In dieser Andacht beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 64 bis 66, die Gottes sichtbares Wirken und seine Treue hervorheben. Sie ermutigt dazu, auf Gott zu vertrauen, der Gebete erhört und uns auch durch schwierige Zeiten in Fülle führt. Das Video lädt dazu ein, Gottes Güte im eigenen Leben zu erfahren und diese sichtbar werden zu lassen, um andere zu inspirieren.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 64:8-66:14
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute Psalm 64 bis 66, Vers 14. Und ehe wir einsteigen und das Wort Gottes lesen, beten wir gemeinsam. Lieber Gott, danke, dass du uns umgibst mit deiner Wärme und deiner Liebe und wir sicher sind, dass wir uns bei dir bergen können. Wir danken dir dafür und wollen es heute erleben und auch in deinem Wort lesen.
[1:05] Wir beginnen im Psalm 64 und dort in Vers 9. Es spricht immer noch von Gott, der an den Gottlosen handelt und ihre eigene Zunge bringt sie zu Fall, so dass sich jedermann entsetzt, der sie sieht. Da werden sich alle Menschen fürchten und sagen: "Das hat Gott getan!" und erkennen, dass es sein Werk ist. Der Gerechte wird sich freuen im Herrn und auf ihn vertrauen, und alle aufrichtigen Herzen werden sich glücklich preisen. Gottes Wirken an den Gläubigen, das sichtbar ist, ist ein sehr wichtiger Gedanke, den wir in der Bibel und hier vor allem in diesem Psalm immer wieder finden: dass Gottes Wirken an seinen Gläubigen auch wirklich nach außen tritt, dass es nichts ist, was im Verborgenen bleibt. So wie der Vers: "Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben", so bleibt auch das Wirken Gottes an meinem Herzen und an deinem Herzen nicht verborgen für die Mitmenschen, die um uns herum sind. Es ist sichtbar, dass wir zu Gott gehören und dass er an uns wirkt.
[2:18] Psalm 65. Dem Vorsänger. Ein Lied, ein Psalm Davids. "Auf dich harrt der Lobgesang, Gott, in Zion, und dir wird das Gelübde erfüllt werden. Du hörst Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir." Wenn du mal die Erfahrung gemacht hast, dass Gott Gebete hört, dann wirst du auch beim nächsten Problem, beim nächsten Anliegen gerne zu ihm kommen, weil du weißt: Wenn ich bete, dann hilft mir Gott. Und sonst heißt es ganz oft: "Ich harre auf dich, Herr." Hier heißt es in Vers 2: "Auf dich harrt der Lobgesang." Auch mit dem Lob, mit dem Singen, mit dem Gesang wollen wir beständig auf Gott harren, wollen wir dabei bleiben. "Missetaten überwältigen mich, unsere Übertretung – du wirst sie sühnen. Wohl dem, den du erwählst und zu dir nahen lässt, dass er wohne in deinen Vorhöfen. Wir werden gesättigt von den Gütern deines Hauses, deines heiligen Tempels."
[3:26] Wenn wir mit Gott leben, wenn wir mit Gott wirklich jeden Tag zusammen sein wollen, dann haben wir Zutritt zu seinem Heiligtum. Dann gehen unsere Gebete dorthin, dann werden wir in den Vorhöfen leben, dann werden unsere Gebete in das Innerste des Heiligtums vordringen. Wir werden quasi im übertragenden Sinne schon ein Leben führen im himmlischen Heiligtum. "Du wirst uns antworten durch Furcht gebietende Taten in Gerechtigkeit, du Gott unseres Heils, du Zuversicht aller Enden der Erde und des festen Meeres, der du die Berge gründest in deiner Kraft, der du mit Macht umgürtet bist, der du das Brausen des Meeres stillst, das Brausen ihrer Wellen und das Toben der Völker, damit vor deinen Wunderzeichen sich fürchten, die an den Enden der Erde wohnen. Du lässt jubeln im Osten und im Westen."
[4:26] Ja, wenn Gott wirkt, dann tut er das nicht nur dort, wo ganz viele Menschen sind und wohnen, in den großen besiedelten Gebieten, sondern bis in die kleinste Ecke der Erde, bis auf die kleinste Insel wird man Gottes Wirken, Gottes Macht sehen. Und das ist ja auch, was wir erreichen sollen: Wir sollen die Botschaft zu Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern bringen, damit jeder Mensch auf jeder einsamen Insel, und sei er noch so unbedarft und unerreicht, das Evangelium hören kann. "Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich."
[5:06] Das Wort "heimsuchen" ist ein Wort, was oft negativ behaftet ist, aber hier können wir sehen, dass es auch anders gebraucht werden kann, nämlich: Gott kann uns auch heimsuchen mit guten Dingen. Es heißt einfach nur, dass Gott uns nahe kommt. Gott sucht uns heim auf, und wenn wir Gott im Herzen haben, dann ist unser Herz die Wohnung Gottes, ist sein Heim, dann sucht er uns heim.
