In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Psalmen 2, 3 und 4. Er zeigt, wie Psalm 2 die Königsherrschaft Christi prophezeit und die Rebellion der Völker als vergeblich darstellt. Anhand von Psalm 3 wird Davids unerschütterliches Vertrauen in Gott inmitten seiner Flucht vor Absalom verdeutlicht, während Psalm 4 die Gewissheit der Gebetserhörung und den Frieden durch Gottes Angesicht hervorhebt. Die Botschaft ermutigt dazu, in Jesus als Priesterkönig und in Gottes Wort Zuflucht und Segen zu finden.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 2:3-4:7
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Psalm 2, Verse 3 bis 7. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für dein wunderbares Wort. Danke, dass so viele interessante Dinge dort drin stehen, aber noch mehr, dass es unser Herz erreicht. Danke, dass je mehr wir uns mit deinem Wort beschäftigen, desto wertvoller es uns wird. Und danke, dass es sich nicht erschöpft, sondern es wird buchstäblich Tag und Nacht darüber nachdenken können. Danke, dass du auch heute uns durch deinen Heiligen Geist etwas Besonderes aus deinem Wort zeigen möchtest, eine neue Perle, einen neuen Schatz. Und darum bitten wir dich, dass wir jetzt deine Schüler sein dürfen. Im Namen Jesu. Amen.
[1:19] Wir sind in Psalm 2. Es geht um die Heidenvölker, die sich zusammentun, sich in Rebellion zusammenschließen gegen Gott und gegen den Messias, gegen den gesalbten König. Vers 3: „Lasst uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen.“ Das sind die Worte derer, die sich hier zusammengetan haben. Und wir haben schon gesehen, dass diese ersten Verse ihre besondere Erfüllung im Leben und Sterben von Jesus Christus finden. Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie. Die Völker, die sich zusammentaten, um Jesus umzubringen, meinten damit, die Herrschaft Gottes vielleicht beenden zu können. Aber Gott macht sichtbar, dass es letztlich ein lächerlicher Versuch ist. Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie schrecken mit seinem Grimm: „Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg.“ Auch hier zeigt uns die Apostelgeschichte, insbesondere Apostelgeschichte 13, in den folgenden Versen, dass das, was hier jetzt passiert, in diesem Vers, in den nächsten Versen, sich bei der Auferstehung Jesu erfüllt hat, als er in den Himmel aufgefahren ist, sich zur Rechten Gottes gesetzt hat als Priesterkönig, wie der Hebräerbrief es an vielen Stellen ausführlich erklärt. Zion ist dann der himmlische, das himmlische Jerusalem, der Himmelberg, wie auch in Hebräer 12 beschrieben wird. Und nun wechselt die Perspektive. Jesus selbst spricht in Vers 7: „Ich will den Ratschluss des Herrn verkünden. Er hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Erbitte von mir, so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum. Du sollst sie mit eisernem Zepter zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen.“ Wir wissen, dass dieser Vers 9 sich erfüllen wird, aufgrund auch von Prophezeiungen bei der Wiederkunft Jesu. Diese Formulierung: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“ wird mehrfach im Hebräerbrief aufgegriffen, Hebräer 1:5 oder auch 5:5, wo dann besonders deutlich wird, dass es sich dabei um die Einsetzung in das hohe priesterliche Amt als Priesterkönig handelt, was nach der Auferstehung möglich war, nachdem sich die Völker, wie Apostelgeschichte 4 sagt, gegen Christus versammelt hatten. Und er will einmal die ganze Erde beherrschen. Er wird König der Könige und Herr der Herren sein.
[4:11] „So nehmt nun Verstand an, ihr Könige, und lasst euch warnen, ihr Richter der Erde. Dient dem Herrn mit Furcht und frohlockt mit Zittern.“ Das ist der Aufruf der ersten Engelsbotschaft: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre.“ „Küsst den Sohn, damit er nicht zornig wird und ihr nicht umkommt auf dem Weg.“ Dies nicht, dass wir durch unser Küssen seinen Zorn umwandeln müssen, sondern dass, wenn wir ihm nicht dienen, sondern auf dem Weg der Rebellion, von dem er in Vers 1 und 2 spricht, weitermachen, dass dann sein Zorn entbrennt. „Denn bald entbrennt sein Zorn. Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“ Wir haben Psalm 1 begonnen mit den Worten: „Wohl dem, der nicht handelt nach dem Rat der Gottlosen.“ Hier schließt sich in gewisser Weise eine Klammer, denn sowohl Psalm 1 als auch Psalm 2 sind im Grunde genommen zusammengenommen eine besondere Einleitung in die Psalmen. In Psalm 1 geht es um das Wort Gottes, das geschriebene Wort, das Gesetz Gottes, über das wir nachdenken. Im Psalm 2 gibt es den Erlöser, über den kommenden, der aus Sicht der Psalmen der Messias ist, der für uns eintritt im himmlischen Heiligtum, der König und Priester ist: Jesus. Wohl allen, die sich bei ihm bergen! Wohl dem, der das Wort Gottes studiert! Wohl dem, der sich bei Jesus birgt! Zusammengenommen ergibt das dann die komplette Wahrheit. Denn Jesus, an den wir so glauben, wie es die Schrift sagt. Und die Bibel weist auf jeder Seite, in jedem Kapitel auf Jesus hin, wie er selbst bezeugt in Johannes 5, 39 und 40.
