In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ führt Christopher Kramp durch die Psalmen 4:8 bis 7:3. Er beleuchtet Davids tiefe Freude und seinen Frieden, die er trotz Verfolgung in Gottes Gegenwart findet, und ermutigt zu einem Leben im Gebet. Der Sprecher geht auch auf Davids erschütternde Klage in Psalm 6 ein, um zu zeigen, dass Gott Gebete auch in größter Not erhört und seine Gnade wie ein schützender Schild ist.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 4:8-7:3
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute geht es weiter. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass egal wie es uns geht, wir zu dir beten dürfen, dass wir uns daran erinnern dürfen, dass du in der Vergangenheit unsere Gebete gehört hast. Und dass, wenn auch viele gegen uns sind, wenn Menschen sogar behaupten, dass du uns verlassen hättest, dass wir wissen dürfen, dass auch wenn viele sich gegen uns erheben, du bei uns bist, du bei uns sein möchtest, dass, wenn wir uns zu dir wenden, du uns Trost spenden lässt. Herr, dafür danken wir dir und möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort uns persönlich ansprichst und uns zeigst, was du uns für diesen Tag besonders mitgeben möchtest. Rede durch den Heiligen Geist zu jedem einzelnen von uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:28] Wir sind in Psalm 4. Und David hat gerade die Frage gestellt, oder vielmehr die Frage vieler anderer Menschen referiert, die sich fragen, wo sie Gutes sehen können. Und die Antwort gegeben, dass es das leuchtende Angesicht Gottes ist, das uns auch dann segnet, wenn wir geschmäht und verfolgt werden und Menschen sich gegen uns aufmachen.
[1:58] Wir lesen in Vers 8: „Du hast mir Freude in mein Herz gegeben, die größer ist als ihre, wenn sie Korn und Most in Fülle haben.“ Hast du auch schon die Erfahrung gemacht, die David gemacht hat, dass dein Herz vor Freude zu springen möchte, weil Gott dir diese Freude gegeben hat? Eine Freude, die größer ist als alle irdische Freude, die Menschen haben können, wenn einfach die Ernte gut gelaufen ist und man ein schönes Fest hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung, welche Freude Gott schenken kann, und ich wünsche dir auch, lieber Freund, liebe Freundin, dass du diese Freude in deinem Leben erleben darfst.
[2:33] „Ich werde mich in Frieden niederlegen und schlafen, denn du allein, Herr, lässt mich sicher wohnen.“
[2:40] Es gibt nur einen, der uns wirklich Frieden geben kann, der dafür sorgen kann, dass wir in Frieden schlafen, und das ist Gott, der für uns sorgen möchte.
[2:49] Psalm 5. Dem Vorsänger. Mit Flötenspiel. Ein Psalm Davids.
[2:55] „Höre, Herr, meine Worte, achte auf mein Seufzen! Höre auf die Stimme meines Schreis, mein König und mein Gott, denn zu dir will ich beten.“
[3:06] Man hört förmlich die Steigerung heraus in diesen Eingangsworten. „Herr, in der Frühe wirst du meine Stimme hören, in der Frühe werde ich dir zu Befehl sein und Ausschau halten.“
[3:17] David hat es sich zur Angewohnheit gemacht, morgens anzubeten, morgens mit Gott zu reden, zu beten und auch zu Befehl zu sein. Das heißt, bereit zu sein, die Anordnungen, die Befehle für den Tag von Gott entgegenzunehmen, wie man Gott dienen kann.
[3:35] „Denn du bist nicht ein Gott, dem Gesetzlosigkeit gefällt. Wer böse ist, darf nicht bei dir wohnen. Die Prahler bestehen nicht vor deinen Augen. Du hasst alle Übeltäter. Du verfolgst die Lügner. Den Blutigen und Falschen verabscheut der Herr.“
[3:52] „Ich aber darf durch deine große Gnade eingehen in dein Haus. Ich will anbeten, seinem heiligen Tempel zugewandt, in Ehrfurcht vor dir.“
[4:01] David sagt: „Ich bete, weil ich weiß, dass du mir Gerechtigkeit geschenkt hast, dass du mich erlöst hast.“ Denn wenn ich noch böse wäre, wenn ich prahlen würde, wenn ich lügen würde, über falsche Dinge tun würde, blutrünstig wäre, dann würdest du mein Gebet nicht hören. Aber durch deine Gnade darf ich bitten.
[4:25] Aufgrund deiner Gnade darf ich in das Heiligtum, den Ort, wo das Gebet sich zentriert, denn das Heiligtum war der Ort des Gebetes. Ein Bethaus für alle Völker sollte es ja sein, wie uns Jesaja 56 in Vers 7 offenbart.
[4:48] „Herr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen, ebne deinen Weg vor mir!“
[4:53] Es ist tatsächlich die Gerechtigkeit Gottes, die ihm zugeordnet und verliehen worden ist, in der er jetzt geführt werden möchte durch das Gebet. Es ist die Gerechtigkeit Gottes, das ist seine Gnade, die uns überhaupt die Möglichkeit schenkt, zu Gott zu beten und ihn um Führung in diese Gerechtigkeit bitten zu können.
