In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 109 bis 112. Sie erklärt die Bedeutung von Gottes Hilfe als Zeugnis und die Rolle Jesu als Priester und König nach der Ordnung Melchisedeks. Die Sprecherin betont Gottes unwandelbare Gerechtigkeit und ermutigt dazu, seine Werke zu erforschen und den Segen der Aufrichtigen zu empfangen.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 109:26-112:4
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Heute lesen wir zusammen Psalm 109, Vers 26 beenden und drei weitere Psalmen lesen, beziehungsweise beginnen. Und davor gemeinsam beten.
[0:44] Lieber Herr Jesus, wir möchten dich bitten, dass wir täglich deine Gnade in Anspruch nehmen, dass wir uns nicht von dir entfernen, dass wir dich suchen und deinen Heiligen Geist erbitten, damit er uns in alle Wahrheit führt und unsere Herzen auch formt nach deinem Vorbild. Darum bitten wir dich und dafür danken wir dir. Amen.
[1:08] Wir beginnen Psalm 109, Vers 26: „Hilf mir, Herr, mein Gott, rette mich nach deiner Gnade.“
[1:17] „So wird man erkennen, dass dies deine Hand ist, dass du, Herr, dies getan hast.“ Ist ein schöner Gedanke, dass wenn Gott uns rettet, wenn er uns hilft, dass das ein Zeugnis nach außen hin für alle anderen ist, dass deutlich wird: Wir hätten uns nie selber helfen können, das war Gottes Hand, die uns dort geholfen hat.
[1:39] „Sie mögen fluchen, du aber segne. Erheben sie sich gegen mich, so sollen sie zuschanden werden.“ Gemeint sind die Feinde. „Aber dein Knecht soll sich freuen. Meine Ankläger sollen Schmach anziehen und sich in ihrer Schande fühlen wie in einen Mantel.“ Wieder diese Idee mit dem Gewand. „Ich will den Herrn laut preisen mit meinem Mund und inmitten vieler will ich ihn rühmen, weil er den Armen zur Seite stand, um ihn zu retten vor denen, die ihn verurteilen.“
[2:11] Ja, wenn wir Gott an unsere Seite holen, dann wissen wir, dass wir nicht allein sind, auch wenn es vielleicht so aussieht oder wenn es so scheint. Ohne Gott sind wir nie allein und stehen nie alleine.
[2:27] Psalm 110 ist ein ganz, ganz besonderer Psalm und ich lege euch ans Herz, den einmal auch für euch bis ins Eingängige zu studieren, weil wir heute natürlich nicht auf alles eingehen können, auf alle Details. Ein wunderschöner Psalm Davids.
[2:43] „Der Herr sprach zu meinem Herrn: ‚Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße.‘“ Ihr kennt diesen Vers vielleicht aus einem anderen Bibelbuch, der steht nämlich auch im Hebräerbrief.
[3:03] Und Gott sagt hier, der Vater sagt hier zu Jesus diese Worte. Deswegen heißt es: „Der Herr spricht zu meinem Herrn.“ Der Vater spricht zu Jesus: „Setze dich zu meiner Rechten.“ Und wir wissen, Jesus hat sich zur Rechten Gottes gesetzt nach der Himmelfahrt.
[3:24] Jesus ist also schon zur Zeit Davids im Himmel der Herr gewesen. Und wenn wir in Offenbarung 22, Vers 16 schauen, finden wir dort eine ganz interessante Aussage auf der letzten Seite der Bibel:
[3:48] „Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen.“ Und jetzt kommt: „Ich bin die Wurzel und der Spross Davids, der leuchtende Morgenstern.“ Wir sagen ja ganz oft und wir wissen, Jesus ist aus der Dynastie Davids, aus seinem Spross Davids hervorgegangen. Aber er sagt auch: „Ich bin die Wurzel.“ Er ist sozusagen der Grundstein.
[4:16] Ja, und er sagt das auch hier den Pharisäern in Matthäus 22, die Verse 41 bis 44. Erfordern ihn die Pharisäer und einige Gruppen immer wieder heraus und wollen ihn hier rauslocken, dass er sagt, er sei der Sohn Gottes, um ihn dann anzuklagen. Und Jesus stellt hier ein paar Gegenfragen und zitiert hier auch diesen Vers: „Bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße.“ Und die Pharisäer wussten natürlich genau, woher das zitiert ist. Und damit möchte Jesus sagen: Ich war schon vorher existent, ich bin nicht nur ein Sohn Davids, ich bin auch der Ursprung, ich bin die Wurzel. Und damit beantwortet er die Frage der Pharisäer.
[5:07] Und Vers 2: „Der Herr wird das Zepter deiner Macht ausstrecken von Zion her. Herrsche inmitten deiner Feinde!“ Hier ist das himmlische Zion gemeint. Und wir sind hier in diesem Vers, wenn man ihn zeitlich einordnen will, noch zur Zeit des großen Kampfes.
[5:28] „Dein Volk ist willig am Tag deines Kriegszuges in heiligem Schmuck. Aus dem Schoß der Morgenröte tritt der Tau deiner jungen Mannschaft hervor.“ Ja, Gottes Volk ist im Krieg, im Krieg gegen die Sünde.
[5:54] Und auch aber den Segen zur Mission, nämlich von Jesus zu erzählen und das Wort Gottes, das Evangelium, in alle Welt zu tragen, damit es die junge Mannschaft – gemeint ist hier diese Mission – vorantreibt.
