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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ führt Rabea Kramp durch die Psalmen 115 bis 118. Sie beleuchtet Gottes Souveränität über Schöpfung und Tod, seine gnädige und gerechte Hilfe in der Not und die Bedeutung von Vertrauen in ihn statt in Menschen. Der kürzeste Psalm 117 wird ebenso behandelt wie die chorähnliche Struktur von Psalm 118, die Gottes ewige Güte preist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:00] [Musik]
[0:19] Hmm.

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute lesen wir zusammen die Seite 652. Wir wollen den Psalm 115 beenden, 116 und 117 lesen und 118 beginnen. Und davor gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken, dass du so gnädig bist, dass deine Gnade so überreich ist und in Fülle vorhanden. Herr, lass sie uns in Anspruch nehmen heute an diesem Tag. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:02] Wir sind in Vers 14 von Psalm 115 und dort heißt es: „Der Herr mehre euch und eure Kinder. Gesegnet seid ihr von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Himmel ist der Himmel des Herrn, aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.“ Es erinnert uns an die Schöpfung. Gott hat die Erde geschaffen und hat den Menschen in den Garten Eden gesetzt und hat ihm die Aufgabe gegeben, den Garten Eden zu pflegen, zu bebauen und sich darum zu kümmern. Der Himmel, der ist aber Gott vorbehalten, und dort wohnt Gott mit seinen heiligen Engeln. Und wir wissen, dass auch das Heiligtum dort seinen Platz und seinen Ort hat. „Die Toten rühmen den Herrn nicht, keiner, der zum Schweigen hinabfährt.“ Wir haben hier einen Hinweis darauf, wie es sich im Tod verhält, dass wir, wenn wir gestorben sind, dass wir tatsächlich Gott nicht rühmen können. Wir wissen von nichts. Die Bibel hat andere Verse im Predigerbuch und im Hesekiel, wo es heißt, dass die Toten nichts wissen und dass sie ja Gott nicht preisen. Und das führt uns zu dem Schluss, dass der Tod wirklich ein Zustand des Nichtwissens ist, des Schlafes, in dem wir nichts mitbekommen. Und als Christen haben wir die Hoffnung, dass Gott uns wieder auferwecken wird, damit wir dann ja mit ihm regieren können im Himmel und auf der neuen Erde. „Wir aber wollen den Herrn preisen von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!“

[2:42] Psalm 116: „Ich liebe den Herrn, denn er hat erhört meine Stimme und mein Flehen. Denn er hat sein Ohr zu mir geneigt, darum will ich ihn anrufen mein Leben lang.“ Diese beiden Verse sind der Ausdruck dessen, dass da jemand diesen Psalm geschrieben hat, der eine Erfahrung mit Gott gemacht hat. Liebe entspringt aus der Erfahrung mit Gott. Und so sei es auch in unserem Leben. Wir können Gott lieben dadurch, dass wir erkennen, wie er in unserem Leben wirkt, zum Guten für uns wirkt und uns wohl tut und Gutes tut. „Die Fesseln des Todes umfingen mich und die Ängste des Totenreichs trafen mich; ich kam in Drangsal und Kummer. Da rief ich den Namen des Herrn an: Herr, errette meine Seele!“ „Der Herr ist gnädig und gerecht, ja, unser Gott ist barmherzig. Der Herr behütet die Einfältigen. Ich war ganz elend, aber er half mir wieder.“ Diese Erfahrung, die beschrieben wird, dass Gott denjenigen hilft, die in der Not anrufen, denen es schlecht geht, die Gott wirklich brauchen. Und ich finde die Verbindung hier so schön, dass Gott gnädig und barmherzig ist, aber ebenso gerecht. Oft wird das getrennt, und ich verstehe gar nicht, warum, weil die Bibel bringt diese Dinge immer zusammen. Wir werden das später noch in den nächsten Psalmen ganz besonders feststellen, in Psalm 119, dass diese Verbindung von Gesetz und Gerechtigkeit und Gnade und Barmherzigkeit ganz eng geknüpft ist. „Der Herr behütet die Einfältigen.“ Ja, die, die auch geistig einfältig sind, die führt Gott auch, die, die vielleicht nicht so viel verstehen können von seinem Wort. Aber das, was sie verstehen, damit segnet er sie.

