In dieser Andacht der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ führt Rabea Kramp durch die Psalmen 129 bis 132. Sie beleuchtet Gottes Gerechtigkeit über die Feinde, die tiefe Reue und die Fülle der Vergebung in Psalm 130 sowie die kindliche Geborgenheit und Demut in Psalm 131. Abschließend geht es um Davids leidenschaftlichen Wunsch, ein Haus für den Herrn zu bauen, und Gottes ewige Verheißungen in Psalm 132. Eine ermutigende Botschaft über Gottes Treue und unendliche Gnade.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 129:1-132:11
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
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[0:19] Hmm.
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf einer Seite". Wir lesen heute zusammen die Psalmen 129, 130, 131 und den Beginn von 132. Lasst uns vorher gemeinsam beten.
[0:47] Herr Jesus, deinen Segen, den du auf uns niederregnen lässt, er ist auch ein Zeugnis für alle um uns herum, dass sie sehen können, wie gut du es mit uns meinst. Herr, wir danken dir dafür und wollen jeden Tag unsere Dankbarkeit darin ausdrücken, denn ein dankbares Herz ist ein fröhliches Herz. Führe uns jetzt auch durch dein Wort. In deinem Namen. Amen.
[1:16] Wir lesen im Psalm 129 ab Vers 1. Ein Wallfahrtslied. „Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend an, so soll Israel sprechen. Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend an, und sie haben mich doch nicht überwältigt. Pflüger haben auf meinem Rücken gepflügt und ihre Furchen langgezogen. Der HERR ist gerecht, er hat die Stricke der Gottlosen zerschnitten. Es müssen zuschanden werden und zurückweichen alle, die Zion hassen. Sie müssen werden wie das Gras auf den Dächern, das verdorrt, bevor man es ausrauft, mit dem kein Schnitter seine Hand füllt und kein Garbenbinder seinen Schoß.“
[2:01] Diese, häufig in den Psalmen, haben wir hier den Gedanken, dass Menschen, die nicht gläubig sind, die Heiden, die Feinde Gottes, ja, dass sie vergehen werden wie Spreu im Wind. Und hier wird der Vergleich gemacht mit dem Gras. Sie werden einfach auf den Dächern verdorren, und bevor man es noch ernten oder ausraufen kann, werden sie vergangen sein. Sie haben nicht mal in der Hand des Schnitters ihre Anwendung gefunden, nicht mal in einer Garbe sind sie gelandet. Nein, sie werden noch bedeutungsloser. Es fängt von denen auch die Vorübergehenden nichts sagen: „Der Segen des Herrn sei mit euch! Wir segnen euch im Namen des Herrn.“ Ja, es ist wichtig, dass wir uns an Gott halten. Gott wird am Ende die, die ihm geglaubt haben, die sein Wort in ihrem Herzen gehabt haben, diejenigen wird er mit in den Himmel nehmen und wird ihnen eine neue Erde schenken. Aber die, die das Wort Gottes nicht geschätzt haben, es verworfen haben, die werden so enden wie dieses Gras.
[3:19] Psalm 130. Ein Wallfahrtslied. „Aus der Tiefe rufe ich zu dir, Herr. Höre meine Stimme! Lass deine Ohren aufmerksam sein auf die Stimme meines Flehens! Wenn du, Herr, Sünden anrechnest, Herr, wer kann bestehen? Aber bei dir ist die Vergebung, damit man dich fürchte. Ich harre auf den Herrn, meine Seele harrt, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele harrt auf den Herrn, mehr als die Wächter auf den Morgen, mehr als die Wächter auf den Morgen. Israel, hoffe auf den Herrn! Denn bei dem Herrn ist die Gnade und bei ihm ist Erlösung in Fülle. Ja, er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden.“
[4:05] Ein Wallfahrtslied, das hier über die Sünde und die Vergebung der Sünden spricht. Der Ausdruck am Anfang: „Aus der Tiefe rufe ich zu dir“, das zeigt uns so richtig die Gebeugtheit. Ja, wenn wir bereuen, wenn wir uns unserer Sünden bewusst sind, dann sind wir gedemütigt, gebeugt, dann sind wir ganz unten angekommen. Und dann, wenn wir dann rufen zu Gott, dann wird er unsere Stimme hören und uns Vergebung schenken und Erlösung. So können wir es in diesem Psalm lesen. Denn die Erkenntnis der Sünde, die führt dann zur Reue. Tatsächlich schenkt Gott aus uns selber können wir schlecht Reue empfinden. Nein, tatsächlich Gott schenkt uns die Reue und dann auch die Vergebung. Dann können wir Gott fürchten, und er schenkt uns auch das Halten seiner Gebote und die Erlösung in Fülle. Was für eine schöne Nachricht, dass Gott nicht nur so viel Erlösung gibt, wie wir gerade nötig haben, sondern dass er uns eigentlich damit überhäuft, dass es viel, viel mehr gibt, als wir in Anspruch nehmen können.
