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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ führt Rabea Kramp durch die Psalmen 59, 60, 61 und 62. Sie beleuchtet Gottes Rolle als sichere Burg und Zufluchtsort in Zeiten der Bedrängnis und betont seine Macht über menschliche Feinde und Nöte. Der Vortrag ermutigt dazu, Gott zu vertrauen, seine Gelübde zu halten und auf sein Eingreifen zu warten, da nur er wahren Sieg und Frieden schenkt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute lesen wir zusammen die Psalmen 59, 60, 61 und 62 und wollen vorher gemeinsam beten.

[0:43] Wir möchten uns zu dir flüchten, wenn wir bedrängt sind. Wollen zu dir kommen, wenn es uns nicht gut geht und wollen heute aus deinem Wort lesen und lernen, dass deine Gnade und deine Güte uns umgibt und wir geborgen sind in dir. Amen.

[0:57] Wir sind immer noch in Psalm 59 und es geht immer noch um die Feinde, die uns bedrohen. Vers 15: „Jeden Abend kommen sie wieder, heulen wie die Hunde und laufen in der Stadt umher. Sie irren umher nach Fraß. Wenn sie nicht satt werden, so bleiben sie über Nacht.“

[1:17] „Ich aber will deine Macht besingen und jeden Morgen deine Gnade rühmen, dass du mir eine sichere Burg warst und ein Zufluchtsort am Tag meiner Bedrängnis. Ich will dir lobsingen, meine Stärke, denn Gott ist meine sichere Burg, der Gott, der mir Gnade erweist.“ Gott ist eine Burg, Gott ist ein Zufluchtsort, Gott hat Macht, wenn wir bedroht sind.

[1:41] Gott kennt unsere Nöte, Gott kennt unsere Tränen, die wir weinen in Bedrängnis. Gott kennt auch unsere Einsamkeit. Er kennt auch unsere dunklen Stunden und in denen möchte er uns ganz besonders nah sein.

[2:01] Der Gedanke, dass wir Lobsingen, wenn es uns schlecht geht, das ist ein schöner Gedanke. Wenn es auch schlecht gehen mag und wenn auch sonst alle Vorzeichen dunkel aussehen, dann können wir trotzdem Gott ein Lied singen, weil wir Frieden im Herzen haben.

[2:20] Psalm 60, dem Vorsänger nach der Melodie „Lilie“. Diese Melodie hatten wir auch schon mal in Psalm 45. Ein Zeugnis. Es ist interessant, dass wir hier den Ausdruck haben: „Ein Zeugnis, ein Miktam von David zum Lehren, als er mit den Aramäern von Naharaim und mit den Aramäern von Zoba gekämpft hatte und Joab zurückkehrte und die Edomiter im Salztal schlug, 12.000 Mann.“

[2:52] „Gott, du hast uns verworfen, du hast uns zerstreut, bist uns zornig gewesen. Stelle uns wieder her! Du hast das Land erschüttert und zerspalten. Heile seine Brüche, denn es wankt.“

[3:04] „Du hast dein Volk Hartes sehen lassen, du tränktest uns mit Taumelwein. Du hast denen, die dich fürchten, ein Banner gegeben, dass sie es erheben um der Wahrheit willen.“ Dieser Ausdruck „Banner“ ist ganz interessant.

[3:22] Gott hat denen, die ihn fürchten, ein Banner gegeben. Was ist ein Banner? Ein Banner ist ein Erkennungszeichen. Und es gibt eine interessante Parallelstelle in 2. Mose 17, Vers 15, wo Mose einen Altar gebaut hat, dem er den Namen gegeben hat: „Kriegsbanner“.

[3:41] Der Altar war sozusagen das Zeichen, es war wie ein Banner, es war wie ein Aushängeschild: „Das ist mein Gott und an den glaube ich.“

[3:55] Und Gott gibt denen, die ihm anhängen, die ihm vertrauen, auch so ein Banner. Warum? Damit sie sich erheben um der Wahrheit willen. Das heißt, wenn wir dieses Banner erhalten haben, dann stehen wir auf und kämpfen erkenntlich für die Wahrheit, für die Gott steht.

