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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 42, 43 und 44. Sie ermutigt dazu, auf Gott zu harren, selbst wenn die Seele betrübt ist und Gott fern scheint, denn seine Gegenwart ist gewiss. Anhand biblischer Beispiele wie Jericho wird die Bedeutung des Vertrauens in Gottes rettende Kraft betont. Der Sprecher geht auch auf die scheinbar ungerechtfertigten Leiden der Treuen ein und bereitet auf eine tiefere Betrachtung dieses Themas vor.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute lesen wir gemeinsam die Seite 608 und sind mitten im Psalm 42. Und bevor wir mit Vers 7 starten, beten wir gemeinsam.

[0:44] Lieber Gott, wir mögen durstig sein, wir mögen betrübt sein, wir mögen uns sehnen nach dir. Aber irgendwann, eines Tages, wird dieser Durst gestillt, dann sind wir auf alle Ewigkeit bei dir. Und wir freuen uns auf diesen Moment. Wenn wir diese Sehnsucht nicht haben, dann pflanze uns ins Herz ein, dass wir uns darauf freuen mögen. Segne uns heute im Bibelstudium und hab Dank dafür. Amen.

[1:18] Vers 7, Psalm 42: Mein Gott, meine Seele ist betrübt in mir; darum gedenke ich an dich im Land des Jordan und der Hermon-Gipfel, am Berg Mizar. Eine Flut ruft der anderen beim Rauschen deiner Wasserstürze. Alle deine Wellen und Wogen sind über mich gegangen. Am Tag wird der Herr seine Gnade entbieten und in der Nacht wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens. Vers 9 ist ein unglaublich schöner, poetischer Vers: Am Tag wird Gott seine Gnade anbieten und in der Nacht bei mir sein. Es erinnert uns an die Wolken- und die Feuersäule, die Tag und Nacht beim Volk Gottes war. Gottes Gegenwart ist immer gewiss. Gott hat keine Sprechzeiten, es gibt nie eine Pause, Gott schläft nicht. Wir können Gott immer anrufen. Ich will sprechen zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich trauernd einhergehen, weil mein Feind mich bedrängt? Wie Zermalmen meiner Gebeine ist der Hohn meiner Bedränger, weil sie täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, dass er meine Rettung und mein Gott ist.

[2:34] Wir haben genau diesen Abschnitt schon mal gelesen zu Beginn des Psalms, und es wird hier am Ende nochmal wiederholt, um es zu bekräftigen, dass wir auf Gott ausharren sollen, wenn die Seele betrübt ist. Wenn wir das Gefühl haben, Gott antwortet nicht, Gott ist fern oder Gott hört uns nicht, dann sollen wir gewiss sein: Nein, wenn wir auf Gott harren, dann kommt gewiss Antwort und Rettung. Und im Psalm in Offenbarung 14, Vers 12, da lesen wir genau von diesem Ausharren: Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote haben und den Glauben an Jesus bewahren. Das heißt, die, die am Ende eingehen in die ewige Ruhe, die haben genau dieses Ausharren, dieses Harren auf Gott gemacht. Sie haben dieses Harren ausgeübt.

[3:27] Psalm 43, und Psalm 43 ist eng verknüpft mit Psalm 42. Das werdet ihr merken. Da heißt es: Schaffe mir Recht, oh Gott, und führe meine Sache gegen ein unbarmherziges Volk. Errette mich von dem Mann der Lüge und des Unrechts. Denn du bist der Gott, der mich schützt. Warum verwirfst du mich? Warum muss ich trauernd einhergehen, weil mein Feind mich bedrängt? Die gleiche Frage wie im vorherigen Teil, ihr merkt das schon. Und Vers 3 so wunderschön: Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berge. Das Licht ist im Heiligtum, der Leuchter, der Heilige Geist. Die Wahrheit ist der Schaubrot-Tisch, das Brot, das Wort, das ist Jesus. Das heißt, der Heilige Geist und Jesus, die leiten uns, wenn wir ihnen folgen, zum heiligen Berg, zu deinen Wohnungen, dass ich komme zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dich preise auf der Laute, Gott, mein Gott. Dieser Psalm wurde auf wunderschöne Weise vertont von Mendelssohn. Wenn ihr mal Gelegenheit habt und die klassische Musik mögt, dann hört euch den mal an. Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, dass er meine Rettung und mein Gott ist.

