In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 51, 52 und 53. Sie beginnt mit Davids tiefem Gebet um ein reines Herz nach seiner Sünde, betont die Bedeutung innerer Erneuerung und Gottes Gnade. Anschließend wird Psalm 52 als Davids Reaktion auf den Verrat Doegs betrachtet, der die Konsequenzen bösen Handelns aufzeigt. Abschließend reflektiert sie über Psalm 53, der die menschliche Verderbtheit und Gottes Wunsch nach einem Leben in seinen Wegen thematisiert.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 51:12-53:7
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:10] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf einer Seite". Heute wollen wir die Seite 613 gemeinsam lesen und davor zusammen beten.
[0:19] Lieber Gott, wir möchten heute zu dir kommen und dich um ein neues Herz bitten. Gib uns, dass wir dein Wort jetzt richtig verstehen, dass wir jetzt vor allem nicht nur im Kopf verstehen, sondern im Herzen annehmen. Dafür danke ich dir. Amen.
[0:38] Wir sind im Psalm 51. Und dieser Psalm ist ein sehr bekannter Psalm, den David gebetet und geschrieben hat, der in eine ganz besondere Lebensphase entstanden ist, nämlich nachdem er Urija umgebracht hat und Batseba schwanger geworden war und er in seinem Leben einen Punkt erreicht hat, an dem er gemerkt hat: Entweder ich werde jetzt eine 180-Grad-Drehung machen, oder ich bin für immer verloren. Und er betet in diesen Zeilen ein sehr inniges Gebet zu Gott und man merkt richtig, wie David neu anfängt und einen Neuanfang möchte, nachdem Nathan ihm gezeigt hat, wo er steht.
[1:29] Wir beginnen Vers 12: "Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, festen Geist in meinem Innern. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Gib mir wieder die Freude an deinem Heil und stärke mich mit einem willigen Geist."
[1:50] Diese Verse drücken aus, dass David wirklich einen Neuanfang möchte. Er braucht ein neues Herz, er braucht einen neuen, festen und willigen Geist. Und das geschieht durch das Wirken des Heiligen Geistes. Das ist ihm bewusst. Er wünscht sich wieder Freude zu haben an Gottes Heil, weil wenn wir in der Sünde verstrickt sind, dann wollen wir nichts davon wissen, es sei denn wir gehen hin zu Gott und sagen in Reue: "Nimm meine Schuld weg und hilf, dass ich wieder von vorne anfangen kann."
[2:24] Diese Verse, diese drei, erinnern uns auch an eine andere Stelle in der Bibel, nämlich Hesekiel 36, wo es heißt: "Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut." Es ist Gott ein großes Anliegen und vielleicht das größte, das er mit uns Menschen hat, nämlich dass wir seinen Geist haben in unserem Innern, damit wir auf gutem Fundament stehen, dass er seine Bestimmungen, seine Satzungen, seine Gesetze in unser Herz schreiben kann. Und das ist das, was sich David hier wünscht.
[3:14] "Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren. Errette mich von Blutschuld, o Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd rühmen. Herr, tu meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige. Denn an Schlachtopfern hast du kein Wohlgefallen, sonst wollte ich sie dir geben. Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten."
[3:56] David merkt, es reicht nicht einfach nur ein Tieropfer zu bringen. Gott möchte mehr. Gott möchte in ihm etwas Neues beginnen. Und auch wenn wir im Alten Bund und im Alten Testament den Opferdienst haben im Heiligtum und all das, was damit verbunden ist, dann heißt das nicht, dass dieser innere Neubeginn nicht auch geschehen sollte. Nein, es sollte immer beides geschehen. Und der Neue Bund drückt das noch klarer aus, dass diese Veränderung vom Innern her, die Gott in uns wirken möchte, dass die das Eigentliche ist, worauf es ankommt.
[4:39] Wir sollen uns Gott ausliefern. Wenn wir uns ganz Gott hingeben in voller Hingabe, dann kann er einen neuen Menschen aus uns machen und uns auf ein festes Fundament stellen. "Tu wohl an Zion nach deiner Gnade, bau die Mauern Jerusalems. Dann wirst du Gefallen haben an Opfern der Gerechtigkeit, an Brandopfern und Ganzopfern. Dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar."
[5:05] Das Wort Ganzopfer ist ein interessantes Wort. Ich war, sie sollen Gott ganze Opfer bringen, komplett. Und es betrifft auch uns selber, dass wir mit ganzer Kraft, ganzer Seele, ganzem Wollen, ganzem Körper, ganzem Geist uns Gott hingeben.
[5:30] Psalm 52, dem Vorsänger, nach Machalat, ein Maskil von David, als Doeg, der Edomiter, kam und Saul anzeigte, David sei in das Haus Achimelechs gegangen. Doeg hat David verraten.
[5:43] Das werden wir jetzt sehen in den nächsten Versen, wie David das empfunden hat. Das heißt: "Was rühmst du dich des Bösen, du Tyrann? Die Gnade Gottes ist den ganzen Tag da. Deine Zunge trachtet nach Schaden wie ein scharfes Schermesser, du Betrüger. Du ziehst das Böse dem Guten vor, redest lieber Lüge als Gerechtigkeit. Du liebst alle verderblichen Worte, trügerische Zunge. So wird auch Gott dich stürzen für immer. Er wird dich wegraffen und herausreißen aus dem Zelt und dich ausrotten aus dem Land der Lebendigen."
