführt wurden. Als sie vor dem Roten Meer standen, da haben sie Gott gefragt: „Warum führst du uns hierher? Es geht uns so schlecht! Wir sind hier vor der ägyptischen Armee geflohen, die uns im Rücken sitzt, vor uns das Rote Meer, wo sollen wir hin?“ Und später, als sie am Felsen waren und durstig waren, da haben sie Gott gefragt: „Willst du uns jetzt in der Wüste verdursten lassen?“
[4:37] Gott konnte durch das Wasser des Meeres, des Schilfmeeres, die ägyptische Armee zerstören. Aber Israel sah sich noch einer anderen gefährlichen Armee gegenüber, nämlich der Armee des Zweifelns. Diese Armee hätten sie nur besiegen können, wenn sie den Heiligen Geist in ihre Herzen gelassen hätten, wenn Gott auch diese Sünde und diese, ja, diese Armee hätte wegspülen können. Leider haben sie es ihm nicht erlaubt. Und immer wieder kam es in diesen 40 Jahren Wüstenwanderung dazu, dass sie Gott angeklagt haben.
[5:18] „Aber er rettete sie um seines Namens willen, um seine Stärke offenbar zu machen. Und er bedrohte das Schilfmeer, dass es vertrocknete, und ließ sie durch die Fluten gehen wie auf einer Steppe.“ Unglaublich, wie sie durch über trockenen Boden gegangen sind. Ich stelle mir das so vor, dass es nicht einmal so wie das Wattenmeer an der Nordsee war. Es war nicht mal so schlammig, dass sie eingesunken sind, nicht durchtränkt, sondern es war wirklich trocken, wie der Boden in der Steppe. Unfassbar! „Und er rettete sie von der Hand des Hasses und erlöste sie aus der Hand des Feindes. Und das Wasser bedeckte ihre Bedränger, nicht einer von ihnen blieb übrig. Da glaubten sie seinen Worten und sangen sein Lob.“
[6:04] Das Lob, das sie sangen, das war das berühmte Lied des Mose. „Aber sie vergaßen seine Werke bald, sie warteten nicht auf seinen Rat.“ Wie oft geht es uns so, dass wir Gottes Werke vergessen, dass wir seinen Rat, den wir an seinem Wort haben, nicht ernst nehmen und der in Vergessenheit gerät? Wie gut würden wir daran tun, uns öfter daran zu orientieren! „Sondern sie wurden begehrlich in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde. Und er gab ihnen, was sie forderten, aber er sandte Auszehrung in ihre Seele.“
[6:37] „Und sie wurden eifersüchtig auf Mose im Lager, auf Aaron, den Heiligen des Herrn. Da tat sich die Erde auf und verschlang Datan und bedeckte die Rotte Abirams. Und Feuer verzehrte ihre Rotte, eine Flamme versengte die Gottlosen.“
[6:54] Das ist eine sehr traurige Geschichte, die wir im vierten Buch Mose nachlesen können, wie sich ja die Rotte Korach geschart hat, 250 Männer, die Mose und Aaron angeklagt haben, weil sie auch das Priestertum für sich beanspruchen wollten. Ihnen war es nicht genug, dem Herrn als Leviten zu dienen. Sie wollten auch so wie Aaron im Heiligtum dienen. Und das war eine große Rebellion, die da stattgefunden hat und der Gott ja Einhalt gebieten musste. Deswegen sind sie alle umgekommen.
[7:32] „Sie machten sich ein Kalb am Horeb und warfen sich nieder vor dem gegossenen Bild.“ Das war die nächste Sünde, die das Volk Israel beging. „Sie vertauschten den, der ihre Herrlichkeit war, gegen das Abbild eines Stiers, der Gras frisst.“ Unglaublich, wenn wir heute darüber nachdenken, wie sie das tun konnten! Gott, der sich am Sinai so wunderbar offenbart hat mit so vielen, ja, eindrücklichen Ereignissen, Naturgewalten. Und dann haben sie sich ein goldenes Kalb gemacht, um es anzubeten. „Sie vergaßen Gott, ihren Retter, der Großes getan hatte in Ägypten, Wunder im Land Hams, Furchtbares am Schilfmeer. Und er gedachte sie zu vertilgen, wenn nicht Mose, sein Auserwählter, in den Riss getreten wäre vor ihm, um seinen Grimm abzuwenden, dass er sie nicht vernichte.“
[8:22] Mose hat Gott für sein Volk gebeten. Und Mose hat Gott angeboten, selbst zu sterben und ihn sogar aus dem Buch des Lebens auszustreichen, damit dieses Volk leben kann, damit es gerecht wird. Und mit dieser Tat hat Mose auf ganz wunderbare Weise Jesus widergespiegelt. Mose war wirklich mit Jesus, mit Gott so verbunden, dass er sich genau so verhalten hat, wie Er sich verhalten hätte in dieser Situation. Und er wollte, dass sein Volk gerettet wird.
[8:54] „Ja, sie verabscheuten, verachteten das liebliche Land, sie glaubten seinem Wort nicht.“ Das waren die Spione. „Und sie murrten in ihren Zelten, sie gehorchten nicht der Stimme des Herrn. Da erhob er seine Hand gegen sie und schwor, sie niederzustrecken in der Wüste und ihren Samen unter die Heidenvölker zu werfen und sie zu zerstreuen in die Länder.“ Das war die Gefangenschaft, das Exil. „Und sie hängten sich an den Baal-Peor und aßen Opfer der Toten. Und sie reizten ihn mit ihrem Tun, da brach die Plage unter ihnen aus. Aber Pinhas trat auf und übte Gericht, so dass die Plage aufgehalten wurde. Das wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet auf alle Geschlechter in Ewigkeit.“
[9:46] Pinhas war der Sohn Aarons. Und bei Baal-Peor, da haben die Israeliten ganz erheblich gesündigt. Sie haben sich mit den Moabitern, mit den Midianitern verbunden. Sie haben sich ja auch biologisch verbunden, sie haben sich Töchter der fremden Völker genommen zu Frauen und haben damit Gott erzürnt. Und Pinhas hat ja dieser Plage, dieser Pest Einhalt geboten und hat das beendet und so ja Gottes Zorn abgewendet.
[10:23] „Hier lesen wir weiter, wie sie Gott entzündeten am Haderwasser, und es erging Mose schlecht um ihretwillen, denn sie erbitterten sein Gemüt, so dass er unbedacht redete mit seinen Lippen.“
[10:39] Sie kamen an den Felsen, wo Wasser herausfließen sollte, und Mose war so erbittert von dem, wie sein Volk ja Gott immer wieder herausgefordert hat, dass er mehrfach auf den Felsen geschlagen hat, was er nicht hätte tun dürfen. Das Volk hat Mose zur Sünde gereizt, und Mose ist gefallen, und dadurch konnte er nicht in das verheißene Land einziehen.
[11:00] Lasst uns ja unsere Leiter gut behandeln, die wir in unseren Gemeinden, in unseren Leitungspositionen haben, dass wir nicht durch unser Verhalten setzen, sodass sie straucheln. Und lasst uns selber auch Gott gegenüber als treu erweisen und nicht, dass wir ihn aus Zorn reizen mit unserer Sünde. Lasst uns dafür beten.
[11:21] Lieber Herr Jesus, bewahre unser Herz und Sinne in deinem Namen und gib, dass wir treu sind und dass wir dich nicht anklagen, sondern dass wir dankbar sind für all das Gute, was du getan hast in unserem Leben und was du tust und was du tun wirst in Zukunft. Lass uns immer daran gedenken. Amen.
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