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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ führt Rabea Kramp die Betrachtung von Psalm 119 fort, von Vers 78 bis 110. Sie beleuchtet, wie Gottes Gesetz nicht nur Gebote, sondern auch eine Quelle der Gnade, Weisheit und geistlichen Belebung ist. Die Sprecherin ermutigt dazu, Gottes Wort als ewige Richtschnur und Licht auf dem Lebensweg zu sehen, das uns in allen Herausforderungen trägt und klüger macht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute lesen wir zusammen Psalm 119, Verse 78 bis 110, wollen weiter Psalm 119 und das Gesetz Gottes verstehen und davor gemeinsam beten.

[0:43] Lieber Gott, dein Gesetz ist die Gnade, das haben wir in den letzten Tagen gelernt, dass Gnade und Gesetz nichts Gegensätzliches ist, sondern etwas, was du zusammengelegt hast, weil auch du ja als Gott im Himmel das Gesetz bist, weil das Gesetz Ausdruck deines Wesens ist und du auch die Gnade bist. Herr, lass uns heute weiter verstehen, wie wir deine Gebote sehen dürfen und was du damit ausdrücken möchtest. Amen.

[1:16] Wir setzen fort in Vers 78: „Lasst die Hochmütigen zuschanden werden, weil sie mir mit Lügen Unrecht getan haben. Ich aber sinne über deine Befehle nach. Lass sie sich mir zuwenden, die dich fürchten und die deine Zeugnisse erkennen. Mein Herz soll sich redlich an deine Anweisungen halten, damit ich nicht zuschanden werde.“

[1:43] Das ist ein schöner Wunsch, den wir uns auch zu eigen machen können und sollen, dass unser Herz sich redlich an die Anweisungen Gottes hält. Und damit haben wir zudem den Kontrast zum vorangegangenen Vers 78: die Hochmütigen, die Unrecht und Lügen reden, und diejenigen, die Gottes Gebote in ihren Herzen redlich bewahren.

[2:09] Wir kommen zum nächsten Buchstaben, Kaf: „Meine Seele verlangt nach deiner Hilfe, ich hoffe auf dein Wort. Meine Augen verlangen nach deinem Wort und fragen: Wann willst du mich trösten? Bin ich auch geworden wie ein Schlauch im Rauch, so habe ich doch deine Anweisungen nicht vergessen.“

[2:28] Ja, vielleicht habt ihr auch in eurer Bibel diese Anmerkung, was das eigentlich heißt, ein Schlauch im Rauch zu sein. Hier heißt es, ein Schlauch, das ist ein Schlauch, der rissig und brüchig geworden ist durch die Hitze. Und wir können das übertragen auf uns, indem wir ja denken, wenn es uns in Zeiten schlecht geht, dass wenn wir wirklich mit großen Problemen und Herausforderungen, mit Unglück zu tun haben in unserem Leben, dass wir einfach Gott anrufen können, dass wir nicht vergessen, wer uns den Segen geschenkt hat in der Vergangenheit, auch wenn wir durch tiefe Täler gehen, wo wir Gottes Gegenwart nicht besonders spüren und vielleicht sogar Gott anklagen: „Herr, warum lässt du das alles zu? Warum prüfst du mich auf diese Weise?“, dass wir uns dann erinnern an das Wort Gottes, an seine Gebote, sein Gesetz und sagen: „Ich habe deine Anweisungen nicht vergessen, ich möchte mich daran halten, hilf mir heraus aus diesem Tal.“

[3:36] „Wie viele Tage bleiben noch deinem Knecht? Wann willst du an meinen Verfolgern das Rechtsurteil vollziehen? Die Frechen haben mir Gruben gegraben, sie, die sich nicht nach deinem Gesetz richten. Alle deine Gebote sind Wahrheit, sie aber verfolgen mich mit Lügen. Hilf mir! Sie hätten mich fast vernichtet auf Erden, ich habe deine Befehle nicht verlassen. Belebe mich nach deiner Gnade, so will ich das Zeugnis deines Mundes bewahren.“

[4:05] Ganz oft begegnet uns im Psalm 119 die Aussage: „Belebe mich nach deiner Gnade“ oder „belebe mich durch dein Wort“, „belebe mich durch deine Bestimmung“. Ganz oft begegnen wir diese Aussage und wir müssen darüber nachdenken, warum der Psalmist das immer wieder von Gott fordert.

