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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 137, 138 und 139. Sie beginnt mit den erschütternden Versen des Psalms 137 über die babylonische Gefangenschaft, bevor sie sich den tröstlichen Worten von Psalm 138 über Gottes Treue und seine Zuwendung zu den Niedrigen widmet. Der Hauptteil konzentriert sich auf Psalm 139, der Gottes Allwissenheit und Allgegenwart feiert, seine intime Kenntnis jedes Menschen von der Geburt an und seine Fähigkeit, selbst die tiefste Finsternis zu durchdringen. Eine ermutigende Botschaft über Gottes ständige Begleitung und seinen Schutz.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen das Ende von Psalm 137 und wollen zwei weitere Psalmen anfangen und lesen. Bevor wir das tun, möchte ich mit euch gemeinsam beten.

[0:49] Lieber Herr, du kennst uns so gut wie niemand anders, besser als wir uns selber. Und wir möchten dich bitten, dass wenn wir heute genau davon lesen, wie gut du uns kennst, dass du uns erforschst, dass wir unser Herz öffnen für den Heiligen Geist, damit wir erkennen, wie wir aussehen in unserem Inneren und wie wir zu dir stehen. Herr, schenk uns diese Einsicht. Amen.

[1:19] Uns bleiben noch zwei Verse von Psalm 137. Wir haben gestern gelesen von den Israeliten, die in Babylon sind und dorthin verschleppt wurden, und von den Söhnen Edoms, die eigentlich ein Brudervolk der Israeliten waren und dennoch sich nicht auf ihre Seite gestellt haben. Hier heißt es in Vers 8: "Tochter Babel, du sollst verwüstet werden. Wohl dem, der dir vergilt, was du uns angetan hast. Wohl dem, der deine Kindlein nimmt und sie zerschmettert am Felsgestein."

[1:59] Das sind sehr bewegende und sehr erschütternde zwei Verse. Und wir können so ein bisschen erahnen, was für traumatische Erlebnisse die Israeliten gehabt haben durch die Eroberung durch die Babylonier. Denn es geht hier um Vergeltung laut Vers 8. Und wie in einem Spiegel können wir so ein bisschen erahnen und erkennen, was dort sich abgespielt haben muss in Israel und in Jerusalem, was die Babylonier mit den Israeliten gemacht haben müssen, dass die Israeliten nun in Vers 9 diesen Vergeltungswunsch äußern, die Kindlein zu zerschmettern am Felsgestein. Was für ein furchtbares Erlebnis muss das gewesen sein und mit was für einem traumatischen Erlebnis müssen die Israeliten verschleppt worden sein ins fremde Land Babylon?

[3:00] Psalm 138 und 139 erwarten uns auf dieser Seite und sind, muss ich ehrlich sagen, zwei meiner absoluten Lieblingspsalmen und auch sehr bekannt und natürlich sehr schöne Verse, die darin enthalten sind. Von David: "Ich danke dir von ganzem Herzen, vor den Göttern will ich dir lobsingen. Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel gewandt und deinem Namen danken um deiner Gnade und Treue willen; denn du hast dein Wort groß gemacht über all deinen Ruhm hinaus."

[3:38] David spricht hier davon, dass er zum Heiligtum gewandt beten möchte. Das hat Daniel auch gemacht, als er im babylonischen Exil war. Er hat immer nach Westen gebetet, nach Richtung Jerusalem, in Richtung des Tempels, den es ja leider nicht mehr gab. "Dein Wort hast du groß gemacht." Diese Phrase, oder ja, diese Worte, die bedeuten einiges, denn es spricht davon, dass Gott sein Wort gehalten hat. Es wird ja auch gesagt, dass Gott treu ist. Aber es soll heißen: Wenn Gott sein Wort groß macht, dann hält er sein Wort und dann bringt er es auch hinaus. Und die Völker drumherum haben gemerkt, dass Gott ein Gott ist, der zu seinem Wort steht.

[4:35] "An dem Tag, da ich rief, hast du mir geantwortet; du hast mir Mut verliehen, in meiner Seele kam Kraft." Was für ein schöner Vers auch für uns in Zeiten, in denen es uns vielleicht nicht so gut geht. Ein stärkender Vers. Gottes Wort hat Macht, Mut und gibt Kraft der müden Seele.

[4:56] "Alle Könige der Erde werden dir, Herr, danken, wenn sie die Worte deines Mundes hören." Es geht hier wieder um die Worte von Gott, schon wie in Vers 2. "Und sie werden singen von den Wegen des Herrn, denn groß ist die Herrlichkeit des Herrn. Denn der Herr ist hoch und sieht auf den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von ferne." Das unterscheidet Gott von allen Göttern der anderen Religionen, dass Gott auf den Niedrigen schaut. Gott herrscht nicht nach dem Prinzip, dass der Stärkere in seinen Augen groß ist, sondern Gott beugt sich nieder zu denen, die im Staub liegen. Gott beugt sich zu denen nieder, denen es schlecht geht, die gedemütigt sind. Und das ist so eine schöne, ja, eine ermutigende Aussage, die wir hier für uns auch unbedingt in Anspruch nehmen können.

