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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 44 und 45. Sie beginnt mit der Theodizee-Frage, warum Gläubige Leid erfahren, und betont Gottes Treue auch in schwierigen Zeiten. Anschließend widmet sie sich Psalm 45 als einem tiefgründigen Liebeslied auf Jesus, das seine Herrlichkeit, Gerechtigkeit und die Schönheit seiner Gemeinde preist. Die Botschaft ermutigt dazu, die Liebe zu Jesus im Herzen zu tragen und ihm nachzufolgen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, herzlich willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute Seite 609 und sind mitten im Psalm 44. Lasst uns beten.
Lieber Gott, wir mögen manchmal in Schwierigkeiten stecken. Wir mögen in unserem Leben in eine Sackgasse geraten sein, aber aus allem rettest du uns, Herr, wenn wir es nur wollen. Wir wollen dir heute unser Leben vorlegen und aus dem Wort lernen, um dir besser vertrauen zu können. Amen.

[1:04] Wir haben gestern gelesen, dass auch gläubigen Menschen, die Gott treu sind, Unglück widerfährt. Wenn wir Gott folgen, dann heißt das nicht immer, dass wir ein reibungsloses Leben haben, dass es uns durchweg gut geht. Gott lässt Schwierigkeiten zu, und da wollen wir anknüpfen mit Vers 14.

[1:23] "Du hast uns der Beschimpfung unserer Nachbarn ausgesetzt, dem Spott und Hohn derer, die uns umgeben. Du hast uns zum Sprichwort unter den Heiden gemacht, dass die Völker den Kopf über uns schütteln. Alle Tage ist meine Schmach vor mir, und Scham bedeckt mein Angesicht, wegen der Stimme des Spötters und Lästerers, wegen des Feindes, des Raffgierigen. Dies alles ist über uns gekommen, und doch haben wir dich nicht vergessen, noch treulos gehandelt gegen deinen Bund."

[1:55] Dieser letzte Vers, dieser Vers 18, erinnert an Hiob. Hiob hat auch vieles Schlimmes erlebt, und er wusste nicht, warum. Jetzt wir, die wir das Buch Hiob lesen, wissen: Es war ein großer Test. Das war eigentlich eine überdimensionale Herausforderung, die ja im Himmel stattfand, und Hiob war der Mensch, an dem es sich geäußert hat, der Leidtragende in dem Fall. Und trotz allem, trotz der Schwierigkeiten, die Hiob aushalten musste, hat er Gott nie verlassen. Er hat Gott nicht abgesagt. Er hat nicht treulos gegen ihn gehandelt. Er hat seinen Bund gehalten. Und diese Verse, die wir gelesen haben, so abwärts in diesem Psalm, die sprechen davon, wie Menschen vielleicht auch in der Zeit der Verfolgung bedrängt werden, wie sie verspottet werden, wie ihnen zugesetzt wird, wenn sie Gott treu sind, weil sie Gott treu sind. Das heißt nicht, weil ich Schwierigkeiten habe, zeigt das, dass ich nicht nah bei Gott bin. Manchmal ist genau das Gegenteil der Fall. Und hier steckt auch so ein bisschen die Theodizee-Frage drin: Warum lässt Gott Leid zu?

[3:12] Er offenbart seine Herrlichkeit dadurch, dass er uns rettet aus Schwierigkeiten. Gott lässt aus ganz verschiedenen Gründen Probleme zu. Manchmal müssen wir wachsen, aber manchmal ist es auch dazu da, um anderen zu zeigen, dass wir standhaft sind, dass wir an Gott festhalten, obwohl das Leben schwer ist.

[3:32] Vers 19: "Unser Herz hat sich nicht zurückgewandt, noch sind unsere Schritte abgewichen von deinem Pfad. Dennoch hast du uns zermalmt am Ort der Schakale und uns mit Todesschatten bedeckt. Hätten wir den Namen unseres Gottes vergessen und unsere Hände ausgestreckt zu einem fremden Gott, würde Gott das nicht erforschen?"

