In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Psalmen 29, 30 und 31. Er zeigt, wie Davids Lobpreis die überwältigende Macht und Herrlichkeit Gottes offenbart, dessen Stimme die Schöpfung erschüttert. Gleichzeitig wird deutlich, dass dieser mächtige Gott seinem Volk Kraft und Frieden schenkt und es aus tiefsten Krisen errettet – ein Zeugnis seiner lebenslangen Gnade und Treue, auf die wir uns jederzeit verlassen können.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 29:2-31:8
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Psalm 29 und 31. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, der du im himmlischen Heiligtum bist, und danken dir, dass wir durch Jesus, der für uns eintritt, zu dir reden dürfen, wir sprechen dürfen, und dass du dich uns offenbarst, dass du zu uns sprichst durch dein Wort. Wir möchten dich bitten, dass du in besonderer Weise jetzt gegenwärtig bist, wenn wir über dein Wort nachdenken und es uns zu Herzen nehmen. Sprich du zu uns durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu.
[1:19] Wir sind im Psalm 29. David fordert die großen Engelsmächte, die sogenannten Göttersöhne, die Gottessöhne auf, Gott die Ehre und Lob zu geben. Wir lesen weiterhin in Vers 2: „Gebt dem Herrn die Ehre seines Namens, betet den Herrn an in heiligem Schmuck.“
[1:41] Wir sind auch aufgefordert in Offenbarung 14 Vers 7, da heißt es: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre.“ Und hier wird in Vers 2 deutlich, was das bedeutet, dass wir ihm die Ehre seines Namens geben sollen. Sein Name beschreibt seinen Charakter, sein Wesen, seine Persönlichkeit.
[1:59] Die Stimme des Herrn schallt über den Wassern, der Gott der Herrlichkeit donnert, der Herr über großen Wassern. Die Stimme des Herrn ist stark, die Stimme des Herrn ist herrlich. Die Stimme des Herrn zerbricht die Zedern, der Herr zerbricht die Zedern des Libanon. Dass Gottes Wort Kraft hat, das sieht man seit der ersten Seite der Bibel, in 1. Mose 1 Vers 3, wo es heißt: „Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.“ Und wir sehen hier, dass das, was die Stimme des Herrn tut, das tut der Herr selbst. Es ist die Stimme des Herrn, die die Zedern bricht, es ist Gott selbst, der die Zedern bricht. Die Stimme des Herrn repräsentiert Gott selbst.
[2:39] Und wir sind aufgefordert, angesichts der Kraft seines Wortes, anzubeten in heiligem Schmuck. Das heißt, dass wir uns mit Heiligkeit bedecken sollen, anziehen sollen. Mit anderen Worten, dass nicht unser Äußeres, oder dass wir nicht auch bedacht werden sollen, möglichst äußerlich schön zu sein, sondern dass unsere Heiligkeit der eigentliche Schmuck ist, der in der Anbetung angesichts der Macht und Herrlichkeit Gottes wirklich angemessen ist.
[3:07] Und er macht sie hüpfen wie ein Kalb, den Libanon und den Sirion wie einen jungen Büffel. Die Stimme des Herrn sprüht Feuerflammen. Die Stimme des Herrn erschüttert die Wüste, der Herr erschüttert die Wüste Kadesch. Die Stimme des Herrn macht Hirschkühe gebären und entblättert die Wälder. Und in seinem Tempel ruft alles: „Herrlichkeit!“ So ähnlich sehen wir es ja auch in Jesaja 6, wo alle „Heilig, heilig, heilig“ rufen, die Seraphim in dem Tempel. Der Herr thront über der Wasserflut, ja, der Herr thront als König in Ewigkeit. Der Herr wird seinem Volk Kraft verleihen, der Herr wird sein Volk segnen mit Frieden.
[3:52] Das ist dieser Herr, der mit seiner Stimme all das tut, was beschrieben ist, der mit seiner Stimme zerbricht und erschüttert, dessen Stimme stark und herrlich ist. Dieser Herr wird seinem Volk Kraft verleihen. Das heißt, lieber Freund, liebe Freundin, dieser Herr möchte dir und mir Kraft verleihen. Sind wir bereit, heute an diesem Tag diese Kraft des Evangeliums in unserem Leben anzunehmen, damit er uns segnen kann mit diesem Frieden, der allem Verstand übersteigt?
[4:27] Psalm 30, ein Psalm, ein Lied zur Einweihung des Hauses von David. „Ich will dich erheben, o Herr, denn du hast mich herausgezogen, dass meine Feinde sich nicht freuen durften über mich.“ Mit anderen Worten: Gott, ich erhebe dich, denn du hast mir geholfen, du hast mich erlöst und gerettet. „Herr, mein Gott, zu dir habe ich geschrien, und du hast mich geheilt.“
[4:50] Nicht nur von äußeren Feinden, sondern auch von der inneren Krankheit der Sünde. „Du hast meine Seele aus dem Totenreich herausgebracht, du hast mich belebt aus denen, die in die Grube hinabfahren.“
[5:04] „Lobsingt dem Herrn, ihr seine Getreuen, und preist seinen heiligen Namen! Denn sein Zorn währt einen Augenblick, seine Gnade aber lebenslang.“ Was für ein wunderschöner Vers! Gottes Zorn währt einen Augenblick, seine Gnade aber lebenslang. Ja, wenn wir sündigen, dann ist Gottes Zorn zu spüren, aber nicht, weil er uns verderben will, sondern weil er uns eigentlich liebt, so dass wir nur seine Gnade wieder ergreifen, die lebenslang währt.
