In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beendet Rabea Kramp die Betrachtung von Psalm 68 und beginnt mit Psalm 69. Sie beleuchtet Gottes majestätische Gegenwart auf dem Berg Zion, seine Rolle als Retter und Richter sowie seine globale Missionsvision. Der Übergang zu Psalm 69 zeigt Davids tiefes Leid und die Ermutigung, auch in aussichtslosen Situationen auf Gottes Hilfe zu vertrauen. Die Sprecherin betont Gottes Allwissenheit und Gerechtigkeit, die uns in jeder Lebenslage trägt.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 68:17-69:4
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute lesen wir die Seite 621 gemeinsam und studieren den Psalm 68 zu Ende und beginnen 69. Und bevor wir das tun, wollen wir gemeinsam beten. Lieber Gott, du bist stark und mächtig und du hast alles in deiner Hand, die Gewaltigen und die Kleinen, Arm und Reich. Alles gehorcht dir, die ganze Schöpfung gehorcht dir, und wir wollen dir dafür danken, dass du groß und wunderbar bist.
[1:07] Wir haben gestern in der Andacht von den Bergen gehört, von den Gebirgen Baschan, Salmon und Sinai. Und wir lesen gleich von einem weiteren Berg. Wir beginnen in Vers 17 von Psalm 68: "Warum beneidet ihr, gipfelreichen Berge, nämlich Zion, was ist mit dem Berg, den Gott zu seiner Wohnung begehrt hat, den der Herr auch ewiglich bewohnen wird?" Zion, den Berg, hat Gott zu seiner Wohnung auserkoren. Das war der Berg Zion, zum einen hier auf der Erde in der Stadt Jerusalem, aber es ist vor allem der Berg Zion, das Volk Gottes. Gottes Wagen sind 10.000 mal 10.000, Tausende und Abertausende. Der Herr ist unter ihnen wie am Sinai in Heiligkeit. Die 10.000 mal 10.000, das sind hier die Engel, die Gottes Wagen leiten, das sind die Engel, die um ihn herum stehen, unzählbare. Und Jesus ist der Herr der Herrscher.
[2:14] Vers 19: "Du bist zur Höhe emporgestiegen, hast Gefangene weggeführt, du hast Gaben empfangen unter den Menschen, auch den Widerspenstigen, damit Gott, der Herr, eine Wohnung habe." Das erinnert uns doch an Jesus, der, als er auferstanden war, auch eine Gabe mitgenommen hat. Nämlich Jesus hat in Anführungsstrichen Menschen erbeutet bei seiner Auferstehung. Er ist nicht alleine aufgefahren zum Vater, er hat Menschen mit sich genommen, sozusagen die Erstlingsgabe, die er mitnehmen durfte und die gezeigt hat: Er hat den Sieg gegen das Böse errungen.
[3:02] Vers 20: "Gepriesen sei der Herr Tag für Tag! Er trägt unsere Last. Gott ist unser Heil." Was für ein schöner Vers, so ein richtiger Postkartenvers, den man auch ja selber in Anspruch nehmen kann, wenn es einem alles zur Last wird, wenn man das Leben auf dieser Erde wirklich kaum noch tragen kann. Aber auch ein Vers, mit dem man anderen Mut machen kann, dass Jesus Tag für Tag meine Last trägt. Auch Vers 21 ist ein schöner Vers: "Gott ist für uns ein Gott der Rettung, und Gott, der Herr, hat Auswege aus dem Tod." Es gibt kein Unglück, keine Situation, die so schlimm ist, dass Gott uns nicht herausholen könnte. Und selbst wenn der Tod uns ereilt, dann wissen wir, dass wir in Gott geborgen sein dürfen, weil wir seine Kinder sind.
[3:58] "Gewiss wird Gott das Haupt seiner Feinde zerschmettern, den Haarscheitel dessen, der in seinen Sünden einhergeht." Gott richtet gerecht, ist hier die Idee. "Der Herr hat gesagt: 'Ich will sie von Baschan zurückbringen, das ist ein, ja, ein Gipfel. Ich will sie zurückbringen aus den Tiefen des Meeres.'" Das ist der Kontrast. Also Gott holt von überall her die Bösen her, damit du sie zerschmetterst, damit dein Fuß im Blut watet. Das ist die Idee aus Jesaja 63, Vers 1, damit die Zunge deiner Hunde teilbekommt von den Feinden. "Man sieht, Gott, deinen Einzug, den Einzug eines Gottes, meines Königs, ins Heiligtum."
[4:46] Dieser Gedanke, dass Gott als ein König ins Heiligtum einzieht, das ist die Idee, die wir dann bei der Wiederkunft haben. Jesus wird bei der Wiederkunft gekrönt als König. Es wird auch von ihm gesagt, dass er ein Priester ist und dass er ja am Heiligtum Dienst dient, und er ist ein Priester nach der Weise Melchisedeks. Er zieht ins Heiligtum ein und er zieht als König wieder aus. "Die Sänger gehen voran, danach die Saitenspieler, inmitten der jungen Frauen, die die Handpauken schlagen. Preist Gott, den Herrn, in den Versammlungen, ihr aus Israels Quellen! Dort ist Benjamin, der Kleine, mit ihren Herrschern, die Fürsten von Juda mit ihrer Schar, die Fürsten von Sebulon, die Fürsten von Naftali. Dein Gott hat geboten, dass du stark seist. Stärke, oh Gott, was du für uns gewirkt hast." Diesen Gedanken finden wir ähnlich in Philipper 1, Vers 6: "Was Gott anfängt, das vollendet er auch." Er stärkt das, was er gewirkt hat, bis zum Ende.