[3:53] Gott sieht alles. Gott sieht die Gedanken, die wir haben. Gott sieht die Worte, die Taten. Und Gott erforscht die Dinge, die wir tun. Es heißt, er kennt ja die Geheimnisse des Herzens, im Prediger 12, Vers 14. Und das könnt ihr danach auch einmal alleine lesen. Da gibt es ja diesen Gedanken, dass Gott jedes Werk in ein Gericht bringen wird. Gott entgeht nichts. Es wird in den Büchern des Himmels alles verzeichnet, was wir denken, was wir tun, was wir sagen. Das soll uns aber nicht Angst machen oder uns verzagt machen. Das soll einfach nur zeigen, dass Gott alles sehen kann und dass Gott auch – jetzt schreibt er auch genauso die guten Dinge auf – und für die schlechten Dinge ist er gestorben, damit wir sein Blut in Anspruch nehmen können, damit diese Dinge nicht länger in den himmlischen Büchern stehen.

[4:44] Es heißt Vers 23: "Ja, um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag, wie Schlachtschaf sind wir geachtet. Erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer! Warum verbirgst du dein Angesicht? Schon vergisst unser Elend und unsere Bedrängnis? Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, und unser Leib klebt am Erdboden. Mache dich auf und komm uns zu Hilfe und erlöse uns um deiner Gnade willen!"

[5:13] Manchmal mögen wir den Eindruck haben in unserem Leben: Gott hat uns vergessen. Gott achtet nicht auf das, was ich vielleicht aushalten kann, auf die Schwierigkeiten, die mich vielleicht übermannt. Und es kommt sogar manchmal im Leben vor, dass ein Schicksalsschlag den anderen jagt, und man ist kaum aufgestanden, schon passiert das Nächste, was einen wieder zu Boden bringt. Und dieser Psalm spricht genau von diesem Umstand. Und das sind solche Verse, die wir in solchen Zeiten brauchen, solche Kapitel, die wir lesen müssen, damit wir wissen dürfen: Gott erhebt sich! Gott macht sich auf, um uns zu helfen, um uns wieder aufzurichten, um uns stärker werden zu lassen, als wir davor waren.

[5:57] Es ist Psalm 45. "Dem Vorsänger. Nach der Melodie Lilien. Von den Söhnen Korachs. Ein Maskil. Ein Lied der Liebe." Ein langer Vorspann für einen Psalm. Wir haben vieles davon schon erklärt, wer die Söhne Korachs sind, was ein Maskil ist. Und hier heißt es: "Es ist ein Lied der Liebe."

[6:16] Vielleicht habt ihr auch eine Anmerkung in euren Bibeln, wo es heißt, dass es ein Lied eigentlich über den Messias ist, ein Liebeslied über Jesus. Und genauso wollen wir diesen Psalm jetzt auch lesen, dass wir bei jedem Vers, den wir lesen, immer an Jesus denken.

[6:29] "Mein Herz fließt über mit einem lieblichen Lied. Ich sage: Meine Gedichte sind für den König" – nämlich Jesus – "bestimmt. Meine Zunge ist der Griffel eines gewandten Schreibers." Das ist so schön poetisch, man kann sich richtig vorstellen, wie damals mit einem Griffel geschrieben wurde. "Du bist schöner als die Menschenkinder. Gnade ist ausgegossen über deine Lippen." Jesus ist Gnade, Jesus ist schön. "Darum hat Gott dich gesegnet auf ewig." "Gürte dein Schwert an die Seite, du Held, deine Majestät und deine Pracht! In deiner Pracht fahre siegreich ein!" Herr Jesus war siegreich für die Sache der Wahrheit, der Sanftmut und Gerechtigkeit. Jesus ist die Wahrheit, Jesus war sanftmütig, und Jesus bringt Gerechtigkeit. "Und deine Rechte lehre dich furchterregende Taten."

