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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 112 bis 115 und ermutigt dazu, auf Gott zu vertrauen. Sie spricht über die Barmherzigkeit und Treue Gottes, die den Aufrichtigen in allen Lebenslagen Halt geben und sie vor Unglück bewahren. Der Vortrag hebt Gottes erhabene Größe und seine herablassende Liebe hervor, die sich in der Geschichte Israels und der Erlösung durch Jesus manifestiert. Abschließend wird die Nichtigkeit menschlicher Götzen der allmächtigen Macht des wahren Gottes gegenübergestellt und zum täglichen Annehmen seines Segens aufgerufen.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Heute lesen wir zusammen Seite 651 von dem Psalm 112, weiter studieren und drei weitere Psalmen lesen beziehungsweise beginnen. Lasst uns davor gemeinsam beten.

[0:47] Lieber Gott, keiner ist so wie du. Es gibt nur einen Gott und es gibt nur einen, der uns so lieb hat wie du. Herr, wir möchten diese Liebe heute für uns in Anspruch nehmen, möchten davon leben und ja, bitten dich, dass du uns erfüllst mit deinem Heiligen Geist, wenn wir jetzt dein Wort lesen. Amen.

[1:14] Wir beginnen im Psalm 112 in Vers 5, und wir sind, wie gestern bereits erwähnt, in diesem Psalm, den ich nenne, den Psalm der Aufrichtigen. Und hier lesen: „Wohl dem, der barmherzig ist und leitet, sein Recht behauptet im Gericht. Denn er wird ewiglich nicht wanken. Dem Gericht zählt Barmherzigkeit.“ Das sehen wir auch in anderen Stellen in der Bibel. Barmherzigkeit und anderen Gutes zu tun, daran werden wir gemessen werden. „Denn er wird ewiglich nicht wanken. An den Gerechten wird ewiglich gedacht. Vor der Unglücksbotschaft fürchtet er sich nicht. Sein Herz vertraut fest auf den Herrn.“

[2:02] Ein sehr tröstlicher und sehr schöner Vers, den wir hier haben. Wer von uns hat nicht schon in seinem Leben Unglücksbotschaften bekommen? Das mag eine Krankheit gewesen sein, es mag ein Unglück gewesen sein, ein Unfall, der plötzliche Tod eines lieben Menschen, der Verlust des Arbeitsplatzes, ein abgebranntes Haus – was auch immer es gewesen sein mag. Wenn wir Gott vertrauen und wissen, dass Gott an unserer Seite ist und uns führt, dann fürchten wir uns nicht vor diesen Unglücksbotschaften. Sie gehen uns an und sie lassen uns vielleicht erschüttern, aber wir wissen, dass wir fest auf dem Fels Jesus stehen.

[2:46] „Sein Herz ist getrost und er fürchtet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden sieht. Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben. Seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit.“ Diesen, diese Zeile haben wir schon in Vers 6 gelesen. „Seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit. Sein Horn wird im Ruhm in Ehren. Der Gottlose wird es sehen und sich ärgern. Er wird mit den Zähnen knirschen und vergehen. Das Verlangen der Gottlosen bleibt unerfüllt.“ Ja, das Verlangen der Gotteskinder wird gestillt und das Verlangen der Gottlosen bleibt unerfüllt.

[3:25] Psalm 113, ein Gotteslob: „Halleluja! Lobt, ihr Knechte des Herrn, lobt den Namen des Herrn! Gepriesen sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit! Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des Herrn.“ Das ist dieser Text des berühmten Kanons, den ihr alle kennt. „Der Herr ist hoch über alle Völker, seine Herrlichkeit ist höher als die Himmel. Wer ist wie der Herr, unser Gott, der in solcher Höhe thront, der so tief herunter sieht auf den Himmel und auf die Erde, der den Geringen aufrichtet aus dem Staub und den Armen erhöht aus dem Kot.“

[4:08] Gott wohnt in unglaublicher Höhe im Heiligtum. Er thront dort, das ist sein Herrschaftsgebiet, sein Palast sozusagen. Und er sieht tief auf uns herunter. Er lässt sich zu uns herab. Und nicht nur das, sondern Jesus hat sich ja völlig entäußert. Er ist er selber einer von uns geworden, und darin zeigt sich die unglaubliche Liebe Gottes.

[4:36] Es heißt hier: „Und den Armen erhöhte aus dem Kot, um ihn neben Fürsten zu setzen, neben die Fürsten seines Volkes.“ Als ich das gelesen habe, musste ich an Josef denken, der aus dem Kerker heraus gerettet wurde durch Gott, der ja wirklich keine Hoffnung hatte, dass er jemals wieder aus diesem Loch rauskommt. Er hat seine Hoffnung auf Gott gesetzt und sie wurde belohnt, und er wurde zum zweiten Mann im Staate, der Mann nach dem Pharao. „Der die unfruchtbare Frau des Hauses wohnen lässt als eine fröhliche Mutter von Söhnen. Halleluja!“ Ja, Gott kann Unfruchtbarkeit in Fruchtbarkeit verwandeln.

