Gott auf (m)einer Seite: Psalm 119:143-119:176
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Wir möchten heute die Seite 658 lesen und den langen Psalm 119 abschließen. Wir haben die letzten Tage über das Gesetz Gottes gelesen, nachgedacht und studiert, und ich hoffe, es ist euch ein bisschen plastischer vor Augen geworden, was der Psalm 119 über das Gesetz Gottes alles sagt. Und mir ist dabei der Gedanke gekommen, dass wir eigentlich 2. Mose, wo die Zehn Gebote stehen, vielmehr in Verbindung mit Psalm 119 studieren müssten. Weil dann würde uns so richtig deutlich werden, wie schön Gottes Gesetz eigentlich ist, dass es uns eine Freude ist, wie wir hier gelesen haben, eine Wonne unseres Herzens, und dass wir das Gesetz lieben dürfen von ganzem Herzen.
[1:25] Wir wollen heute die letzte Seite von Psalm 119 lesen, und ich denke, es ist wirklich deutlich geworden, dass das Gesetz Gottes ein Diamant ist und dass Psalm 119 ja diesen Diamanten beleuchtet von allen Seiten und wir dadurch mehr verstehen vom Gesetz Gottes.
[1:44] Vers 143: „Angst und Drangsal haben mich getroffen, aber deine Gebote sind meine Freude. Deine Zeugnisse sind auf ewig gerecht. Gib mir Einsicht, dass ich lebe.“ Ja, Einsicht brauchen wir, um die Gebote zu verstehen, und wenn wir sie verstehen, dann werden wir leben, und das auch in Ewigkeit.
[2:06] Der nächste Buchstabe lautet Koph. „Ich hoffe von ganzem Herzen: HERR, erhöre mich! Ich will deine Anweisungen befolgen. Ich rufe zu dir: Hilf mir, so will ich deine Zeugnisse bewahren. Ich komme der Morgendämmerung zuvor und schreie; ich hoffe auf dein Wort.“ Hast du schon mal geschrien im Gebet? Mir ist es schon mal so gegangen, dass, wenn man Gott wirklich um Hilfe ruft, wenn man ihn wirklich braucht, dann schreit man manchmal im Gebet. Und man tut das sehr früh, weil man kaum Schlaf gefunden, so wie der Psalmist hier. Man kommt der Morgendämmerung zuvor, man kennt kein Nacht- und Tag-Gefühl. Man ruft zu Gott zu jeder Tageszeit und hofft auf baldige Hilfe. „Meine Augen kommen den Nachtwachen zuvor, damit ich nachsinne über dein Wort.“ Ja, auch in der Nacht findet man keinen Schlaf. „Höre meine Stimme nach deiner Gnade. HERR, belebe mich nach deinen Bestimmungen. Die mir nachjagen, nahen sich; von deinem Gesetz sind sie fern. Du bist nahe, HERR, und alle deine Gebote sind Wahrheit.“
[3:23] „Alle deine Gebote sind Wahrheit.“ Ist es eine Aussage, die wir uns so fest ins Herz schreiben müssen, dass wir gar nicht wanken in diesem Punkt? Weil wenn wir in Versuchung geraten, dann wird ja so eine leise Stimme in uns laut, die Zweifel säen möchte, dass Gott vielleicht doch nicht gut ist, dass vielleicht das eine oder andere Gebot zu schwer zu halten ist. Und dann brauchen wir solche Verse wie diesen, dass wir uns daran festhalten, dass Gottes Gebote die Wahrheit sind. „Längst weiß ich aus deinen Zeugnissen, dass du sie auf ewig gegründet hast.“
[4:01] Der nächste Buchstabe lautet Resch. „Sieh mein Elend an und errette mich, denn ich habe dein Gesetz nicht vergessen. Führe meine Sache und erlöse mich. Belebe mich nach deinem Wort. Das Heil ist fern von den Gottlosen, denn sie fragen nicht nach deinen Anweisungen. Deine Barmherzigkeit ist groß, o HERR, belebe mich nach deinen Bestimmungen.“ Ja, durch Gottes Wort werden wir belebt, das haben wir so oft gelesen in diesem Psalm, und es ist die Wahrheit, dass wenn wir Gottes Wort lesen, dann kommt wieder Leben und dann keimt wieder Hoffnung, dann werden wir wieder stark und kräftig auch im Glauben.