[4:28] Wir sind ja geistlich tot, wenn wir Gottes Wort nicht befolgen, wenn wir Gott nicht gehorchen, wenn wir in der Bibel nicht lesen, wenn wir fern von Gott sind, sind wir geistlich tot. Und das Einzige, was uns wirklich geistlich lebendig machen kann, ist die Bibel, ist das Wort Gottes. Das ist Gottes Kanal, durch den er spricht. Jesus ist ebenso das Wort Gottes. Und wenn wir das Wort Gottes lesen, dann haben wir Jesus in unseren Herzen, da sind wir Jesus näher, dann können wir Jesus verstehen und dann haben wir diesen Freund an unserer Seite und können seine Gebote, seinen Rat für unser Leben erst wirklich verstehen und annehmen.

[5:17] Nächster Buchstabe lautet Samech: „Auf ewig, Herr, steht dein Wort fest im Himmel. Deine Treue währt von Geschlecht zu Geschlecht. Du hast die Erde gegründet, und sie steht nach deinen Bestimmungen. Sie stehen noch heute, denn alles muss dir dienen.“

[5:39] Diese paar Verse, die erinnern mich ganz stark daran, dass es auch in anderen Stellen der Bibel heißt: „Es mag alles vergehen, Himmel und Erde mag vergehen, aber dein Wort wird nicht vergehen und es wird nichts vergehen von dem Wort. Man darf nicht mal ein Tüpfelchen und kein Komma weichen. Alles soll bleiben, wie es ist.“ Gott bewacht sein Wort, Gott stellt sicher, dass die Bibel durch alle Zeitalter das geblieben ist, was er hat aufschreiben lassen.

[6:12] „Wäre dein Gesetz nicht meine Freude gewesen, so wäre ich vergangen in meinem Elend. Ich will deine Befehle auf ewig nicht vergessen, denn du hast mich belebt.“

[6:27] Ja, wenn wir als Christen manchmal durch schwere Zeiten gehen, dann wissen wir gar nicht, wie wir manche Dinge aushalten würden, wenn wir Gott nicht hätten. Mir geht es so in meinem Leben, wenn ich in die Vergangenheit gucke und sehe, mit was ich alles konfrontiert war, mit welchen Herausforderungen das Leben mich konfrontiert hat, muss ich sagen, ich weiß nicht, wie ich das ohne Gott geschafft hätte. Und das möchte der Psalmist hier in Vers 92 ausdrücken, dass wenn wir auf die Vergangenheit zurückschauen und sehen, wie Gott uns geführt hat und er uns getragen hat in schweren Zeiten, dass wir dann auch gewiss sein dürfen, dass er das auch in Zukunft tun wird.

[7:11] „Ich bin dein, hilf mir!“ Ein wunderbar kurzes Gebet. „Denn ich habe nach deinen Befehlen getrachtet. Die Gottlosen lauern mir auf, um mich zu verderben, aber ich richte meinen Sinn auf deine Zeugnisse. Von aller Vollkommenheit habe ich ein Ende gesehen, aber dein Gebot ist unbeschränkt.“

[7:30] Ein toller Gedanke, den er hier ausdrückt in Vers 96: „Von aller Vollkommenheit habe ich ein Ende gesehen.“ Also alles, was es gibt auf der Welt, es mag noch so toll sein, alles findet ein Ende. Aber was kein Ende findet, ist das Gebot Gottes. Und das Gebot Gottes ist das Wesen, ist der Charakter Gottes, der ist darin niedergeschrieben und ausgedrückt. Und somit heißt es, dass auch Gott in alle Ewigkeit Bestand haben wird. Wir werden in alle Ewigkeit immer mehr von Gott lernen, auch wenn wir dann als Erlöste im Himmel sein werden. Es wird ein Fass ohne Boden sein im positiven Sinne. Wir werden kein Ende des Studierens über Gottes Wesen und Charakter finden.

