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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 107 und 108. Sie zeigt auf, wie Gott Menschen aus ihren Nöten und Ängsten rettet und wie wichtig es ist, ihm dafür zu danken. Anhand von Beispielen wie der Stillung des Sturms und den Wundern Jesu wird Gottes Macht und Treue verdeutlicht. Die Sprecherin ermutigt dazu, Gottes Wege zu ergründen und im Gebet fest an seine Gnade zu glauben, die größer ist als alles andere.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, herzlich willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute lesen wir zusammen die Seite 648 und wollen sehen, wie es weitergeht mit Psalm 107 und dem 108 gemeinsam. Lasst uns davor gemeinsam beten.

[0:48] Lieber Gott, du bist treu, und wir können dir gar nicht genug danken dafür, dass du uns niemals im Stich lässt, dass du uns, selbst wenn wir lange vom Weg gelaufen sind, wieder zurückholst und dass deine Gnade ewig währt und deine Barmherzigkeit groß ist mit uns. In deinem Namen danken wir dafür. Amen.

[1:11] Wir beginnen im Psalm 107, Vers 17: "Die Toren litten wegen ihres sündigen Wandels und um ihrer Ungerechtigkeit willen. Ihre Seele verabscheute alle Nahrung, und sie gelangten bis an die Pforten des Todes. Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten."

[1:38] Wieder haben wir hier, so wie gestern schon erwähnt, diesen kleinen Refrain, dass Gott uns errettet aus unseren Ängsten, wenn wir in der Not schreien. Und das ist eine so schöne Gewissheit, dass auch wenn wir – mögen wir weit weg sein von Gott, mögen wir bis ans Ende der Erde uns entfernt haben von ihm, weil wir uns auch innerlich so entfernt haben von ihm – wenn wir rufen, hört er uns, und er möchte uns zu sich ziehen und uns erlösen.

[2:07] Vers 20 ist ein sehr interessanter Vers: "Er sandte sein Wort und machte sie gesund; er ließ sie aus ihren Gräbern entkommen." Das erinnert mich an den Hauptmann von Kapernaum, dessen Knecht krank war. Als Jesus kam, sagte er: "Ich bin es nicht wert, dass du überhaupt unter mein Dach kommst, aber rede doch nur ein Wort, und dann wird mein Knecht gesund." Er hat genau diesen Wortlaut benutzt, und Jesus hat es getan, den Knecht gesund gemacht.

[2:39] "Sie sollen dem Herrn danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern." Das erinnert mich wiederum an eine andere Heilungsgeschichte, die Jesus vollbracht hat, als er die zehn Aussätzigen geheilt hat. Kam einer nur zurück und hat genau das getan: gedankt für seine Gnade und für die Wunder, das Wunder der Heilung.

[3:06] Wir beten oft zu Gott, wenn wir Hilfe brauchen, wenn es uns schlecht geht. Aber wir müssten ihm noch mehr danken dafür, dass er uns geholfen hat. Oft gerät es bei uns in Vergessenheit, und mir geht es ganz genauso. Wir nehmen das quasi ja für selbstverständlich hin, aber wir sollten Gott wirklich von Herzen dankbar sein, wenn er auch unser Gebet erhört hat.

[3:29] Vielleicht führt der ein oder andere von euch so ein Anliegenbuch, ein Gebetsbuch, wo die Anliegen reingeschrieben werden, für die man beten möchte. Und es ist eine schöne Sache, wenn man hinter diese Anliegen einen Haken machen kann oder sie unterstreichen kann, dass sie sich erfüllt haben, weil das macht einem umso mehr bewusst, was Gott alles in meinem Leben getan hat. Denn wir sind wie die Israeliten: wir vergessen zu schnell Gottes Wunder, Gottes Wohltaten, und wenn wir uns das ein bisschen verschriftlichen, dann kann uns das helfen.

[4:03] Weiter geht es in Vers 22: "Sie sollen ein Dankopfer darbringen und jubelnd seine Taten erzählen. Die in Schiffen sich aufs Meer begaben und Handel trieben auf großen Wassern, die sahen die Werke des Herrn und seine Wunder auf hoher See. Er sprach und erregte einen Sturmwind, der die Wellen in die Höhe warf. Sie fuhren empor zum Himmel und hinab zur Tiefe, und ihre Seele verging vor Angst. Sie taumelten und schwankten wie ein Trunkener, und alle ihre Weisheit war dahin. Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not, und er führte sie heraus aus ihren Ängsten. Er stillte den Sturm, dass er schwieg und die Wellen sich beruhigten, und jene freuten sich, dass sie sich legten, und er führte sie in den ersehnten Hafen."

[4:54] Wenn wir diese Verse lesen, einen sturmstillenden Gott, der die rettet, die in großer Angst sind, während ihr Schiff vom Sturm hin- und hergeworfen wird, dann erinnert uns das doch unweigerlich an die Jünger, die mit Jesus unterwegs waren auf dem Schiff und in einen furchtbaren Sturm gerieten. Jesus schlief auf seinem Kopfkissen, und die Jünger haben ihn sehr aufgeregt und beängstigt geweckt und haben gefragt, ob er nicht helfen könne.