[5:19] Über die Gottlosen sagt er: „Denn in ihrem Mund ist nichts Zuverlässiges, ihr Inneres ist voll Verderben. Ein offenes Grab ist ihre Kehle, mit ihren Zungen heucheln sie.“
[5:30] „Sprich sie schuldig, Gott, lass sie fallen durch ihre Anschläge! Verstoße sie um ihrer vielen Übertretungen willen, denn sie haben sich gegen dich empört.“
[5:39] Die Gottlosen rebellieren gegen Gott.
[5:42] „Aber alle werden sich freuen, die auf dich vertrauen. Ewiglich werden sie jubeln, denn du wirst sie beschirmen, und fröhlich werden sein, die deinen Namen lieben.“
[5:52] Es gibt zwei Gruppen, wie schon in Psalm 1 beschrieben. Und immer und immer wieder werden wir das entdecken: Es gibt die, die gegen Gott rebellieren und die gerichtet werden. Es gibt die, die auf Gott vertrauen. Sie werden jubeln, nicht nur kurz, nicht nur für eine Zeit, sondern ewig.
[6:09] Und Gott wird bei ihnen sein. Wer Gott liebt, der darf echte Fröhlichkeit erleben in Gott. „Denn du, Herr, segnest den Gerechten. Du umgibst ihn mit Gnade wie mit einem Schild.“
[6:19] Gottes Gnade ist nicht nur ein Attribut, das uns gegeben wird, nicht nur ein kleines Geschenk, sondern wie ein Schild, das uns umgibt vor den Angriffen des Feindes. Hast du heute schon über Gottes Gnade nachgedacht und darüber nachgedacht, wie sie dich beschützen möchte?
[6:37] Psalm 6. Dem Vorsänger. Mit Saitenspiel auf der Scheminith. Ein Psalm Davids.
[6:43] „Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn, züchtige mich nicht in deinem Grimm! Sei mir gnädig, Herr, denn ich verschmachte! Heile mich, Herr, denn meine Gebeine sind erschrocken. Und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach, Herr, wie lange noch? Kehre doch wieder, Herr, errette meine Seele, hilf mir um deiner Gnade willen!“
[7:08] Psalm 6 ist einer der erschütterndsten Psalmen überhaupt. David ist so tief erschrocken, dass ihm buchstäblich die Worte ausgehen. Er bittet Gott um Gnade, er bittet Gott um Wiederherstellung.
[7:25] Wir alle haben diese Momente in unserem Leben gehabt, wo wir gedacht haben: Alles ist zerbrochen, wir wussten nicht mehr, wie es weitergehen soll.
[7:32] „Im Tod gedenkt man nicht an dich; wer wird dich im Totenreich loben?“ David sagt: „Wenn ich sterbe, dann kann ich dir nicht mehr dienen. Hilf mir jetzt, wo ich noch lebe.“
[7:46] „Ich bin müde vom Seufzen, ich schwemme mein Bett die ganze Nacht, mein Lager mit meinen Tränen. Mein Auge ist verfallen vor Kummer, gealtert wegen all meiner Feinde.“
[7:58] David war nicht nur kurzzeitig traurig, er hat so viel geweint, dass man es an seinem Gesicht gesehen hat. So geweint, dass sein Nachtlager schon durchtränkt war von Tränen. Hast du mal solche Phasen gehabt, wo du geweint hast und geweint hast und einfach nicht aufhören konntest?
[8:21] „Weicht von mir, ihr Übeltäter alle, denn der Herr hat die Stimme meines Weinens gehört. Der Herr hat mein Flehen gehört, der Herr nimmt mein Gebet an.“
[8:29] Inmitten der tiefsten Trauer, die ihm die Worte stocken lassen, findet David erneut zu diesem Glauben, der sagt: „Gott hat mein Gebet erhört.“ Übeltäter, weicht ihr, die ihr mich angegriffen habt, denn ich weiß, ich habe nicht umsonst geweint. Gott hat mein Herz gesehen, auch wenn ich nicht wusste, genau wie ich es ausdrücken soll. Gott hat meine Gebete erhört. Möge Gott uns heute solch eine Gebetserhörungsgewissheit schenken.
[8:53] „Alle meine Feinde müssen zuschanden werden und sehr erschrecken. Sie sollen sich plötzlich zurückziehen mit Scham.“
[9:02] Psalm 7. Ein Klagelied Davids, das er dem Herrn sang wegen der Worte Kuschs, des Benjaminiters. In anderen Stellen der Bibel, in Samuel und Könige, Samuel und Chronik, haben wir leider zu diesem Kusch keine Geschichte. Wir wüssten gern vielleicht, was der Hintergrund dazu ist, aber wir haben nur den Psalm.
[9:23] „Herr, mein Gott, bei dir suche ich Zuflucht. Hilf mir von allen meinen Verfolgern und rette mich, dass er nicht wie ein Löwe meine Seele zerreißt und sie zerfleischt, weil kein Retter da ist.“
[9:39] Lasst uns gemeinsam beten.
[9:40] Lieber Vater im Himmel, danke für das Privileg, beten zu können, das Jesus uns erworben hat durch das Blut von Golgatha. Und danke, dass selbst wenn wir zu Tode betrübt sind und unser Bettkissen durchtränkt von Tränen, dass wir wissen dürfen: Du hörst unser Gebet. Und daran wollen wir auch heute festhalten und dir dafür danken. Im Namen Jesu. Amen.
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