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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 54 und 55, die Davids tiefe Bedrängnis durch Feinde und Verrat widerspiegeln. Sie zeigt, wie David in seiner Not Zuflucht bei Gott sucht und ihm Rache und Gericht überlässt. Die Predigt zieht Parallelen zur Endzeit und zur typologischen Bedeutung der Psalmen für Jesus und Judas, und ermutigt dazu, in allen Lebenslagen auf Gottes Hilfe und Gerechtigkeit zu vertrauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute lesen wir zusammen die Seite 614 und beten zum Anfang gemeinsam. Lieber Gott, wir danken dir, dass deine Gnade den ganzen Tag währt, dass sie jeden Morgen neu ist und dass sie in Fülle vorhanden ist, dass du uns überschütten möchtest mit deiner Liebe, Güte und Gnade. Gib, dass wir sie heute in unseren Herzen annehmen, auch wenn wir jetzt dein Wort lesen. Amen.

[1:08] Wir beginnen mit Psalm 54, Vers 1: „Dem Vorsänger, mit Saitenspiel, ein Maskil von David. Als die Siphiter kamen und zu Saul sprachen: Hält sich David nicht bei uns verborgen? O Gott, rette mich durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine Macht!“

[1:29] Der Name Gottes ist ein sehr wichtiger Begriff in der Bibel. Er kommt häufig vor in den Psalmen als etwas, das Recht verschafft, als ein Schutz, als ein Symbol für die Erlösung. Und wir kennen auch die Phrase vom Namen Gottes aus anderen Büchern, zum Beispiel aus der Offenbarung. Und dort, Offenbarung 14, gleich zu Beginn des Kapitels, heißt es, dass die 144.000 den Namen Gottes auf ihren Stirnen haben. Wenn wir Gottes Volk sind im Himmel, dann wird auf unseren Stirnen ersichtlich sein, zu wem wir gehören und wessen Gnade wir angenommen haben, wessen Erlösung wir in Anspruch genommen haben.

[2:12] „O Gott, erhöre mein Gebet und achte auf die Rede meines Mundes! Denn Fremde haben sich gegen mich erhoben und Gewalttätige trachten mir nach dem Leben. Sie haben Gott nicht vor Augen. Siehe, Gott ist mein Helfer, der Herr ist es, der mein Leben erhält.“

[2:34] David war oft in Bedrängnis vor Feinden, und er hat oft dieses Gebet gebetet, dass Gott ihn doch erhören möge und ihn vor den Feinden retten möchte.

[2:44] Dieser Sachverhalt ist auch für uns in der Endzeit sehr relevant, denn auch wir werden eines Tages in Bedrängnis kommen. Wir werden vor den Feinden fliehen müssen, wir werden bedroht sein, und wir werden auch Gott sagen: „Erhöre doch unser Gebet und rette uns!“

[3:04] Und wir werden sehen, dass die, die Gott nicht vor Augen haben, dass sie den Gläubigen Böses wollen. Aber wir können dann wie David sagen: „Siehe, Gott ist mein Helfer, der Herr ist es, der mein Leben erhält.“

[3:17] Interessant ist, dass Gott ja nicht nur das Leben der Gläubigen erhält, sondern dass er auch die Gottlosen eigentlich jeden Tag am Leben erhält. Er schenkt ihnen jeden einzelnen Atemzug. Gott ist gerecht, und Gott gibt jedem Menschen genug Zeit, sich für ihn zu entscheiden. Und wenn er das nicht tun würde, hätte Satan Recht, dann wären die Anklagen wahr, dass Gott ungerecht ist und ungerecht richtet. Aber es zeigt allein, dass Gott genauso das Gute auf die Bösen regnen lässt, dass Gott gerecht ist und ihnen Zeit gibt.

[3:49] „Er wird meinen Feinden ihre Bosheit vergelten. Vertilge sie nach deiner Treue!“

[3:56] David überlässt Gott die Rache und das Gericht. David hat das nicht selber in die Hand genommen, weil er wusste, dass Gott es viel umfassender, viel besser tun kann als er selber.

[4:10] „Ich will dir opfern aus freiem Trieb. Deinen Namen will ich loben, denn er ist gut. Denn er hat mich gerettet aus aller Not, und mein Auge sieht seine Lust an meinen Feinden.“

[4:27] Gott kümmert sich um unsere Feinde, wenn wir Gott vertrauen und wenn wir uns Gott in die Arme werfen.

[4:34] Psalm 55: „Dem Vorsänger, mit Saitenspiel, ein Maskil von David. Schenke meinem Gebet Gehör, Gott, und verbirg dich nicht vor meinem Flehen!“

[4:45] Wieder dieses Gebet Davids um Erhörung. „Höre auf mich und antworte mir! Ich bin unruhig in meiner Klage und stöhne vor dem Brüllen des Feindes, vor der Bedrückung des Gottlosen; denn sie wollen Unheil über mich bringen und befeinden mich grimmig. Mein Herz bebt in mir, und die Schrecken des Todes haben mich überfallen. Furcht und Zittern kommt über mich, und Schauder bedeckt mich.“

[5:15] Wir bekommen hier ein richtig anschauliches Bild von einem verzweifelten David, ein sehr emotionaler Psalm, der vor Bedrängnis nur so trieft und tropft.