[5:36] „Am Abend kehrt das Weinen ein, aber am Morgen der Jubel.“ Und ich sprach, als es mir gut ging: „Ich werde ewiglich nicht wanken.“ „Herr, durch deine Gnade hattest du meinen Berg fest hingestellt. Als du aber dein Angesicht verbargst, wurde ich bestürzt.“
[5:54] Es gibt Momente, da denken wir, wir werden nie wieder wanken, wir werden immer mit Gott so gehen, wie es uns gerade gut geht. Und dann gibt es doch die Momente, wo wir in plötzliche Krisen geraten, wo wir unsicher werden, wo wir das Gefühl haben, dass Gott sich abgewandt hat. David kennt diese Momente in unserem Leben.
[6:13] „Zu dir, Herr, rief ich, zu dem Herrn flehte ich um Gnade: Was nützt mein Blut, wenn ich in die Grube fahre? Wird dir der Staub danken? Wird er deine Treue verkündigen?“ Mit anderen Worten: Wenn ich tot bin, wirst du nicht mehr mein Lob empfangen können. Das ist auch ein wichtiger Gedanke bezüglich auf den Zustand der Toten, der hier deutlich wird. „Höre, o Herr, und sei mir gnädig! Herr, sei du mein Helfer!“
[6:40] „Du hast mir meine Klage in einen Reigen verwandelt.“ David bezeugt: Es gab einen Zeitpunkt, da habe ich gedacht, das wird immer mit Gott gut gehen, und ich werde immer bei Gott bleiben, ich werde nie wieder wanken. Aber dann bin ich doch in ein Loch gefallen, dann bin ich doch in Krisen gekommen, habe ich doch gedacht, das ist alles vorbei, habe ich doch gedacht, dass ich sterben muss. Und Gott hat mir geholfen, er hat meine Klage in einen Reigen verwandelt. Dieser Psalm ist ein Zeugnis dafür, dass, wenn wir einmal fest mit Gott verbunden gewesen sind und dann in eine Krise geraten, dass wir Gottes Gnade in Anspruch nehmen dürfen und er uns wieder herausführen wird.
[7:15] „Du hast mein Trauergewand gelöst und mich mit Freude umgürtet, damit meine Seele zu Ehren lobsinge und nicht schweige. Herr, mein Gott, ich will dich ewiglich preisen.“
[7:25] Psalm 31, dem Vorsänger, ein Psalm Davids. „Bei dir, Herr, habe ich Zuflucht gefunden; lass mich niemals zuschanden werden! Errette mich durch deine Gerechtigkeit!“ Paulus sagt später in Römer 1 Vers 16 und 17, dass im Evangelium die Gerechtigkeit Gottes offenbart wird. „Rette mich durch deine Gerechtigkeit!“ Es ist Gottes Gerechtigkeit, die uns erlöst.
[7:50] „Neige dein Ohr zu mir, rette mich rasch! Sei mir ein starker Fels, eine feste Burg zu meiner Rettung! Denn du bist mein Fels und meine Festung. Führe und leite du mich um deines Namens willen! Zieh mich aus dem Netz, das sie mir heimlich gestellt haben, denn du bist meine Schutzwehr. In deine Hand befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.“
[8:17] „Ich hasse die, welche trügerische Götzen verehren, und ich vertraue auf den Herrn. Ich will frohlocken und mich freuen in deiner Gnade; denn du hast mein Elend angesehen, du hast auf die Nöte meiner Seele geachtet.“
[8:33] David bezeugt, und auch mit dem, was hier scheint, ist er in manchem ein sehr deutliches Vorbild, ein Typus auf Jesus, der auch seinen Geist in Gottes Hand befohlen hat. David bezeugt: Auf Gott konnte ich mich immer zu jeder Zeit verlassen. Möge das auch unsere Erfahrung sein. Lasst uns gemeinsam beten.
[8:54] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass selbst wenn wir einmal in einer Lage waren, wo wir dachten, wir werden nie wieder irgendwie daran zweifeln, dass du uns liebst, und dann doch in eine Krise geraten sind und dann doch gedacht haben, dass alles aus mit uns ist, dass du in Gnade und Liebe uns immer wieder neu mit deinem Evangelium ansprichst. Auch wenn wir einmal geistliche Höhen überschritten haben und dann doch wieder in das Tal der Tränen hinabgestiegen sind, dass du uns wieder herausführst, weil du uns lieb hast und weil du für uns da bist. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.
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