Rabea Kramp führt durch die Psalmen 40:13-42:6 und beleuchtet Themen wie Schuld, Vergebung und die tiefe Sehnsucht nach Gott. Sie betont, dass Jesus die ultimative Lösung für jede Sünde ist und dass Gott den Bedürftigen beisteht. Der Psalm 42, der die Seele nach dem lebendigen Gott dürsten lässt, wird als Ausdruck tiefer Sehnsucht und Trost in schwierigen Zeiten hervorgehoben.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 40:13-42:6
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, herzlich willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Heute wollen wir zusammen die Seite 607 lesen. Wir sind mitten im Psalm 40, und bevor wir starten, gemeinsam beten.
[0:42] Lieber Gott, wir wollen dir so sehr danken für deine Güte, die wir in unserem Leben erleben, für die Gnade, die jeden Morgen neu ist, dass du uns umgibst mit einer unendlichen Liebe. Und davon wollen wir heute lesen und dir vertrauen. Amen.
[0:58] Wir starten im Psalm 40, Vers 13: „Denn Übel ohne Zahl haben mich umringt. Meine Verschuldungen haben mich ergriffen, ich kann sie nicht überschauen; sie sind zahlreicher als die Haare meines Hauptes, und mein Mut hat mich verlassen.“
[1:20] Schuldgefühle können ein Menschenherz ganz schön belasten. Wenn wir das Gefühl haben, unsere Schuld, unsere Sünde ist so groß, so zahlreich, dass sie die Zahl unserer Haare auf unserem Kopf übersteigt, dann können wir kaum durchs Leben gehen, weil wir so niedergedrückt sind. Aber die gute Nachricht, die lesen wir im nächsten Vers: „Herr, lass es dir gefallen, mich zu retten! Herr, eile mir zu Hilfe!“
[1:50] Jesus ist die Lösung für jede Sünde und für jede Schuld, für jedes Problem, das wir haben mögen. „Es sollen sich alle schämen und schamrot werden, die mir nach dem Leben trachten, um es wegzuraffen. Es sollen zurückweichen und zuschanden werden, die mein Unglück suchen. Erstarren sollen wegen ihrer eigenen Schmach, die zu mir sagen: ‚Ha, ha!‘ Es sollen fröhlich sein und sich freuen in dir alle, die dich suchen. Die dich lieben, sollen allezeit sagen: ‚Der Herr ist groß!‘“
[2:22] Immer dann, wenn wir Gott suchen, wenn wir nicht weiterkönnen, wenn wir Gott wirklich von jeder Faser unseres Lebens brauchen, dann dürfen wir danach sagen: „Der Herr ist groß!“, weil Gott hilft. Es gibt Gebete, erhört Gott sofort, und eins davon ist, dass Gott uns die Sünden vergibt.
[2:40] Dieses Gebet bringt sofort ins Innerste des Heiligtums vor, und wir dürfen wissen, dass Jesus dort steht, um unser Anliegen vor Gott, dem Vater, zu bringen.
[2:52] „Vers 18: Ich bin ja elend und arm, mich sorgt der Herr. Du bist meine Hilfe und mein Retter. Mein Gott, säume nicht!“
[3:02] Gott säumt nicht, wenn wir um Vergebung von Sünden beten. Und in Markus 2, Vers 17 finden wir diesen schönen Vers über Jesus, warum er überhaupt in die Welt gekommen ist. In Markus 2, Vers 17, und diesen Gedanken kennt ihr alle, dass Jesus zu einem bestimmten Zweck gekommen. Dort heißt es nämlich: „Als Jesus es hörte, sprach er zu ihnen: Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.“
[3:41] Jesus ist nicht gekommen, um die heimzuholen, die sowieso ein tolles geistliches Leben führen und die schon so nah und so heilig sind, sondern er ist gekommen, die zu rufen, die so tief im Schlamm der Sünde stecken, dass er sich daran verherrlichen kann. Und das ist die gute Botschaft Gottes: nicht ein Gott der Sorglosen, sondern es ist ein Gott der Bedürftigen.