[5:57] "Um deines Tempels in Jerusalem willen werden Könige Gaben bringen. Stelle das Tier im Schilf, die Rotte der starken Stiere samt den Kälbern der Völker." Das Tier im Schilf, damit ist sehr wahrscheinlich Ägypten gemeint.
[6:20] Und die Rotte der starken Stiere samt den Kälbern der Völker, damit sie sich unterwerfen und silberne Barren als Tribut bringen. Silber war damals so das wichtigste Handelsgut. "Zerstreue die Völker, die gerne Krieg führen. Vornehme aus Ägypten werden kommen, Kusch wird eilig seine Hände nach Gott ausstrecken." Hier möchte ich unbedingt einen Parallelvers durchlesen, der nämlich von Ägypten handelt: Jesaja 19, Vers 21. Und dort heißt es: "Und der Herr wird sich den Ägyptern zu erkennen geben, und Ägypter werden an jedem Tag den Herrn erkennen. Sie werden ihm mit Schlachtopfern und Speisopfern dienen. Sie werden dem Herrn Gelübde ablegen und sie auch erfüllen."
[7:07] Gottes Plan war die globale Mission, und es ist immer noch sein Plan. Aber Plan A hat nicht funktioniert, dann kam die Sünde, dann musste Plan B her, dann kamen andere Sachen. Und wir sind im Alphabet wahrscheinlich schon ziemlich weit vorangeschritten, weil Gott ständig aufgrund unserer Sünde den Plan etwas adjustieren muss. Aber die gute Nachricht ist: Gott wird seinen Plan vollenden. Er wird die Menschen retten, die sich retten lassen möchten.
[7:37] "Vers 33: Königreiche der Erde, singt Gott Lob, singt dem Herrn, dem, der einherfährt am Himmel, am uralten Himmel! Siehe, er lässt seine Stimme erschallen, seine gewaltige Stimme." Das erinnert uns an die Wiederkunft, wo auch die Posaune, die Stimme Gottes, erschallt. "Gebt Gott das Lob! Seine Hoheit waltet über Israel und seine Macht in den Wolken. Furchtgebietend erweist du dich, oh Gott, von deinem Heiligtum aus. Der Gott Israels verleiht seinem Volk Macht und Stärke. Gepriesen sei Gott!"
[8:10] Man bekommt in diesen Zeilen richtig den Eindruck – und in vielen anderen Psalmen ganz genauso, wo das Heiligtum eine große Rolle spielt –, dass Gott so richtig das Heiligtum als ein Regierungszentrum benutzt. Es ist der Sitz seiner Wohnung, und er regiert von dort aus. Er tut den Tempeldienst. Jesus ist ja unser Hohepriester dort. Er richtet von dort aus. Wir wissen, dass wir im Versöhnungstag, im großen Versöhnungstag, leben seit 1844, und dass Gott dort Gericht hält. Und wenn das Gericht vollendet ist, wird er von seinem Heiligtum aufbrechen, um als König wiederzukommen.
[8:54] Psalm 69, den Vorsänger, nach der Melodie "Lilien", von David: "Hilf mir, Gott, denn die Wasser gehen mir bis an die Seele. Ich bin versunken tief im Schlamm und habe keinen Stand. Ich bin in tiefes Wasser geraten, und die Flut überströmt mich. Ich bin müde von meinem Schreien, meine Kehle ist vertrocknet, meine Augen sind verschmachtet im Harren auf meinen Gott."
[9:23] Manchmal mag es uns im Leben so gehen, dass wir sagen: "Das Wasser steht mir bis zum Halse", wie auch David es hier in Vers 2 ausdrückt, und wir in tiefem Sündenschlamm stecken und die Flut uns ereilt, und wir müde sind vom Schreien, dass wir nicht mehr weinen können, weil unsere Tränen vertrocknet sind. Aber genau in so einer Situation sind wir Gott am allernächsten, können auf ihn hoffen und auf seine Hilfe warten. Und wie es mit diesem Psalm weitergeht, wollen wir morgen lesen. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, du hilfst und du rettest. Du bist der Gott, dem nichts entgeht, der alles sieht. Du siehst die Gedanken in unserem Herzen, die wir nicht einmal ausgesprochen haben. Du hilfst uns in Dingen, von denen wir nicht einmal wissen, dass wir dort bald Hilfe benötigen. Herr, du kennst jedes Haar auf unserem Haupt, du kennst jeden Spatzen, der vom Dach fällt. Herr, dir entgeht nichts, und du siehst alles. Du siehst das Gute, du siehst das Schlechte, und du wirst alles in ein Gericht bringen und gerecht richten. Und dafür danken wir dir, dass wir darauf vertrauen können.
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