[6:10] Vers 4: „Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks.“
[6:23] Dies ist auch ein Psalmvers, der im Hebräerbrief zitiert wird. Und es ist ein sehr wichtiger Vers, ein Schlüsselvers im Hebräerbrief.
[6:32] Jesus ist ein Priester nach der Weise Melchisedeks. Und wir haben schon öfter darauf geschaut, was der Melchisedek war und wer er war. Er hat zur Zeit Abrahams gelebt und er war ein Priester und zeitgleich ein König. Und diese Verbindung, die lässt ihn zum Vorbild werden für Jesus, der ebenso ein Priester und ein König ist. Jesus hat jetzt die priesterlichen Gewänder an im Himmel, der Dienst im Heiligtum. Er bringt unsere Sünden ins Heiligtum, streut sein Blut darüber und vergibt sie. Er bringt unsere Gebete am Räucheraltar vor den Vater. Er hat aber genauso die königliche Königswürde inne. Aber wir wissen, dass am Ende, vor der Wiederkunft, er diese priesterlichen Gewänder ablegt und dann als König wiederkehrt. Das bedeutet aber nicht, dass Jesus jetzt nicht König wäre, nein, er vereint dies beides in sich, genau so wie es Melchisedek auch getan hat.
[7:44] „Der Herr zu deiner Rechten zerschmettert Könige am Tag seines Zorns. Er wird Gericht halten unter den Heiden, es wird viele Leichen geben. Er zerschmettert das Haupt über ein großes Land. Er trinkt aus dem Bach am Weg, darum wird er das Haupt erheben.“
[8:03] Ja, Gott wird Gericht halten, Jesus wird Gericht halten. Er ist unser Anwalt und er tritt für uns ein.
[8:13] Psalm 111: „Halleluja! Ich will den Herrn loben von ganzem Herzen im Kreis der Aufrichtigen und in der Gemeinde. Groß sind die Werke des Herrn, erforscht von allen, die sie lieben.“
[8:24] Hast du Interesse an Gottes Wort? Erforschst du seine Werke? Und liebst du seine Werke und den Herrn? Das ist das, was wir tun sollen.
[8:34] „Voll Majestät und Hoheit ist sein Tun“ – damit ist Jesus gemeint – „und seine Gerechtigkeit besteht ewiglich.“ Nicht nur, dass Gott ein König ist, dass Jesus der König ist, nein, sein Tun auch selbst ist königlich.
[8:49] „Er hat ein Gedenken seiner Wunder gestiftet“, das ist der Sabbat. „Gnädig und barmherzig ist der Herr. Er hat Speise gegeben denen, die ihn fürchten. Er wird ewiglich gedenken an seinen Bund, an seine Treue. Er hat seinem Volk seine gewaltigen Taten zu erkennen gegeben, indem er ihnen das Erbe der Heiden gab.“ Ja, das hat Gott getan, nicht wahr?
[9:11] Nicht nur beim Auszug aus Ägypten, sondern auch vor allem im Land Kanaan.
[9:15] „Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht. Alle seine Verordnungen sind unwandelbar, bestätigt für immer und ewig, ausgeführt in Treue und Aufrichtigkeit. Er hat seinem Volk Erlösung gesandt, auf ewig verordnet seinen Bund. Heilig und furchtgebietend ist sein Name.“
[9:35] Ja, Gottes Werke sind wahrhaftig und sind recht. Und seine Verordnungen sind unwandelbar. Und weil das so ist, konnte Gott sein Gesetz nicht verändern wegen der Sünde von Adam und Eva. Deswegen musste Jesus Mensch werden und sterben für diese unwandelbaren Gebote, weil die Sünde vertilgt werden musste aus dem Universum.
[10:04] „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit.“ Ein sehr guter Vers. „Sie macht alle einsichtig, die sie befolgen. Sein Ruhm bleibt ewiglich bestehen.“
[10:16] Psalm 112 beginnt genauso wie 111: „Halleluja! Wohl dem, der den Herrn fürchtet, der große Freude hat an seinen Geboten. Sein Same wird gewaltig sein auf Erden, das Geschlecht der Aufrichtigen wird gesegnet sein. Reichtum und Fülle ist in seinem Haus und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich bestehen. Den Aufrichtigen geht ein Licht auf in der Finsternis, der Gnädige, Barmherzige und Gerechte.“
[10:45] Wir werden diesen Psalm morgen weiterlesen. Und wir können über diesen Psalm eine kleine Überschrift setzen, nämlich: Es geht um die Aufrichtigen und ihren Segen. Und ich möchte euch heute in diesen Tag entlassen und euch wünschen, dass ihr den Segen der Aufrichtigen empfangt, dass ihr euch ganz Gott anvertraut. Lasst uns beten.
[11:07] Lieber Herr Jesus, schenke uns ein aufrichtiges Herz. Lass uns ja immer die Ahnung haben, dass du für uns eintrittst im Heiligtum und dass wir immer um die Vergebung beten, dass wir festhalten dem Glauben in der Gewissheit, dass du für uns im Heiligtum wirkst und eintrittst. Lass dies eine tägliche Gewissheit sein, die wir uns bewusst machen. Das bitten wir in deinem Namen. Amen.
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