[8:14] Der nächste Buchstabe lautet Ajin: „Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag. Deine Gebote machen mich weiser als meine Feinde, denn sie sind ewiglich mein Teil. Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach.“ Ein ganz, ganz berühmter Vers. Und dieser Abschnitt ist sowieso ein ganz besonderer, enthält viele bekannte und auch sehr bedeutende Verse.

[8:45] Wenn wir Gottes Wort befolgen, wenn wir Gottes Wort unsere Richtschnur zum Leben machen, dann verheißt uns der Psalmist hier, dass wir klüger werden als alle unsere Lehrer. Und es ist vielleicht auch eine Erfahrung, die du gemacht hast in deinem Leben: Wenn du Gottes Wort an die erste Stelle setzt, bevor du dich anderen Dingen zuwendest, die du vielleicht tun oder lernen musst, dann darfst du die Erfahrung machen, dass du klüger geworden bist als selbst alle Lehrer, weil das Wort Gottes schärft unseren Verstand wie kein anderes Buch auf dieser Welt. Das Wort Gottes ist etwas, was uns Unterscheidungsvermögen lehrt. Es lehrt uns wirklich auch die tiefen Dinge zu verstehen, die Gott dort hineingelegt hat. Und damit so kommen wir auch viel mehr Verständnis für die weltlichen Dinge und begreifen sie viel besser und viel schneller.

[9:39] „Ich bin einsichtiger als die Alten, denn ich achte auf deine Befehle. Ich halte meine Füße fern von jedem bösen Weg, damit ich dein Wort befolge.“ Die bösen Wege und das Befolgen des Wortes Gottes, das schließt sich aus. Das macht dieser Vers deutlich. Beides kann man gar nicht übereinbringen. Und es gibt Männer in der Bibel, von denen gesagt wurde, sie haben ein untadeliges Leben geführt, sie sind mit Gott gewandelt. Ich denke da auch an Noah, an Hiob und an Daniel. Sie alle haben diese Sache befolgt, dass sie den bösen Weg gemieden haben und Gottes Wort befolgt haben.

[10:21] „Von deinen Bestimmungen bin ich nicht abgewichen, denn du hast mich gelehrt. Wie süß ist dein Wort meinem Gaumen, mehr als Honig meinem Mund! Von deinen Befehlen werde ich verständigt, darum hasse ich jeden falschen Weg.“

[10:38] Der nächste Buchstabe lautet Nun: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Was für ein schöner Vers, der bestimmt auch euch ein Vers ist, den ihr auswendig gelernt habt.

[10:47] Das Wort ist Jesus, die Leuchte ist das Licht. Jesus ist das Licht der Welt und es macht unseren Weg, unseren Lebensweg hell.

[11:00] „Ich habe geschworen und will es halten, dass ich die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit bewahren will. Ich bin tief gebeugt, belebe mich nach deinem Wort! Herr, lass dir doch wohlgefallen die freiwilligen Opfer meines Mundes und lehre mich deine Bestimmungen. Mein Leben ist beständig in Gefahr, aber ich vergesse dein Gesetz nicht. Auch wenn wir bedroht sind, lasst uns das Gesetz Gottes nicht verwerfen. Die Gottlosen haben mir eine Schlinge gelegt, aber ich bin von den Befehlen nicht abgewichen.“

[11:32] Wenn wir in Versuchungen sind, wenn wir in Gefahr sind, wenn wir bedrückt sind, wenn wir in Schwierigkeiten stecken, dann ist das, woran wir festhalten sollen, das Wort Gottes, weil das ist die einzige Chance, die wir haben, dass Gott uns herauszieht aus dem Unglück, in dem wir stecken.

[11:49] Mit diesem Gedanken möchte ich euch in den Tag entlassen und gemeinsam mit euch beten. Lieber Jesus, du bist es, der Retter ist, der unser Erlöser ist, der uns herausholt aus den Schlingen, in die wir geraten sind. Ja, lass uns das in den Momenten, in denen wir in solchen Problemen stecken, ganz plastisch vor Augen sein, dass wir das dann auch so tun und so befolgen. Dafür danken wir dir und darum bitten wir dich.
[12:17] [Musik]


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