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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ führt Rabea Kramp durch die Psalmen 62, 63 und 64. Sie ermutigt dazu, in Stille auf Gott zu harren, ihn als sichere Zuflucht zu sehen und ihm alle Sorgen anzuvertrauen. Kramp betont Gottes überfließende Versorgung auch in Zeiten der Not und beleuchtet die menschliche Herzenslage im Kontrast zu Gottes allwissender Gnade und Gerechtigkeit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute lesen wir zusammen die Seite 618, und bevor wir das tun, wollen wir gemeinsam beten. Herr Jesus, du bist unsere Burg, du bist unsere Festung, du bist ein fester Halt in unserem Leben. Wenn alles schwankt, wenn uns alles verlässt, dann dürfen wir an dir festhalten, und dafür danken wir dir.

[0:54] Wir befinden uns im Psalm 62 und beginnen ab Vers 5: „Sie haben Wohlgefallen an Lüge; mit dem Munde segnen sie, aber im Herzen fluchen sie. Nur auf Gott wartet still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung.“ Diesen Gedanken finden wir so oft in den Psalmen, dass David still auf die Hilfe Gottes hofft. Und es ist eine Inspiration für uns, dass auch wir in Stille auf Gott harren. So viele Männer und Frauen in der Bibel, die Gott um Hilfe gebeten haben, haben nicht still abgewartet, und daraus ist selten etwas Gutes erwachsen. Aber immer wenn sie es getan haben, hat Gott Großes vollbracht mit ihnen, durch sie. Denken wir an Elia, denken wir an Gideon und andere. Es lohnt sich, auf Gottes Hilfe zu warten. Und Gott ist oft ein Gott der letzten Minute, leider oder auch manchmal zum Glück. Aber wir dürfen wissen, dass Gott immer hilft.

[2:05] Vers 7: „Nur er ist mein Fels und mein Heil, meine sichere Burg; ich werde nicht wanken. Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre; der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht ist in Gott. Vertraut auf ihn allezeit, ihr Volk! Schüttet euer Herz vor ihm aus!“ David sagt hier zu seinem Volk: Vertraut auch ihr Gott, so wie ich Gott vertraue. Schüttet euer Herz aus! Gott ist nicht ein Gott, dem man nur Opfer bringen muss und den man besänftigen muss. Nein, Gott ist wie ein Freund. Gott ist jemand, dem man alles erzählen kann, dem man emotional alles erzählen kann, dem man erzählen kann, was einen betrügt. Man kann mit ihm reden wie von Angesicht zu Angesicht, wie mit einem Freund, dem man, wo man sich alles von der Seele reden muss. So können wir mit Gott reden. Gott ist unsere Zuflucht.

[3:03] „Nur ein Hauch sind die Menschenkinder, ein Trug die Herren Söhne. Aber auf der Waage steigen sie empor, sind allesamt leichter als ein Hauch. Verlasst euch nicht auf erpresstes Gut und setzt nicht trügerische Hoffnung auf Raub. Wenn der Reichtum sich mehrt, so hängt euer Herz nicht daran.“ Es ist immer eine Gefahr für uns Menschen, dass wir mit dem Reichtum Gott vergessen.

[3:32] In der Bibel haben wir ein paar berühmte Beispiele, zum Beispiel den König Salomo, der so viel Reichtum hatte, wie man sich jetzt kaum vorstellen kann, und der vor lauter Reichtum und anderen Problemen, die er hatte, Gott vergessen hat.

[3:47] „Eines hat Gott geredet, zweierlei ist, was ich gehört habe: dass die Macht bei Gott steht. Bei dir, Herr, steht aber auch die Gnade, denn du vergiltst einem jeden nach seinem Tun.“ Das ist eine sehr interessante Verbindung hier in Vers 13, dass die Gnade verknüpft ist mit dem Vergelten oder mit dem Gericht. Das heißt, das Gericht bedeutet nicht Abwesenheit von Gnade, und die Gnade bedeutet auch nicht Abwesenheit von Gericht, sondern das gehört zusammen. Ist ein interessanter Sachverhalt, behaltet den im Hinterkopf.

[4:27] Psalm 63, ein Psalm Davids, als er in der Wüste Juda war. „Gott, du bist mein Gott, früh suche ich dich. Meine Seele dürstet nach dir, mein Fleisch schmachtet nach dir in einem dürren Land, lechzenden Land, Land ohne Wasser.“

[4:45] Wir hatten einen ganz ähnlichen Psalm vor ein paar Tagen, einen Psalm, den ihr gut kennt, nämlich der Hirsch, der lechzt nach den Wasserbächen. Und hier haben wir wieder diesen Gedanken, dass unsere Seele dürstet in einem trockenen Land. Und genauso geht es ja uns, wenn wir uns unter Gottlosen befinden, wenn wir in einer Gesellschaft leben, die Gott kaum kennt, Gott kaum hört und Gott kaum folgt. Dann sind wir auch so wie eine Seele, die verdurstet in der Wüste. Und auch David war ja in diesem Psalm in der Wüste.