[4:16] „Damit deine Geliebten befreit werden, rette durch deine Rechte und erhöre uns! Gott hat gesprochen in seinem Heiligtum: Ich will frohlocken, ich will Sichem verteilen und das Tal Sukkot ausmessen.“ Gott spricht aus dem Heiligtum heraus.

[4:33] So wie wir gestern gesehen haben, Gott richtet aus dem Heiligtum heraus. Und die nächsten Verse sind ganz interessant. Es heißt hier, dass das Tal Sukkot ausgemessen werden soll.

[4:45] Und wenn ihr Zeit habt, dann schaut mal in 2. Samuel 8, Vers 2. Dort ist diese Geschichte, dass David die verschiedenen Länder und Gebiete einnimmt.

[5:02] Und es beschreibt auch, dass er mit der Messschnur misst. Und das ist ja ein Symbol, das ist eine Metapher, die in der Bibel ganz oft verwendet wird.

[5:13] Dass die Messschnur ausdrückt: Es ist ein Gericht, was vonstattengeht. Gott richtet an den Völkern. Ein Maß wird angelegt und sie werden gemessen und sie werden für zu kurz befunden und deswegen zieht das Gericht Gottes.

[5:27] Also ganz interessant diese Parallele von dem Psalm hier, den wir lesen, Psalm 60, dass David misst oder Gott misst. Und auch in den Geschichten finden wir das wieder.

[5:39] Das ist übrigens ganz oft der Fall, dass wenn wir die Psalmen und wir haben ja manchmal auch drinstehen, zu welcher Zeit dieser Psalm geschrieben wurde und in welcher Situation, dass wenn wir dieses Kapitel dann in Samuel oder den Chroniken aufschlagen und vergleichen, dass sie genau das erfüllt finden, was David gebetet hat oder warum er gebetet hat.

[6:06] „Gilead gehört mir und Manasse gehört mir und Ephraim ist die Festung meines Hauptes. Juda mein Herrscherstab.“

[6:13] „Moab ist mein Waschbecken. Auf Edom werfe ich meinen Schuh. Ja, über Philistäa jauchze ich.“ Und den Schuh zu werfen bedeutet Unterwerfung.

[6:22] Im Orient gab es diesen Brauch, dass man die Schuhe tauscht. Wir kennen das aus dem Buch Ruth. Das war sozusagen ein Vertrag. Und wenn der Schuh geworfen wurde, dann hat man damit ausgedrückt: Das Land hat sich unterworfen oder unterwirft sich.

[6:38] „Wer führt mich in die feste Stadt? Wer geleitet mich nach Edom? Hast du uns nicht verstoßen und ziehst nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren?“

[6:52] Ja, Gott bringt Siege, nur Gott bringt Siege. Die Menschen bringen den Sieg nicht. Es heißt in Vers 13: „Schaffe uns Hilfe in der Drangsal, Menschenhilfe ist ja nichtig.“

[7:06] Mit Gott kann man Siege erringen. Menschen helfen in einem begrenzten Maße. Und wenn wir aber mit Gott siegen – und das gilt nicht nur für veritable Schlachten, so wie David sie geführt hat – das gilt vor allem für die Schlachten, die wir in unserem Leben kämpfen, für die Kämpfe gegen die Sünde.

[7:28] Dann brauchen wir nicht Menschenhilfe, sondern wir brauchen Gottes Hilfe, um den Sieg zu erringen.

[7:34] Vers 14: „Mit Gott werden wir Gewaltiges vollbringen, und er wird unsere Feinde zertreten.“ Ich musste unweigerlich an das Lied denken: „Alles vermag ich durch den, der mich stark macht.“ Alles vermag ich durch Jesus Christus.

[7:47] Und dieser Gedanke soll euch heute durch den Tag begleiten: Das, was immer dir begegnet, du wissen darfst, dass du mit Gott alles bewältigen kannst.