[5:33] Und wahrscheinlich hat Gott ganz bewusst diesen Psalm hier aufschreiben lassen, damit die Jünger sich eines Tages an diesen Psalm erinnern. Sie haben es leider nicht getan, vielleicht hätte es ihnen geholfen. Ja, wahrscheinlich hätte es ihnen geholfen, denn Gott hat den Sturm hier gestillt und hat diejenigen aus den Ängsten errettet.

[5:56] Und das betrifft auch die Stürme in unserem Leben. Wenn wir schlimme Zeiten erleben, wenn wir von Krankheit oder von Tod oder von Unglücken überhäuft sind in unseren Familien, in unserem Umfeld, dann sind solche Abschnitte, solche Verse genau das, was wir brauchen: eine Zuversicht und eine Hoffnung und das feste Wissen darum, dass Gott den Sturm stillen wird und dass wir uns nicht über Gebühr strapaziert, sondern dass er uns herausholt.

[6:34] Vers 31: "Sie sollen dem Herrn danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern. Sie sollen ihn erheben in der Versammlung des Volkes und ihn rühmen im Rat der Ältesten. Er machte Ströme zur Wüste und Wasserquellen zu dürrem Land, fruchtbares Land zur Salzwüste wegen der Bosheit derer, die es bewohnten."

[6:58] Hier haben wir genau die Umkehr davon. Also wir haben, dass etwas Gutes zu etwas Schlechtem wird. Das ist quasi umschrieben, was die Flüche in den Fünf Büchern Mose sind, dass aus etwas Gutem etwas Schlechtes wird.

[7:14] Aber genauso wird es auch umgedreht. Vers 35: "Er machte aber auch die Wüste zum Wasserteich und dürres Land zu Wasserquellen, und er ließ Hungrige dort siedeln, und sie gründeten eine Stadt, in der sie wohnen konnten."

[7:30] Hier haben wir den Segen. Segen und Fluch, so wie es Mose vorhergesagt hat. Je nachdem, wie wir uns entscheiden, kann Gott uns segnen oder auch nicht. "Und sie säten Äcker und pflanzten Weinberge, die reichen Ertrag an Früchten brachten, und er segnete sie, dass sie sich stark mehrten." Segen führt zur Vermehrung.

[7:57] "Und auch hier: viel ist nicht wenig, sondern dann aber nahmen sie ab und wurden gebeugt durch Unterdrückung, Unglück und Kummer. Er goss auf Fürsten große Verachtung aus und ließ sie umherirren in unwegsamer Öde. Den Armen aber hob er aus dem Elend hervor und nährte sein Geschlecht wie eine Herde. Die Redlichen werden es sehen und sich freuen, und alle Bosheit wird ihr Maul verschließen. Wer weise ist, wird dies beachten, und er wird die Gnade des Herrn verstehen."

[8:30] Ja, wir müssen wirklich geistlich denken, und wir müssen uns mit dem Wort Gottes beschäftigen, um Gott besser zu verstehen, dass wir auch die Wege, die Gott für uns vorgesehen hat, versuchen zu ergründen, auch wenn wir vielleicht nicht immer alles bis ins letzte Detail verstehen, aber dass wir da, wo wir es nicht verstehen, Gott vertrauen, dass er das Beste daraus macht.

[8:54] Psalm 108, Vers 1, ein Lied Davids: "Mein Herz ist getrost, oh Gott, ich will singen und spielen, auch meine Seele. Harfe und Laute, wacht auf, ich will die Morgenröte wecken." David fängt sehr früh an mit dem Lob Gottes, wenn er aufgestanden ist. "Herr, ich will dich preisen unter den Völkern und dir Lob singen unter den Nationen, denn groß bis über die Himmel hinaus ist deine Gnade und deine Treue bis zu den Wolken."

[9:35] Diesen Gedanken finden wir ja öfter in dem Psalm, dass Gottes Gnade und Treue als etwas beschrieben wird, das größer ist und höher ist als alles andere. "Erhebe dich über die Himmel, Gott, und über die ganze Erde sei deine Herrlichkeit, damit deine Geliebten errettet werden. Hilf durch deine Rechte und erhöre mich."

[9:54] Ja, lasst uns heute auch das Gebet in Anspruch nehmen, dass wir Gott bitten, wenn wir bedrückt sind, wenn es uns schlecht geht, aber auch wenn es uns gut geht, dann lasst uns Gott dafür danken. Das Gebet ist der Schlüssel zu einem glücklichen Leben. Darum wollen wir jetzt zusammen beten.

[10:12] Ewiger Vater im Himmel, danke, dass du uns immer errettest aus unseren Ängsten, aus unseren Nöten. Danke, dass du keine Pause machst und dass deine Sprechzeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit sind. Herr, vergib uns, wo wir vergessen haben, dir zu danken, und hilf, dass wir an dir festhalten und dass unser Glaube unerschütterlich ist und nicht wankt. In deinem Namen bitten wir das alles. Amen.


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