In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in Psalm 16 und 17 ein. Er beleuchtet Davids unerschütterliches Vertrauen in Gott als sein Erbteil und die Quelle wahrer Freude, selbst inmitten von Verfolgung. Der Sprecher zeigt auf, wie diese Psalmen prophetisch auf Jesus Christus hinweisen und ermutigt die Zuhörer, ihren Blick auf Gott zu richten, um in seinen Fußstapfen zu wandeln und die Verheißung ewiger Gemeinschaft mit ihm zu ergreifen.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 16:3-17:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Psalm 16 und 17. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir sind schwach. Du hast versprochen, dass wenn wir uns an dich halten, auf dich vertrauen und nach deinem Wort leben, aus deinem Wort nehmen, dass wir dann nicht wanken brauchen. Und so möchten wir uns heute erneut auf dich stützen, den Felsen, der nicht wankt noch weicht. Wir möchten dein Wort aufschlagen und dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist Licht in unser Herz sprichst, das uns den ganzen Tag über begleitet. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und sei du jetzt unser Lehrer. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:20] Wir sind in Psalm 16. David bittet Gott darum, ihn zu bewahren. Er weiß, dass es außerhalb von Gott für ihn nichts Gutes geben kann. Wir lesen weiter in Vers 3:
[1:35] „Die Heiligen, die auf Erden sind, gemeint sind die, die mit und für Gott leben, sie sind die Edlen, an denen ich all mein Wohlgefallen habe.“ Wer sind die wahren Adligen dieser Welt? Nicht die, die einen imposanten Stammbaum haben, nicht die, die viel Geld oder Ruhm haben, sondern diejenigen, die auf Gott vertrauen, diejenigen, die wir in Hebräer 11 als die Glaubenshelden und -heldinnen der Bibel finden. Das sind die wahren Heiligen, das sind die wahren Edlen, die in dieser Welt den wahren Adel darstellen.
[2:12] „Zahlreich werden die Schmerzen derer sein, die einem anderen Gott nachlaufen, an ihren Trankopfern von Blut will ich mich nicht beteiligen, noch ihre Namen auf meine Lippen nehmen.“
[2:20] „Der HERR ist mein Erbteil und das Teil meines Bechers; du sicherst mir mein Los.“ David wendet hier eine Sprache an, die im Grunde genommen technisch gesehen eigentlich zu den Leviten gehörte, denn von den Leviten war gesagt, dass der Herr ihr Teil ist. Und David sagt hier in einem geistlichen Sinne: So wie die Leviten in besonderer Weise Gott dienen, so möchte auch ich, wenn auch nicht als technisch-praktisch Levit, aber doch in einem geistlichen Sinne so für Gott und sein Heiligtum da sein.
[2:50] „Die Messschnüre sind mir in lieblichen Gegenden gefallen, ja, mir wurde ein schönes Erbteil zuteil.“ Wenn Gott mein Erbe ist, dann habe ich es besonders gut getroffen. Wenn Gott für mich da ist, dann ist das das Beste, was mir passieren kann.
[3:06] „Ich lobe den HERRN, der mir Rat gegeben hat; auch in der Nacht mahnt mich mein Inneres. Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, wanke ich nicht.“ Wir haben in Psalm 15 eine ähnliche Passage gelesen, in Vers 5: „Wer dies tut, wird ewiglich nicht wanken.“ Hier sehen wir jetzt, wie es möglich ist, all die Dinge zu tun, die in Psalm 15 beschrieben worden sind. Wir können sie nicht aus eigener Kraft, schon gar nicht, um damit Gott zu beeindrucken. Aber wir können sie ausüben, können sie tun, wenn wir Gott allezeit vor Augen haben, wenn wir wissen, dass Gott zu unserer Rechten ist, für uns eintritt.
[3:43] „Darum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt; auch mein Fleisch wird sicher ruhen. Denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und wirst nicht zulassen, dass dein Getreuer die Verwesung sieht.“ Hier wird deutlich, dass David nur in einem beschränkten Sinne von sich selbst spricht. In einem viel deutlicheren Sinne – und die Apostelgeschichte macht das dann auch deutlich, ihr könnt das dann selbst finden in den Predigten, die Petrus am Anfang der Apostelgeschichte hält – macht es sehr deutlich, dass es hier eigentlich um den wahren Messias geht, um den wahren Gesalbten, um Jesus Christus, der tatsächlich im Grab die Verwesung nicht gesehen hat.
[4:22] „Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich.“ Gott verspricht davon, dass vor ihm viel Freude zu finden ist. Suchst du echte, dauerhafte Freude? Ich suche das in meinem Leben, und David sagt uns, dass wir fündig werden dürfen, jeden Tag aufs Neue, wenn wir unsere Augen auf Gott richten. Denn vor seinem Angesicht sind nicht nur ein paar kleine Freuden hier und da, sondern Freuden in Fülle. Kann es sein, dass wir deswegen oft so deprimiert, so unmutig, so niedergeschlagen sind, weil wir vergessen, dass Gott für uns ist, und unsere Augen nicht auf ihn gerichtet sind? Lasst uns Gott um Vergebung bitten und ihm danken, dass er auch heute unseren Blick auf ihn richten will und dass er uns tatsächlich schenken möchte, was hier steht.