[5:29] „Dass ich deine Macht und Herrlichkeit sehen darf, gleichwie ich dich schaute im Heiligtum. Denn deine Gnade ist besser als Leben. Meine Lippen sollen sich rühmen. So will ich dich loben mein Leben lang in deinem Namen, meine Hände aufheben. Meine Seele wird satt von Saft und Mark, und mit jauchzenden Lippen lobt dich mein Mund, wenn ich an dich gedenke auf meinem Lager, in den Nachtwachen nachsinne über dich.“

[5:59] Wir mögen schmachten, wir mögen vergehen, wir mögen durstig sein, aber in dem Moment, wo wir Gottes Wort lesen, wo wir von Gottes Gnade leben, wo wir teilhaftig werden von Gottes Segnungen, in dem Moment ist unsere Seele, als wenn sie trieft vor Fett. Wir sind übersättigt, wir sind von der Fülle Gottes. Ja, wir laufen davon über. Und es ist so eine schöne Verheißung, dass wenn es uns schlecht geht, dann gibt Gott nicht gerade so viel, wie es reicht, damit wir nicht verhungern. Gott gibt immer so viel, dass wir es gar nicht aufnehmen können. Gott gibt in Fülle.

[6:44] Und ist es dir schon so gegangen wie in Vers 7, dass du manchmal nachts wach liegst und über Gott nachdenkst? Vielleicht über Gottes Gnadenerweise in deinem Leben, vielleicht aber auch, weil du dir Sorgen machst, weil du wissen willst, ob Gott dir demnächst helfen wird aus deinen Nöten, ob Gott dir eine Arbeit gibt, wenn du arbeitslos bist, ob Gott dir Heilung schenkt, wenn du krank bist, ob Gott deine Probleme im zwischenmenschlichen Bereich löst, wenn du ihm vertraust.

[7:19] „Denn du bist meine Hilfe geworden, und ich juble unter dem Schatten deiner Flügel. An dir hängt meine Seele, völlige Abhängigkeit von Gott. Deine Rechte hält mich aufrecht. Jene aber, die meine Seele verderben wollen, werden abfahren in die untersten Tiefen der Erde. Dann wird sie der Gewalt des Schwertes preisgegeben, eine Beute der Schakale werden sie sein. Der König aber wird sich freuen in Gott. Wer bei ihm schwört, wird sich glücklich preisen. Doch der Mund der Lügenredner wird gestopft.“ Wir dürfen wissen, dass wenn wir auf Gottes Seite stehen, dann werden wir nicht nur Segen haben, sondern Gott wird auch Gericht halten an denen, die nicht gefolgt sind.

[8:07] Psalm 64, dem Vorsänger, ein Psalm Davids. „Gott, höre meine Stimme, wenn ich seufze. Behüte meine Seele vor dem Schrecken des Feindes. Verbirg mich vor dem geheimen Rat der Bösen, vor der Rotte der Übeltäter.“

[8:26] David hat es erlebt, dass nicht nur ein Mensch hinter ihm her war, sondern eine ganze Rotte, eine ganze Sippe, ein ganzes Volk manchmal. Und Gott hat Rettung versprochen.

[8:43] Es heißt weiter: „Die ihre Zunge geschärft haben wie ein Schwert, die mit giftigen Worten zielen, die mit Pfeilen, um damit heimlich auf den Unschuldigen zu schießen. Plötzlich schießen sie auf ihn ohne Scheu. Sie ermutigen sich zu einer bösen Sache, verabreden sich heimlich Schlingen zu legen. Sie sagen: Wer wird sie sehen? Sie ersinnen Schlechtigkeiten, sind fertig. Ersonnen ist der Plan, und das Innere eines jeden Herzens – ja, sein Herz ist unergründlich.“

[9:23] Im Herzen des Menschen ist nicht viel Gutes zu finden, leider. Und ihr kennt alle diesen sehr bekannten Vers in Jeremia 17, Vers 9, wo es heißt in der Lutherübersetzung: „Das Herz ist trotzig und verstockt.“ Umgangssprachlich würden wir sagen, es ist nichts Gutes in unseren Herzen, das ist da nichts Gutes vorzufinden. Es ist unergründlich, aber nicht für Gott. Für Gott ist das Herz des Menschen nicht unergründlich. Gott kennt die Herzen der Aufrichtigen, aber auch die Herzen der Bösartigen. Und auch wenn viele, viel mehr böse Menschen über die Erde gehen mögen, als es gläubige Menschen gibt, so dürfen wir wissen, dass Gott an jedem einzelnen Menschen arbeitet. Er versucht jeden Tag, in jeder Minute, alle Herzen zu sich zu ziehen. Und das ist ein schöner Gedanke, dass Gott alle Menschenherzen lieb hat und vor allem an denen wirkt, die am weitesten von ihm weg sind.

[10:31] Lasst uns dafür beten: Herr, lieber Gott, es mag Menschen auf der Welt geben, die so weit weg sind von dir, so böse, so böse Sachen ersinnen im Herzen, dass sie anderen Menschen so viel Leid zufügen. Ja, aber wir dürfen wissen, dass du auch an diesen Menschen wirkst, dass dein Geist auch an diesen Herzen wirken möchte. Und dafür möchten wir dich bitten, dass die Machthaber dieser Welt, so böse sie auch manchmal sein mögen, doch eingesetzt und abgesetzt werden von dir, und du nicht aufhörst, einzuwirken. Arbeite auch in unserem Herzen und hilf uns, dass auch wir dir treu sind, treu werden oder treu zu bleiben. Und dafür danken wir dir. [Musik]


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