[5:30] David ging es nicht gut. Er hat sich sehr bedroht gefühlt, und er hat nicht gewusst, wohin mit sich. Das Einzige, was ihm möglich war, sich in die Arme Gottes zu werfen und Gott sein Leben zu übergeben, weil er wusste, Gott hat noch Großes mit ihm vor.

[5:45] Und er sagt in Vers 7 so wunderschöne Worte: „Ach, hätte ich Flügel wie eine Taube, so würde ich davonfliegen und Ruhe finden!“

[5:57] Ist das auch dein Wunsch manchmal, dass du Flügel hättest wie eine Taube, vor den ganzen Problemen und Schwierigkeiten und Versuchungen wegfliegen könntest? Dann geht es dir wie David.

[6:09] „Siehe, ich wollte weit wegfliegen, mich in der Wüste aufhalten. Ich wollte zu meinem Zufluchtsort eilen vor dem brausenden Wind, vor dem Sturm. Vertilge sie, Herr, entzwei sie in ihren Absprachen! Denn ich sehe Gewalttat und Streit in der Stadt.“

[6:28] Gott hat das schon getan, bevor David gelebt hat. Er hat die Feinde Gottes in den Absprachen entzwei, zum Beispiel beim Turmbau zu Babel, indem er die Sprachen verwirrt hat und dadurch den Plan vereitelt.

[6:41] „Tag und Nacht gehen sie umher auf ihren Mauern, und in ihrem Inneren ist Unheil und Verderben. Bosheit herrscht in ihrer Mitte, und von ihrem Markt weichen nicht Bedrückung und Betrug.“

[6:54] Die Gottlosen haben Bosheit in ihrer Mitte. Die Gläubigen haben Immanuel in ihrer Mitte: Gott mit uns.

[7:04] „Denn es ist nicht mein Feind, der mich schmäht, das könnte ich ertragen; nicht mein Hasser tut groß gegen mich, vor dem wollte ich mich verbergen. Aber du bist es, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter.“

[7:19] „Wir hatten ja innige Gemeinschaft miteinander, sind zum Haus Gottes gegangen mit der Menge.“

[7:27] Von wem spricht es hier? Wer ist dieser Freund, der eigentlich ein Freund war? Wer ist es, der mit zum Hause Gottes gegangen ist, mit dem man gute Gespräche hatte, ein Vertrauter?

[7:41] Diese Verse sprechen typologisch von Jesus und von Judas, Judas, der Jesus verraten hat.

[7:48] Und so wie Jesus sich gefühlt hat, verraten zu sein von guten Freunden, so ging es auch David.

[7:56] „Der Tod überfalle sie, sie sollen lebendig ins Totenreich fahren! Denn Bosheit ist in ihren Wohnungen, in ihrem Inneren.“

[8:07] „Ich aber rufe zu Gott, und der Herr wird mir helfen.“

[8:12] Das ist ein kurzes, aber sehr wirkungsvolles Gebet. Wenn wir Gott zurufen, wenn wir ihn um Hilfe bitten, wird er helfen.

[8:21] „Abends, morgens und mittags will ich singen und beten, so wird er meine Stimme hören.“ Wie Daniel auch dreimal am Tag gebetet hat, so hat auch David dreimal am Tag gebetet.

[8:36] Und wenn wir Gott regelmäßig anrufen, wenn wir zu ihm stehen, wenn wir Hilfe brauchen, dann wird er auch hören, so sagt es die Bibel.

[8:44] „Er hat meine Seele erlöst und ihr Frieden verschafft von denen, die mich bekriegten; denn viele sind gegen mich gewesen.“

[8:53] „Gott wird hören und sie demütigen, er, der auf dem Thron sitzt von Urzeit her.“

[9:00] Gott steht über allem, das dürfen wir wissen. Auch wenn wir bedrängt sind und wenn die Bedrängnis uns einsam macht,

[9:10] dann sind wir nicht in Wirklichkeit einsam, weil Engel um uns herum sind, weil Gott uns umgibt und Gottes Geist.

[9:17] „Denn sie ändern sich nicht und sie fürchten Gott nicht. Der Gottlose hat seine Hand ausgestreckt gegen die, welche Frieden mit ihm lebten; seinen Bund hat er entweiht.“

[9:30] Ja, die Gottlosen agieren gegen den Bund, den Gott mit ihnen gemacht hat oder machen möchte, gerne machen würde. Sie entweihen den Bund und verstocken ihr Herz.

[9:46] Aber Gott wäre nicht gut, wenn er nicht auch solche Herzen zur Umkehr bewegen könnte.

[9:54] Gott arbeitet ja nicht nur mit denen, die ihm nah am Herzen sind, sondern er arbeitet vor allem an denen, die weit von ihm weg sind. Und wir wissen, dass auf der neuen Erde die Personen, die am weitesten von Gott weg waren, am nächsten am Thron stehen werden, weil sie den größten Weg zurückgelegt haben, zurück in Gottes Arme.

[10:17] Und ich wünsche uns, dass wir heute an diesem Tag uns in Gottes Arme werfen, dass wir mit ihm leben und dass wir seine Liebe spüren. Lasst uns beten. Lieber Gott, wenn wir uns auf dich verlassen, dann wissen wir doch, dass wir bei dir sicher sind, auch wenn unser Gebet kurz sein mag und verzweifelt. Dann wissen wir, dass du uns hörst. Du hilfst uns aus aller Drangsal, aus aller Not und aus allen Problemen. Und darauf wollen wir heute vertrauen. Amen.


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