[5:23] Psalm 114: „Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem Volk fremder Sprache, da wurde Juda sein Heiligtum, Israel sein Herrschaftsgebiet.“ Dieser Vers, der hat es in sich. Juda wurde das Heiligtum Gottes. Das heißt, das Land Kanaan war sozusagen ein Typus auf das himmlische Heiligtum. Die Israeliten wurden gerettet aus Ägypten und zum Heiligtum gebracht am Sinai. Und Ägypten steht hier für die Sünde. Also wurden sie aus der Sünde gebracht zum himmlischen Heiligtum, zum neuen Jerusalem zu ziehen. Und so wie es auch ganz viel in den Psalmen steht, und wir finden diese Aussage auch in Psalm 20, Vers 17 – das könnt ihr einmal nachstudieren.

[6:20] Das Heiligtum ist ja der Wohnort Gottes, es ist ja der Regierungssitz Gottes im Universum. Und genauso wird Kanaan in der Bibel auch als Wohnort oder als Wohnort des Volkes Gottes bezeichnet. Und wenn wir hier das Land Kanaan als Typus auf das Heiligtum verstehen, dann ist das natürlich eine ganz besondere Verknüpfung, die Gott uns hier nahebringen möchte, dass wir auf dem Weg zum Heiligtum sind, auf dem Weg zum himmlischen, zum neuen Jerusalem.

[6:56] „Das Meer sah es und floh, der Jordan wandte sich zurück.“ Damit ist das Schilfmeer gemeint in der ersten Generation, die Teilung des Roten Meeres, und dann natürlich der Jordan, der sich zerteilt bei der zweiten Generation, als sie hindurchschreiten. „Die Berge hüpften wie Widder, die Hügel wie junge Schafe. Was kam dich an, du Meer, dass du flohst, du Jordan, dass du dich zurückwandtest, ihr Berge, dass ihr hüpftet wie Widder, ihr Hügel, wie junge Schafe? Erbebt, o Erde, vor dem Angesicht des Herrn, vor dem Angesicht des Gottes Jakobs, der den Fels verwandelte in einen Wasserteich, den Kieselfels in einen Wasserquell.“

[7:41] Hier ist die Geschichte des Felsens beschrieben, die ja Wasser hervorgebracht haben, als Mose auf sie geschlagen hat. Also ein ganz interessanter Kurz-Abschnitt, der uns ganz viel vermittelt darüber, was Gottes Plan eigentlich war und was für eine Typologie auch in diesen Dingen liegt.

[8:06] Psalm 115: „Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen! Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Aber unser Gott ist im Himmel, er tut alles, was ihm wohlgefällt. Ihre Götzen sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. Sie haben einen Mund und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht, Ohren haben sie und hören nicht, eine Nase haben sie und riechen nicht, Hände haben sie und greifen nicht, Füße haben sie und gehen nicht. Mit ihrer Kehle geben sie keinen Laut. Ihnen gleich werden die, welche sie machen, alle, die auf sie vertrauen.“

[8:46] Diese Verse erinnern mich ganz stark an einen Abschnitt in Jeremia 10, den es sich lohnt, noch mal parallel gelesen zu werden. Da beschreibt Jeremia auch die Nichtigkeit der Götzen und wie die, die sie machen, auch zu dem werden, die sie anbeten.

[9:06] Und im Kontrast dazu steht hier das Volk Israel, beziehungsweise das neue Israel: „Vertraut auf den Herrn! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild. Haus Aaron, vertraut auf den Herrn! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild. Die ihr den Herrn fürchtet, vertraut auf den Herrn! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild. Der Herr wolle an uns gedenken, er wolle uns segnen. Er segnet das Haus Israel, er segnet das Haus Aaron, er segne die, den Herrn fürchten, die Kleinen samt den Großen.“

[9:38] Lasst uns dies heute in Anspruch nehmen, dass wir uns wirklich an Gott halten und dass wir seinen Segen in Anspruch nehmen für diesen Tag, weil wir uns ganz für ihn entscheiden und entschieden haben und entscheiden werden. In diesem Sinne, lasst uns beten.

[9:55] Herr, lieber Gott, du wohnst in deinem Heiligtum. Du regierst von deinem Heiligtum aus und du möchtest uns zu deiner Ruhe eingehen lassen eines Tages, das hast du uns gesagt. Herr, du bereitest jetzt schon Wohnung für uns im Himmel vor, und dafür möchten wir dir danken. Herr, wir sind die Kinder des Reiches Gottes, wir haben Bürgerrechte im Himmel. Herr, lass uns das jeden Tag bewusst sein. Lass uns diese Freude mehr und mehr entwickeln, dass wir eines Tages bei dir in Ewigkeit sein dürfen und ewige Freude, ewige Harmonie uns umgeben wird. In deinem Namen danken wir dir dafür. Amen.


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