[4:44] Wenn du mit Zweifeln zu kämpfen hast, dann ist die beste Medizin, das Wort Gottes zu lesen, weil darin liegt das Leben und liegt der Glaube. „Zahlreich sind meine Verfolger und Widersacher, dennoch habe ich mich nicht abgewandt von deinen Zeugnissen. Wenn ich die Abtrünnigen ansehe, empfinde ich Abscheu, weil sie dein Wort nicht bewahren. Siehe, ich liebe deine Befehle. HERR, belebe mich nach deiner Gnade. Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jede Bestimmung deiner Gerechtigkeit bleibt ewiglich.“
[5:34] „Fürsten verfolgen mich ohne Ursache, aber vor deinem Wort fürchtet sich mein Herz. Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet. Ich hasse die Lüge und verabscheue sie; dein Gesetz habe ich lieb.“ Jemand, der in den Krieg zieht und der Beute macht, der vielleicht kostbare Dinge mitgehen lässt, der freut sich darüber, wenn er nach Hause kommt. Er wird den Sack öffnen, sich über die Beute freuen, über das Goldene, das Silberne oder was auch immer er erbeutet hat. Und so geht es uns, die wir das Wort Gottes haben. Denn wir es erbeutet haben, dann haben wir große Freude darüber, dass es unser Eigen ist. „Ich lobe dich siebenmal am Tag wegen der Bestimmungen deiner Gerechtigkeit. Großen Frieden haben die, dein Gesetz lieben.“ Ja, das Wort Gottes, das verleiht Frieden, das können wir wirklich von ganzem Herzen bezeugen, und nichts bringt sie zu Fall. „Ich hoffe auf dein Heil und tue deine Gebote. Meine Seele bewahrt deine Zeugnisse und liebt sie sehr. Ich habe deine Befehle und deine Zeugnisse bewahrt, denn alle meine Wege sind vor dir.“
[6:50] Wir kommen zum letzten Buchstaben des hebräischen Alphabets: Taw. „HERR, lass mein Rufen vor dich kommen! Gib mir Einsicht entsprechend deinem Wort. Lass mein Flehen vor dich kommen! Errette mich nach deiner Verheißung. Meine Lippen sollen überfließen von Lob, wenn du mich deine Anweisungen lehrst.“ Ja, wenn wir von Gott gelehrt werden, dann können wir ihn dafür loben. Wenn wir Einsicht bekommen, wenn wir erleuchtet werden, wenn der Heilige Geist in die Wahrheit führt, dann ist das wirklich Grund zum Loben. „Meine Zunge soll reden von deinem Wort, denn alle deine Gebote sind gerecht. Deine Hand komme mir zu Hilfe, denn ich habe deine Befehle erwählt. Ich habe Verlangen nach deinem Heil, HERR, und dein Gesetz ist meine Lust.“
[7:36] So eine schöne Aussage: „Dein Gesetz ist meine Lust.“ Und ich habe das ein paar Mal ganz explizit und ganz besonders erlebt, wenn wir zusammen, mein Mann und ich, die Bibel studiert haben. Ganz häufig ist uns das am Sabbat nachmittags so gegangen, wenn wir zusammen das Wort Gottes studiert haben, und wir die Tiefen ergründet haben, die darin liegen. Dann haben wir uns so richtig gefreut, dann haben wir eigentlich auch wirklich Lust gehabt am Gesetz und an dem Wort Gottes. Und ich hoffe, dass euch das auch schon so gegangen ist in eurem Leben, dass wenn man sich wirklich in das Wort Gottes vertieft, dass es einem so eine tiefe Freude schenkt. Diese Erfahrung, ja, die ist so wünschenswert, dass wir sie haben.
[8:23] „Lass meine Seele leben, damit sie dich lobe, und deine Bestimmungen seien eine Hilfe. Ich bin in die Irre gegangen wie ein verlorenes Schaf. Suche deinem Knecht, denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.“
[8:35] Dieser lange Psalm über das Wort, über das Gesetz Gottes, schließt mit dem Gedanken, dass wir in die Irre gegangen sind wie ein verlorenes Schaf. Und die Gebote Gottes sind – dieses Wort Gottes ist das, was das verlorene Schaf wieder zurückbringt zur Herde, was wieder einhegt in Gottes Geborgenheit. Wenn du ein verlorenes Schaf bist, dann studiere Gottes Wort, studiere die Gebote Gottes. Empfinde sie nicht als Last, sondern als Freude. Und wenn du anfängst, die Gebote Gottes zu halten mit der Kraft Gottes, nicht aus dir selber, sondern mit der Gnade, die Gott schenkt, dann wirst du – ja, dann werden die Gebote Gottes eine Wonne des Herzens werden. Das wünsche ich dir von ganzem Herzen. Lasst uns dafür beten. Lieber Herr Jesus, wir wollen das Gesetz, das du gegeben hast, noch viel besser verstehen. Noch viel mehr müssen wir darüber erforschen, noch viel mehr darüber nachdenken, Tag und Nacht, bevor die Morgendämmerung anbricht. HERR, schenk uns diese Einsicht durch den Heiligen Geist. Darum bitten wir dich in deinem Namen. Amen.
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