[5:52] "Wenn ich mitten durch die Bedrängnis gehe, so wirst du mich am Leben erhalten; gegen den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten. Der Herr wird es für mich vollbringen. Herr, deine Gnade währt ewiglich; das Werk deiner Hände wirst du nicht im Stich lassen." Vers 8 ist auch so unglaublich tröstlich und verheißungsvoll, dass der Herr für mich die Dinge vollbringen wird. Gerade wenn es uns schlecht geht, gerade wenn wir keine Kraft mehr haben, wenn wir wirklich am Ende sind, dann können wir auf Gott zählen, dass er sich unser annimmt. Er wird seine Schöpfung nicht im Stich lassen und dass er wirklich unser Werk tun wird, wenn wir es nicht können. Dann wird er uns aufrichten, dann wird er vor uns hergehen, dann müssen wir einfach nur hinter ihm hergehen.

[6:47] Psalm 139, ein Psalm von David. "Herr, du erforschest mich und kennst mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen." Gott kennt dich, Gott kennt mich. Gott kennt uns so gut wie kein anderer Mensch uns kennt. Gott kennt jede Regung, die wir tun. Er sieht alles, sogar jeden Gedanken, den wir haben, bevor wir ihn ausgesprochen haben, kennt Gott. "Ja, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht völlig wüsstest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar, zu hoch, als dass ich sie fassen könnte." Ist es dir schon mal so gegangen, dass du über die Allmacht und Allwissenheit Gottes nachgedacht hast und irgendwann musstest du stoppen mit den Gedanken, weil du gedacht hast, es sprengt deine Vorstellungskraft, dass es jemanden gibt im Universum, der jeden Gedanken jedes einzelnen Menschen auf der Erde kennt und weiß?

[8:00] "Wo sollte ich hingehen vor deinem Geist, und wo sollte ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Stiege ich hinauf zum Himmel, so bist du da; machte ich das Totenreich zu meinem Lager, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder am äußersten Ende des Meeres, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsternis soll mich bedecken, und das Licht zur Nacht werden um mich her – so wäre auch die Finsternis nicht finster für dich, und die Nacht leuchtet wie der Tag; die Finsternis wäre für dich wie das Licht." Eine so schöne Aussage und tiefe Aussage, die ja Trost gibt.

[8:47] Selbst Menschen, die in totaler Finsternis sind, die so weit weg sind von Gott, die im dunkelsten Dunkel der Nacht leben, in fremden Mächten gefangen sind – selbst diese Finsternis ist für Gott wie Licht, wenn er dort hineinscheint. Kein Mensch kann so weit von Gott entfernt sein, dass er ihn nicht erreichen könnte. Im Finstern sind wir auch nicht vor Gott verborgen. Auch der Böse kann uns nicht so in Finsternis einhüllen, dass Gott nicht diese Finsternis durchbrechen könnte, dass er nicht mit einem Lichtstrahl hineinscheinen könnte in ein dunkles Herz.

[9:31] "Denn du hast meine Nieren gebildet; du hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl. Mein Gebein war nicht verhüllt vor dir, als ich im Verborgenen gemacht wurde, kunstvoll gewirkt tief unten auf Erden." Die Bibel findet so wunderbare Worte dafür, dass Gott uns schon kannte, als wir noch im Keimzellstadium im Leib unserer Mutter waren, als wir noch in der ersten embryonalen Phase waren. Da hat Gott uns schon gesehen.

[10:09] Es heißt weiter: "Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim, und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war. Und wie kostbar sind mir deine Gedanken, oh Gott! Wie ist die Summe so gewaltig! Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand. Wenn ich erwache, so bin ich immer noch bei dir."

[10:39] Ja, Gott kennt dich, Gott kennt mich. Gott sieht jeden Gedanken, jedes Wort. Er begleitet uns und er ist unser Schutz und unser stetiger Begleiter. Das wünsche ich dir heute für diesen Tag, dass du dieses Bewusstsein in dir trägst, was der Psalm 139 ausdrückt, dass Gott dich sieht und kennt und mit dir geht.

[11:06] Lieber Jesus, du bist überall. Dein Heiliger Geist ist bei jedem Menschen, der es nur möchte und sich zu dir kehrt. Dein Licht strahlt auf uns herab, ja sogar in die Finsternis kommt dein Licht und erleuchtet uns. Wie groß musst du sein und wie wunderbar sind deine Gedanken, so hoch, dass wir sie nicht begreifen können. Hilf uns, dass wir dir täglich vertrauen und dass wir immer bei dir bleiben. Amen.


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