[7:24] "Seine Pfeile sind scharf, sie unterwerfen die Völker." Das erinnert uns dann Hebräer 4, Vers 12: "Das Wort schneidet wie ein Schwert, es ist so scharf, dass es Mark und Bein zertrennt." Jesus ist das Wort. Sie dringen ins Herz der Feinde des Königs – nämlich die Worte. "Sein Thron, oh Gott, bleibt immer und ewig. Das Zepter seines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Du liebst die Gerechtigkeit und hasst die Gesetzlosigkeit. Darum hat dich, oh Gott, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten."

[7:58] Wenn ihr jetzt dachtet: "Diesen Vers kenne ich doch!", dann könnt ihr diesen Vers wahrscheinlich eher aus dem Neuen Testament als aus diesem Psalm, nämlich aus Hebräer 1, Vers 8 und 9. Paulus zitiert eins zu eins diese zwei Verse, 7 und 8, und diesen Gedanken, weil er in Hebräer 1 über Jesus spricht.

[8:28] "Nach Myrrhe, Aloe und Kassia duften deine Kleider. Saitenspiel erfreut dich aus Palästen von Elfenbein. Königstöchter stehen in deinem Schmuck" – nämlich die Gemeinde Gottes, die Königstochter, die Gemahlin – "zu deiner Rechten in Gold von Ofir." Ja, die Gemahlin ist die Braut, ist die Braut Jesu. Und die Braut Jesu, die Gemeinde. "Höre, Tochter, schau her und neige dein Ohr! Vergiss dein Volk und das Haus deines Vaters!" Das spielt an auf Abraham, der auch sein Volk, sein Vaterhaus verlassen hat. Und genauso sollen auch wir alles zurücklassen und Gott nachfolgen. "Und wird der König deine Schönheit begehren, denn er ist dein Herr. So huldige ihm! Und die Tochter Tyrus wird kommen mit Geschenken, die Reichsten des Volkes werden deine Gunst suchen."

[9:17] Genauso war es bei Salomo. Salomo war ein Typus auf Jesus. Er hatte Pracht, er hatte Herrlichkeit, er hatte Königtum, er hatte Weisheit, er hatte Reichtum. Und wer kam? Es kam die Tochter, die Königin von Saba zu ihm.

[9:34] Und ja, so ist es auch, wenn wir Gott nachfolgen, wenn Gottes Gemeinde wirklich Jesus im Zentrum hat, dann kommen von nah und fern alle und wollen wissen, warum es uns so gut geht.

[9:51] "Vers 14: Ganz herrlich ist die Königstochter im Innern." Innere Schönheit, Charakterschönheit hat die Königstochter, die Braut Jesu, ausgewirkt. "Im Gold ist ihr Gewand. In gestickten Kleidern wird sie dem König zugeführt, die jungen Frauen, die sie begleiten, ihre Gefährtinnen, sie werden zu dir gebracht."

[10:09] Ein bisschen erinnert uns dieser Psalm 45 an das Hohelied der Liebe. Es gibt ähnliche poetische Ausdrücke, und auch ein bisschen Erster Korinther 13 steckt hier drin. Und es drückt so schön die Liebe zu Jesus aus, die wir haben können, haben dürfen und haben sollten. Ich wünsche dir heute, dass du diese Liebe zu Jesus in deinem Herzen spürst. Und lasst uns dafür beten.

[10:36] Herr Jesus, es heißt in einem Lied: "Schönster Herr Jesu, Herrscher aller Erden, du bist so wunderbar in deinem Charakter. Du bist so liebenswürdig", und wir wollen heute darüber nachdenken, wie wunderbar du bist, dass du unsere Vorstellungen übersteigst, in deiner Liebe, in deiner Gnade, in deiner Güte, in deiner Freundlichkeit, die du für uns Menschenkinder hast, die wir auch so niedrig sind, so gefallen, so sündenbehaftet. Herr, hab Dank, dass du mit deiner Gnade uns umgibst und uns trotzdem liebst und in deinen Armen hältst. Amen.
[Musik]


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