[6:20] Ja, der Doeg, der war ein böser Mann, der David, der auf Gottes Seite stand, Böses angetan und angelastet hat. Und es wird deutlich, wie David zu ihm steht und auch wie Gott zu ihm steht. Er betrachtet ihn als Lügner und möchte ihn vertreiben, nicht nur einfach aus dem Leben reißen, sondern vielleicht auch sogar, so verstehe ich es, in Vers 7: "Herausreißen aus dem Zelt", aus dem ewigen Leben, "und ausrotten aus dem Land der Lebendigen", heißt von der Erde, dass er hier nicht mehr unter den Lebendigen wandeln kann. Auch Gott wird eines Tages den Vater der Lüge ausrotten, den Luzifer, den Satan. Und wir dürfen gewiss sein, dass er das tun wird.
[7:12] "Das werden die Gerechten sehen und sich fürchten und sie werden über ihn lachen: Seht, das ist der Mann, der Gott nicht zu seiner Zuflucht machte, sondern sich auf seinen großen Reichtum verließ und durch seine Habgier mächtig wurde."
[7:26] Ja, es kann keine gute Idee sein, sich auf seinen Reichtum, auf seine Verdienste zu verlassen. Es ist viel, viel klüger, sich auf Gott zu verlassen, Zuflucht bei ihm zu suchen.
[7:38] Denn es heißt in Vers 10: "Jeder, der das tut, ich bin aber wie ein grüner Ölbaum im Haus Gottes. Ich vertraue auf die Gnade Gottes für immer und ewig." Hier spannt sich der Bogen zu Vers 3 in Psalm 52, wo es heißt: "Die Gnade Gottes ist den ganzen Tag da." Gott hat Gnade im Überfluss. Und wenn wir diese Gnade für uns in Anspruch nehmen, dann verheißt die Bibel, sind wir wie ein grüner Ölbaum im Haus Gottes. Und was ist schöner, als genauso ein Baum zu sein in Gottes Gegenwart?
[8:16] Wir wissen, dass der Stab Aarons angefangen hat zu sprossen und geblüht hat in der Gegenwart Gottes. Und alles, was in die Gegenwart Gottes kommt, geht auf, blüht, wird grün. Das betrifft nicht nur Bäume und Stöcke, sondern betrifft vor allem uns Menschen, dass wir wissen, wenn Gottes Gegenwart, leben, wenn wir seine Gegenwart in unserem Leben auch wirklich erbeten und erbitten jeden Tag, dann wird das nicht spurlos an uns vorübergehen, sondern dann werden wir auch Frucht tragen und es wird uns gut gehen.
[8:52] Psalm 53. Das ist ein ganz interessanter Psalm und vielleicht, wenn ihr jetzt zuhört und nicht lest, werdet ihr merken, dass wir diesen Psalm schon mal gelesen haben an einer anderen Stelle. Dem Vorsänger, nach Machalat, ein Maskil von David. "Der Tor spricht in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderblich und begehen abscheulichen Frevel. Es ist keiner, der Gutes tut. Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, allesamt verdorben. Es gibt keinen, der Gutes tut, auch nicht einen einzigen. Haben denn die Übeltäter keine Einsicht, die mein Volk verschlingen, als äßen sie Brot? Gott rufen sie nicht an. Dann aber überfällt sie Furcht, wo nichts zu fürchten ist."
[9:47] Ihr kennt viele, viele Wendungen aus diesem Psalm aus einem anderen neutestamentlichen Kapitel, nämlich aus Römer 3. Paulus zitiert eben diese Gedanken, die David aufgeschrieben hat. Aber David hat diesen Gedanken, diesen Psalm, schon einmal in Psalm 14 geschrieben. Und ihr könnt das mal alleine vergleichen. Die Melodie ist allerdings eine andere. Hier steht nach Machalat eine sehr schwermütige Melodie. Und wenn man die Zeilen liest, dann kann man das gut nachvollziehen, warum David diese Worte, diese Verse auf eine schwermütige Melodie geschrieben hat. Es ist traurig, wenn Menschen Gott nicht folgen möchten, wenn Menschen Böses tun, obwohl Gott so viele gute Wege für sie bereitet hat. Die guten Wege sind ja da und die guten Werke, in dem wir wandeln sollen, sind ja da. Aber wir entscheiden, ob wir in den bösen Wegen oder in den guten Wegen Gottes wandeln.
[10:51] In Vers 6 heißt es: "Dann überfällt sie Furcht, wo nichts zu fürchten ist." Es gibt so einige Geschichten in der Bibel, wo sich das erfüllt hat, wo Gott Gerüchte streut, um die Feinde Gottes zunichte zu machen. "Denn Gott zerstreut die Gebeine deiner Belagerer. Du machst sie zuschanden, denn Gott hat sie verworfen. Ach, dass die Rettung für Israel aus Zion käme! Wenn Gott das Geschick seines Volkes wendet, wird Jakob sich freuen und Israel fröhlich sein."
[11:25] Gott wendet das Geschick. Gott befreit uns von unseren Feinden, nicht nur im Großen am Ende der Zeit, sondern auch jeden Tag im Kleinen, von den Feinden der Sünde. Das möchte ich dir heute mit auf den Weg geben, dass du das erlebst.
[11:39] Und noch mal dafür beten: Lieber Gott, ich bitte dich, dass du uns hast den Sieg geschenkt über die Sünden, die uns anhaften, über die Versuchungen, die an uns herantreten, und dass du uns frei machst und dass wir in dir fröhlich sein dürfen, so wie es hier in diesem letzten Vers heißt. Dafür danken wir dir. Amen.
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