[5:34] "Der Strom Gottes hat Wasser in Fülle. Du lässt ihr Getreide gut geraten, denn so bereitest du das Land zu. Du tränkst seine Furchen, feuchtest seine Schollen mit Regenschauern, machst du es weich und segnest sein Gewächs. Du krönst das Jahr mit deiner Güte, nämlich mit der Ernte, und deine Fußstapfen triefen von Fett. Es triefen in der Steppe und mit Jubel umgürten sich die Hügel. Die Weiden kleiden sich mit Schafen und die Täler bedecken sich mit Korn. Sie jauchzen, ja, sie singen."
[6:09] Das ist eine richtig schöne Beschreibung, die wir hier lesen können: Wenn wir uns auf Gottes Seite stellen, wenn wir Gott anrufen, wenn wir in seinem Heiligtum leben, dann wird uns so viel Reichtum und so viel Fülle zuteil, dass wir es gar nicht fassen können. Und das wünsche ich dir, dass du das auch in deinem Leben erlebst, dass Gott dich so segnet, dass du wie ein Feld bist, was trieft vor Flüssigkeit, dass du vor Fett wirklich überläufst, dass du ein Gewächs bist, was mit Regenschauern überflossen wird, dass du wachsen kannst. Ein schönes Bild dafür ist vielleicht eine Steppe in Afrika, die so völlig ausgetrocknet ist, und immer dann, wenn einmal im Jahr die Flüsse volllaufen, wenn der Regenschauer kommt, dann grünt das Land innerhalb weniger Tage und Wochen so auf, dass die Tiere zurückkommen, dass das Land einfach fruchtbar wird und dass sich alle dort gern aufhalten. So sind wir dann auch. Wir sind so wie der Psalmist sagt: "Ein Baum, gepflanzt in den Wasserbecken, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit." Und unter einem Baum, der fruchtbar ist und der Schatten spendet, sammeln sich gerne andere. Und wenn wir mit Gott leben und wenn wir ihm vertrauen und wenn wir zeigen seine Güte und seine Liebe, wenn das in unserem Leben sichtbar wird, dann werden sich auch andere gern in unserer Nähe aufhalten.
[7:47] Psalm 66. Dem Vorsänger. Ein Lied, ein Psalm. "Jauchzet Gott, alle Welt! Besingt die Heiligkeit seines Namens, macht herrlich sein Lob! Sprecht zu Gott: Wie furchtgebietend sind deine Werke! Wegen der Größe deiner Macht schmeicheln dir deine Feinde. Alle Welt wird dich anbeten und dir Lob singen, sie wird deinen Namen lobsingen. Kommt her und schaut die Großtaten Gottes, dessen Tun an den Menschenkindern furchtgebietend ist."
[8:15] Wieder haben wir den Gedanken, dass Gottes Gnade, Gottes Segen, Gottes Wirken sichtbar nach außen ist. "Er verwandelte das Meer in trockenes Land", zum Beispiel beim Exodus, beim Roten Meer. "Durch den Strom gingen sie zu Fuß. Dort freuten wir uns in ihm. Er herrschte wirklich in seiner Macht. Seine Augen haben acht auf die Heiden. Die Widerspenstigen sollen sich ja nicht gegen ihn erheben. Preist unseren Gott, ihr Völker, lasst laut sein Lob erschallen, denn er hat unsere Seelen am Leben erhalten und unsere Füße nicht wanken lassen. Denn du hast uns geprüft, Gott, und hast uns geläutert, wie man Silber läutert."
[9:00] Mögen wir durch Schwierigkeiten gehen, mögen wir auch schwere Tage haben, dadurch lernen wir Abhängigkeit von Gott und dadurch kann er Großes an uns tun. Dadurch entwickeln wir einen Charakter und eine Art, die Gott ähnlicher wird. "Du hast uns ins Gefängnis geführt, hast unsere Lenden eine schwere Last aufgelegt. Du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen. Wir sind in Feuer und Wasser gekommen, aber du hast uns herausgeführt in die Fülle."
[9:33] Gott führt uns aus den Schwierigkeiten nicht immer gerade so heraus, sondern wenn er uns herausführt, dann in Fülle. "Ich will mit Brandopfern in dein Heiligtum kommen, will dir meine Gelübde erfüllen, zu denen sich meine Lippen aufgetan hatten und die mein Mund geredet hatte in meiner Not." Die Gelübde, die wir in der Not schwören, die sollen wir, wenn es uns gut geht, auch erfüllen. Das gefällt Gott, und das wollen wir uns heute vornehmen.
[10:03] Darum bitten wir, lieber Gott: Gib, dass wir immer ganz fest an dir halten, dass wir deine Hand, den rettenden Arm, nie loslassen, und dass wir dir vertrauen, dass wenn wir zu dir beten, wenn wir dich anrufen, dass du in Fülle deinen Segen auf uns ausgießt. Dafür danken wir dir und dafür bitten wir. Amen.
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