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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ führt Christopher Kramp durch die Psalmen 12 bis 16. Er beleuchtet die Reinheit und Verlässlichkeit von Gottes Wort inmitten menschlicher Untreue und zeigt, wie David von tiefer Verzweiflung zu unerschütterlichem Vertrauen in Gottes Gnade findet. Der Sprecher ermutigt dazu, sich an Gottes Zusagen festzuhalten und die Eigenschaften derer zu verinnerlichen, die in seiner Gegenwart leben dürfen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 590. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir sehnen uns danach, dass du uns heute auch in dein Heil versetzt. Wir sehnen uns danach, dass du uns heute mit deinem Heiligen Geist erfüllst, unser Herz fest machst und doch heute wissen dürfen, dass du uns zuhörst und für uns da bist. Herr, wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du mit deinem Heiligen Geist jetzt durch dein Wort, das so rein und heilig ist, zu unseren Herzen sprichst und uns tröstest und stärkst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:15] Wir sind in Psalm Kapitel 12. David hat von der Untreue der Menschen gesungen und davon, dass Gott versprochen hat, denjenigen, der sich danach sehnt, ins Heil zu versetzen. Wir lesen in Vers 7: Die Worte des Herrn sind reine Worte, in irdenen Tiegeln geschmolzenes Silber, siebenmal geläutert. Durch den Läuterungsprozess wurden Metalle verfeinert, die Schlacke wurde entfernt und das reine Metall blieb übrig. Siebenmal geläutert bedeutet, dass dieses Wort Gottes absolut vollkommen rein ist. Nichts, was irgendwie unwahr wäre oder gegen Gottes Wahrheit stehen würde, ist dort irgendwie noch beigemengt. Gottes Wort ist rein. Wir können uns auf sein Wort verlassen. In einer Zeit, in der wir, in der die Menschen um uns herum viel lügen, heucheln, schmeicheln, wir uns auf niemanden mehr so richtig verlassen können, können wir uns auf das Wort Gottes verlassen. Wenn wir wie David am Anfang des Psalms uns fragen, wo ist noch ein Getreuer, dann dürfen wir die Bibel aufschlagen und Gott kennenlernen, dessen Wort siebenmal geläutert ist: rein und ohne Lüge, ohne Falsch und ohne Trug.

[2:48] Du wirst sie bewahren, du wirst sie behüten vor diesem Geschlecht ewiglich. Gott, hier lesen wir, hat sein Wort besonders in besonderer Weise bewahrt. Nicht nur sind die Schreiber der Bibel inspiriert gewesen, haben göttliche Wahrheit aufgeschrieben in ihren eigenen Worten, aber genauso wie es der Heilige Geist sie geführt hat zu tun. Gott hat auch dafür gesorgt, dass dieses Wort nicht verfälscht worden ist, dass keine falschen Inhalte hineingemengt worden sind, dass nicht wichtige Wahrheiten unterdrückt worden sind. Er hat sein Wort vor den bösen Generationen, die auf dieser Welt gelebt haben, bewahrt. Es laufen überall Gottlose herum, wenn die Niederträchtigkeit sich der Menschenkinder bemächtigt.

[3:41] Psalm 13, dem Vorsänger, ein Psalm Davids. Wie lange willst du mich ganz vergessen, Herr? Wie lange verbirgst du dein Gesicht vor mir? Wie lange soll ich Sorgen hegen in meiner Seele, Kummer in meinem Herzen tragen Tag für Tag? Die Psalmen decken die gesamte Bandbreite, das gesamte Spektrum der menschlichen Emotionen ab. Es gibt Zeiten, in denen wir sehen, wie David vor Freude jubelte, wie wir es in Psalm 9 gesehen haben. Am Anfang des Psalms, der sich fragt, ob Gott ihn ganz vergessen hat.

[4:21] Wie lange soll mein Feind sich über mich erheben? David spricht hier in einer Phase seines Lebens, wo er offensichtlich schwer bedrängt ist. Schau her und erhöre mich, o Herr, mein Gott! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht in den Todesschlaf versinke, dass mein Feind nicht sagen kann: Ich habe ihn überwältigt! Und meine Widersacher nicht frohlocken, weil ich wanke. Ich aber vertraue auf deine Gnade; mein Herz soll frohlocken in deinem Heil. Ich will dem Herrn singen, weil er mir wohlgetan hat. Das ist ein kurzer Psalm, der in wenigen Versen die gesamte Bandbreite der menschlichen Erfahrung durchschreitet: von der tiefsten Verzweiflung, der Angst, dass Gott ihn ganz verlassen hat, bis zur tiefen Gewissheit, dass Gottes Gnade Heil bringt, bis zur Dankbarkeit für das, was Gott an uns getan hat. Lasst uns auch diesen Glauben von David haben, auch wenn wir emotional verzweifelt sind, festzuhalten an der Gnade, auf die wir vertrauen dürfen.

