Rabea Kramp führt durch die abschließenden Verse von Psalm 108 und den Beginn von Psalm 109. Sie beleuchtet Gottes Zusagen an sein Volk und die drastischen Flüche, die der Psalmist über seine Feinde ausspricht. Dabei zieht sie Parallelen zu den Erfahrungen Jesu und ermutigt dazu, Gottes Liebe und die Kraft des Glaubens im eigenen Leben zu erkennen und anzunehmen.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 108:9-109:25
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute lesen wir zusammen die Seite 648. Wir möchten den Psalm 108 beenden und den langen Psalm 109 beginnen. Lasst uns davor gemeinsam beten.
[0:45] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns jeden Morgen neu weckst, dass du uns Gnade schenkst und Gesundheit und dass du immer bei uns bist. Wir wollen in dieser Gegenwart, in deiner Gegenwart, leben und wir wollen uns immer bewusst machen, dass unser Leben ein Spiegel sein soll und ein Zeichen dafür, dass wir deine Kinder sind. Ja, gib uns die Kraft dafür.
[1:24] Es geht weiter im Psalm 108 mit Vers 8. Und dieser Vers hat es gleich in sich: "Gott hat gesprochen in seinem Heiligtum: Ich will frohlocken, ich will Sichem verteilen und das Tal Sukkot ausmessen."
[1:41] Wir haben hier wieder, wie in fast jedem Psalm eigentlich, das Heiligtum angesprochen. Gott spricht aus seinem Heiligtum und die Verse, die hier folgen, die sind völlig identisch mit dem Psalm 60, nahezu identisch. Ihr könnt das mal zu Hause nachstudieren.
[1:58] "Gilead gehört mir", sagt Gott. "Manasse gehört mir und Ephraim ist die Festung meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab."
[2:09] Also Gott erzählt hier, dass sein Volk ja ihm gehört und dass Juda den Herrscherstab. Juda bringt die Dynastie hervor, aus der dann letztendlich Jesus hervorgehen wird.
[2:25] Es heißt weiter: "Moab ist mein Waschbecken. Auf Edom werfe ich meinen Schuh. Über das Philisterland juble ich."
[2:34] Hier haben wir die Heiden angesprochen, die um das Volk Gottes herum leben. Und Gott sagt: "Ich werfe meinen Schuh." Das finden wir ebenso auch diese Formulierung in Psalm 62.
[2:53] Und Gott zeigt, wie sehr er sein eigenes Volk so gern hat und wie er eigentlich möchte, dass die Völker, die drum herum sind, von dem Licht, was von Zion, was von Israel ausstrahlt, dass sie davon auch abbekommen. Weil Gott hat ja nicht gewollt, dass die Heiden in Unwissenheit untergehen, sondern er wollte eigentlich, dass die Heiden sich bekehren. Aber sein eigenes Volk, das Volk Israel, hat ja so das zu wenig erkannt, diesen Wunsch Gottes und ihre große Aufgabe, die sie haben sollten.
[3:27] "Wer führt mich in die feste Stadt? Wer geleitet mich nach Edom? Hast du uns, Gott, nicht verstoßen und ziehst nicht aus, oh Gott, mit unseren Heeren? Schaffe uns Hilfe in der Drangsal, denn Menschenhilfe ist ja nichtig."
[3:40] "Mit Gott werden wir Gewaltiges vollbringen und er wird unsere Feinde zertreten." Ein ganz toller Vers wieder, Vers 14, den wir uns ja ganz persönlich, jeder für sich persönlich, aber auch als Gemeinde und auch als weltweite Adventgemeinde auf die Fahne schreiben müssen, dass wir mit Gott Gewaltiges vollbringen können.
[4:04] Wir müssen unsere Maßstäbe hoch setzen, unsere Ziele hoch setzen, denn Gott kann nur das dann erfüllen, worum wir auch bitten und was wir uns vorstellen, dass er tun kann. Gott möchte so viel mehr tun und es liegt an uns, was wir ihm zutrauen und am Ende ja auch mit ihm erreichen möchten.
[4:26] Psalm 109. Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids.
[4:32] "Gott, den ich rühme, schweige nicht! Denn der Mund des Gottlosen und des Betrügers hat sich gegen mich aufgetan. Mit lügnerischer Zunge sprechen sie zu mir."
[4:44] Wir haben wieder das Thema, das in so vielen Psalmen, vor allem von David, sich niederschlägt, dass es dort einen äußeren Feind gibt, der uns bedrängt oder der David bedrängt.
[4:54] "Sie umringen mich mit gehässigen Worten und bekämpfen mich ohne Grund. Dafür, dass ich sie liebe, sind sie mir feind."
[5:05] Ich habe ja bereits gesagt: Jesus hat gelebt, Jesus hat für seine Feinde gebetet, er hat sie lieb gehabt, und sie haben ihn aber am Ende umgebracht.
[5:17] Es heißt weiter: "Sie erweisen mir Böses für Gutes und Hass für Liebe." Auch das hat Jesus erfahren und im Neuen Testament steht nicht umsonst, dass wir unsere Feinde lieben sollen. Wir sollen es Jesus nachtun und wir sollen ja den Menschen nicht Böses mit Bösem vergelten, sondern Böses mit Gutem.