[4:04] Psalm 41, dem Vorsänger, ein Psalm Davids. „Wohl dem, der sich des Armen annimmt! Der Herr wird ihn retten zur bösen Zeit.“
[4:15] Auch wir sollen so sein, dass wir uns um die Armen kümmern. Es kann sein um die, die wirklich materiell arm sind, aber auch um die, die geistlich wirklich auf einer Durststrecke sind. „Der Herr wird ihn bewahren und am Leben erhalten. Er ist glücklich gepriesen im Land. Ja, du wirst ihn nicht der Gier seiner Feinde ausliefern.“
[4:39] Das heißt, wenn wir solche sind, die anderen eine Stütze sind, wenn wir anderen helfen, aus dem Schlamm der Sünde herauszukommen, dann ist uns das verheißen, was wir gerade gelesen haben und was wir jetzt weiter lesen. „Vers 4: Der Herr wird ihn erquicken auf dem Krankenlager. Du machst, dass es ihm wohl ergeht, wenn er krank ist.“
[5:01] Gott kümmert sich um uns, wenn wir ihm treu sind. Das ist seine Verheißung, die wir immer wieder in der Bibel lesen: Wenn wir auf Gottes Seite stehen, wenn wir ihm vertrauen und in seinen Werken wandeln, dann dürfen wir sicher sein, dass er uns führt. „Ich sprach: ‚Herr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe gegen dich gesündigt.‘“
[5:19] Die Seele braucht Heilung, Heilung von der Sünde. Jesus hat Menschen von Krankheiten geheilt, als er auf dieser Erde war, aber er hat sie immer auch gleichzeitig von der Krankheit der Sünde geheilt. „Meine Feinde wünschen mir Unglück: ‚Wann wird er sterben, dass sein Name untergeht?‘ Und wenn einer kommt, um mich zu besuchen, so redet er Lügen; sein Herz sammelt sich Bosheit. Er geht hinaus und spricht davon. Alle, die mich hassen, flüstern miteinander über mich; sie haben mir Böses zugedacht: ‚Ein böses Bruch haftet ihm an; wenn er daliegt, steht er nicht wieder auf.‘ Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat die Ferse gegen mich erhoben.“
[6:02] Diese Verse, wenn wir sie lesen, dann müssen wir unweigerlich an Jesus denken. Jesus war verlassen. Jesus hatte die Pharisäer gegen ihn, die ihn gehasst haben. Er hatte einen Freund, mit dem er das Brot aß, der ihn verraten hat. Das war Judas. Und Jesus hat all diese Dinge durchlebt. Jesus hat mehr durchlebt, als ein Mensch jemals durchmachen wird und durchmachen muss. Und dadurch kann er sich so gut mit uns identifizieren.
[6:32] „Vers 11: Du aber, Herr, sei mir gnädig und richte mich auf, so will ich es ihnen vergelten. Daran erkenne ich, dass du Gefallen an mir hast, dass mein Feind nicht über mich triumphieren darf.“
[6:47] Wir mögen eine Schlacht verlieren, wir mögen eine Sünde begehen, wir mögen fallen, aber wir liegen vielleicht am Boden, aber Jesus richtet uns wieder auf. Und auch wenn die Schlacht verloren ist, heißt es nicht, dass der Krieg verloren ist. Jesus arbeitet mit uns weiter. Jesus hilft, dass wir bei der nächsten Schlacht siegreich sein können, sodass der Feind nicht über uns triumphieren kann. „Mich aber hast du in meiner Lauterkeit erhalten und lässt mich vor deinem Angesicht stehen auf ewig. Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen, ja, Amen.“ Gottes Güte zu jeder Zeit.
[7:26] Psalm 42. Und wir beginnen hier einen neuen Abschnitt, nämlich das zweite Buch der Psalmen. Und es ändert sich auch der Autor dieser Zeilen. „Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korachs. Ein Maskil.“
[7:44] Nun, wer waren die Söhne Korachs? Wir finden sie an mehreren Stellen in der Bibel. Wir lernen, dass es Leviten gewesen sind, Leviten, die sehr hohe Ämter hatten, nämlich sie durften die Geräte des Hauses tragen. Das heißt, sie waren eigentlich nach den Söhnen Aarons, nach dem Geschlecht Aarons, die höchsten Würdenträger im levitischen Stamm.
[8:10] Und wir wissen nicht ganz genau, wann sie gelebt haben. Wir können so ein bisschen aus dem Psalm kontextuell herausfiltern, dass sie ja um die Zeit der Könige, so David, Salomo, so in dem Bereich gelebt haben müssen, aber ganz genau können wir es nicht datieren.
[8:29] Der Psalm beginnt mit dem sehr bekannten und schönen Vers, Vers 2: „Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.“
[8:41] Hast du Sehnsucht nach Gott? Sehnst du dich? Bist du durstig nach Gottes Liebe, nach Gottes Gegenwart? Dann ist dieser Psalm der Ausdruck dessen. Er wurde oft vertont, auch schon in der klassischen Musik, aber auch in der modernen christlichen Musik. Und ist ein so schöner, tröstlicher Vers: Wenn wir müde sind von der Welt, wenn wir uns so sehnen nach Gott, dann vergleicht er uns mit einem Hirsch, der lechzt nach der Wasserquelle.
[9:12] „Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich kommen und vor Gottes Angesicht erscheinen?“
[9:22] Ich sehne mich nach dem Tag, wenn wir Gott wirklich von Angesicht zu Angesicht sehen können, wenn wir im Himmel ihm begegnen, wenn wir ihn anfassen können, wenn wir ihm zuhören können. „Meine Tränen sind meine Speise bei Tag und bei Nacht, weil man täglich zu mir sagt: ‚Wo ist nun dein Gott?‘“
[9:41] Daran werde ich denken und meine Seele in mir ausschütten, „wie ich dahinzog im Gedränge mit ihnen, feierlich dahinschritt zum Haus Gottes unter lautem Jubel und Lobgesang in der feiernden Menge. Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken für die Rettung, die von seinem Angesicht kommt.“
[10:06] Lasst uns heute durch diesen Tag gehen und Gott danken für die Rettung, dass wir, wenn wir durstig sind nach der Erlösung, nach dem Evangelium, nach der Vergebung, dass wir sagen können: „Gott, du bist meine Rettung!“ Das wünsche ich euch von ganzem Herzen.
[10:24] Wir beten. Lieber Gott, deine Rettung ist uns jeden Tag neu. Du rettest sofort von der Sünde, du vergibst sofort, du eilst zu Hilfe, wo wir sie brauchen. Und dafür möchten wir dir danken und dir vertrauen an dem heutigen Tag. Amen.
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