[5:20] Psalm 17, ein Gebet Davids. „Höre, HERR, die gerechte Sache, merke auf meine Klage, achte auf mein Gebet, das nicht von falschen Lippen kommt. Von dir geht das Urteil über mich aus; deine Augen werden auf die Redlichkeit schauen. Du hast mein Herz geprüft, mich in der Nacht durchforscht; du hast mich geläutert und du hast nichts gefunden, worin ich mich vergangen hätte mit meinen Gedanken oder mit meinem Mund.“ Das ist eine ziemlich, ziemlich starke Aussage.
[5:49] Möge Gott uns so mit dem Heiligen Geist erfüllen, möge er uns mit seiner Gerechtigkeit begleiten, dass auch wir so beten können, wie David es hier gebetet hat.
[6:01] „Beim Treiben der Menschen habe ich mich nach dem Wort deiner Lippen gehütet vor den Wegen des Gewalttätigen. Lenke meine Tritte in deine Fußstapfen, damit mein Gang nicht wanke.“ Was für ein wunderschöner Vers!
[6:15] David sagt diese Dinge nicht, weil er aus eigener Kraft und um Gott zu beeindrucken so toll ist, sondern weil er Schritt für Schritt Gott folgt. Er folgt Jesus. Er sagt sogar, dass er nicht einmal selbst hineintreten kann in die Fußstapfen. Er sagt: „Senke meine Tritte in deine Fußstapfen.“ Dann wird er nicht wanken. Wir haben in Psalm 15 gesehen, dass dieser Psalm beschreibt, was wir tun müssen, damit wir nicht wanken. Wir haben in Psalm 16 gesehen, in Vers 8, dass wenn wir den Herrn allezeit vor Augen haben und wissen, dass er zu unserer Seite, zu unserer Rechten ist, dann werden wir nicht wanken. Und hier wird jetzt genau beschrieben, was das praktisch heißt, wenn wir ihn vor Augen haben: dass wir sein Tun imitieren, in seinen Fußstapfen gehen. Ich denke, wir alle haben hier noch zu lernen, wirklich das zu tun und das zu sagen und das zu denken, was Jesus getan, gesagt und gedacht hat.
[7:13] „Ich rufe zu dir, denn du, o Gott, wirst mich erhören. Neige dein Ohr zu mir, höre meine Rede! Erweise deine wunderbare Gnade, du Retter derer, die vor den Widersachern Zuflucht suchen bei deiner Rechten, bei der Hand deiner Kraft. Behüte mich wie den Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel vor den Gottlosen, die mir Gewalt antun wollen, vor meinen Todfeinden, die mich umringen. Sie haben ihr fettes Herz verschlossen; mit ihrem Mund reden sie übermütig. Auf Schritt und Tritt umringen sie uns jetzt. Sie haben es darauf abgesehen, uns zu Boden zu strecken. Sie gleichen dem Löwen, der zerreißen will, dem jungen Löwen, der lauert im Versteck. Steh auf, HERR, komm ihm zuvor, demütige ihn! Errette meine Seele von dem Gottlosen durch dein Schwert.“ Wieder sehen wir, wie David darum bittet, dass der Herr aufstehen möchte. Und wieder erinnern wir uns an Daniel Kapitel 12, Vers 1.
[8:14] „Von den Leuten durch deine Hand, HERR, von den Leuten dieser Welt, deren Teil in diesem Leben ist und deren Bauch du füllst mit deinem Gut. Sie haben Söhne genug und lassen, was sie übrig haben, ihren Kindern.“ Wer sind die Menschen dieser Welt? Das sind die, die in diesem Leben ihren Anteil haben. Wir haben in Psalm 16 gesehen, dass David Gott zu seinem Erbteil erwählt hat.
[8:38] „Ich aber werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, an deinem Anblick mich sättigen, wenn ich erwache.“ Mögen andere Menschen ihr ganzes Glück und ihre ganze Hoffnung auf diese Welt setzen. David sagt: Ich weiß, ich werde dein Angesicht sehen, ich werde mich an seinem Anblick sättigen. Und Offenbarung 22 zeigt uns, dass wir Gottes Angesicht sehen dürfen, wenn wir einmal erwachen werden vom Todesschlaf und mit ihm leben werden, erst im Himmel und dann auf der neuen Erde.
[9:10] Möchtest du auch jetzt schon im Glauben mit Gott leben und dann einmal ihn von Angesicht zu Angesicht sehen? Was für eine wunderschöne Verheißung! Lasst uns gemeinsam beten.
[9:24] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns so nahe sein möchtest. Wir danken dir auch, dass du eine Gnade, die dich so sehr verherrlicht, dass dein bloßer Anblick uns jetzt nicht vernichten würde, wo wir in einer solchen sündigen Welt leben und uns so oft von dir abgewendet haben. Danke, dass du uns auf eine Art und Weise nahekommst, die uns nicht Furcht in uns hineinflößt, sondern die uns zwar erzittern lässt, aber gleichzeitig zeigt, dass du für uns da bist. Wir haben Dank, dass du uns entgegenkommst und dass du uns retten möchtest und dass wir dich einmal von Angesicht zu Angesicht sehen dürfen. Gib, dass wir heute schon den Tag über mit dir verbringen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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