[5:27] Psalm 14, dem Vorsänger von David. Der Narr spricht in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott! Sie handeln verderblich und abscheulich ist ihr Tun; da ist keiner, der Gutes tut. Das ist eine Beschreibung dessen, was eigentlich Atheismus bewirkt, eine Beschreibung, die Paulus später in Römer 3 wieder aufgreift und deutlich macht, dass in jedem Sünder in gewisser Weise ein Atheist steckt. Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, allesamt verdorben; es gibt keinen, der Gutes tut, auch nicht einen einzigen. Niemand wird jemals ohne Gottes besondere Gnade, ohne sein Evangelium, von alleine Gottes Willen tun.

[6:15] Haben denn die Übeltäter keine Einsicht, die mein Volk verschlingen, als äßen sie Brot? Den Herrn rufen sie nicht an. Dann erschrecken sie furchtbar, weil Gott bei dem Geschlecht der Gerechten ist. Ihr wolltet das Vorhaben des Elenden zuschanden machen, obwohl der Herr seine Zuflucht ist. Ach, dass aus Zion die Rettung für Israel käme! Wenn der Herr das Geschick seines Volkes wendet, wird Jakob sich freuen und Israel fröhlich sein. Was ist der Grund für wahres Glück und wahre Fröhlichkeit? Wir merken, dass Gott in unserem Leben eingreift, sei es, dass er uns von äußeren Feinden befreit, sei es, dass er uns von inneren Feinden der Sünde befreit. Das macht uns wirklich fröhlich.

[7:06] Psalm 15, ein Psalm Davids. Herr, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg? Wer in Unschuld wandelt und Gerechtigkeit übt und die Wahrheit redet von Herzen; wer keine Verleumdung herumträgt auf seiner Zunge, noch bei seinem Nächsten nichts Böses tut und seinen Nachbarn nicht schmäht; bei den Verworfenen als verächtlich ansieht, aber die ehrt, die den Herrn fürchten; wer, wenn er etwas zu seinem Schaden geschworen hat, es dennoch hält; wer sein Geld nicht um Wucherzinsen gibt und keine Bestechung annimmt gegen den Unschuldigen. Wer dies tut, wird ewiglich nicht wanken. Dies ist eine Beschreibung derer, die auf dem heiligen Berg stehen dürfen. Das ist eine Beschreibung derer, die in Offenbarung 14, Vers 1 mit dem Lamm auf dem Berg Zion stehen, die ihm glauben, im Zelt, im Heiligtum, im Glauben dort zu Jesus treten nach Hebräer 4 mit Freimut zum Thron der Gnade kommen. Das ist die Beschreibung derer, die einmal auf der neuen Erde leben werden. Ich möchte Gott erlauben in meinem Leben, dass das in meinem Leben Realität wird.

[8:27] Psalm 16, ein Miktam von David. Bewahre mich, o Gott, denn ich vertraue auf dich! Meine Seele, du hast zum Herrn gesagt: Du bist mein Herr; es gibt für mich nichts Gutes außer dir. Würde Gott mir und dir das schenken, dass wir verstehen und erfahren, dass es außerhalb von Gott nichts gibt, was gut für uns ist, dass alles, was gut ist, wenn es von Gott kommt.

[8:55] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich für mich persönlich bitten, ich denke für viele, die jetzt auch zuschauen, dass du uns diese Erkenntnis schenkst und zu unserem Herzen bewahrst, dass es außerhalb von dir nichts Gutes gibt. Manches erscheint uns gut und ist dann doch ein Weg, der zum Tode führt. Manches erscheint uns notwendig, aber erweist sich als völlig nutzlos. Du aber gibst, was wirklich gut ist und das auf Dauer. Und Herr, wir danken dir, dass du dir das Beste für uns wünschst, dass du uns zu solchen Menschen machen willst, wie wir es gerade in Psalm 15 gelesen haben. Herr, darum bitten wir dich für den heutigen Tag im Namen Jesu. Amen.


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