[5:49] Psalm 3. Ein Psalm Davids, als er vor seinem Sohn Absalom floh. „Herr, wie zahlreich sind meine Feinde! Viele erheben sich gegen mich. Viele sagen von meiner Seele: ‚Sie hat keine Hilfe bei Gott.‘“ David musste seine eigene Hauptstadt verlassen als König, weil sein Sohn Absalom gegen ihn rebellierte. Das war nicht nur peinlich, das war sehr schwierig. Viele hatten den Eindruck, dass Gott ihn verlassen hatte. Aber David sagt: „Aber du, Herr, bist ein Schild um mich, du bist meine Herrlichkeit und der mein Haupt emporhebt.“ Gott will unsere Herrlichkeit erweisen, nicht nur dann, wenn wir in Pracht dasitzen, wenn uns alle mögen, sondern er ist auch dann unsere Herrlichkeit, wenn wir verfolgt werden, wenn wir unsere angestammte Heimat verlassen müssen, wenn andere gegen uns sind. „Ich rufe mit meiner Stimme zum Herrn, und er hört mich von seinem heiligen Berg.“ David musste zwar Jerusalem verlassen, aber das bedeutet nicht, dass Gott ihn verlassen hatte, denn Gott ist nicht auf die irdische Jerusalem, auf den irdischen Zion beschränkt. David musste zwar Jerusalem verlassen, aber Gott, der sich in Jerusalem offenbart hat, im Tempel, antwortet ihm noch immer. „Ich legte mich nieder und schlief, ich bin wieder erwacht, denn der Herr hält mich.“ Das war für ihn keine Selbstverständlichkeit, dass er immer noch am Leben war nach einer Nacht, denn er wurde verfolgt. Aber er wusste: Gott hilft mir. Und selbst wenn ich verfolgt werde, auf der Flucht bin, kann ich in Ruhe schlafen, weil Gott dafür sorgt, dass ich wieder aufwachen werde. „Ich fürchte mich nicht vor den Zehntausenden des Volkes, die sich ringsum gegen mich gelagert haben.“ Da ist die Gefahr, die ist aus menschlicher Sicht groß. „Steh auf, o Herr! Hilf mir, mein Gott! Denn du schlägst alle meine Feinde auf den Kinnbacken, zerbrichst die Zähne der Gottlosen.“ In Daniel 12, Vers 1 wird sich Michael aufmachen, aufstehen und für sein Volk einzutreten. „Bei dem Herrn ist die Rettung. Dein Segen sei über deinem Volk.“ Heute sehen wir uns: Wenn wir wissen, dass Gott, dass bei Gott die Rettung ist.
[7:58] Psalm 4. „Dem Vorsänger, mit Saitenspiel. Ein Psalm Davids.“ „Antworte mir auf mein Schreien, du Gott meiner Gerechtigkeit! In der Bedrängnis hast du mir Raum gemacht. Sei mir gnädig und höre mein Gebet!“ David hatte schon Erfahrungen damit gemacht, dass Gott antwortet. „Ihr Männer, wie lange noch soll meine Ehre geschändet werden? Ihr habt das Nichtige so lieb und die Lüge so gern.“ Bist du auch manchmal entrüstet, wie Menschen über dich reden? „Erkennt doch, dass der Herr den Getreuen für sich erwählt hat. Der Herr wird hören, wenn ich zu ihm rufe.“ David wusste: Gott hat mich erwählt, Gott hat zu mir gesprochen. Wenn ich zu ihm bete, wird er mich erhören. Denn wir dürfen Gebetsgewissheit haben, Erhörungsgewissheit haben, wenn wir mit unserem Leben Gott hingegeben haben, wenn wir unser Leben Gott anvertraut haben. „Erzittert und sündigt nicht! Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager und seid still! Bringt Opfer der Gerechtigkeit und vertraut auf den Herrn!“ Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“ „O Herr, erhebe über uns das Licht deines Angesichts!“ Viele Menschen fragen sich: Wo können wir wirklich Gutes sehen? Wo können wir echten Frieden finden? Wo wird wirklich das getan, was sich eigentlich Menschen für ihr Leben wünschen? Die Antwort ist: Gott, wenn er sein Angesicht über uns erhebt, das Licht seines Angesichts, dann werden wir wirklich gesegnet.
[9:22] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass Jesus unser König ist, als Priester und König im himmlischen Heiligtum. Dürfen wir auch heute zu ihm beten und wissen, ganz egal, wie es uns geht, ganz egal, wie andere schlecht über uns reden, dass du uns hörst, weil er für uns eintritt. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Im Namen Jesu. Amen.
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