[4:37] „Kehre zurück, meine Seele, zu deiner Ruhe, denn der Herr hat dir wohlgetan.“ Wenn Gott uns beherbergt in seinem Arm, dann werden wir ruhig. „Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, mein Auge von den Tränen, mein Fuß vom Fall.“ Wieder diese Erfahrung, die Gott uns geschenkt hat. „Ich werde wandeln vor dem Herrn im Land der Lebendigen. Ich habe geglaubt, darum rede ich; ich wurde aber sehr gebeugt.“ Wir haben geglaubt, wir haben Erfahrung gemacht, und dann reden wir, dann erzählen wir von Gottes Wundern, die er uns getan hat. Es heißt aber auch: „Ich wurde sehr gebeugt.“ Ich wurde sehr gedemütigt, könnte man anders ausdrücken. Neu ist auch, in der Ruhe liegt auch Demut und Demütigung, dass, wenn wir erkennen, dass wir nichts sind, dass wir Gott wirklich brauchen, dann haben wir dieses gebeugte Gefühl und diese gebeugte Erfahrung. Aber Gott wird uns wieder aufrichten. „Ich sprach in meiner Bestürzung: Alle Menschen sind Lügner!“ „Wie soll ich dem Herrn vergelten all seine Wohltaten an mir? Den Kelch des Heils will ich nehmen und den Namen des Herrn anrufen.“ Wir kennen aus der Bibel einen anderen Kelch, den Kelch des Zornes, der in den prophetischen Büchern beschrieben wird. Wir kennen auch den Kelch, den Jesus im Garten Gethsemane anspricht, ob er an ihm vorübergehen möge, auch der Kelch des Zornes, ja, dass Gottes Zorn über ihn kommt, dass nicht diese Trennung zwischen Vater und Sohn stattfindet. Aber es gibt ebenso den Kelch des Heils, und den Kelch, den möchte man eigentlich immer austrinken, weil das ist der Kelch, der einem die Erlösung bringt. „Meine Gelübde will ich dem Herrn erfüllen, ja, vor seinem ganzen Volk.“ „Kostbar ist in den Augen des Herrn der Tod seiner Getreuen.“ Viele Märtyrer sind für das Wort Gottes, für Gott gestorben, und Gott betrachtet diesen Tod als sehr wertvoll. „Ach Herr, ich bin ja dein Knecht, ich bin dein Knecht, der Sohn deiner Magd. Du hast meine Fesseln gelöst. Dir will ich Dankopfer darbringen und den Namen des Herrn anrufen.“ Wir haben genau denselben Vers schon mal gelesen, einige Verse vorher. „Meine Gelübde will ich dem Herrn erfüllen, ja, vor seinem ganzen Volk.“ Vers 14 ist genau dieselbe Aussage. „In den Vorhöfen des Hauses des Herrn, in deiner Mitte, Jerusalem. Halleluja!“ Und wieder haben wir eine Anspielung auf das Heiligtum mit den Vorhöfen. Dieses Heiligtum spielt einfach in fast jedem Psalm eine Rolle.

[7:15] Wir kommen zum Psalm 117, und das ist der kürzeste Psalm, den wir überhaupt haben. Er besteht aus zwei Versen: „Lobt den Herrn, alle Heiden! Preist ihn, alle Völker! Denn seine Gnade ist mächtig über uns, und die Treue des Herrn währt ewig. Halleluja!“ Dieser, diese kleinen Zeilen, diese paar Zeilen, erinnern mich ganz besonders an einen Text in Offenbarung 14, an die Botschaft der drei Engel, wo es auch darum geht, Gott zu loben, Gott zu fürchten. Die Botschaft geht auch an alle Völker, die, so wie es hier heißt, auch die Gnade spielt dort eine kleine Rolle, und auch die Treue und dass Gott ewig währt und mächtig ist. Und diese Verbindung von Gnade und Treue, also von Wahrheit und Gnade, die finden wir auch an anderen Stellen in der Bibel, zum Beispiel in Johannes 1, Vers 14, wo Jesus gesagt wird, dass er die Verbindung von Gnade und Wahrheit ist.

[8:20] Psalm 118: „Dankt dem Herrn, denn er ist gütig, ja, seine Gnade währt ewiglich!“ „So soll denn Israel sprechen: Ja, seine Gnade währt ewiglich!“ „So soll denn das Haus Aaron sprechen: Ja, seine Gnade währt ewiglich!“ „So sollen denn die den Herrn fürchten sprechen: Ja, seine Gnade währt ewiglich!“ Wir haben hier quasi wie so einen Chor, bestehend aus verschiedenen Teilen, und alle singen den gleichen Refrain. „Ich rief zum Herrn in meiner Not; der Herr antwortete mir und befreite mich. Der Herr ist für mich, ich fürchte mich nicht. Was kann ein Mensch mir antun?“ Diese Frage „Was kann ein Mensch mir antun?“, die finden wir tatsächlich öfter in den Psalmen geschrieben, und immer verknüpft mit der Aussage, dass der Herr auf meiner Seite steht, dass der Herr für mich ist, dass der Herr für mich kämpft, für mich streitet. Und wir dürfen immer wieder lesen in dem Psalm, dass, wenn wir in Not sind, dass der Herr Rettung schickt, schickt Erlösung und dass er uns befreit. So auch hier: „Der Herr ist für mich, er kommt mir zu Hilfe, und ich werde meine Lust sehen an denen, die mich hassen.“ „Besser ist es, bei dem Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen. Besser ist es, bei dem Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Fürsten zu verlassen.“ „Alle Heiden haben mich umringt; im Namen des Herrn schlage ich sie. Sie haben mich umringt, ja, sie haben mich umringt; im Namen des Herrn schlage ich sie.“ Vers sechs und sieben bilden hier so eine Einheit, und acht und neun und auch zehn und elf, immer die gleichen Aussagen in den beiden Versen jeweils. Und die Aussage ist auch eine, die wir uns mit in den Alltag nehmen können: dass Gott unser Schutz ist, dass egal, wer uns etwas anhaben will, dass wir wissen dürfen: Gott ist auf meiner Seite. Und damit wollen wir Gott anbeten.

[10:19] Lieber Herr Jesus, wenn wir auf deiner Seite sind, was kann uns schon passieren? Wenn wir dir gehorchen, was für ein Unglück kann uns dann ja erschüttern? Wir wissen, dass wir trotzdem Herausforderungen haben werden im Leben, auch wenn wir an deiner Seite sind. Aber die Herausforderungen sind viel einfacher zu tragen mit dir als ohne dich. Und so bitte ich das heute für uns, dass wir mit dir zusammen diesen Tag begehen können und dass du uns durch alle Höhen und Tiefen trägst. In Jesu Namen. Amen.

[10:54] [Musik]


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