[4:48] Im Himmel werden wir viel zu danken haben. Wir werden erkennen, aus wie vielen Situationen, ausweglosen Situationen, Gott uns gerettet hat. Auch Situationen, die wir gar nicht bemerkt haben, dass wir in großen Schwierigkeiten waren, wo Engel die Dinge geführt haben, wo Gott wirklich Dinge abgewandt hat von uns. Wir werden so viel Zeit damit verbringen im Himmel, einfach Gott zu danken für diese Bewahrung.

[5:20] Psalm 44, dem Vorsänger, wieder von den Söhnen Korachs, ein Maskil. Und vielleicht verliere ich einmal ein Wort zu dem Wort Maskil. Ein Maskil ist ein Lehr-Psalm. Es ist sozusagen wie ein eindrucksvolles Gedicht, das man sich zu Herzen nehmen soll, das man lernen soll, weil es so viele Lehren aus diesem Maskil gibt. Vers 2: Gott, mit unseren eigenen Ohren haben wir es gehört, unsere Väter haben es uns erzählt, was du für Taten getan hast zu ihrer Zeit, in den Tagen der Vorzeit. Ihr merkt, dass dieser Psalm beginnt mit der Geschichte und es bringt das Althergebrachte zur Sprache. Du hast mit deiner Hand die Heidenvölker vertrieben, sie aber gepflanzt. Du hast Völker zerschmettert, sie aber ausgebreitet. Gott vertreibt die Feinde vor uns her. Wir müssen Gott eigentlich nur vertrauen, und das ist so schwer, das eigentlich nur Vertrauen. Das beste Beispiel, oder vielleicht das prominenteste Beispiel, was wir aus der Bibel kennen, ist die Einnahme von Jericho. Das Volk Gottes hat eigentlich nicht gekämpft, die sind um die Stadt gezogen, sie haben ja eigentlich einen Spaziergang, einen Fußmarsch gemacht und haben Gott vertraut, dass er den Rest tut, und das hat er auch getan. Und dann haben sie Gott gelobt mit lautem Jubelschall. Vers 4: Denn nicht mit ihren Schwertern haben sie das Land gewonnen und nicht ihr Arm hat ihnen geholfen, sondern deine rechte Hand und dein Arm und das Licht deines Angesichts, denn du hattest Wohlgefallen an ihnen. Du bist derselbe, mein König, oh Gott, gebiete die Rettung für Jakob. Gott ist immer derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Und das sagt sich leicht, das predigt sich leicht, das hören wir auch ganz oft. Aber wenn wir dann im Leben in Situationen sind, dann fällt uns das schwer, wirklich das auch zu glauben und dem zu vertrauen, dass Gott genauso mächtig und kräftig durchgreifen kann in unserem Leben wie damals zum Beispiel bei den Israeliten. Aber so ist es.

[7:38] Vers 6: Durch dich wollen wir unsere Feinde niederstoßen. In deinem Namen wollen wir unsere Widersacher zertreten. Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen und mein Schwert kann mir nicht helfen. Das ist ein wichtiger, eine wichtige Aussage. Wenn wir uns auf unsere eigene Kraft verlassen, und der Bogen und das Schwert sind hier eine Metapher für unsere eigenen Kräfte, für unser eigenes Vermögen, dann können wir eigentlich ja nicht weit kommen. Wir müssen uns darauf verlassen, dass Gott für uns kämpft. Diesen Gedanken finden wir ganz oft in den Psalmen, und wenn wir das tun, dann werden wir auch im Kampf gegen die Sünde siegen. Vers 8: Sondern du rettest uns von unseren Feinden und machst zuschanden die uns hassen. In Gott rühmen wir uns alle Tage und deinen Namen loben wir ewiglich. Und doch hast du uns verworfen und zuschanden werden lassen und bist nicht ausgezogen mit unseren Heerscharen. Du hast uns zurückweichen lassen vor dem Feind, und die uns hassen haben sich Beute geraubt. Du hast uns wie Schafe zum Fressen gegeben und du hast uns unter die Heidenvölker zerstreut. Du hast dein Volk um ein Geringes verkauft und hast nicht viel dafür verlangt. Wir lesen hier von einem Zustand, der scheinbar ungerechtfertigt ist, ein Mensch, der treu war Gott gegenüber und der trotzdem Schwierigkeiten erlebt.

[9:08] Und wir möchten morgen in der Andacht anknüpfen und es besser verstehen, warum solche Dinge passieren. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und dass ihr Gott an eurer Seite habt den heutigen Tag. Lieber Gott, wir danken dir, ja, dass wir uns deiner Rettung immer gewiss sein dürfen, dass deine Nähe und deine Wärme unser Herz umgibt. Und dafür danken wir dir. Amen.


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