[5:18] Psalm 131. Ein Wallfahrtslied von David. „Herr, mein Herz ist nicht hochmütig und meine Augen sind nicht stolz. Ich gehe nicht mit Dingen um, die mir zu groß und zu wunderbar sind. Nein, ich habe meine Seele beruhigt und gestellt wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter. Wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele still in mir. Israel, hoffe auf den Herrn von nun an bis in Ewigkeit!“
[5:42] Der Psalmist gebraucht hier, oder David gebraucht hier, dieses wunderschöne Bild einer Mutter, die ihrem Kind Geborgenheit gibt in ihrem Arm. Und ein entwöhntes Kind, ja, das ist immer noch ein sehr kleines Kind, das Geborgenheit braucht. Und er vergleicht den Gläubigen damit, ein entwöhntes Kind, das in Ruhe ist. Das drückt Zufriedenheit aus, Ruhe und Frieden. Und so dürfen auch wir in Gott ruhen und Frieden finden.
[6:15] Psalm 132. „Gedenke, Herr, dem David all seiner Mühsal, dass er dem Herrn schwor und dem Mächtigen Jakobs gelobte: Ich will nicht in das Zelt meines Hauses gehen, noch mein Ruhelager besteigen. Ich will meinen Augen keinen Schlaf gönnen und meinen Augenlidern keinen Schlummer, bis ich eine Stätte gefunden habe für den Herrn, eine Wohnung für den Mächtigen Jakobs.“
[6:43] Wir haben in der Vergangenheit ja die Bücher Chronik und Könige studiert in den Andachten, und da haben wir so wunderbar herausgearbeitet, dass Davids großes Herzensanliegen war, dem Herrn ein Haus zu bauen in Jerusalem. Und er hat sein Leben lang alles dafür getan, damit das passieren kann. Gott hat ihm ganz klar gesagt: „Du wirst es nicht tun. Du hast so viel Blut vergossen in so vielen Kriegen. Aber dein Sohn Salomo, er wird es tun.“ Und hier wird noch einmal dieser Wunsch deutlich, den David hier gehabt hat in seinem Herzen. Er wird nicht eher ruhen, ehe er eine Stelle gefunden hat für das Haus Gottes.
[7:30] Es heißt weiter in Vers 6: „Siehe, wir hörten von ihr in Ephrata, wir fanden sie im Gebiet von Jaar.“ Gemeint ist hier die Bundeslade, die gefunden wurde in Kirjat-Jearim. Die Bundeslade wurde ja in 1. Samuel 6 und 7 gefunden und nach Jerusalem gebracht. „Wir wollen kommen zu seiner Wohnung, wir wollen anbeten bei dem Schemel seiner Füße.“ Wir wissen diese Geschichte, wo David auch getanzt hat vor der Bundeslade voran und sich so gefreut hat, dass die Bundeslade wieder an ihren Bestimmungsort zurückkehrt. „Mache dich auf, Herr, zu deiner Ruhestätte, du und die Lade deiner Macht. Deine Priester sollen sich in Gerechtigkeit kleiden und deine Getreuen sollen jubeln. Um Davids seines Knechtes willen weise das Angesicht deines Gesalbten nicht ab! Denn der Herr hat David in Wahrheit geschworen, davon wird er nicht abgehen: Einen von der Frucht deines Leibes will ich auf deinen Thron setzen.“ Und das war, wie wir wissen, Salomo. Und Salomo hat dann wirklich das Haus des Herrn bauen lassen.
[8:40] Daran können wir sehen: Gott hält seine Versprechen. Gott ist treu, und auf Gott ist Verlass. Mit diesem Gedanken möchte ich euch heute in den Tag entlassen. Denkt darüber nach, dass Gott euch niemals verlässt und dass er alles, was ihr wirklich braucht, euch auch schenkt. Lasst uns dafür beten.
[9:02] Lieber Vater im Himmel, deine Güte ist unendlich. Du schenkst Erlösung in Fülle, schenkst Gaben und Segen, mehr als wir jemals brauchen. Deine Kinder leiden niemals Mangel. Und Herr, dafür wollen wir danken an jedem Tag neu, am Morgen und am Abend, und uns immer vor Augen führen, dass du uns nichts Gutes vorenthältst. In deinem Namen. Amen.
[9:29] [Musik]
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