[7:59] Psalm 61, dem Vorsänger, mit Saitenspiel, von David.

[8:04] „Höre, o Gott, mein Schreien, achte auf mein Gebet! Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, da mein Herz verschmachtet ist. Führe du mich auf den Felsen, der mir zu hoch ist. Denn du bist meine Zuflucht geworden, ein starker Turm vor dem Feind.“

[8:24] Das sind ganz, ganz tolle Verse. Wenn wir Gott vom Ende der Erde zurufen, mögen wir auch noch so weit vertrieben sein, dann hört Gott unser Gebet.

[8:31] Du magst vielleicht das Empfinden haben, dass Gott dich verlassen hat, dass du ganz alleine im Dunkeln sitzt, aber wenn du zu Gott rufst, dann hört er dich, in was für einer dunklen Kammer du auch sitzt, wenn dein Herz verschmachtet.

[8:46] Gott führt uns auf den Felsen. Wir müssen nicht selbst auf den Felsen klettern. Gott stellt uns auf diesen Felsen, der Jesus ist, der uns zu hoch ist, wie es hier in diesem Vers heißt. Gott ist unsere Zuflucht, Gott ist der starke Gott. Gott macht alles.

[9:03] Das Einzige, was wir hinzu tun können, ist, dass wir Gott bitten, dass er uns hilft. „Lass mich ewiglich wohnen in deinem Zelt, mich bergen im Schatten deiner Flügel! Denn du, o Gott, hast auf meine Gelübde gehört, du hast mir das Erbteil derer gegeben, die meinen Namen fürchten.“

[9:23] „Verleihe dem König langes Leben, dass seine Jahre Geschlechter überdauern! Er bleibe ewiglich vor Gottes Angesicht! Gib, dass Gnade und Treue ihn behüten!“ So will ich deinen Namen lobsingen allezeit, um meine Gelübde zu erfüllen Tag für Tag.

[9:40] Die Gelübde finden wir in Vers 6, als David Gott gelobt wird und in Vers 9 sagte ich: „Ich möchte diese Gelübde, die ich schon habe, auch halten und zwar Tag für Tag möchte ich in dem Bund mit dir gemeinsam leben.“ Möchtest du das auch?

[10:05] Psalm 62, dem Vorsänger, für Jeduthun, ein Psalm Davids. Jeduthun, ein Levit, ein Sänger zur Zeit Davids, zur Zeit Sauls, im Tempel.

[10:14] „Nur auf Gott wartet still meine Seele, von ihm kommt meine Rettung. Nur er ist mein Fels und mein Heil, meine sichere Burg. Ich werde nicht allzu sehr wanken.“

[10:26] „Wie lange lauft ihr Sturm gegen einen Mann und wollt ihr ihn zertrümmern wie eine einfallende und überhängende Wand, eine rissige Mauer?“

[10:40] Wieder haben wir den Gedanken: Gottes die Burg, Gottes das Heil, Gottes der Fels. Und wir dürfen still sein, wir dürfen warten.

[10:49] Lasst uns dafür beten, dass Gott uns diese Geduld gibt heute, dass wir auf ihn und sein Eingreifen warten.

[10:58] Lieber Herr Jesus, du bist der Fels, auf den du uns stellst. Du bist der Fels, auf dem wir still sein sollen. Du bist der Fels, der uns sicheren Tritt gibt, auf dem wir nicht wanken.

[11:12] Herr, hilf uns in unseren Nöten, in unseren Problemen. Hilf, dass, was auch immer uns bedrückt und was auch immer uns in unserem Leben beschäftigt, dass wir geborgen sind in dir, dass wir nicht wanken, nicht gleiten, sondern dass wir ganz sicheres Fundament sonst haben, weil wir wissen dürfen: Du sorgst für uns und du hast alles in der Hand. Lass uns heute darauf vertrauen und uns in deine Hände fallen. Amen.


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