[5:36] "Setze einen Gottlosen über ihn und ein Ankläger stehe zu seiner Rechten. Wenn er gerichtet wird, soll er schuldig gesprochen werden und sein Gebet werde ihm zur Sünde. Seine Tage seien wenige und sein Amt empfange ein anderer. Seine Kinder sollen Waisen werden und seine Frau eine Witwe. Seine Kinder sollen umherwandeln, wandern und betteln, nach Brot suchen, fern von ihren zerstörten Wohnungen. Der Gläubiger nehme ihm alles weg und Fremde sollen plündern, was er sich erworben hat. Niemand gebe ihm Gnadenfrist und keiner erbarme sich über seine Waisen. Seine Nachkommen sollen ausgerottet werden, ihr Name, der Name erlösche in der nächsten Generation."
[6:21] Das sind die Wünsche bzw. müsste ich sagen, die Flüche, die hier denen gewünscht werden, die die Feinde von Gottes Kindern sind und im Grunde ja eigentlich dann auch Feinde Gottes sind.
[6:36] Das ist das Schlimmste, was passieren kann, oder dass der eigene Name, der Name der Familie, in Vergessenheit gerät, dass alle Generationen ausgelöscht werden. Das ist das, was sich niemand wünscht.
[6:50] "Die Missetat seiner Väter werde gedacht vor dem Herrn und die Sünde seiner Mutter werde nicht ausgetilgt. Sie sollen allezeit dem Herrn vor Augen stehen und ihr Andenken werde von der Erde vertilgt."
[7:01] Wieder der gleiche Gedanke, dass es ja die schlimmste Strafe ist, wenn das Andenken ausgelöscht wird.
[7:10] "Weil er nicht daran gedachte, Barmherzigkeit zu üben, sondern den Elenden und Armen verfolgte und die Niedergeschlagenen, um ihn zu töten."
[7:18] Hier haben wir den Grund angegeben, warum David, oder der Psalmist hier, den Feinden Gottes dies alles wünscht: weil sie nicht barmherzig waren, weil sie verfolgt haben, weil sie getötet haben.
[7:34] "Da er den Fluch liebte, so komme er über ihn, und da er den Segen nicht begehrte, so sei er fern von ihm." Das ist auch ein Prinzip, was in der Bibel sehr präsent ist, dass wir das ernten, was wir gesät haben.
[7:49] "Er zog den Fluch an wie sein Gewand, so dringe er in sein Inneres wie Wasser und wie Öl in seine Gebeine. Er sei ihm wie das Gewand, das er anzieht, und wie der Gurt, mit dem er sich ständig umgürtet."
[8:04] Das hat mich erinnert an den Text in Epheser 6 mit der Waffenrüstung Gottes. Da ist der Gurt ja auch ein Symbol für etwas, nämlich für die Wahrheit, die wir anziehen. Wir umgürten uns mit der Wahrheit. Und hier wird davon berichtet, dass das Gewand oder der Gurt der Fluch ist, mit dem man sich umgürtet und bekleidet.
[8:30] "Das sei der Lohn für meine Widersacher von Seiten des Herrn, für die, welche Böses gegen meine Seele reden."
[8:37] Also David sagt nicht: "Ich reche mich", sondern der Fluch, der Lohn kommt von der Seite des Herrn. Gott wird sich darum kümmern.
[8:45] "Du aber, Herr, mein Herr, handle an mir um deines Namens willen. Deine Gnade ist gut, darum errette mich, denn ich bin elend und arm und mein Herz ist verwundet in meiner Brust."
[9:00] Eine Übersetzungs-Variante für das Wort "verwundet" ist auch "durchbohrt". Und genau so ging es auch Jesus. Auch er war durchbohrt, auch er war verwundet. Er war elend und arm, und er hat gelitten unter der Sünde, ganz besonders natürlich in Gethsemane und am Kreuz, aber auch in seinem Leben hat er unter der Sünde und ja, den Folgen der Sünde, die in den Feinden Gottes zutage traten, gelitten.
[9:37] "Wie ein Schatten, wenn er sich neigt, schleiche ich dahin. Ich werde verscheucht wie eine Heuschrecke. Meine Knie wanken vom Fasten, mein Fleisch magert gänzlich ab und ich bin ihnen zum Gespött geworden. Wer mich sieht, schüttelt den Kopf."
[9:54] Als Jesus am Kreuz hing, haben viele Menschen über den Kopf geschüttelt. Er war abgemagert, er war gefoltert worden. Er sah wirklich elend aus. So sagt es Jesaja 53.
[10:08] Und alle haben sich gefragt: "Wie kann das der Sohn Gottes sein?" Aber ein paar wenige Menschen am Kreuz haben erkannt, dass Jesus der Sohn Gottes war und ist. Und er ist auferstanden und dient als Priester im Heiligtum.
[10:27] Lasst uns diesen Jesus heute in unser Herz aufnehmen, dass er uns verändern kann und dass wir dankbar sind für seine unglaubliche Liebe, die er an uns immer wieder zeigt. Lasst uns dafür beten.
[10:40] Lieber Jesus, wir können in Ewigkeit nicht vollständig begreifen und ergründen, was für eine große Liebe du zu uns hast, dass du bis ans Kreuz gegangen bist, alle Sünden auf dich genommen hast. Ja, hilf, dass wir jeden Tag ein Stück mehr davon verstehen, dass es uns verändert, dieses Verständnis und diese Wahrheit, und dass wir mit dir gehen, jeden einzelnen Schritt in unserem Leben.
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